Ich habe Nordlicht, die Tote im Küstenfeuer als Hörbuch gehört, wie auch schon die zwei vorherigen Bände. Für mich bisher das beste Buch dieser Serie. In diesem Krimi ist alles stimmig. Es gibt genügend Verdächtige sowie neues aus dem Privatleben der Ermittler. Der Spannungsverlauf ist hoch und nimmt am Ende sogar noch zu.
Um was geht es. Ein 16-jähriges deutsch türkisches Mädchen wird tot im Sankt Hans Feuer gefunden. Sie war schon seit einiger Zeit Gastschülerin in Dänemark, bei allen beliebt und hatte viele Freunde. So kommt der Verdacht auf, es könne sich um einen Ritualmord der Familie handeln.
Das dänisch-deutsche Sonderermittlerteam Rasmus Nyborg und Vibeke Boisen übernimmt die Ermittlungen. Die Ermittler arbeiten in diesem Fall mehr zusammen. Gehen aber wie in den Fällen zuvor eigene Wege, ergänzen sich aber sehr gut. Nach meinem Empfinden ist das Team nun richtig gut zusammengewachsen.
Rasmus Nyborg geht der Fall besonders nahe. Er muss oft an seinen toten Sohn denken, wenn er im Umfeld von Elins Clique Befragungen durchführt. Überhaupt ist er privat im Zwiespalt und kann seine Gefühle nicht ausdrücken. Ich finde das hat die Autorin Anette Hinrichs sehr gut beschrieben und ich fand die Nebenhandlung um Rasmus genauso spannend wie der Fall selbst. Über Vibeke Boisen erfahren wir dieses mal nicht viel neues.
Es gibt viel polizeiliche Ermittlungsarbeit und Vernehmungen in Deutschland. Aber auch in Dänemark werden diese durchgeführt. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben.
Am Ende gibt es immer weniger Verdächtige und es ist ziemlich klar wer sich als Mörder herauskristallisiert. Das Motiv, auf welches zum Schluß eingegangen wird, war für mich überzeugend.
Der Hörbuchsprecherin Vera Teltz habe ich gerne zugehört. Wie schon erwähnt, war dies das beste Buch der Serie und daher gebe ich dem Buch 5 Sterne. Hoffentlich gibt es einen weiteren Teil.
Das Hörbuch wurde uns von Der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.
Wieder ein Krimi-Highlight In Engernsund an der jütländischen Küste wird die Leiche eines 16jährigen Mädchens gefunden. Die Leiche wurde in einem der vielen Sankt Hans Feuer verbrannt. Bei der Toten handelt es sich um eine Gastschülerin aus Deutschland. Elin Akman stammt aus Hamburg, ist ein deutsches Mädchen mit türkischen Wurzeln. Das ruft die deutsch-dänische Sondereinheit auf den Plan, da in beiden Ländern ermittelt werden muss. Die Suche nach einem Motiv für den Mord wirft viele Fragen auf. Handelt es sich um einen Ritualmord, um einen Ehrenmord, ist es eine Beziehungstat oder war Elin einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort? „Nordlicht – Die Tote im Küstenfeuer“ ist der 3. Band der spannenden Nordlicht-Reihe von Anette Hinrichs. Das Ermittlerteam setzt sich aus deutschen und dänischen Ermittlern zusammen. Die zwei Kommissare gefallen mir sehr gut, ich mag Ermittler die ihre Ecken und Kanten haben. So haben auch die Beiden eine bewegte Vergangenheit die sie mit sich herumtragen. Vibeke Boisen, Teamleiterin bei der Mordkommission Flensburg auf der deutschen Seite. Sie ist äußerst sympathisch, kann aber auch knallhart sein und hält sich immer strikt an die Regeln. Sie leidet unter ihrer Vergangenheit. Ihre leibliche Mutter ist psychisch krank und Vibeke lebt immer mit der Angst die Krankheit geerbt zu haben. Ihre Adoptiveltern liebt sie über alles. Ihr Adoptivvater ist auch bei der Kripo in Flensburg und Vibeke ist in seine Fußstapfen getreten. Rasmus Nyborg von der Kripo Esbjerg ist der dänische Ermittler. Er liebt die legere, unkonventionelle Art und hält sich nicht immer an die Regeln. Es darf bei ihn schon einmal der „kleine Dienstweg“ sein. Auch er schleppt so einigen Ballast aus seiner Vergangenheit mit sich rum. Vor allem den Tod seines Sohnes kann er nicht überwinden Der Fall ist spannend und die Ermittlungen kommen nur schleppend voran. Es gibt einige Verdächtige. Im Vordergrund steht, dass Elin türkische Wurzeln hat. Von Elin sind gefakte Nacktbilder im Netz verbreitet worden, weshalb sie als Gastschülerin zu Freunden nach Dänemark geschickt wurde. Für die Ermittler stellt sich die Frage ob ein Ehrenmord in Frage kommt und ein Familienmittglied der Täter ist. Elin hatte aber auch eine Beziehung zu einem Jungen aus der Clique die sie kurz vor ihrem Tod beendet hat. Eine Beziehungstat aus Eifersucht? Die Ermittlungen sind alles andere als einfach. Bei der türkischen Familie laufen die Ermittler gegen eine Wand. Auch auf der dänischen Seite kommen sie nicht recht voran. So zieht sich der Spannungsbogen durch das gesamte Buch. Ich hatte auch immer wieder einen Verdacht den ich dann verworfen habe um ihn kurze Zeit später wieder aufzunehmen. Am Ende wird der Fall spektakulär aufgeklärt. Das Ende ist stimmig und lässt mich zufrieden zurück. Ich liebe Schreibstil von Anette Hinrichs, es ist eine wahre Freude ihre Bücher zu lesen. Die Autorin beschreibt die Charaktere und auch die Umgebung so, dass man sich alles gut vorstellen kann, macht aber keine seitenlangen Ausschweifungen die dann eher langatmig wären. So hatte ich den Krimi in 3 Tagen gelesen. Ohne Zweifel wird „Nordlicht – Die Tote im Küstenfeuer“ wird zu meinen diesjährigen Krimi-Highlights gehören.
"Die Tote im Küstenfeuer" wurde mir vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt und ich bedanke mich herzlich. Das Buch ist als Taschenbuch im Blanvalet Verlag erschienen, hat 446 Seiten und kostet neu 10,00 €.
Am Morgen nach den Sankt-Hans-Feuern findet ein Jogger in einem der abgebrannten Holzstapel eine stark verkohlte Leiche. Schnell stellt sich heraus, dass es die 16jährige türkische Austauschschülerin Elin ist. Wer hat dem jungen Mädchen das angetan? Was hat ihre Familie zu verbergen? Steckt womöglich ein Ehrenmord dahinter?
Ich habe auch diesen Band der Reihe komplett verschlungen. Der Spannungsbogen wird ab der ersten Seite bis zum Schluss aufrecht erhalten. Die Autorin hat viele mögliche Fährten sehr geschickt gelegt und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer Täter und wer Zeuge oder Opfer ist. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und man fliegt förmlich durch die Seiten. Hört sich nach "normalem" Ermittlerkrimi an? Definitiv nein! Die gesamte Reihe ist etwas Besonderes in diesem Genre. Ich habe noch nie so gut und tiefgründig recherchierte Krimis gelesen. Jeder Band ist mit einem anderen komplexen gesellschaftlichen Thema verwoben. In diesem Band ist es das türkische Familien- und Frauenbild, das Anette Hinrichs hier sehr gekonnt eingewoben hat und mit vielen Infos füttert. Großartig sind auch die Ermittkercharaktere Rasmus Nyborg und Vibeke Boisen, die ihre Ecken und Kanten haben und dadurch zu 100% authentisch sind. Ihre privaten Geschichten werden durchgehend, aber zurückhaltend weitererzählt. Ich bin den Beiden in den bisherigen drei Bänden sehr nahe gekommen und würde gerne mal einen Kaffee mit ihnen trinken.
Was soll ich abschließend sagen? Ein weiteres Highlight ⭐⭐⭐⭐⭐
Mit viel Verzögerung habe ich jetzt endlich zum 2021 erschienenen 3. Teil der Nordlicht-Reihe gegriffen. Im Sommer erscheint bereits der 5. Fall. Ich habe also noch was aufzuholen. Die Kriminalromane von Anette Hinrichs spielen zwischen Deutschland und Dänemark. Und ich hatte ein schönes und spannendes Wiedersehen mit den Ermittlern Boisen & Nyborg. . Darum geht's: Die deutsche Gastschülerin Elin Akman wird erst erschlagen und ihre Leiche dann in einem Sankt-Hans-Feuer verbrannt. Was geschah in der Mittsommernacht? Ein neuer Fall für die deutsch-dänische Sondereinheit GZ Padborg! . Hej, hej! Warum habe ich mit der Reihe eigentlich pausiert und immer andere Bücher vorgezogen? Keine Ahnung! Denn "Die Tote im Küstenfeuer" hat mir wieder deutlich gemacht, wie gut diese Krimis von Anette Hinrichs sind. Das hier ist ein Grenzfall, wie er sein soll. Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Fall. Trotz der langen Lesepause waren mir Vibeke und Rasmus direkt wieder vertraut. Als Ermittler - aber auch privat. Die Zwei sind einfach Zucker. Der Fall um die ermordete Schülerin hat mir auch gefallen. Er ist sofort spannend und hat mich bis zur Auflösung in Atem gehalten. . Fazit: Der 3. Teil der NORDLICHT-Reihe hat mir von der ersten bis zur letzten Seite gefallen. Wirklich ein rundum gelungener Krimi. Jetzt wartet Fall 4 darauf gelesen zu werden. Im Juli kommt dann das neue Buch. Ich werde mich ranhalten. Denn eines ist mir beim Lesen wieder klar geworden: Diese Krimis gehören einfach nicht auf den SuB!
Der dritte Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam führt an die jütländische Küste. Nach dem großen Sankt-Hans-Feuer wird die verbrannte Leiche eines 16-jährigen Mädchens gefunden. Die Tote ist eine deutsche Austauschschülerin mit einem Geheimnis.
Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit dem Ermittlerteam gefreut. Mir gefällt es immer sehr gut, wenn man auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt und diese im Laufe einer Reihe besser kennenlernt.
Der Todesfall hat viele Fragen aufgeworfen und es wurde in viele Richtungen ermittelt, dabei kam immer wieder Überraschendes ans Licht und mit der Auflösung hätte ich am Anfang niemals gerechnet. Die Story war also nicht zu vorhersehbar, aber man konnte auch gut miträtseln und wurde irgendwann in die richtige Richtung gestoßen. Ich fand den Spannungsbogen genau richtig.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lies sich schnell lesen und ich bin in einen angenehmen Lesefluss gekommen.
An sich gute Geschichte, aber das Belehrende nervt. Genauso wie Robert Galbraith aka JK Rowling zu viel erklären will und dem Leser das Gefühl gibt, ein Vollidiot zu sein, passiert es hier auch. So steht z.B. auf S 293: „‚Du hast mit ihr über unseren Fall geredet?‘ entfuhr es Vibeke schärfer als beabsichtigt“, wonach die Autorin über den Erzähler erklärt, dass man mit Außenstehenden nicht über Fälle sprechen darf. Na klar! Wieso hätte Vibeke sonst die Frage gestellt?! Es ist ein Krimi für Erwachsene, kein Kinderbuch!
Für mich der bislang beste Krimi der Reihe - ich fand den Fall sehr spannend und ich freu mich immer über das Ermittlerteam, nämlich nicht nur die zwei Hauptermittler, sondern auch die anderen Personen. Wir lernen sie alle von Roman zu Roman besser kennen und das gefällt mir gut. Auch die vielen kleinen Details, die man so nebenbei über Dänemark erfährt (ich bekomme immer total Lust auf Zimtschnecken!), die mag ich auch gern. Von mir gibts vier Sterne.
Auch wenn der Auftakt ganz schön harter Tobak ist, finde ich den Fall rund um die Leiche im Küstenfeuer gut erzählt. Wieder wird grenzübergreifend zusammengearbeitet und auch wenn sie ihre Vorgehensweisen manchmal nicht ausstehen können, ergänzen sich Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg in ihrer Arbeit sehr gut und können bald aufdecken, was bzw. wer hinter dem Mord steckt. Spannend zu lesen, auch wenn ich hier schon früh eine Ahnung hatte, sie sich als richtig erweisen sollte.
Das Buch bzw. der Fall ist wirklich spannend. Außer Rasmus bleiben die Figuren weitestgehend flach, aber am Ende konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich es ausgelesen hatte.
Literarisches Äquivalent zu einer Tüte alter Chips. Löst geistiges Sodbrennen aus. Wie bei den Chips musste ich es aber bis zum Ende durchhalten. Ich verzichte fürderhin auf solche Un-Kost.