Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.
Pasiimti kokią istorinę asmenybę ir panardinti ją į mįslingų įvykių sūkurį – jau seniausiai nebenaujas triukas. Kad ir Roberto van Guliko ciklas apie teisėją Di (realiai egzistavusi istorinė figūra Di Renjie), nors ir tas jau rėmėsi XVIII amžiaus kinų detektyvine apysaka „Di Gong An“. Na, ir artimesnių laikų autoriai nesnaudžia. Norit, imkit, kaip veikėją Giordano Bruno, norit – Shakespeare‘ą ar Edgarą Allaną Poe, norit – Agathą Christie... Vardint galima ilgai. O dabar štai – prašau, Diuma. Na, tas, kuris tėvas. Ir taip – istorinis fonas, mįslingi įvykiai, netgi lašas fantastikos – viskas, kaip aš mėgstu. Kas galėtų būti blogai? Jei labai trumpai ir tiksliai – viskas. Pradėkim nuo pradžių pradžios, nuo viršelio, ant kurio be autoriaus pavardės ir knygos pavadinimo puikuojasi užrašas „istorinis romanas“. Ė... čia dabar, kaip suprantu, bet kuris kūrinys, kurio veiksmas rutuliojasi ne mūsų dienomis, jau bus istorinis? Pakaks vieno kito realaus istorinio veikėjo paminėjimo? Nežinau, nežinau. Mano galva, tai net „Šveikas“ kur kas labiau istorinis. Nors ko tikėtis iš knygos, kuri jau pirmuose puslapiuose ima mane įtikinėti, kad Karalius Saulė – tai Henrikas IV? Taigi, jei jau norim etikečių, tegul tada sau bus alternatyvioji istorija (čia puikiai tada įsipaišo ir Henrikas IV), nes sutapimų su realiosios istorijos faktais – čia ašaros. Suprantu, kad išmonė, suprantu, kad pramoga, bet. Kiti autoriai, pasirinkdami savo personažais realius asmenis, bent pabando juos įsprausti į kažkokias gyvenimiškas aplinkybes, kuriose anie pabuvojo. Čia gi einama iš kito galo – Diuma per jėgą spraudžiamas ten, kur nė nesapnavo. Tiek jau to su tuo žanru. Gal apie siužetą? Ir vėl iš pirmo žvilgsnio gali pasirodyti, kad viskas neblogai. Grafienė Ana Dorn, moteris invalido vežimėlyje, atlekia į Paryžių, vedina švento tikslo – užčiaupti Diuma. Nes anas, niekšas šitoks, savo žemarūše rašliava gadina žmonių literatūrinį skonį. Bet netrukus jau susivienija su prancūzų rašytoju, siekdama bendro tikslo – sutrukdyti magnetistui Lemetrui, kuris medžioja kadaise Diuma tėvo (ne Diuma-tėvo, o Diuma-tėvo tėvo, jei suprantat, apie ką aš) pargabentus iš Egipto paslaptingų galių turinčius amuletus. Kaip ir viskas ok, priimam žaidimo taisykles. Bet motyvai, poelgiai... kas porą puslapių norisi autoriaus paklaust: „Rimtai? Husemannai, tu čia rimtai?“ Kartais tai jau buvo net linksma. Bet dažniau tik dūsavau. Visiškai ne mano arbatos puodelis, nors atrodė, kad bus. Knyga, kurioje netikėjau nė vienu žodžiu. Retai jau taip man nutinka, bet negaliu atseikėt daugiau vienos žvaigždutės iš penkių.
Dieses Buch wollte ich vor allem deswegen lesen, weil ich ja, wie ihr alle wisst, ein totaler Literaturnerd bin. Wenn irgendein Buch von berühmten Autoren oder berühmten Büchern oder von Autoren und Büchern im Allgemeinen handelt, dann bin ich mit am Start. Da denk ich dann kein zweites Mal nach. So auch bei diesem Buch. Von Alexandre Dumas selbst hab ich noch nichts gelesen, allerdings weiß ich so ungefähr, worum es bei "Die drei Musketiere" so geht.
In diesem Roman geht es um die Abenteuer des (fiktionalen) Alexandre Dumas. Er ist Frauenheld, Autor, Herausgeber einer Zeitung, schuldet so ziemlich jedem Menschen in Paris Geld und hält sich trotzdem selbst für den Allergrößten. Besonders beliebt bei seinen Zeitgenossen ist er nicht - am allerwenigsten aber mag ihn die Lehrerin Anna. Als sie nach Paris kommt, um ihre neue Stelle bei einer reichen Familie anzutreten, kommt sie zum ersten Mal mit Dumas Texten in Berührung. Und sofort ist sie davon überzeugt, dass dieser Mann gestoppt werden muss. Immerhin werden seine Texte von Kindern gelesen, dabei sind die nicht wirklich jugendfrei. Also tut sie, was getan werden muss: Sie zeigt ihn an. Unwissend, dass sie dadurch in eine Geschichte hineingezogen wird, wegen der sie durch halb Europa reisen und sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Denn irgendwer hat Dumas Namen geklaut - und veröffentlich nun Texte in dessen Namen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von dieser Geschichte halte. Was ich sicher sagen kann, war, dass ich die Story spannend fand. Ich mochte Anna und die Abenteuer, die sie zusammen mit Dumas erlebt. Stellenweise wirkte die Handlung auf mich aber überzogen und damit auch nicht ganz glaubwürdig.
Was der Autor auf jeden Fall geschafft hat, war mich davon zu überzeugen, dass ich ganz dringend Dumas lesen muss. Ich war erst heute in der Buchhandlung und hatte "Die drei Musketiere" sogar schon in der Hand. Den Kauf hab ich dann aber doch aufgeschoben und lieber Shakespeares Sonette mitgenommen. Aber hey: Dieser Klassiker ist auf jeden Fall auf meiner Bucket List gelandet!
Mein Fazit? Sympathische Protagonisten, leider nicht immer ganz glaubwürdige Geschichte.
Äh, was war das bitte? Die Handlung war furchtbar konfus und in Teilen unlogisch. Die Charaktere waren alle unsympathisch - allen voran Anna, mit der ich bis zum Schluss überhaupt nicht warm wurde. Der Bösewicht war blass und der zentrale Konflikt um die ägyptischen Amulette recht haarsträubend. Und dann erschien das Ganze - vor allem für einen Autor, der im Hauptberuf Historiker ist - schlecht recherchiert. Weder die Szenen mit dem englischen Thronfolger noch die mit der adligen Affäre wirkten in sich plausibel (Den Thronfolger einfach mal duzen? Wohl kaum). Und von der Kutschenverfolgungsjagd (die noch nicht mal eine Kutschenverfolgung, sondern eine Schlittenverfolgung war) gegen Ende möchte ich gar nicht erst anfangen. Darüber, dass Leinen in der Literatur quasi IMMER als Zügel bezeichnet werden, rege ich mich schon gar nicht mehr auf. Aber dass Husemann zum Thema Troika zwar den einen Teil des Wikipedia-Eintrags gelesen hat (die äußeren Pferde nach außen gestellt im Galopp, das mittlere im Trab), aber den anderen dann nicht mehr (sechs Leinen sind für drei Pferde nun aber wirklich ein bisschen overkill), wirft halt auch kein gutes Licht auf den Rest des Romans. Leider weder spannend noch unterhaltsam, auch nicht, wenn man kutschentechnisch nicht so pingelig ist wie ich.
Von einem Abenteuerroman mit und über Alexandre Dumas hatte ich definitiv mehr Unterhaltung, Spannung und Lesespaß erwartet.
habe mich auf Grund des Klappentextes und dem Cover beworben und habe mich riesig gefreut das ich nicht enttäuscht wurde. Auch der Autor war mir völlig unbekannt, aber bin ja immer neugierig was es so auf dem Markt gibt. In diesem historischen Roman lernen wir den bekannten Autor Alexandre Dumas mal von einer anderen Seite kennen. Wie erleben eine spannende Reise mit tollen Protagonisten die wunderbar dargestellt wurden. Die verarmte Gräfin Anna Dorn (Moll) hat mir super gefallen, sie hat einen schrecklichen Verlust und auch körperliche Einschränkungen zu verarbeiten, gibt aber nicht auf und scheut sich auch nicht ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Auch hat sie keine Angst vor den Abenteuer in die sie durch Dumas gezogen wird. Die beiden haben einen gemeinsamen Feind und wollen unbedingt verhindern das der Scharlatan Lemaitre seinem Plan umsetzen kann, Namen, Monarchien geschweige den ganz Europa zu ruinieren. Die Geschichte aus dem 19 Jahrhundert führt über Paris, Brüssel nach London und von dort nach Sankt Petersburg. Man wird durch den tollen Schreibstil einen tollen Einblick auf die damalige Zeit, und durch den Detailreichen beschreiben der einzelnen Orte und Geschehen sehr in die Geschichte gezogen. Die Erzählweise aus der Sicht von Anna hat mir auch gut gefallen. Auch das Nachwort war passend, denn es erklärt warum es nicht zu Faktenlastig war. Lasst euch auf dieses Abenteuer ein , nehmt die Kutschen, die offenen Waggons sowie die Schlitten. Schaut in Abgründe, Kerker und in den Buckingham Palast. Vergebe eine Kauf sowie Leseempfehlung!
mein Fazit:
fühlte mich super unterhalten, daher vergebe ich gerne 5 Punkte
Anna Gräfin von Dorn (geborene Moll) aus Karlsruhe sucht in der französischen Metropole eine Anstellung als Hauslehrerin. Als ihr im Haus ihrer Arbeitgeber eine Zeitung mit den Fortsetzungsgeschichten von Alexandre Dumas in die Hände fällt, ist sie entsetzt. Die Geschichten sind der der sittenstrengen Frau zu freizügig. Dumas betreibt eine „Romanfabrik“, in welcher Lohnschreiber die Gedanken des Meisters zu Papier bringen, und da Anna mit Hilfe von Zensurbeamten das Schlösschen des beliebten Künstlers räumen lassen will, ist der Lebemann Dumas alles andere als begeistert. Als jedoch ein Scharlatan mit dem sprechenden Namen „Lemaitre“ in Frankreich sein Unwesen zu treiben beginnt, müssen Anna und Alexandre ihre Differenzen beilegen, um dem gemeinsamen Feind das Handwerk zu legen. Doch das ist leichter gesagt als getan, und so führt eine wilde Jagd die Protagonisten von Paris über London bis nach Sankt Petersburg…
„Die Romanfabrik von Paris“ (was für ein toller Titel!) ist ein historischer Roman, in welchem Dirk Husemann -wie die meisten Autoren dieses Genres- Fakten mit Fiktion vermengt. Die Lektüre hat mir viel Freude bereitet, weil die Figuren ihrer Zeit angemessen sprechen und handeln, anders als in anderen Romanen werden hier nicht Menschen mit Wertvorstellungen des 21. Jahrhunderts in die Vergangenheit „verpflanzt“. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, ich habe mich beim Lesen keine Sekunde lang gelangweilt (meines Erachtens gibt es keine Längen in der Erzählung).
Anna ist eine gelähmte Frau, die sich einerseits nicht die Butter von Brot nehmen lässt, andererseits aber auch keine „Superheldin“ ohne charakterliche Schwächen ist, dies gefiel mir ausgesprochen gut. Dumas wird als liebenswerter Filou mit einem Hang zum Größenwahn porträtiert. Die Figurenzeichnung ließ mich oft schmunzeln - der Autor nähert sich der Legende Dumas mit Herz und Humor. Auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet. Man kann richtig in die story eintauchen und en passant auch etwas lernen, obwohl man den Roman aufgrund der historischen Freiheiten, die sich der Autor nimmt, nicht als geschichtswissenschaftliche Quelle verwenden sollte. Trotz seiner Popularität war Dumas aufgrund seiner dunklen Hautfarbe zu Lebzeiten ein Außenseiter in der französischen Gesellschaft, eine Aufnahme in die Académie Française wurde ihm zunächst verweigert. Den historischen Begriff „un nègre“ verwendet Dirk Husemann korrekt, und er erklärt die Verwendung des Terminus, ihm gelingt es so meines Erachtens, Unterhaltung auf hohem Niveau zu bieten, die sich eben nicht nur an frankophile (und frankophone) Literaturliebhaber und an ein akademisches Publikum wendet, sondern auch an Otto Normal, das finde ich klasse.
„Die Romanfabrik von Paris“ ist auch formal perfekt gegliedert, nur der Schlussteil wurde für mein Empfinden zu schnell abgehandelt. Glücklicherweise wird auf Kitsch und Pathos verzichtet, was mich angenehm überrascht hat.
Fazit:
Ich vergebe viereinhalb von fünf möglichen Sternen für die Geschichte. Dirk Husemanns Roman ist ein richtig schöner Schmöker, den ich gerne zur Lektüre empfehle. Auch das Nachwort ist ausgesprochen lesenswert!
Die Romane "Der Graf von Monte Christo", "Die drei Musketiere" oder "Der Mann in der eisernen Maske" sind weltberühmt und haben als Abenteuerromane und Populärliteratur des 19. Jahrhunderts ihren angestammten Platz in der Literaturgeschichte. Ihr Autor, Alexandre Dumas der Ältere (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn A. D. d. Jüngere, der "Die Kameliendame" schrieb), war mir zwar durch sein Werk, nicht aber so sehr durch sein Leben bekannt. Ich wusste wenig bis nichts über seine Biografie. Nach der Lektüre der "Romanfabrik von Paris" und des lohnenden Nachworts ist mir die Lebensgeschichte von Alexandre Dumas aber nun schon sehr vertraut - von 0 auf 100 sozusagen. Wir kommen durch “Die Romanfabrik von Paris” ganz nah an die Persönlichkeit Dumas heran - selbstverständlich im Rahmen einer fiktiven Geschichte, die sich nur an die Realität anlehnt. Worum geht's? Wir schreiben das Jahr 1851 und Alexandre Dumas lebt als Schriftsteller in seinem Schlösschen, dem “Chateau Monte Christo” außerhalb von Paris. Dort entstehen im Rahmen der "Romanfabrik" seine beliebten Romane, die er von Lohnschreibern aufschreiben lässt, die Ideen und Geschichten aber kommen von ihm. Die fertigen Werke publiziert er als Fortsetzungsgeschichten in der Zeitung. Er hat es neben großer Popularität auch zu vielen Neidern und einigen Feinden gebracht. Die LeserInnen aber lieben seine Geschichten, in denen es um Rache und Liebe, Intrigen, Mord und Totschlag geht. Auch der Humor und der Genuss haben in den Abenteuerromanen ihren angestammten Platz und versüßen so manchem Franzosen den harten Alltag. Der Bonvivant Dumas gibt das Geld, das er durch seine Schriftstellerei verdient, gerne mit vollen Händen aus - für Reisen, Essen, Luxus, etc. Der gutherzige Lebemann Dumas ist ein erfolgreicher Glücksritter und liebt das Leben, wobei er auch gerne neue Ideen für seine Abenteuerromane sammelt. Die deutsche Gräfin Anna von Dorn ist die weibliche Protagonistin des Romans. Nach dem Tod ihres adeligen Mannes kommt sie als Privatlehrerin nach Paris. Sie sitzt im Rollstuhl - warum, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Als sie bei einer Familie, in der sie unterrichtet, die Fortsetzungsromane von Dumas kennenlernt, ist sie empört. Die lose Moral und mangelnde Gottesfürchtigkeit sind für die belesene Lehrerin ein Graus. Sie stellt Dumas zur Rede und muss dabei feststellen, dass die beiden ungleichen Personen ein gemeinsamer Gegenspieler verbindet: der Magnetiseur Lemaitre. Mit einer actiongeladenen Handlung, allerlei Intrigen, plötzlichen Wendungen und ganz vielen Zufällen ist dieser historische Roman ein amüsanter Parforceritt durch das Europa des mittleren 19. Jahrhunderts. Neben Paris spielt die Handlung auch in Brüssel, London und Moskau. Wie es sich für einen richtigen Abenteuerroman gehört, jagt ein Handlungselement das nächste. Der Leser hat kaum Zeit zum innehalten, aber dafür ist dieser Roman auch wirklich nicht gedacht. Gelegentlich schon sehr abgedreht, ist die Handlung aber stets unterhaltsam und lebendig. Ich habe durch dieses Buch selbst Lust bekommen, die Romane von Dumas, die ich nur als Verfilmungen kenne, einmal zu lesen. Fazit: Ein sehr lesenswerter historischer Abenteuerroman für lange Wintertage (der zufällig auch im Winter spielt)!
Paris 1851. Der beliebte Schriftsteller Alexandre Dumas gibt sich in seinem Château dem schönen Leben hin und lässt in seiner Romanfabrik andere Autoren die erfolgreichen Erzählungen über die drei Musketiere fortsetzen – bis plötzlich sehr verhängnisvolle Texte in seinem Namen auftauchen. Währenddessen trifft die Gräfin Anna Dorn in Paris ein, um den Kindern einer wohlhabenden Familie die deutsche Literatur zu lehren. Die wollen aber lieber Dumas' lasterhafte Zeitungsromane lesen. Über deren Inhalte empört, begibt sich Anna Dorn in die Romanfabrik und wird dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie sieht sich gezwungen, sich mit Dumas zu verbünden und stürzt sich mit ihm in ein Abenteuer, das die beiden quer durch Europa führt. Der historische Roman beginnt sehr lebhaft. Als Leser*in wird man schnell in die Geschichte hineingezogen und fiebert bald um das Schicksal der Charaktere mit. Ab dem zweiten Drittel fiel die Spannung aus meiner Sicht stetig ab. Teilweise wurden die Konflikte zu schnell gelöst und leider war für mich bald klar, auf welches Ende die Geschichte hinauslaufen soll. Der letzte Teil des Buches erschien mir als ein schneller Ritt durch die übrige Handlung. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen Spannungsbogen mehr gewünscht. Die Auflösung um den zunächst recht diabolischen Antagonisten hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Vielleicht hätte hier ein ausführlicherer Blick in dessen Gedanken geholfen. Dennoch hat mir der Roman von Dirk Husemann gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind sympathisch erzählt und haben jeweils ihre Stärken und Schwächen, die die Handlung passend vorantreiben oder erschweren. Die Atmosphäre ist lebhaft ausgeschmückt und die Kulissen bauen sich in satten Farben vor dem inneren Auge auf. Ich konnte mich wunderbar in die Zeit des 19. Jahrhunderts versetzen. Besonders mochte ich, dass die Handlungsorte der Geschichte wechseln und jeweils ganz unterschiedliche Stimmungen vermitteln. Hervorzuheben sind auch das schön gestaltete Cover und der historische Auszug aus dem Leben des echten Alexandre Dumas im Nachwort, das mich dazu gebracht hat, mich etwas eingehender mit ihm und seinen Geschichten zu beschäftigen.
Ich empfehle das Buch Freund*innen des Genres der historischen Romane und für kuschelige Winterwochenenden auf der Couch.
Das eBook wurde mir freundlicherweise von NetGalley und Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Paris, 1851: Die mittellose Gräfin Anna von Dorn nimmt eine Stelle als Lehrerin an, um sich ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Dabei stolpert sie über die Werke Alexandre Dumas, die sie skandalös findet – sie will dem Schriftsteller das Handwerk legen, trifft dabei aber auf einen alten Feind.
Dumas hat derweil schon genug andere Probleme, nicht nur die Gläubiger rücken ihm auf den Pelz, und dann erscheint auch noch ein Artikel in seiner Zeitschrift, der ihn als Hochverräter darstehen lässt – den er aber gar nicht geschrieben hat.
Anna und Dumas stellen schließlich fest, dass sie gemeinsame Interessen haben, und machen sich auf die Jagd nach demjenigen, der beider Leben auf den Kopf gestellt hat.
Der Autor hat in Händchen für besondere Stoffe, was sich auch hier zeigt. Wahrscheinlich kennt jeder zumindest einen Roman Dumas‘, und ihn hier selbst als Protagonisten vorzufinden, macht Spaß, zumal es hier genauso spannend und actionreich zugeht wie in seinen Werken. Der Autor bedient sich sogar einer entsprechend altertümlich wirkenden Sprache mit vielen schönen altmodischen Wörtern – wobei ich das nie als anstrengend empfand sondern eher atmosphärisch. Und dann gibt es herrliche Sätze wie diesen: „Die Geschichten aus dem Unterleib der Literatur wurden ihrem gerechten Schicksal zugeführt“ (Pos. 920)
Atmosphäre gibt es hier sehr viel, und auch einiges zum Schmunzeln. Die Reise führt von Paris nach London und St. Petersburg, und überall fühlt man sich schnell im Land angekommen. Die Schauplätze haben mir jeweils gut gefallen, in London z. B. besucht man nicht nur die königliche Familie sondern auch ein Gefängnis, St. Petersburg lädt in die Eremitage und zu einer Wolfsjagd ein.
Dumas mochte ich von Anfang an, er ist ein frivoler Lebemann, hat aber ein gutes Herz, zeigt Empathie, und bringt einiges an Humor ins Spiel (wenn ich alleine daran denke, was er im Londoner Gefängnis anstellt, um seine Hinrichtung aufzuschieben …). Anders Anna, die ich wegen ihrer Sittenstrenge zunächst sehr anstrengend fand, die aber eine schöne Entwicklung durchmacht. Außerdem finde ich es sehr interessant mit Anna eine Protagonistin zu haben, die auf den Rollstuhl angewiesen ist. Die meisten anderen Charaktere spielen nur eine untergeordnete Rolle, sind aber doch gelungen charakterisiert. Und dann ist da natürlich noch der Antagonist, der zunächst schön teuflisch wirkt, mich aber am Ende doch ein bisschen enttäuscht hat, ebenso wie die „Auflösung“ um ihn.
Wie es sich für einen anständigen historischen Roman gehört, gibt es ein Nachwort des Autors, in dem er auf Wahrheit und Fiktion eingeht – und mir richtig Lust macht, eine Dumas-Biografie zu lesen.
Dirk Husemann entwickelt sich langsam zu einem meiner Lieblingsautoren, ich mag seine Romane, weil sie in meinen Augen besonders sind und nicht mit Humor sparen. Leider hat mich hier der Antagonist nicht komplett überzeugt, so dass ich zwar „nur“ 4 Sterne vergebe, aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung ausspreche.
„Sie schloss für einen Moment die Augen. Dass ausgerechnet sie einem Kind so etwas vorlas! In Gedanken bat sie all ihre Lieblingsdichter um Vergebung und gelobte, diesem Jungen die wahre Literatur in ihren strahlendsten Farben nahezubringen, sobald die Gefahr vorüber war.“ (Zitat Pos. 3823)
Inhalt Anna Moll, eigentlich Gräfin Dorn, kommt 1850 nach Paris, um die Kinder von Olaf Schmaleur zu unterrichten. Als sie Henriette und Jean für die deutsche Märchenwelt begeistern will, bringen diese ihr Zeitungen mit einer Fortsetzungsgeschichte, geschrieben von einem Alexandre Dumas. Die deutsche Lehrerin ist entsetzt über den freizügigen Inhalt und meldet den Autor der Zensurbehörde. Doch dann entdecken Anna und Alexandre, dass sie einen mächtigen gemeinsamen Feind haben. Eine gefährliche Reise durch Europa beginnt, zuerst geht es nur um drei wertvolle Amulette, doch bald geht es um das eigene Leben.
Thema und Genre Dieser historische Abenteuerroman spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris, London und St. Petersburg. Es geht um Literatur, Freundschaft, Heilkunde, gefährliche Abenteuer und natürlich spielt Alexandre Dumas eine wichtige Rolle.
Charaktere Anna, Gräfin Dorn, ist eine literaturbegeisterte Deutsche, die Alexandre Dumas auf Grund der Sittenlosigkeit seiner Romane verabscheut. Dennoch entscheidet sie sich, ihm zu helfen. Hier ist sie ebenso hartnäckig wie zuvor in ihrer Überzeugung, dass das, was er uns seine Mitarbeiter schreiben, die Bezeichnung Literatur nicht verdient. Mutig und einfallsreich lässt sie sich durch nichts und niemanden aufhalten. Alexandre Dumas lebt die Geschichten, die er schreibt und seine Einfälle sind unerschöpflich, auch, wenn es darum geht, seinen aufwändigen Lebensstil zu finanzieren. Doch plötzlich ist sein Leben tatsächlich in Gefahr und er kämpft wie seine Musketiere gegen einen skrupellosen, mächtigen Gegner.
Handlung und Schreibstil Der Roman beginnt mit einer Vorstellung der Figuren der Handlung. Die Geschichte selbst ist in drei große Abschnitte eingeteilt, Teil I spielt in Paris, Teil II in London und Teil III in St. Petersburg. Die Reise führt, mit vielen Zwischenstationen, in die berühmten Museen dieser Städte und ist, dem 19. Jahrhundert entsprechend, beschwerlich und gefährlich. Die einzelnen Charaktere und das Leben in dieser Zeit sind sehr eindrücklich, bunt und lebhaft geschildert. Man erkennt das Fachwissen und die sorgfältigen Recherchen des Autors, denn obwohl es sich um eine fiktive Romanhandlung handelt, bewegen sich die Ereignisse glaubhaft nahe an der Biografie des berühmten Schriftstellers Alexandre Dumas. Auch die Sprache passt, obwohl modern, in die Stimmung des 19. Jahrhunderts.
Fazit Ein spannender Abenteuerroman mit Flair und Esprit, der uns beim Lesen sofort in die Zeit und Geschichten von Alexandre Dumas versetzt. Eine unterhaltsame, packende Lektüre für vergnügte Lesestunden.
Der historische Roman “Die Roman-Fabrik von Paris” von Dirk Husemann spielt in der Zeit von November 1851 bis Januar 1852, wobei durch einen Wettlauf mit der Zeit und den drei Hauptakteuren den Spielort jeden Monat wechesln lassen: von Paris über Brüssel nach London und letztendlich nach St. Petersburg.
Der Protagonist Dumas, unter anderem als Autor “Der drei Musketiere” bekannt, zudem Herausgeber seiner Zeitung, in der die in seiner Romanfabrik von gedungenen Schreibern nach seinen Vorstellungen geschriebenen Werke als Fortsezungsroman erscheinen trifft auf Anna Moll, ehemalige Gräfin aus Baden-Baden, die im Rollstuhl sitzt, zuhause alles verloren hat und in Paris eine Arbeitsstelle als Hauslehrerin antritt. Unmittelbar nach ihrer Ankunft zeigt sie Dumas wegen seiner obszönen und verwerflichen Ausschmückungen an. Der Protagonist Etienne Lemaître sucht Dumas auf , eine geschäftliche Vereinbarung wird geschlossen, bei der es um drei Artefakte geht und um viel Geld, dass der verschuldete Lebemann Dumas dringend bräuchte... Die oben angesprochene Reise führt durch Europa, birgt viele Geheimnisse, Überraschungen, Intrigen, Fallen und Gefahren....
Durch die Liste vorne im Buch, auf der die "Figuren der Handlung" aufgeführt sind, finde ich es ganz einfach, von Anfang an in die Geschichte einzutauchen und wenn nötig nachzusehen.
Die Geschichte wird sehr temporeich erzählt und es fühlt sich fast so an, selber in einem Degenroman von Dumas zu sein. Man merkt sehr genau, wie intensiv sich der Autor mit Dumas und der Zeit auseinandergestzt hat, auch sprachlich. Die vielen Hintergründe sind ganz bezaubernd erzählt; auch der rege Gebrauch von Worten der damaligen Zeit rundet das ab. Ich muß gestehen, dass ich lange kein Buch gelesen habe, bei dem ich so viele Sachen gegoogelt hae, seien es Straßen, Chateau und Umgegend ode einzelne Worte, die sich zwar aus dem Kontext erklären, über die ich aber gerne etwas mehr erfahren wollte. Die Charaktere fand ich gut und glaubhaft beschrieben. Zum Ende sind mir ein paar Entwicklungen doch zu überstürzt oder nicht ganz glaubhaft erzählt worden.
Sehr gut gefällt mir auch das Nachwort mit Erklärungen zu Fakten und Wahrheitsgehalt. Insgesamt hat mich dieser spannende Roman sehr gut unterhalten; zudem habe ich viel über Dumas Leben und der damaligen Zeit erfahren.
Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat. (Klappentext Buch/ Verlag)
Anna Moll ist aber kein unbeschriebenes Blatt, denn die gnädige Frau ist eigentlich eine Gräfin aus Karlsruhe die in Paris nach einer Anstellung suchte. Aber Sie ist sehr streng mit den moralischen und Sitten des 19. Jahrhunderts verbunden und würde jede Sünde in die Hölle schicken ohne Hoffnung auf Besserung. Die Geschichten, die Sie in der Tageszeitung von Dumas liest, sind Ihr zuwider und Sie will ihn mit jeder Möglichkeit zum Schweigen bringen. Aber ist Dumas wirklich für alles verantwortlich oder könnte es sein, dass da doch mehr hinter steckt als beide zuerst annehmen. Mir gefiel die Umsetzung der berühmten Protagonisten sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere sind gut umgesetzt. Anna Moll war mir Anfang etwas zu schwierig, wurde aber dann nach und nach immer besser. Dumas hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass der Autor die Figur nicht wirklich gut recherchiert hat. Ansonsten finde ich die Jagd durch Paris wirklich super an den Leser gebracht.
Leider habe ich es nicht geschafft, das Buch überhaupt fertig zu lesen. Vor allem der Schreibstil mit seinen ewigen Beschreibungen schleppt sich so daher, aber auch wie der Autor seine weiblichen Charaktere beschreibt ist alles andere als ansprechend. Es ist leider unmöglich für mich Die Romanfabrik von Paris weiterzuempfehlen.
Wie im Titel bereits gesagt, finde ich dieses Buch auf keinen Fall schlecht. Es ist aber leider auch kein Highlight. Wieso dies für mich der Fall ist, erkläre ich in dieser Rezension.
Zuerst einmal zum Inhalt des Buches:
Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.
Der Schreibstil hat mir schon gefallen aber ich habe in leider nicht geliebt und ich fand, dass sich das Buch an manchen Stellen sehr gezogen hat. Es war mir zu wenig Spannung vorhanden wodurch ich teilweise einfach keine Motivation zum weiterlesen hatte. Dieses Buch hatte aber durchaus auch Spannung und schöne Stellen, diese waren aber nur Stellenweise vorhanden und einfach zu wenig.
Die Charaktere mochte ich eigentlich im Großen und Ganzen gerne. Ich muss hier aber sagen das keiner der Protagonisten meine vollste Begeisterung gewonnen hat.
Nun zum Inhalt. diesen fand ich Thematisch passend und ich mochte es sehr gerne dass wir in diesem Buch von Stadt zu Stadt gereist sind. Natürlich muss man bei dem gesamten Buch beachten, dass es in einer anderen Zeit spielt. Die Zeit in der das Buch spielt finde ich sehr spannend und ich habe sehr gerne aus der Sicht einer anderen Zeit gelesen.
Ich empfehle das Buch denjenigen, die gerne Geschichten aus der Vergangenheit lesen und einfach in diese Welt eintauchen wollen.
Im Jahr 1850 betreibt der berühmte Schriftsteller Alexandre Dumas nahe der französischen Hauptstadt seine Romanfabrik. Gemeinsam mit seinen Angestellten verfasst er abenteuerliche Geschichten, die in seiner eigenen Zeitung veröffentlicht werden. Und die Bevölkerung vergöttert ihn! Der deutschen Gräfin Anna Dorn, die in Paris als Lehrerin arbeitet, stoßen Alexandres Geschichten sauer auf. Sie verderben die Bevölkerung und lassen sie von der traditionellen Literatur Abstand nehmen. Sie muss ihm unbedingt das Handwerk legen. Was beide nicht erwartet hätten: sie beginnen ein furioses Abenteuer miteinander, dass sie durch Paris, nach London und bis nach Sankt Petersburg führt. Sie müssen zusammenarbeiten und sich gegenseitig vertrauen, um dem Magnetiseur Etienne Lemaitre das Handwerk zu legen. Und niemand hatte gesagt, dass dies einfach werden würde. Dirk Husemann hat einen ganz besonderen Schreibstil, der wirklich an die Werke von Alexandre Dumas erinnert. Sein Ausdruck und die Dialoge passen gut ans Ende des 19. Jahrhunderts. Wir tauchen in die Perspektive der verschiedenen Figuren ein. Mal verfolgen wir Alexandre, mal Anna und mal Lemaitre. Durch die anfänglichen Zeitsprünge hatte ich es allerdings schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Bei dem gehobenen Schreibstil musste ich mich schon konzentrieren, und dann kamen noch die verschiedenen Charaktere und Zeitstränge hinzu. Das hat mir den Einstieg etwas erschwert. Lässt man sich auf die Geschichte ein, fällt es aber Stück für Stück leichter, sich mit den Figuren anzufreunden. Alexandre Dumas ist ein echter Tunichtgut, Schaumschläger und Charmeur. Mit seinen Worten bezaubert er die Menschen um sich herum und bekommt meistens, was er will. Anna ist eine der wenigen, die ihm widerstehen kann. Ich fand Dumas unglaublich unterhaltsam und sympathisch. Vor allem seine Entwicklung im Verlauf des Buches hat mich beeindruckt. Am Ende war er fast ein ehrenwerter Mann. Mit Anna hatte ich es anfangs schwer. Das erste Kapitel über sie hat mir gut gefallen, aber danach ging es mit der Sympathie erst einmal bergab. Sie war so überkorrekt und brav, dass es keinen Spaß gemacht hat, sie zu begleiten. Das ändert sich allerdings wieder im Laufe der Geschichte. Sie wird mutiger und ungestüm, legt ihre Etikette ab und gibt sich ganz dem Abenteuer hin. Mir war schon sehr früh klar, dass sich zwischen Alexandre und Anna etwas entwickeln würde. Das hat sich dann auch bewahrheitet, allerdings hatte ich gehofft, dass es nicht so plötzlich geschehen würde, sondern die Gefühle Zeit haben sich zu entwickeln. Das fand ich sehr schade. Lemaitre konnte ich überhaupt nicht durchschauen. Natürlich kannte ich seine Ziele, aber auf der Mitte des Weges sind mir seine Beweggründe abhanden gekommen. Dass er sich dann als jemand ganz anderes herausgestellt hat, hat mich zwar zuerst vom Stuhl gehauen, aber irgendwie war es mir dann doch zu klischeehaft. Sein Abgang hingegen hat mir wieder gut gefallen. Ich mochte den Ortswechsel sehr gern, von Paris, nach England, nach Russland und zurück nach Paris. Dadurch gab es die Möglichkeit, viele neue Figuren kennenzulernen und die Handlungsfäden weiter zu spinnen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Orte detaillierter erkundet worden wären. Vor allem London und Sankt Petersburg haben viel mehr zu bieten. Dass das Finale noch einmal so furios wird, hatte ich auch nicht erwartet. Die Verfolgungsjagd und auch deren Ende haben mir gut gefallen. Das darauffolgende Happy End fand ich auch gut, obwohl es alles ein bisschen schnell ging, aber ich hatte die Figuren so ins Herz geschlossen, dass ich es allen gegönnt habe. Was mich wirklich gestört hat, war, dass so wenig "Romanfabrik" in der Geschichte vorkam. Ganz am Anfang und ganz am Ende war jeweils ein kleines bisschen vorhanden, aber während der eigentlichen Handlung kam die Romanfabrik nicht vor. Dabei wäre es für mich persönlich wirklich spannend gewesen, mehr über die schriftstellerische Tätigkeit von Alexandre Dumas, eingebettet in zum Beispiel eine Liebesgeschichte, zu erfahren. Insgesamt war ich von "Die Romanfabrik von Paris" hin- und hergerissen. Es war ganz anders, als ich erwartet hatte. Es gab Höhen und Tiefen, einen Klimax und ein schönes Ende. Trotzdem bin ich nicht ganz mit dem Buch warm geworden. Manche Kapitel haben nicht in das Gesamtbild gepasst und am Ende ging alles ziemlich schnell. Es hat dennoch Spaß gemacht, die Figuren bei ihrem Abenteuer zu begleiten, und Fans von historischen Romanen würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.
Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.
Das Cover gefällt mir richtig gut. Es macht Lust, das Buch in die Hand zu nehmen und mal reinzulesen. Der Schreibstil ist nicht der leichteste, hat aber sehr gut zu der Zeit, in der die Geschichte spielt, dem 19. Jahrhundert. Dadurch ist es allerdings nicht so einfach das Buch nebenbei zu lesen, da man sich schon auf die Geschichte konzentrieren muss. Was ich aber auch nicht schlimm fand, denn die Handlung an sich ist sehr interessant. Der Klappentext ist oben eingefügt und ich möchte um nicht zu spoilern auch nicht näher darauf eingehen. Leier fehlte mir aber in einigen Szenen die Spannung, sodass ich mich teilweise durch diese Stellen durchbeißen musste. Andere Szenen wiederum waren meiner Meinung nach etwas übertrieben und überspitzt dargestellt, was ich auch nicht unbedingt so passend fand. Deshalb ziehe ich einen Stern ab und vergebe 4 Sterne für „die Romanfabrik von Paris“. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen.
Das Buch erzählt die fiktive Geschichte des Autors Alexandre Dumas und seiner Romanfabrik, die in Gefahr gerät, als er in einen Skandal um Staatsgeheimnisse verwickelt wird. Um seine Haut zu retten, verbündet er sich mit einer scheinbaren Feindin und kämpft gegen einen gemeinsamen, tatsächlichen Feind.
Die Idee war so gut, aber leider hatte die Umsetzung so ihre Schwächen. Alexandre Dumas hatte tatsächlich eine Romanfabrik, in der er andere für ihn hat schreiben lassen, soweit stimmen die Fakten also. Alles, was danach kommt, ist frei erfunden und wirkt sehr konstruiert.
Die Geschichte ließ sich zwar schnell weglesen, aber richtig spannend wurde es kaum. Zu viel passierte auf einmal, das meiste war nicht sehr realistisch und zum Teil sogar unpassend. Die Figuren ließen auch zu wünschen übrig, nicht nur, weil sie nicht sonderlich in die Tiefe gingen, sondern auch, weil sie nicht gerade vor Sympathie strotzten.
Das Buch ist ganz nett für zwischendurch und wenn man sich genauer mit Dumas beschäftigt, sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle ganz interessant. Da allerdings wenig Spannung aufkam und ich auch sonst kaum eine Verbindung zur Geschichte herstellen konnte, gibt es von mir nur 2,5 Sterne.
Labai mėgstu Dumas, ypač grafą Montekristą. Tris muškietininkus vaikystėj beveik galutinai suniokojai dažnai vartydama. Tad AIŠKU, kad pamačiusi romaną apie mesjė Dumas jį čiupau su dideliais lūkesčiais. Ir o brolau koks nusivylimas.. Tikėjausi labai daug. Bet šitoj knygoj beveik viskas blogai. Pats siužetas - na toks prastai parašytas davinčio kodas. Veikėjai net komiškai vienasluoksniai ir negyvi. Blogasis herojus tiesiog kiaurai perpuvęs, bet o kodėl jis tuos amuletus medžioja, taip ir lieka neaišku. Geroji grafienė jau tokia dora, kad net vimdo. Šalutiniai veikėjai staiga tik pyst atsiranda. Taip pat ir dingsta. Meilės istorijos banalumas akis bado. O dar tas manieringas būdas pradėti skyrius '1851 spalis. Londonas' stiliumi, tada dar penki iš eilės taip pat pavadinti. Nes veiksmas ir eina chronologiškai toj paĉioj vietoj, su pora išimčių.. Tai kam dešimtkart kartoti tuos paĉius metus ir vietą? Smulkmena, bet erzina. Ir taip 450 puslapių. Taip, autoriaus nepasikuklinta. Išvargau visus, bet tikrai nebuvo verta.
Ich habe bereits ein Buch von Dirk Husemann gelesen und war von seinem Fantasiereichtum, seinem Schreibstil und der Geschichte begeistert und somit war ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk. Dieses Mal entführt uns der Autor in die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Paris (später geht es auch noch nach London und sogar bis nach Sankt Petersburg). Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum einen die Gräfin Anna von Dorn, die leider mittellos ist und so ihr Geld als Lehrerin verdienen muss. Und dann natürlich die Hauptperson: Alexandre Dumas, dem Erschaffer der Drei Musketiere oder dem Grafen von Monte Christo. Doch hier in diesem Buch gerät er in arge Bedrängnis. Eine gut erzählte Geschichte, die angemessen die Sprache des 19. Jahrhunderts imitiert und die gut unterhält.
Ein Abenteuerroman wie zu Zeiten Dumas, bloß dass er selbst mitspielt. Der Protagonist, ein absoluter Lebemann, der aufgrund gewisser Umstände in den Kutschen durch Paris, London und Sankt Petersburg jagt. Besonders das letzte Drittel war super spannend, so dass ich bis tief in die Nacht gelesen habe. Es kommt auch einiges an Zeitgeschichte vor, was im Nachwort erklärt wird. Unbedingt bis zum Ende lesen.
Vielen Dank an NetGalley und den Verlag Lübbe für dieses Rezensionsexemplar.
Ich hab das Buch aus einer Ramschkiste mit Mängelexemplaren mitgenommen weil es von außen interessant aussah. Ich habe wenig erwartet weil ich aus den Kisten erwartungsgemäß Schrott ziehe.
Beim Lesen wurde ich positiv überrascht. Die Story mag an der ein oder anderen Ecke unschlüssig sein und die Handlungen nicht ganz nachvollziehbar. Aber insgesamt lässt sich die Geschichte gut lesen und ist spannender als erwartet. Deswegen auch die vier Sterne, war einfach unerwartet gut 👍🏻
Was für ein Abenteuer! Der Roman hat mich so sehr an die alten Mantel und Degen -Filme erinnert. Voller Schwung, Charme und Action wird man mit der Handlung mitgerissen. Dazu (wie immer) die sorgsam eingearbeiteten historischen Fakten. Ganz großes Kino und ein kurzweiliger Lesespaß.
Leider wurde ich weder mit den Charakteren, noch mit dem Schreibstil wirklich warm. Außerdem lief der Plot in eine völlig andere Richtung als ich erwartet hatte. Kein schlechtes Buch, es hat mich einfach nur nicht gepackt.
Ich bin leider in dem Buch nicht hängen geblieben. Ich habe die ganze Zeit nach dem Grund gesucht, warum die Geschichte für mich relevant sein soll. Ich habe keinen emotionalen Bezug zu den Charakteren aufbauen können, das war ein bisschen enttäuschend.
Ich hatte am Anfang echte Probleme in die Geschichte einzutauchen, aber nach den ersten 90 Seiten war ich drin und ab dann hat es mir auch gut gefallen.
Ein spannendender historischer Abenteuerroman mit dem „Autor meiner Kindheit“ war das bisher größte Lesevergnügen in diesem Jahr für mich.
Mir hat die Geschichte um den berühmten Schriftsteller Alexandre Dumas (der Ältere) sehr gut gefallen. Das Cover ist in türkis mit einem Schriftzug und Ornamenten gehalten. Der Klappentext ist sehr informativ und bereitet den Leser gut auf die Handlung vor.
In der Erzählung geht es um den Schriftsteller Alexandre Dumas, welcher in Paris eine sogenannte Romanfabrik betreibt. Dabei handelt es sich um einige Lohnschreiber, welche in seinen Diensten stehen und Romane in seinem Auftrag schreiben. Durch die große Anzahl an Schreibkräften kann Dumas seine Gedanken dem jeweiligen Angestellten „diktieren“ und somit eine Vielzahl an Romanen fertigstellen. Dumas ist durch seine leicht provokante Schreibweise nicht unumstritten und so trifft er auf seine Kritikerin Anna Moll, welche seinen literarischen Werken sehr ablehnend gegenübersteht. Durch einen gemeinsamen Feind wird diese Abneigung jedoch sukzessive abgebaut und eine spannende Jagd durch Europa beginnt.
Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten sind sehr gut ausgearbeitet worden. Alexandre Dumas ist ein schriftstellerischer Tausendsassa, welcher sämtliche Handlungen und Ereignisse in den nächsten Roman „einbauen“ möchte. Er ist ein Gentleman, welcher an die Gerechtigkeit und an sein Vaterland glaubt. So lässt er sich auch durch Rückschläge niemals einschüchtern und hofft bis zum Ende an einen guten Ausgang der Ereignisse.
Anna Moll, durch ein Schicksal an den Rollstuhl „gefesselt“, ist eine sehr starke Frau. Sie lebt mit einem Trauma aus der Vergangenheit und möchte dieses so gerne auslöschen. Dabei macht sie eine Charakterveränderung durch und lernt Alexandre von einer ganz anderen Seite kennen. Aber auch die Nebenfiguren geben der Story die nötige Fortune, um eine sehr schöne Erzählung entstehen zu lassen. Da ist zum einen der Magnetiseur Lemaitre, ein zwielichtiger Typ, welcher Menschen die große Heilung verspricht. Durchtrieben und narzisstisch ist er nur auf seinen Vorteil aus. So gibt er der Story die Dramatik, die aus dem historischen Roman eine Abenteuergeschichte werden lässt. Des Weiteren sind der Lübecker Heringshändler Olaf Schmaleur, der russische Geschäftsmann Viktor Schuwalow und die britische Herzogin Lady Alice zu nennen. Dabei hat mir Olaf Schmaleur sehr gut gefallen ist er doch seines gehobenen Standeswesens zum Trotz ein Protagonist mit dem Gefühl für das menschliche. Die Spannung der Geschichte wird kontinuierlich aufgebaut und findet erst am Ende ihren Höhepunkt. Der Aufbau der Handlung ist stringent und es ist nur ein kurzer Zeitsprung zu erkennen. Die Geschichte spielt im Paris und in Europa in den Jahren 1850-1852 und ist somit für den Leser sehr gut einordbar. Der Roman ist dabei in drei Teile gegliedert worden. Der Schreibstil des Autors zeichnet sich durch gehobene, bildhafte Sprache aus. Dabei verzichtet er auf nicht Details und somit kann der Leser sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Auch baut dieser immer wieder humorvolle Passagen ein, welche das ohnehin schon sehr schöne Leseerlebnis erhöhen. Sehr gut hat mir der Dialog am Anfang der Erzählung zwischen Dumas und einem seiner Schreiberlinge Fruchard gefallen. So berichtet Fruchard, dass die Handlung des Romans, an dem er arbeitet nicht stimmig, sondern eher „blass“ darüber kommt. Dumas antwortet auf Seite 19 sinngemäß: „Denken Sie sich etwas aus Fruchard. Tupfen Sie den Pinsel in die Palette Ihres Geistes und dann schwingen Sie ihn über das Papier! Verleihen Sie der Figur Leben!“ Gerade diese kurze Passage zeigt den schönen und süffisanten Schreibstil des Autors.
Als Besonderheit ist ein Personenverzeichnis sowie die historischen Anmerkungen des Autors am Ende des Buches zu nennen. Als Zielgruppe des Romans kommen alle Anhänger historischer Romane oder Fans von den Werken Alexandre Dumas in Frage. Das Fazit ist sehr positiv. Für mich persönlich war der Roman das bisherige Leseerlebnis des Jahres und ich kann diesen nur allen unseren Leser wärmstens ans Herz legen.
Anstrengend und langatmig Die Romanfabrik von Paris fängt interessant an, wird dann unglaublich anstrengend und langatmig, aber nimmt am Ende wieder Fahrt auf und die Spannung rettet nochmal so einiges. Alexandre Dumas gab es wirklich! Die Geschichte, die hier beschrieben wird, ist daher nicht gänzlich frei erfunden. Anna leider schon, da hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass sie wahr gewesen wäre, denn sie ist eine unglaubliche Person! Was sie hier alles auf die Beine stellt, ist wahnsinnig mutig und ihrer Zeit weit voraus. Die Geschichte selbst ist eher unspektakulär und langatmig. Es war für mich unfassbar anstrengend dem roten Faden zu folgen und ich war froh, immer mal wieder eine Pause machen zu können. Historische Romane, mit ein wenig Fantasyanteil sind eigentlich voll mein Ding, aber hier hat es einfach nicht funktioniert. Trotzdem ist der Plott wirklich gut gewesen und auch die Story an sich war toll, nur das Zwischendurch hat eben irgendwie nicht gepasst. So ist das leider manchmal, aber es kommen auch wieder bessere Bücher und alle die auf historisches stehen mit einem Teil Wahrheit dahinter, sind hier genau richtig.