Jump to ratings and reviews
Rate this book

Das Lied der Sonne

Rate this book
Verbotene Liebe am Hof des Königs

Lanea liebt ihr Leben. Sie genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen und mit ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, unbeschwert zu lachen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig des Reiches ruft zur Brautschau und Lanea soll als falsche Prinzessin an den Hof reisen. Ein Ort, an dem man ihr nicht nur mit Vorurteilen begegnet, sondern hinter jeder Ecke Intrigen und tödliche Verschwörungen lauern – und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige braune Augen Laneas Herz bei jedem Blick zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht für sich gewinnen…

400 pages, Paperback

First published March 5, 2020

12 people are currently reading
348 people want to read

About the author

Jennifer Wolf

72 books99 followers
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
65 (18%)
4 stars
95 (27%)
3 stars
106 (30%)
2 stars
53 (15%)
1 star
24 (6%)
Displaying 1 - 30 of 53 reviews
Profile Image for Meli  .
1,316 reviews244 followers
March 30, 2020
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Das Buch konnte mich leider gar nicht überzeugen, auch wenn der Schreibstil an sich gut war und ich mich weder gelangweilt habe noch durch die Seiten quälen musste.

Der Start ist vielversprechend. Wir haben Lanea, die ihrer Kultur sehr verbunden ist, ein gutes Herz hat, hilfsbereit und tolerant ist. Das sonnige Palilan und das einfache Leben dort mochte ich schon sehr gerne und auch die Anfangszeit am Hof war durchaus interessant. Doch von da an ging es für mich nur noch bergab.

Zum einen wurden hier Erwartungen nicht erfüllt. Beim Genre Fantasy erwarte ich schon etwas mehr als eine fiktive Welt, die auch noch so viele Elemente aus der echten Welt hat. Ein Fünkchen Magie gibt es schon am Anfang und am Ende, aber die haben auch nichts zur Handlung beigetragen. Dann erwartet man auch Intrigen und Verschwörungen und auch da wird man eher enttäuscht.

Das Buch ist unvorhersehbar, und obwohl ich es mag, überrascht zu werden, war das nicht die gute Art der Überraschung. Manchmal war es erfrischend, wenn auf Klischees verzichtet wurde, doch wenn immer der einfachere Weg genommen wird, ist das auf Dauer sehr enttäuschend. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und unsere Theorien zum Fortgang der Handlung übertrafen die tatsächliche Handlung fast immer.

Letztendlich wusste man nie, wohin die Handlung einen führen sollte und ich habe in jeder Ecke nach Hinweisen gesucht, wie es weitergehen könnte. Da die Handlung immer wieder abschweift und tausend irrelevante Details mitspielen, gingen meine Gedanken auch in alle möglichen Richtungen. Doch dann war alles umsonst. Die meisten Stränge verliefen ins Nichts und wenn doch etwas aufgelöst wurde, dann sehr schnell und unspektakulär. Man hatte ständig das Gefühl, hängen gelassen zu werden.

Die Liebesgeschichte fand ich manchmal ganz süß, aber inmitten dieser willkürlichen Handlung konnte sie sich auch nicht richtig entfalten. Die Geschichte um Aaren und Lanea hätte viel Potenzial gehabt, wie gesagt gab es viele Theorien und die gäbe es nicht ohne eine Grundlage dafür. Doch leider hat nichts irgendwo hingeführt, sodass die Geschichte nicht wirklich rund ist. Schade!

Fazit
Nebensächlichkeiten ohne Ende, kein roter Faden, keine Intrigen, keine spannenden Wendungen, keine Tiefe ... So konnte mich "Das Lied der Sonne" leider überhaupt nicht überzeugen.
Profile Image for M.andthebooks.
805 reviews
July 5, 2020
Die Geschichte hat mir gut gefallen, weil Laena eine sehr sympathische Protagonistin war und außerdem hat mir gefallen, dass sehr deutlich wurde, dass die Autorin eine sehr genaue Vorstellung der politischen Irrungen und Wirrungen hatte. Alles war sehr anschaulich erklärt und die politischen Verstrickungen rund um den König waren sehr verständlich.
Auch hat mir gefallen, dass Laena eine sehr starke unabhängige Frau ist, die sich nicht so leicht unterbuttern lässt und für die wichtigen Dinge in ihrem Leben kämpft.
Zuletzt hat mir auch gut gefallen, dass das Ende noch genug auflöst, um beruhigt zu sein, aber auch dem Leser die Möglichkeit bietet, sich das Ende selbst vorzustellen.
Außerdem hat dieses Buch mit vielen alten Klischees gebrochen und Jennifer Wolf hat sich sehr viel Neues ausgedacht, was eine schöne Abwechslung geboten hat.
Profile Image for Malis_Buchmagie.
91 reviews6 followers
January 19, 2021
Eine wunderschöne Geschichte für zwischendurch!

Vor zwei Jahren habe ich bereits Morgentau von der Autorin gelesen und auch hier habe ich den Schreibstil von Jennifer Wolf sehr gemocht.
Ich find die Geschichte rund um Lanea und Aaren wundervoll und wirklich schön erzählt.
Meiner Meinung nach, hätte man an einigen wenigen Stellen vielleicht auch noch tiefer gehen können, einiges geschah dann doch ein wenig plötzlich.
Was mich zunächst auch überrascht hat, war die Liebesgeschichte der zwei Protagonisten, die ohne Vorzeichen, eben auf den ersten Blick, entstand. Im Laufe der Geschichte hat sie sich aber wirklich wunderschön entwickeln können.
Dieses Buch hat mich mitfiebern lassen und teilweise geschockt.
Ein paar offene Fragen gibt es dennoch, gerade der Hauch von Fantasy am Schluss.
Daraus hätte man noch ein wenig mehr rausholen können.

Dennoch wirklich empfehlenswert! 😃
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for  Ela's Welt der Bücher.
1,833 reviews
June 26, 2020
Ein wunderbar faszinierendes Fantasyroman. Eine tolle Welt mit tollen Charakteren. Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil.
4,5 Sterne
Profile Image for Weinlachgummi.
1,036 reviews45 followers
April 10, 2020
Ich bin ein Fan von Jennifer Wolf, ihre Jahreszeiten Saga habe ich genauso geliebt wie Starfall. Deswegen habe ich mich auch wahnsinnig auf Das Lied der Sonne gefreut, vielleicht waren meine Erwartungen dann aber doch ein bisschen zu hoch.

Angst ist ein wichtiges Instrument.
Sie lässt Menschen zu Tieren werden und Dinge tun,
die sie bei gesundem Verstand niemals machen würden.
Seite 113

Zu Beginn der Geschichte lernen wir Lanea, unsere Protagonistin kennen. Sie ist die beste Freundin der Häuptlingstochter und hat ein eher unbeschwertes Leben. Ihr Land findet kaum Beachtung, da es als Arm und Wild gilt. Das Setting dort hat mich etwas an Vaiana erinnert, was ich richtig cool fand. Es werden im Verlauf des Buches auch die Traditionen in Palilan beschrieben, sodass das ganze schön rund wirkt.

Lanea beschließt, anstatt der Häuptlingstochter in die Hauptstadt zu reisen, um Prinz Aaren vorgestellt zu werden. So verlangen es nämlich die Regeln. Wenn der König im Sterben liegt, müssen dem Prinzen alle Ranghohen Töchter vorgestellt werden und da Laneas beste Freundin von zartem Gemüt ist, geht sie an ihrer statt. Nie hätte sie damit gerechnet, was sie am königlichen Hof erwartet.

Wenn es sein muss, werde ich seine Sonne
Seite 370

Lanea ist eine eher freche Protagonistin, die sich nicht viel gefallen lässt. Und auch wenn sie manchmal etwas überstürzt, handelt sie doch oft überlegt und nachvollziehbar. Prinz Aaren wirkt zunächst geheimnisvoll und unnahbar, dies ändert sich aber im Verlauf der Geschichte und ich mochte ihn sehr gerne. Er hat das Herz am rechten Fleck und hat so einige Gute Ideen was das Land betrifft. Auch die Nebencharaktere wachsen einem ans Herz, allen voran die Prinzessin Annabelle.

Leider gab es für mich immer mal wieder kleine Hänger, manche Passagen in der Geschichte fand ich einfach nicht so spannend. Dafür bin ich gerade gegen Ende nur so an den Seiten gehangen. Da wurde es nämlich richtig spannend. Ich möchte nichts vom Ende verraten, aber da fehlte mir dann leider etwas. Aber das mag Geschmackssache sein. Davon abgesehen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich fand sie schlüssig durchdacht. Durch den bildhaften Schreibstil von Jennifer Wolf konnte ich mir das Geschehen und die Kulissen sehr gut vorstellen. Und ich mochte es wie die Autorin Themen wie Rassismus, Vorurteile und gleichgeschlechtliche Beziehung in die Geschichte mit eingebracht hat.

Die Liebesgeschichte konnte mich bis zu einem Gewissen Punkt auch emotional packen und immer wieder habe ich mit Lanea mitgelitten und mir wurde schwer ums Herz. Jennifer Wolf schafft es wirklich sehr gut Emotionen an den Leser zu transportieren, auch wenn Das Lied der Sonne eins der wenigen Bücher von ihr ist, das mich nicht zum Weinen gebracht hat. Aber Herzschmerz hatte ich beim Lesen definitiv.

4,5 Weinlachgummis
Profile Image for Feyre.
1,429 reviews134 followers
March 30, 2020
Angst ist ein mächtiges Instrument. Sie lässt Menschen zu Tieren werden und Dinge tun, die sie bei gesunden Verstand niemals machen würden.

4,5 Sterne
Jennifer Wolf kann es immer noch. Anscheinend verträgt sich mein Geschmack nur nicht mit ihren Büchern, wenn es im Engel geht.
Diese Welt hier ist wahnsinnig toll ich habe mich sofort zu Hause gefühlt. Lanea war dabei eine große Hilfe, sie ist eine tolle Hauptfigur, auch wenn ich nicht weiß, was ich von Arren halten soll. Der Schreibstil reißt den Leser gleich mit und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich würde mich über weitere Geschichten aus dieser Welt sehr sehr freuen, das ENDE auf der letzten Seite hat mich ein wenig verwundert. Es fängt quasi gerade erst an. Insgesamt erinnerte mich das Buch an eine Mischung aus Vaiana und The Selection und gefiel mir sehr gut!
Profile Image for Coribookprincess.
647 reviews24 followers
April 14, 2020
Das Cover ist sehr schön gestaltet und ist ein toller Blickfang.

Der Schreibstil war toll, bildlich, detailliert und gefühlvoll.
Ich war sofort in der Geschichte gefangen und konnte gar nicht genug bekommen.

Das Buch ist aus der Sicht von Linea geschrieben.
Linea war mir sofort sympathisch, sie ist liebevoll, rücksichtsvoll, zärtlich, stark und eine wilde Kämpferin. Sie beschützt und kämpft mit ganzem Herzen.
Sie ist ein wundervoller Charakter und ich bin regelrecht begeistert von ihr.

Aaren ist ein verschlossener, intelligenter, gutmütiger König, der leider viel zu viel Leid und Verlust in seinem Leben erfahren musste.

Die beiden Charaktere zusammen ergeben ein Strudel aus Liebe, Leidenschaft, Verständnis und Stärke.

Außerdem sind die Nebencharaktere wirklich unglaublich gut ausgearbeitet, ich habe sie alle so sehr ins Herz geschlossen.

Allein die zarte Liebe zwischen Cara und Annabell hat mich begeistert.
Auch die Freundschaft zwischen Linea, Annabell und den anderen Hofdamen war einfach herzlich und liebevoll. Ich liebe es das in der Geschichte die Charaktere ehrlich zueinander sind, es gibt kein unnötiges Drama oder Lügen.
Die Ehrlichkeit ist wirklich etwas Besonderes in diesem Buch.

Ich liebe es das in dieser Geschichte bei dem Volk der Palilans, die Liebe bunt ist, nicht nur schwarz und weiß.
Zudem sind die Sichtweisen und Bräuche in den Ländern ganz unterschiedlich, das ist sehr spannend und authentisch.

Ich konnte den Sonnengruß der Palilans regelrecht durch die Seiten hören und fühlen. Es war so schön bildlich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte ich war mittendrin.

Eine Geschichte voller Mut, Ehrlichkeit, Liebe, Freundschaft und Gefahr.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an wie eine Welle mitgerissen.
Ein großartiges Buch mit umwerfenden, ehrlichen Charakteren in einer fesselnden Welt.

Jahreshighlight!! Ihr MÜSST es lesen.
Profile Image for Ina Vainohullu .
887 reviews18 followers
March 19, 2020
Jennifer Wolf hat mich vor einigen Jahren mit ihrer Jahrezeitenreihe komplett begeistert und deshalb war ich Feuer und Flamme, als es hieß, dass da ein neuer Romantasy Roman aus ihrer Feder erscheint.

DAS LIED DER SONNE ist packend, emotional und hat mich förmlich eingesaugt, in eine mir unbekannte und großartig gezeichnete Welt.

Es ist nicht nur eine fantastische Liebesgeschichte, sondern eine, die vor allem auch aktuelle und zeitgemäße Themen, wie Vorurteile und Rassismus oder gleichgeschlechtliche Liebe aufs Tableau bringt, was mir sehr gefallen hat.

Lanea entstammt den Palilan, einem Volk in Valean, dass vom restlichen Königreich vergessen oder schlicht einfach nicht beachtet, ja sogar geächtet wird. Denn die Palilan sind ein wildes Volk, dass dem Meer und der Sonne huldigt und im Einklang mit der Natur lebt.

Als der Großkönig im Sterben liegt, gilt es seinen Sohn als Thronfolger einzusetzen. Doch Prinz Aaren, den der König dem Volk bislang vorenthielt, kann nur dann regieren, wenn er eine Frau erwählt hat.

Jedes Volk in Valean soll deshalb die ranghöchste Tochter an den königlichen Hof schicken.

Da Kanini, Laneas beste Freundin, eine sehr zerbrechliche junge Frau ist und für die die Reise nach Kingsplains beschwerlich wäre, schickt er Lanea an ihrer statt, die sich für die Prinzessin ausgeben soll.

Lanea ist bestürzt als sie auf ihrer Reise erkennt, in welche Armut der Großkönig sein Volk gestürzt hat. Sie sieht sich nicht nur mit der offenen Feindseligkeit der Menschen konfrontiert, sondern erlebt katastrophale Zustände.

Dies ist jedoch nur eine Seite der Geschichte, denn natürlich, wie sollte es bei einem Romantasy Titel auch anders sein, erwartet die Leser auch eine komplizierte Liebesgeschichte. Denn Lanea verliert ihr Herz in Kingsplains. Ausgerechnet an den neuen König. Aaren. Und der ist leider einer anderen versprochen.

Was mir an diesem Buch sehr gut gefallen hat, war unter anderem der Ideenreichtum und der wirklich tolle und flüssige Schreibstil der Autorin. DAS LIED DER SONNE bringt wirklich alles mit, was man sich als LeserIn eines solchen Titels wünscht. Ganz besonders gefallen hat mir, dass die jungen Frauen nicht nur eine unterdrückte Rolle spielen, sondern besonders Lanea und auch ihre neu gewonnene Freundin Annabelle, MEHR wollen, als nur schmückendes Beiwerk der Männer zu sein. Sie sprechen ihre Gedanken offen aus und stehen für sich ein.

Negative Punkte sind zum einen, dass mir manche Handlungsstränge zu glatt verliefen, vieles fügt sich zu schnell und auch zu simpel und wie zufällig zusammen. Zum anderen: Das Ende.

Da der Roman als Einzelband angedacht ist, bin ich mit der Auflösung am Ende leider echt unzufrieden, denn es gibt noch immer einige Fragen und irgendwie ging das alles zu easy. Zumindest einen Epilog hätte ich mir dann in diesem Fall zwingend gewünscht. So stellt mich das jetzt nicht wirklich komplett zufrieden und das finde ich sehr schade.

Ich hadere gerade ein bisschen, was die Wertung angeht, denn ich vergebe hier ja nie halbe Punkte, würde das Buch aber bei 3,5 einstufen. Weil es mir im Gesamten aber dann doch einfach gut gefallen hat, gebe ich 4 von 5 Cupcakes.
Profile Image for Avirem.
295 reviews1 follower
Read
April 3, 2020




Verbotene Liebe am Hof des Königs...



Lanea liebt ihr Leben. Sie genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen und mit ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, unbeschwert zu lachen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig des Reiches ruft zur Brautschau und Lanea soll als falsche Prinzessin an den Hof reisen. Ein Ort, an dem man ihr nicht nur mit Vorurteilen begegnet, sondern hinter jeder Ecke Intrigen und tödliche Verschwörungen lauern – und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige braune Augen Laneas Herz bei jedem Blick zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht für sich gewinnen…



Meinung



"Das Lied der Sonne" ist eine Geschichte von Jennifer Wolf. Das Buch ist am 5. März 2020 im Carlsen Verlag erschienen, umfasst 400 Seiten, ist als ebook oder als Broschur erhältlich und ab 14 Jahren empfohlen. Jennifer Wolf hat schon viele Geschichten veröffentlicht. Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und wurde stets sehr gut unterhalten. Von berührend - emotional über witzig - derb hin zu mitreißend - fantastisch. Als ich den Titel um den es hier geht entdeckt habe, war klar das ich ihn kennenlernen will. Ich war sehr gespannt auf Frau Wolfs neues Werk und habe gespannt angefangen zu lesen. Der Großkönig Valeans sucht eine Braut für seinen Sohn Aaren. Das ranghöchste Mädchen jedes Landes wird zur Brautschau geladen. Lanea übernimmt die Rolle ihrer Freundin, der Tochter des Häuptlings, und reist ihrerstatt zum Schloss des Königs. Sie hat nicht damit gerechnet das der Prinz sich in ihr Herz schleicht, denn es ist eine Liebe, welche keine Zukunft hat.



Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Der Leser lernt Lanea und ihr Land Palilan kennen. Das Volk ist bodenständig und naturverbunden. Sie führen ein gemeinschaftliches und freiherziges Leben. Obwohl sie von anderen als Wilde bezeichnet und mit Abneigung und Hohn gestraft werden, sind sie ein stolzes Volk. Beim Lesen wurde ich rasch von Südseefeeling erfüllt und von Freiheitscharme eingenommen. Ein ansprechend gestaltetes Setting, das der Bücherliebhaber leider schnell verlässt, denn es geht sehr bald auf die Reise zum Großkönig. Dabei werden die Missstände des Kontinents aufgezeigt und die Stellung der Palilaner klar. Es herrscht eine Grundsituation wie in vielen anderen Geschichten - ein mit eisener Hand regierender König und eine tiefe Furche zwischen Arm und Reich.



Wie schon die Kurzbeschreibung verrät, verliebt sich Lanea in Prinz Aaren. Diese Gefühle treten sehr schnell auf und sind für den Leser schwer nachzuvollziehen. Lanea springt von Distanz über Angst zu Eifersucht Richtung Verliebtheit. Die Entwicklung dahingehend fehlte mir. Man könnte vermuten, dass es hier um Brautwerbung und das Geheimnis rund um Leanas Identität geht. Jenen die einer solchen Handlung freudig entgegensehen kann ich den Hinweis geben, dass dies im Buch keine tragende Rolle spielt. Als sich das herauskristallisierte, war ich äußerst gespannt worauf die Autorin ansonsten ihr Augenmerk gelegt hat. Großkönig Rasmus war erschreckend brutal und hatte treue Anhänger. Die wenigsten sind Aaren freundlich gesonnen und er nimmt ein schweres und gefährliches Erbe entgegen. Lanea versucht ihn ihrerseits zu unterstützen, auch wenn sie nie die Frau an seiner Seite sein kann.



Es gibt interessante Begebenheiten und eingebaute Situationen die der Leser nicht vollends zuordnen kann. Man wartet darauf, dass sie weiterverfolgt oder wieder aufgenommen werden, um ihren Sinn zu ergründen. Konflikte. Intrigen. Verwicklungen. Aber die die kamen waren zu gewollt und sehr konstruiert. Dabei hätte es verschiedenste Optionen und Möglichkeiten gegeben. Das fand ich sehr schade. Positiv empfand ich den Bruch mit manchen Klischees und oftmalig benutzten Stilmitteln. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sehr viel in die Geschichte einbringen wollte. Vielem wird nur kurz Aufmerksamkeit geschenkt und der Bücherliebhaber weiß solche Begebenheiten nicht einzuordnen. Die Geschichte kann für sich alleine stehen, bietet aber auch das Potential für eine Weiterführung. Da ich Bücher der Autorin kenne, hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen, denen das Buch leider nicht gerecht werden konnte.



Erzählt wird von Lanea in der Ich Perspektive. Den Schreibstil der Autorin mag ich sehr gerne. Gehaltvoll, lebendig, klar und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich großteils zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.



Fazit: "Das Lied der Sonne" ist eine Geschichte von Jennifer Wolf. Jenen die einer Brautwerbung oder Identitätsgeheimhaltung freudig entgegensehen kann ich den Hinweis geben, dass dies im Buch keine tragende Rolle spielt. Da ich Bücher der Autorin kenne, hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen, denen das Buch leider nicht gerecht werden konnte. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Andernorts wirkte die Handlung zu gewollt und zu konstruiert. Von mir gibt es *** Sterne.



Zitat



"Ich wende mein Gesicht der Sonne zu, dann bleiben die Schatten hinter mir."

(Seite 20)
32 reviews
May 4, 2021
Starke Protagonistin mit viel Herz und Verstand. Bildhafter und sehr flüssig zu lesende Schreibstil. Wüsste ich nicht, dass es sich um einen Einzelband handelt, würde ich sagen, das Buch endet mit einem Cliffhanger. Ich hätte so gern erfahren, wie es weitergeht, aber dafür bedarf es wohl meiner eigenen Fantasie.
1 review
April 8, 2020
Was war das denn? Ich habe mir unter der Brautschau eine Art Wettbewerb à la Selection vorgestellt und habe nix dergleichen bekommen.

Die Charaktere sind leblos und langweilig und ich habe mit keinem mitgefiebert. Lanea wird als würdige Königin betrachtet, nachdem sie einen Mann umbringt....In was für einer Welt leben diese Leute?

Außerdem soll das ein Romantasy Roman sein. Romance ist da, aber schwach. Fantasy? Fehlanzeige!
Klar spielt es in einer fiktiven Welt, aber mir war alles viel zu einfach gestrickt und mir hat wirklich eine Karte zu Orientierung gefehlt.
Das Ende kam dann ziemlich plötzlich und war kein richtiges Ende.

Es wirkt so, als hätte die Autorin keine Idee gehabt, wie sie jetzt weiterschreiben könnte und hat einfach das Wort ENDE hingeklatscht.

Hätte man sich auch gleich sparen können.
Profile Image for Booklove.
73 reviews
March 12, 2020
Lanea lebt ein friedliches Leben in ihrem kleinen Heimatstaat Palilan, an der Seite ihrer besten Freundin, der Hauptlingstochter Kanani. Als der Großkönig von Valean zur Brautschau für seinen Sohn ruft, reist sie als falsche Prinzessin an seinen Hof. Die Reise dorthin birgt bereits viele Gefahren, doch auch am Hofe angekommen wimmelt es nur so von Feinden und Intrigen. Als Lanea auf den Sohn des Großkönigs, Prinz Aaren, trifft, weiß sie, dass sich ihr Leben für immer verändern wird ...

»Das Lied der Sonne« von Jennifer Wolf beginnt sehr atmosphärisch im Heimatstaat der Protagonistin Lanea. Der Leser erfährt, was für ein wunderbar friedliches und paradiesisches Leben die Menschen in Palilan führen. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin habe ich mich direkt in das südlich anmutende Land versetzt gefühlt und konnte mich in Lanea hineinversetzen. Lanea ist eine liebevolle, mutige, kämpferische und mitfühlende Protagonstin und Freundin, die sich stets für die Menschen in ihrem Umfeld einsetzt, starkmacht und Ungerechtigkeit nicht gutheißt. Dabei tut sie ihr Möglichstes, um den Menschen in ihrer Nähe zu helfen.
Prinz Aaren war mir als Charakter sofort sympathisch, und ich habe mit ihm aufgund seines Schicksals und seiner Vergangenheit, die ihm bis in die Gegenwart hinein das Leben schwer macht, mitgelitten und mitgefiebert. Er ist genauso wie Lanea ein starker Charakter, der sich aber oft den äußeren Gegebenheiten beugen muss. Dennoch verfolgt er stets sein Ziel, den Menschen von Valean zu helfen.
Die Handlung war spätestens ab Laneas Abreise in Palilan sehr spannend und kontinuierlich wurden neue Handlungsstränge eingefädelt. Die Autorin konnte mich mit so vielen unerwarteten Handlungen überraschen und hat die Spannung dadurch jederzeit hoch gehalten. Die vielen unbekannten Namen waren zu Beginn ein wenig schwierig, aber daran habe ich mich sehr schnell gewöhnen können. Geholfen hat dabei sicherlich, dass es zwar viele Charaktere gibt, jeder aber für sich genommen wichtig ist und ausreichend Raum in der Handlung eingenommen hat, dass man sich mit ihm identifizieren bzw. ihn anhand seiner Rolle in der Geschichte wiedererkennen kann.
Sehr gut gefallen hat mir, dass es für die beiden Hauptcharaktere nie leicht war, denn es mussten viele Stolpersteine überwunden werden. Auch Freundschaften spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte. Gut fand ich, dass diese auch zwischen Charakteren geknüpft wurden, wo man es nicht unbedingt erwarten würde oder es auch mal schwierig für die Personen war.
Zwischenzeitig habe ich überhaupt nicht mehr gewusst, wie es weitergehen soll bzw. wie es noch zu einem glücklichen Ende für Lanea, Aaren, Annabelle, Cara und Valean kommen kann. Das hat es sehr interessant gemacht, sodass ich immer weiterlesen wollte. Nachdem es zum Ende hin noch mal sehr aufregend wurde – nach einem ohnehin schon allgemein hoch gehaltenen Spannungslevel – war ich am Ende absolut zufrieden. Weil Jennifer Wolf es geschafft hat, ein spannendes, romantisches Werk zu schaffen, dass zu keiner Zeit überkandidelt, zu gewollt oder überdramatisch war. Das Buch hat so viel überraschende Handlung bereitgehalten, dass ich am Ende einfach nur froh war zu lesen, wie die meisten Charaktere endlich ihr Glück bekommen haben. Dabei war es aber kein kitschiges Ende, denn es gab auch viel Trauriges. Und obwohl das Buch abgeschlossen ist und für sich steht, wurde auch klar, dass den Protagonisten noch so einiges bevorsteht und nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
Ein weiterer Aspekt, den ich noch erwähnen möchte, sind die kleinen Liedschnipsel oder Textzeilen aus Laneas Kultur, die (so vermute ich zumindest) an die hawaiianische Kultur angelehnt sind und sich sehr passend in den Roman eingefügt haben. Diese ließen alles sehr atmosphärisch wirken und haben in der ein oder anderen emotionalen Szene einfach nur perfekt gepasst und die Stimmung sehr gut auf mich als Leser übertragen. Auch der Titel spielt eine Rolle und taucht in seiner Bedeutung immer wieder in der Geschichte auf, was mir gut gefallen hat.

Fazit:
Mit »Das Lied der Sonne« ist Jennifer Wolf ein wunderbares Buch gelungen. Spannend und atmosphärisch geschrieben überzeugt der Roman neben einer packenden Handlung, vielseitigen Charakteren und den unterschiedlichsten Freundschaften mit einer großen Liebe, die viele Hindernisse überwinden muss. Für mich ein großartiges Werk, das ich gern und voller Überzeugung jedem empfehlen kann.
Profile Image for Bücherfarben.
524 reviews6 followers
May 29, 2020
SCHREIBSTIL & LESEFLUSS
Vom Schreibstil von Jennifer Wolf bin ich jedes Mal aufs Neue total angetan. So auch wieder in diesem Fall, denn die Autorin schreibt einfach unheimlich einnehmend, spannend, fesselnd und total flüssig, dass ich jedes Mal begeistert bin und ich durch den Stil mitten in die Geschichte gezogen werde. Was mir hier auch sehr gut gefallen hat am Schreibstil von Jennifer Wolf ist, dass die Spannung immer mehr aufgebaut wurde und es so nie langweilig wurde. Auch immer wieder ein Highlight am Schreibstil von Jennifer Wolf ist, dass sie Spannung, Lockerheit und Gefühl einfach so perfekt verbindet, dass ich keine andere Wahl habe als ihrem Stil zu verfallen.

CHARAKTERE
Protagonistin in Das Lied der Sonne ist die junge Lanea die ihr bisheriges Leben liebt und genießt. Für mich war die Hauptfigur einfach rundum gelungen, denn Jennifer Wolf zeichnete sie mit viel Mut, viel Liebe und ganz viel Herz und das hat sie für mich ausgemacht, es machte sie authentisch und sympathisch zugleich. Ich lernte Lanea auch richtig gut kennen im Laufe des Buches und muss echt sagen das sie eine sehr großartige Hauptfigur ist. Auch die Nebenfiguren hat die Autorin mit einen einzigartigen und so unglaublich starken Charakter gezeichnet, dass man hier einfach jeden ins Herz schließt, da jeder einfach rund war und mir ausgesprochen gut gefallen hat.

STORY & HANDLUNG
Ich weiß gar nicht was ich zur Story sagen soll, denn egal welche Worte ich nutzen werde, sie werden der Geschichte nicht gerecht, denn Jennifer Wolf erschuf hier eine Story die mich voll und ganz zum Staunen und schmachten gebracht hat. So spannend, so gradlinig und atmosphärisch die ganze Geschichte und ich liebe sie so sehr. Schon auf den ersten Seiten wurde ich mit so viel Liebe und Wärme empfangen in der Story, dass ich einfach nur restlos begeistert bin von dieser Geschichte. Auch das Flair war so verdammt perfekt, dass ich mir nichts sehnlicher w��nschte, als nun genau an diesem wundervollen und bezauberndem Handlungsort zu sein. Genug geschwärmt, kommen wir zur Handlung, denn diese hat es in sich! Jennifer Wolf erschuf hier eine Handlung, die vom Ablauf her einfach perfekt abgestimmt war mit der Story. Sofort verstand ich die Handlung und konnte mich ihr vollkommen hingeben und wurde von diesem Flair und allem durch die Handlung getragen. Für mich so so großartig!

MEIN FAZIT:
Das Lied der Sonne ist ein Einzelband, der definitiv zu meinen Jahreshighlights in diesem Jahr gehört. Jennifer Wolf überzeugte mich mit dem Gesamtpaket des Buches und ich liebe dieses Buch einfach so sehr! Ein wundervoller Schreibstil begleitete mich von der ersten bis zur letzten Seite, Figuren empfangen mich mit so viel Herz und liebe und das Flair der Geschichte war einfach großartig und ich fühlte mich beim lesen stets rundum wohl und geborgen! Volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung für euch.
Profile Image for Lauralee.
533 reviews5 followers
November 10, 2020
Eine an sich schöne Geschichte, die mich in ihrer Umsetzung aber nicht überzeugen konnte.

Ich war sehr angetan vom Volk der Palilo, von beschriebenen kulturellen Unterschieden zwischen den verschiedenen Königreichen und der Vielfalt der Charaktere.

Aber ich bin bis zum Schluss nicht richtig in die Story reingekommen. Ich war immer nur distanzierter Beobachter und konnte nie richtig ins Geschehen eintauchen. Die Handlung passiert meist schnell und oberflächlich, es entsteht viel mehr der Eindruck einer Zusammenfassung als einer emotionalen Verbindung zur Geschichte.
Das ist schade, weil das Potential dafür durchaus da gewesen wäre - klar, die Geschichte an sich ist alles andere als neu, aber sie hält einige schön erdachte eigene Details bereit, vor allem im persönlichen Hintergrund des Thronfolgers.

Vor allem in Bezug auf die Liebesgeschichte war die Distanz zum Geschehen enorm und sehr enttäuschend. Lanea ist schon verliebt, da hat sie Aaren gerade anderthalb Mal gesehen und vielleicht zwei höfliche Floskeln mit ihm ausgetauscht, nichts hinterlässt für den Leser sichtbar einen bleibenden, schon gar nicht einen besonders positiven Eindruck. Wirklich sehr schade.

Andere Aspekte werden einfach in den Raum geworfen, aber niemals erläutert.

Insgesamt ergaben sich einfach zu viele Kritikpunkte, als dass ich dieses Buch wirklich hätte genießen können, obwohl es sprachlich und inhaltlich an sich gar nicht schlecht war.
Profile Image for Lea.
368 reviews30 followers
May 11, 2020
Als der Carlsen-Verlag "Das Lied der Sonne" vorgestellt hat habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Daher musste das Buch jetzt auch schleunigst bei mir einziehen.
Auch der Inhalt klang vielversprechend, hat mich letztendlich aber leider enttäuscht.

Das Buch handelt von der Protagonistin Lanea, welche als falsche Prinzessin an den Hof des Königs reist, um dort an der Brautschau des Prinzen teilzunehmen. Eigentlich sieht sie dies als eine Pflichtaufgabe und möchte schleunigst wieder in ihre Heimat zurückkehren. Auf das was sie am Hof erwartet ist sie jedoch nicht gefasst.

Lanea war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist loyal, empathisch, mutig und setzt sich für andere ein.
Auch ihre Heimat namens Palilan hat mir gefallen und mich an die Südsee erinnert. Ich mochte es, wie die Einheimischen die Sonne und das Meer verehren und im Einklang mit der Natur leben.

Die Voraussetzungen für eine tolle Geschichten waren also gegeben, doch meiner Meinung nach wurden sie nicht erfüllt.
Ich hatte eine magische Geschichte erwartet, die von indianischen und ursprünglichen Einflüssen geprägt ist. Der Anfang und das Ende haben diese erfüllt, doch alle Seiten dazwischen haben mich enttäuscht.

Ich habe keinen Zugang zu der Geschichte gefunden und fühlte mich als Außenstehende und nicht wie als wäre ich mittendrin.
Mir fehlte die Tiefe und die Emotionen. Alles wirkte irgendwie farblos.
Hinzukommt, dass die Geschichte zwar rasant verlief aber alles an den Haaren herbeigezogen wirkte. Mir fehlte ein roter Faden.

Ich hatte Intrigen erwartet, doch diese fehlten gänzlich.
Sieht man von der ausgedachten Welt ab, waren auch Fantasy-Elemente nicht zu finden. Nur zum Ende der Geschichte blitzen diese kurz auf.

Das Ende der Geschichte verspricht einen zweiten Teil, angekündigt ist dieser jedoch noch nicht. Falls es einen geben sollte hoffe ich, dass er deutlich besser wird als sein Vorgänger.

"Das Lied der Sonne" bekommt von mir 2 von 5 Sternen und gehört für mich zu den enttäuschendsten Büchern dieses Jahr.
Profile Image for Melethmy.
25 reviews1 follower
December 28, 2022
Ach ja, schön war’s.
Das Setting war großartig. Jennifer Wolf hat wirklich ein Händchen für bildhafte Beschreibungen.
Die Liebesgeschichte war nett. Ich fand auch viele der Nebenfiguren sympathisch, wie zum Beispiel Mr. Hicks, Nalu, oder auch Lucia.

Gestört hat mich unter anderem, dass in JEDEM Kapitel mindestens einmal die Augen bzw. die da vorherrschende Leere beschrieben wurde😅
Auch wurden Konflikte sehr, sehr schnell gelöst und viele Fragen offen gelassen. Das war sehr schade, da die Geschichte wirklich viel Potenzial hatte!
Aarens Stimmungsschwankungen haben meine Augen auch zum rollen gebracht..

Im Großen und Ganzen war die Geschichte aber gut. Würde es einen zweiten Teil geben, würde ich ihn mir sicher trotz der paar negativ-Punkte holen:) Zumal das Ende vor allem wirklich gut war.
Profile Image for Wencke✨.
222 reviews3 followers
January 26, 2021
Dieses Buch hat meine Erwartungen total übertroffen!!💛 Ich habe bevor ich das Buch gelesen habe durch den Klappentext an eine ganz andere Geschichte gedacht. Doch diese hier hat mich umgehauen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und hatte seit langem wieder mal eine Protagonistin, mit der ich mich zu 100% identifizieren konnte. Wundervoll! Wo ist eigentlich mein Schiff nach Palilan?!?!😅✨
Profile Image for Sani Hachidori.
182 reviews3 followers
March 31, 2020
Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil ich bereits die Jahreszeiten-Reihe der Autorin gelesen habe und diese wirklich sehr gut fand. Ihr Stil hat mir besonders gut gefallen und das Worldbuilding hatte mir echt richtig gut gefallen. Von "Das Lied der Sonne" versprach ich mir daher ein ähnliches Leseerlebnis.

INHALT:

"Ich wende mein Gesicht der Sonne zu, dann bleiben die Schatten hinter mir." - Kanani in "Das Lied der Sonne" von Jennifer Wolf, S. 20


Lanea lebt in Palilan, einem paradiesischen Strandidyll. Dort ist sie Teil einer ganz besonderen Stammesgemeinschaft, den Palilos, die im Rest des Landes zu unrecht als Wilde verschrien sind. Ihr Volk ist weltoffen, tolerant und Lanea ist die beste Freundin und Gefährtin der Häuptlingstochter Kanani. In anderen Ländern wäre ihre Stellung vergleichbar mit einer Zofe, hier in Palilan sind jedoch alle Menschen gleich. Alle singen das Lied der Sonne und tanzen gemeinsam im Sonnenuntergang am Meer.
Der Großkönig, der über alle Länder - auch Palilan - herrscht und somit die Länder eint, stirbt. Deshalb muss sein Sohn eine Frau heiraten, damit er seine Nachfolge antreten kann. Nur ein verheirateter König darf über das Reich herrschen. Doch die restlichen Mitgliedsstaaten sind längst nicht so paradiesisch wie Palilan und so beschließt der Häuptling, seine sanftmütige Tochter zu beschützen und stattdessen Lanea an ihrer Stelle zur Brautschau des neuen Königs zu schicken. Lanea nimmt diese Herausforderung an und trifft am Hof nicht nur auf die unterschiedlichsten Charaktere, sondern lüftet auch ein Geheimnis, von dem sie nichts ahnte.
Der Großkönig bringt außerdem ihr Herz durcheinander, obwohl diese Liebe nicht existieren darf.
Lanea sieht sich schließlich nicht nur den Widrigkeiten und Bedrohungen am Hofe ausgesetzt, sondern muss letztendlich für das Wohl des gesamten Landes kämpfen.

Diese Handlung bildet den Rahmen und das Potenzial für eine großartige Geschichte. Leider wurde diese Stärke hier nicht ausgenutzt und eines der markantesten Dinge, was mir hier gefehlt hat, war die Entwicklung der Protagonisten. Lanea gefiel mir tatsächlich am Anfang der Geschichte am allerbesten. Da war sie willensstark, unabhängig und vernünftig. Im Laufe der Geschichte wurde sie für mich immer farbloser, verlor ihren Glanz und vor allem ihre Vernunft. Sie war am Ende geradezu verblendet und fokussiert auf Dinge, die ihr am Anfang zuwider gewesen wären. Natürlich hat sie eine Entwicklung durchgemacht - allerdings eine schlechte. Für mich waren es leider stets Rückschritte.

Auch Aaren, der hier als männlicher Gegenpart in die Geschichte eingeführt wird, war für mich einfach nur da. Er war von Anfang an ein sehr undurchsichtiger Charakter, der für mich zu wenig Konturen hatte. Sein Gemütszustand von leidend bis gleichgültig war auf Dauer etwas anstrengend und leider hat er über den Verlauf der Geschichte kein bisschen an Stärke gewonnen. Wenn ich seinen Charakter beschreiben müsste, würde ich sagen, dass er keinen hat. Da war weder Rückgrat noch Romantik oder irgendein anderes Gefühl, was er für mich authentisch ausgestrahlt hätte. Leider blieb auch dieser Charakter sehr blass.

Einige der Nebenfiguren jedoch waren sehr liebenswert und einzigartig herausgearbeitet. Diese bekamen jedoch nicht genug Raum, um ihren Charme gänzlich zu entfalten. Und leider muss ich sagen, dass mir ein paar spannende Protagonisten besser gefallen hätten als diese vielen, teilweise auch unnötigen Nebencharaktere.

Der Einstieg in das Buch fiel mir unglaublich leicht, ich habe in letzter Zeit selten so gut in eine Geschichte hinein gefunden. Das war aber leider auch schon alles. Der Rest der Geschichte konnte mich nicht sonderlich fesseln, sie plätscherte bis kurz vor Ende vor sich hin, ohne dass etwas Nennenswertes passiert wäre. Intrigen, Wendungen und Spannung, die ich hinter vielen Geschehnissen erwartete, wurden leider nicht umgesetzt und so war ich am Ende ziemlich enttäuscht von der Eintönigkeit. Kurz vor Ende werden dann ziemlich viele außergewöhnliche Ereignisse aneinandergereiht, die allerdings keinen Bezug zum Rest der Geschichte hatten. Insgesamt muss man leider sagen, dass der Geschichte der rote Faden fehlte und ich so keine Verbindung zur Story finden konnte.

Ein großer Kritikpunkt für mich ist der fehlende Fantasy-Anteil. Da das Buch im Genre "Romantasy" angesiedelt ist und auch als "Romantasy-Highlight" beworben wird, habe ich da eindeutig etwas anderes erwartet. Die Wahrheit ist aber, dass es zwar in einer fiktiven Welt spielt, diese sogar hierarchisch und auch gesellschaftlich in Teilen an das Mittelalter erinnert. Das wird mit ein paar modernen Aspekten (Toleranz der Palilos) gepaart. Jedoch sind hier bis kurz vor dem Ende keinerlei magische, übernatürliche oder märchenhafte Elemente vorhanden, die dieses Genre auszeichnen. Es gibt weder Zauberer oder besondere Wesen. Und damit ist mir der Fantasy-Anteil doch wirklich zu gering. Erst am Ende gibt es eine einzige Szene, in der dann etwas übernatürliches eingewoben wird, was dann aber auch eher erzwungen wirkt und wieder keinen richtigen Bezug zum Rest des Buches hat. Das fand ich sehr schade. So kurz vor Ende war das für mich nicht mehr nötig.
Weiterhin erwarte ich von einem Buch im Bereich "Romantasy" auch einiges mehr an Romantik, als es hier der Fall war. Es gab bis zum ersten Kuss einfach so wenige Momente (vielleicht 3 oder 4), in denen sich die Personen wirklich unterhalten haben, dass ich die Entwicklung der Liebesgeschichte als sehr unauthentisch empfand. Auch das Verhalten in den wenigen Situationen war nicht geprägt von Romantik, sondern von Zurückweisung und Unklarheit über die gegenseitigen Gefühle. Das ist okay, war hier aber für mich einen Tick zu viel, da sich die Beziehung überhaupt nicht aufbauen konnte. Somit war für mich bis zum Ende die Liebesgeschichte nicht nachvollziehbar.

Gepaart hat sich diese fehlende Romantik leider auch mit sehr unausgereiften Dialogen, die sich mit teilweise im Sinn nicht erschlossen haben. Die Reaktionen der Gesprächspartner waren für mich öfter nicht greifbar und sehr unlogisch, was mich nachhaltig frustriert hat.

Mir persönlich gab es in diesem Buch auch etwas zu viele Diskriminierungsthematiken. Es war ein bunter Strauß davon. Sowohl Diskriminierung von Frauen, von Hautfarben als auch von sexuellen Orientierungen waren vorhanden und wurden kritisiert. Leider wurde mir das Ganze zu wenig ausgearbeitet. Ohne Zweifel sind dies wichtige Problematiken, die angesprochen werden müssen - ich möchte allerdings anmerken, dass ein Einzelband dafür einfach eine zu kleine Bühne bietet und für mich wirkte es dadurch schnell überfrachtet. Außerdem muss ich sagen, dass die pure Erwähnung mehrerer homosexueller Affären, ohne dass diese näher beleuchtet werden, für mich zu plakativ sind. Als oberflächlich behandelter Nebenschauplatz geht mir sowas schnell auf die Nerven. Es wirkt dann so, als wenn es einfach nur erwähnt wird, um den Zeitgeist zu treffen.

Abschließend muss ich sagen, dass das von vielen Lesern benannte offene Ende für mich nicht existent war. Das Ende ist aus meiner Sicht nicht offen, sondern klar abgeschlossen. Sicherlich ist ein kleiner Ausblick auf die Zukunft möglich, aber in welchem Buch ist das nicht so? Ein offenes Ende ist in meinen Augen jedenfalls etwas anderes.

SCHREIBSTIL:

"Angst ist ein mächtiges Instrument. Sie lässt Menschen zu Tieren werden und Dinge tun, die sie bei gesundem Verstand niemals machen würden." - Kimo in "Das Lied der Sonne" von Jennifer Wolf, S.113


Der Schreibstil der Autorin ist etwas Besonderes, wie ich finde. Schon bei ihren vorhergehenden Büchern musste ich feststellen, dass er sich sehr flüssig liest, jedoch so gehaltvoll ist, dass die Seiten nicht gerade dahinfliegen. Das hatte mich jedoch nie gestört, weil jede Seite so viel Inhalt zu bieten hatte und es nicht langweilig wurde. In diesem Buch ist es ähnlich gewesen. Leider änderte sich das ab circa der Hälfte der Geschichte. Irgendwann empfand ich den Stil dann leider als zäh und schwerfällig und es waren leider einige Längen im Buch vorhanden, die jeweils nicht in einem Höhepunkt gipfelten, sondern die Geschichte gefühlt in die Länge zogen. Oft wurden Dinge thematisiert, die keinen Mehrwert für die Geschichte brachten und ein roter Faden war leider auch nicht vorhanden. Zudem wurden einige Formulierungen so oft genutzt, dass es den Texten an Variation fehlte. Leider ging dadurch extrem viel Gefühl verloren und die gewünschte Aussage ging dadurch verloren.

Das vorliegende Buch wurde in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin geschrieben.

FAZIT:

"Das sind harte Zeiten. Für niemanden gibt es einen perfekten Weg." - Annabelle in "Das Lied der Sonne" von Jennifer Wolf, S. 281


Sehr gut gefallen hat mir die Idee des Urvolks, die sogar eine eigene Sprache sprechen und für die eigene Worte erfunden wurden. Das war ein klarer Pluspunkt, weil das Südsee-Feeling und die Details in Laenas Heimat einfach atemberaubend schön waren und durch ihre Friedlichkeit bestochen haben.

Wie ihr oben schon lesen konntet, gab es für mich aber eine ganze Reihe Kritikpunkte. Zusammenfassend muss ich sagen, dass die versprochenen Wendungen und Intrigen schlichtweg nicht vorhanden waren. Es war ziemlich schnell ersichtlich, wer gut und böse war. Es war sogar so, dass man hinter der guten Fassade oft eine Intrige oder Wendung vermutete - die dann einfach nicht eintraf. Es könnte so beschrieben werden, dass das Buch unvorhersehbar war, allerdings auf eine ungute Weise. Vieles wirkte mir zudem sehr konstruiert und mir fehlte der rote Faden.

Ein Buch, was sein Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Erzwungen konstruierte Geschehnisse, Logikfehler und ein fehlender roter Faden trübten das Leseerlebnis. Fantasy und Romantik waren zu wenig vorhanden - die Charaktere zeigten sich zu blass. Aus diesem Grund leider kein Highlight für mich!
Profile Image for Nadjab.
2,222 reviews
June 30, 2025
Klappentext
**Verbotene Liebe am Hof des Königs**
Lanea liebt ihr Leben. Sie genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen und mit ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, unbeschwert zu lachen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig des Reiches ruft zur Brautschau und Lanea soll als falsche Prinzessin an den Hof reisen. Ein Ort, an dem man ihr nicht nur mit Vorurteilen begegnet, sondern hinter jeder Ecke Intrigen und tödliche Verschwörungen lauern – und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige braune Augen Laneas Herz bei jedem Blick zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht für sich gewinnen…

Meine Meinung
Das Buch erzählt hauptsächlich aus der Sicht von Lanea, die ein Mitglied eines friedlichen Stammes ist, der noch friedlich und traditionsbewusst die Sonne anbetet. Von den anderen Ländern, die zum Reich des Großkönigs wird ihr Volk belächelt, aber ihr Volk hat ihr eigenes Paradies geschaffen. Doch viele Mitglieder ihres Volkes sind für das Leben außerhalb nicht geschaffen, darunter Laneas beste Freundin Kanani, die eigentlich als Häuptlingstocher an den Hof des Größkönigs reisen soll. Stattdessen soll Lanea reisen, die stärker ist. Ansonsten ist sie noch mutig, entschlossen, offen für andere Kulturen, und hört auf ihr Herz, was ihren weiteren Weg betrifft. Das dabei der zukünftige Großkönig Aaren eine Rolle spielt, damit hat sie nicht rechnen können, ebenso wie ihre eigene Familie dahinverwickelt ist. Die Autorin schafft ein Volk voller Sonne und Zufriedenheit in einer mittelalterlich fantasygeprägten Welt, die eher unserer Welt gleicht. Es geht um Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Freundschaften, Liebe und arrangierte Ehe, Toleranz und Intoleranz, während man nach und nach die politische Situation und die Welt besser kennenlernt. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Bewertung
Eine gelungene Geschichte mit einer starken Protagonistin und einer interessanten Welt, daher gibt es verdiente
4 von 5 Würmchen
Profile Image for Sandra.
257 reviews15 followers
April 4, 2020
Der Großkönig Rasmus vom Kontinent Valean liegt im Sterben. Aufgrund dessen wird zur Brautschau für seinen Sohn gerufen. Diesen hat bisher noch nie jemand zu Gesicht bekommen. Die Prinzessinnen der einzelnen Reiche müssen sich somit in Kingsplains einfinden. Der Häuptling von Palilan, dem entlegensten und gemiedensten Ort, entscheidet sich jedoch, nicht seine Tochter zu entsenden, sondern deren Hofdame und Gefährtin Lanea. Der Schwindel darf nicht auffallen und muss nur ein paar Tage aufrecht erhalten werden, bis die zukünftige Königin aus einem beliebteren Landesteil auserwählt wurde. Es kommt jedoch alles ganz anders als geplant. Laneas Mutter, Okelanie, scheint den zukünftigen König zu kennen und auch Lanea kommt ihm bald näher als zuvor erwartet. Die Intrigen am Hofe sind jedoch nicht zu stoppen und nehmen einen unschönen Lauf.

Jennifer Wolf ist im deutschen Raum keine unbekannte Autorin. Ihre Jahreszeiten Reihe habe ich mit viel Vergnügen gelesen, weshalb ich auch dieses Mal auf grandiose Unterhaltung hoffte. Der Klappentext versprach dies jedenfalls allemal. Zu Beginn wird man bereits in Palilans exotische Welt entführt, die mich persönlich sehr an Hawaii erinnert hat. Ein Volk, das die Sonne anbetet und regelrecht in Symbiose mit dem Meer zu leben scheint. Jedoch kam es bereits im ersten Viertel des Buches zu einigen Längen, die ich als eher unangenehm empfand.

Es gibt eigentlich nichts konkret Negatives, das ich benennen könnte, jedoch entwickelte sich die Geschichte einfach nicht natürlich. Die Charaktere sind für meinen Geschmack sehr klischeehaft ausgestaltet und agieren vorhersehbar. Genau das möchte man ja als Leser definitiv nicht! Ich möchte überrascht, mit tollen Wendungen überrumpelt werden und mit den Figuren mitfühlen können. Dies war jedoch irgendwie nicht der Fall.

Bei der Gestaltung der "Welt" gebe ich Frau Wolf beide Daumen hoch. Mir gefiel die Umgebung, in der sich die Personen bewegen und sah darin ungemeines Potenzial. Die exotische Umgebung empfand ich als neu und dementsprechend nicht abgegriffen und langweilig.
Leider wurde diese positive Seite von den Charakteren zunichte gemacht. Lanea bewegt sich am Hofe in einer sehr naiven Art und Weise, schenkt unbekannten Leuten Vertrauen und verliebt sich nicht nachvollziehbar in einen abschreckend wirkenden Kerl. Weitere naive weibliche Personen werden mit eingebracht. Es gibt ein viel zu klares Gut und Böse, das einfach keinerlei Überraschungen mit sich bringt. Zudem hat mich sehr gestört, dass Lanea immer den (klischeehaften) männlichen Part einnimmt, jedoch ungemein unbedacht vorgeht. Sie kommt damit auch immer mit allem durch. Das Wort "bemutternd" wäre an dieser Stelle wohl auch für Lanea passend gewählt. Aaren, also der zukünftige König, ist die meiste Zeit jedoch fast schon weinerlich und schwach. Ja, "schwach" trifft es hier ganz gut. Dementsprechend empfand ich ihn eben gar nicht passend als "Liebesobjekt" und konnte mich somit in Laneas Gedanken gar nicht einfinden.

Die Autorin baut dann noch unnötige Schocker ein, die einfach nicht hätten sein müssen. Zudem waren sie für mich etwas aus der Luft gegriffen, da für mich ein anderer Verlauf viel logischer erschien. Klar, ich bin hier nicht die Autorin, jedoch fiel mir hier einfach auf, dass immer der unrealistischere Weg gewählt wurde, weshalb ich den ganzen Verlauf der Geschichte eben als "unnatürlich. empfand. Zum Ende des Buches hin wurden dann noch die "großen Geschütze" aufgefahren, was auf mich auch überstürzt wirkte.

Kurzfazit:
Jennifer Wolf hat eine tolle Welt erschaffen, die wahnsinniges Potenzial hätte, jedoch wirkt auf mich der Verlauf der Geschichte einfach nicht natürlich. Ich empfand viele Stellen als zu gewollt und Laneas eher unbedachten Aktionen aufgrund von grenzenloser Liebe als übertrieben. Dem gegenüber stand jedoch als Gegengewicht der eher passive König Aaren, der auf mich mit seiner depressiven Art eher hilfsbedürftig wirkte als "anziehend düster".
Profile Image for Anaba.
279 reviews2 followers
May 22, 2020
Dieses Buch ist direkt in meiner Wunschliste gelandet, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Vorweg möchte ich soviel verraten, der Klappentext ist etwas irreführend. Man sollte kein stutenbissiges Haifischbecken mit vielen Damen erwarten, die um die Gunst des Prinzen werben, oder jede Menge Adelige und Diplomaten die ihre Ränke schmieden.


Der Einstieg hat mich begeistert die wunderbare Atmosphäre von Palilan war unglaublich schön und ich wollte mich in dieses Buch verlieben. Auf der Reise zum Königshof lernt man Laneas Herz und die Missstände im Reich kennen. Danach wurde es leider etwas schwierig für mich. Mögliche Konflikte und Probleme halten nur über wenige Seiten, bis eine (wenn auch nicht immer ideale) Lösung serviert wird. Alle Charaktere sind sehr deutlich in ihrer Gesinnung gezeichnet. Lanea trägt das Herz auf der Zunge und denkt sehr gerade, daher bangte ich oft über ihre kurzsichtigen, wenig strategischen Entscheidungen, doch hatte ich nie lange das Gefühl sie wäre wirklich in Gefahr. Aaren schwankt zwischen königlichem, verschlossenem Auftreten und dem Wunsch seinen Emotionen freien Lauf zu lassen - hier pendelt er zwischen den Extremen.

Die Liebesgeschichte passiert auf den ersten Blick. Ich bevorzuge es meist, wenn man die charakterlichen Eigenschaften lieben lernt und sich das ganze etwas langsamer entwickelt. Mit der Voraussetzung, dass die beiden einfach füreinander bestimmt sind, konnte ich mich ganz gut darauf einlassen. Interessant fand ich den Verlauf, es war etwas ungewöhnlich - nicht automatisch den perfekten Weg zu haben und bereit zu sein sich anders zu arrangieren. Emotional hat es mich trotzdem leider erst spät berührt.



Es tauchen mehrere Ansätze zu interessanten Nebenhandlungen auf, doch werden diese leider nicht weiter, oder nur wenig verfolgt.

Gut empfand ich, wie Jennifer Wolf das Thema Rassismus aufgegriffen hat.


Insgesamt ist es ein Buch, dass sich deutlich an jugendliche Leser/innen richtet.

Am Ende gibt es Punkte die mir etwas unlogisch erscheinen und ohne Erklärung stehen bleiben. Das Setting und das Ende bieten genug Potential noch eine weitere Geschichte folgen zu lassen. Denn so unzufrieden ich mit einigen Punkten war hat Palilan selbst mein Herz erobert und ich würde gerne nochmals dahin zurück kehren.
239 reviews
August 20, 2020
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da es das erste (reine) Fantasy-Buch war, das ich seit langem gelesen habe.
Und das war auch meine erste Enttäuschung: obwohl das Buch in der Buchhandlung als "Fantasy" vermarktet wurde, kamen die fantastischen Elemente (Lanea als Tochter der Sonne und des Wassers) erst ganz zum Schluss zur Sprache und selbst dann wurde nicht viel daraus gemacht. Ein paar Seiten über ihre Verbindung mit dem Meer, sicher, aber nicht mehr.
Dabei hat der Roman eigentlich ziemlich gut angefangen: Lanea, aus dem Reich Palilan, wird anstatt ihrer besten Freundin Kanani (die davor große Angst hat) zum Königshof geschickt, um eine der möglichen Bräute für den neuen König zu sein. Bevor es aber überhaupt dazu kommt, lernt man Lanea und Kanani erst ein wenig kennen - was mir wirklich gut gefallen hat!
Die beiden hatten von Anfang an einen (so schien es) ziemlich guten Deaht zueinander und haben sich gegenseitig sehr vertraut. Ich mochte auch, dass Kanani Lanea eigentlich im Endeffekt genau so unterstützt hat wie Lanea es bei Kanani getan hat.
Leider war die Phase, in welcher man die beiden zusammen kennenlernen durfte, doch recht kurz, da Lanea bald darauf ihre Reise an den Königshof antritt. Die Darstellung der Beziehung zu den restlichen Palilos, die sie auf die Reise begleiten, hat mir imponiert, ebenso wie Laneas Beziehung zu ihrer Mutter. Man hat einfach sehr schön gemerkt, dass sie sich nahestehen.
Prinz/König Aaren, der Thronfolger seines Vaters, den sie bei ihrer Ankunft trifft, war ich zuerst ein wenig skeptisch gegenüber. Von außen wirkt er ziemlich kühl, manchmal sogar brutal und ich konnte mich nicht wirklich für ihn erwärmen. Auch, wenn sein 'Schicksal' als zukünftiger (und dabei noch sehr junger!) König natürlich schwer ist - und ihm eine Frau beiseite stehen wird, die er nicht besonders gut kennt und vermutlich auch nicht liebt - war mir sein Gehabe manchmal ein wenig zu hart. Natürlich hat sich das im Verlauf des Buches gebessert, so richtig warm geworden mit ihm bin ich dennoch nie.
Umso interessanter fand ich hingegen seine zukünftige Ehefrau, Annabelle, und ihre (mehr oder weniger) heimliche Geliebte, Cara. Mir war von Anfang an klar, dass Annabelles Herz nur Cara gehört und sie Aaren nicht so lieben wird können - und ich habe beide, Cara und sie, sofort liebgewonnen. Auch wenn es ziemlich wenige Szenen mit den beiden gibt, merkt man doch deutlich, wie sehr die beiden Frauen einander lieben und wie sehr sie beide unter Annabelles neuer Stelle als Großkönigin leiden. Ich habe jede Szene mit den beiden genossen (und insgeheim gehofft, dass noch viele mehr kommen.)
Die Freundschaft, die sich langsam zwischen Annabelle und Aaren anbahnt, hat mir gut gefallen. Auch wenn die beiden sich nicht lieben, zumindest nicht romantisch, haben sie doch aufeinander aufgepasst. Sehr schön zu lesen!
Leider fand ich Lanea, die dem Großkönig im Laufe des Buches immer näher kommt und sich anschließend in ihn verliebt, ab ihrer Ankuft am Hofe fast ein wenig zu perfekt. Sicher, sie hat sich Sorgen um ihr Land und um ihre Freunde gemacht, aber im Endeffekt hat sie alle Schwierigkeiten mehr oder weniger mit links gemeistert. Es war mir zu viel.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Aaren und Lanea hat mich anfangs nicht überzeugen können - die beiden kennen sich nur flüchtig, es ging mir zu schnell. Auch dass beide Die Art, mit der Aaren Lanea behandelt, war für mich nicht immer nachvollziehbar.
Geliebt habe ich Fürst Eric, Annabelles Vater. Er hat nicht nur seiner Tochter immer beiseite gestanden und ihre Liebe zu Cara akzeptiert, sondern auch Lanea geholfen, wo er konnte. Vor allem das Ende des Buches hat mir auch deswegen imponiert, weil er tatsächlich ein liebender, gut für seine Tochter sorgender Vater ist. . Alles in allem ein toller Charakter!
Abgesehen von der Romanze kam mir nur leider der eigentliche Plot mit Thurgood etwas zu kurz. Man hat ihn zwar kurz kennengelernt, gerade genug, um zu merken, dass er der 'große Böse' innerhalb des Romans sein wird, aber bis zum großen Finale kommt er überraschend wenig - und wenn dann behind the scenes - vor. Das hat mich gestört - man hätte aus Thurgood einen gut durchdachten Feind machen können. Schade.
Sehr gut gefallen haben mir aber nicht nur die Nebenfiguren (Nalus Umgang mit Louis war sehr süß geschrieben, Lele eine fürsorgliche Mutter, Svea und Liv waren gute Freundinnen und Cara hat mein Herz erwärmt) sondern auch die Beschreibungen des Palasts. Hier wurde sehr detailgetreu beschrieben; während des Lesens habe ich mich wie Lanea gefühlt und mir alles bildlich vorstellen können. Die Beschreibungen des Designs, Dekors, des Palasts, aber auch der Kleidung und des Schmucks der Damen war sehr gut gelungen.
Leider hat das Ende von "Das Lied der Sonne" für mich ein bisschen zu sehr geschwächelt. Es kam viel Schlag auf Schlag, und bis auf die letzte Szene mit Thurgood und Lanea schien es mir, als würde die Autorin das Buch einfach nur gerne beenden, egal wie. Dass war für mich eher Lazy Writing, als eine "Tradition Palilans". So hätte man auch mehr über ihren Bruder erfahren können. Es kam mir falsch und ein bisschen faul vor.
Die Fantasyelemente waren an und für sich eine nette Überlegung, ich fand es nur ein wenig schade, dass diese erst ganz zum Schluss erwähnt wurden. Dass sie danach kaum eine Rolle gespielt haben - trotz Laneas Verbundenheit mit dem Wasser - war für mich verschwendetes Potenzial. Überhaupt hätte man nicht nur daraus, sondern auch aus den Kriegsszenen insgesamt viel mehr machen können.
Die letzten Seiten waren wiederum, finde ich, recht gelungen - Lanea und Aaren, die endlich vereint sind und glücklich sein können. Obwohl ich mich, wie gesagt, für Aaren nie erwärmen konnte und hin und wieder auch mit Lanea Probleme hatte, fand ich das doch eine ziemlich schöne Szene. Sie hat dem Buch zwar ein ziemlich perfektes Happy End gegeben, war aber in sich schlüssig - und der Schreibstil wirklich toll.
Insgesamt war 'Das Lied der Sonne' kein Roman, für den ich mich komplett erwärmen konnte, allerdings gab es gut ausgearbeitete Nebencharaktere und das Ende ist in sich schlüssig.
Profile Image for Elisa.
466 reviews10 followers
May 27, 2020
Es tut mir wirklich sehr leid, dass mir dieses Buch in keinster Weise zusagen konnte, schließlich hat die Autorin viel Mühe hineingesteckt!
"Das Lied der Sonne" habe ich ab 50% abgebrochen...
.
Fangen wir einmal damit an, was mir gefallen hat:
Das Setting und die Kultur Palilan's aus der Lalena stammt, hat mir sehr gut gefallen sowie das dortige einfache und wunderschöne Flair.
Lobenswert empfand ich die Thematik der gleichgeschlechtlichen Liebe.
Dann die neue Zusammensetzung des Reichs unter der Führung des neuen Großkönigs Aaren's, die wurde gut in Szene gesetzt.
ABER:
Die Geschichte hatte anfangs einen interessanten Eindruck hinterlassen, jedoch wurde die Handlung immer mehr undurchsichtig und mit vielen willkürlichen Elementen bestückt, die eigentlich zu nichts geführt hatten... was einfach nur schade ist.
Die Liebesgeschichte an sich ist unlogisch aufgebaut und wurde abrupt präsent dargestellt, dass ich als Leserin dieses prompte Verliebtsein nicht auffassen konnte.
Lalena, war mir anfangs echt sympathisch, aber mir fehlte die Tiefe, irgendetwas um sie und ihren Charakter zu verstehen, also wirkten die Charaktere im Allgemeinen für mich zu blass.
.
🌟 1/5 Sternen

Profile Image for Sunny.
112 reviews
March 28, 2020


Titel: Das Lied der Sonne
Einzelband
Autorin: Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen
Preis: 4,99 € EBook; 14,- € Paperback
Erscheinungsdatum: 05.03.2020
Seitenzahl: 400
Der Inhalt
**Verbotene Liebe am Hof des Königs**
Lanea liebt ihr Leben. Sie genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen und mit ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, unbeschwert zu lachen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig des Reiches ruft zur Brautschau und Lanea soll als falsche Prinzessin an den Hof reisen. Ein Ort, an dem man ihr nicht nur mit Vorurteilen begegnet, sondern hinter jeder Ecke Intrigen und tödliche Verschwörungen lauern – und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige braune Augen Laneas Herz bei jedem Blick zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht für sich gewinnen… [Quelle: Carlsen Verlag]

Die Autorin
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. [Quelle: Carlsen Verlag]

Der erste Satz
Noch sind die Trommeln leiser als das Rauschen der Wellen.

Meine Meinung
Cover
Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich mag das dunkle in Kombination mit der glänzenderen Blüte und Schrift sehr gerne. Es sieht sehr edel aus.
Schreibstil
Die Geschichte ist in einem schön flüssigen Schreibstil aus der Sicht der Protagonistin Lanea geschrieben. Einen Perspektivwechsel gibt es nicht, was mich aber auch nicht gestört hat. Laneas Sichtweise ist für diese Geschichte vollkommen ausreichend und passend.
Charaktere
Die Protagonistin Lanea ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie ist eine absolute Kämpferin und tut alles für ihre Lieben. Sie hat ein richtig gutes Herz und würde am liebsten der ganzen Welt helfen. Ihre Mutter Okelanie ist ebenfalls eine herzensgute Frau und unheimlich sympathisch. Prinz Aaren finde ich ebenfalls super. Er ist zwar sehr in sich gekehrt, aber er hat definitiv das Herz am rechten Fleck. Annabelle, die Prinzessin aus Goldwind, ist ebenfalls super sympathisch. Es gibt so wahnsinnig viele Charaktere in der Geschichte, die wirklich alle ihren Platz verdient haben. Die meisten sind mir sehr sympathisch. Nur wenige konnte ich so gar nicht leiden. Der böse Thurgood ist so einer. Eine furchtbar machthungrige Person, die nur auf sein eigenes Wohl achtet und dem der Rest vollkommen egal ist.
Story
Die Geschichte schaffte es sehr schnell mich in ihren Bann zu ziehen. Die Harmonie von Palilan, dem Ort an dem Lanea lebt, ist wirklich wunderschön. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, überzeugte mich sofort mit all ihren schönen, aber auch schlechten Seiten. In der Geschichte wird auch definitiv nichts beschönigt und wir lernen auch die dunklen Ecken bis ins kleinste Detail kennen, wo Hunger und Leid herrschen. Es gibt wahnsinnig viele Geheimnisse, viele Überraschungen und einige richtige Schocks. Die Geschichte schaffte es immer wieder mich zu überraschen. Mit vielen Intrigen, machthungrigen Adeligen und einem hungernden Volk hat es Prinz Aaren absolut nicht leicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich meiner Meinung nach allerdings ein wenig zu schnell, aber nach und nach wurde sie immer schöner und irgendwann war ich doch vollkommen von ihr überzeugt. Die Liebe spielt in diesem Buch eine sehr große Rolle und ist auch bei fast jedem Charakter absolut greifbar. Noch viel interessanter finde ich allerdings die Verstrickungen der einzelnen Parteien. Ich kann gar nicht beschreiben, was für ein Chaos das ist. Die Geschichte hat definitiv einen ganz großen Platz in meinem Herzen. Das Ende hat mir an sich sehr gut gefallen und ist wirklich wunderschön. Ich finde es kommt allerdings etwas abrupt und ich hätte mir noch einen Epilog aus der Zukunft gewünscht. Aber das ist nun wirklich meckern auf hohem Niveau, da die Geschichte ansonsten für mich einfach grandios ist.
Mein Fazit
“Das Lied der Sonne” ist eine wundervolle Romantasy-Geschichte mit einer Menge Intrigen, Geheimnissen, Überraschungen und Schocks. Ich habe unheimlich mit den Charakteren mitgefiebert und bin vollkommen in der Welt gefangen gewesen. Eine absolut atemberaubende Geschichte. Hier vergebe ich 5 von 5 Punkten.
Profile Image for xxxSunniyxxx.
342 reviews3 followers
April 26, 2020
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und fühlte mich immer stets gut unterhalten. Daher wollte ich auch unbedingt ihr neustes Werk kennen lernen. Der Schreibstil der Autorin war sehr lebendig, locker und flüssig sodass ich nur so durch die Seiten flog. Erzählt wird diese Geschichte in der Ich-Perspektive von Lanea, so konnte man sich sehr gut in sie und ihre Gefühle hineinversetzen.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir ganz leicht. Wir lernen hier die Protagonistin Lanea und ihr Land Palilan kennen. Dieses Volk ist sehr naturverbunden und bodenständig und führen ein gemeinschaftliches und freiherziges Leben dort. Für andere gelten sie eher als Wilde und werden mit viel Abneigung gestraft, trotz allem sind sie ein stolzes Völkchen. Beim lesen wird einem sehr schnell klar das die Grundsituation nichts neues ist. Man kennt sie bereits aus anderen Geschichten. Ein Land wird mit eiserner Hand von einem König regiert der immer mehr dafür sorgt das die Reichen immer mächtiger werden und die Armen immer ärmer. Es werden viele Missstände des Kontinents aufgezeigt die man auf Laneas Reise kennen lernt.

Der Großkönig Valeans sucht eine Braut für seinen Sohn, so werden die ranghöchsten Mädchen jedes Landes zur Brautschau geladen. Lanea übernimmt die Rolle ihrer Freundin, der Häuptlingstochter, und reist an ihrer Stelle zum Schloss des Königs. Doch sie hat mit allem gerechnet nur nicht das sie ihr Herz an den Prinzen verliert, wo sie doch weiß das diese Liebe keine Zukunft hat. So verliebt sich Lanea in den Prinzen Aaren.
Was ich schwer nachzuvollziehen fand waren die Gefühle die sich hier explosionsartig entwickeln. Mir ging dieses einfach zu schnell und auch konnte ich die Entwicklung bis dahin nicht ganz verstehen. Lanea verliebt sich und spult in kürzester Zeit alle Empfindungen von Eifersucht bis Angst durch. Auch hätte ich gedacht das es hier mehr um die Brautwerbung und Laneas Identität geht. Da diese ja nur als Vertretung für ihre Freundin die Rolle angenommen hat. Aber weit gefehlt denn das spielt hier nicht wirklich eine tragende Rolle im Buch. Was in meinen Augen viele mehr heraus geholt hätte.

So verfolgte ich die Geschichte weiter und war sehr gespannt darauf auf was die Autorin hinaus wollte, denn augenscheinlich war es ja nicht das Geheimnis um Laneas Identität. Man merkt schnell das der König alles andere als ein lieber Kerl ist. Er ist brutal und hat viele treue Anhänger um sich gescharrt. Vielen davon ist sein Sohn Aaren ein Dorn im Auge so tritt dieser ein sehr schweres und gefährliches Erbe an. Dabei versucht Lanea ihn so gut es geht zu unterstützen auch wenn sie weiß das sie nicht seine Partnerin sein kann.

Was ich erwartet habe waren viele Intrigen, Machenschaften und Konflikte diese waren auch da versteht mich nicht falsch aber es wirkte auf mich zu gewollt und konstruiert. Mir fehlte dieser “OMG das ist jetzt nicht wirklich passiert” Effekt und dabei hätte es hier so einige Möglichkeiten gegeben mehr daraus zu machen. Es gab so einige Ereignisse die ich nicht wirklich zu ordnen konnte und statt darüber mehr zu erfahren was aber nicht immer geschah. Ich finde sowas immer sehr sehr schade weil es mir dann doch etwas den Spaß beim Lesen nimmt. Ich hatte generell das Gefühl das die Autorin hier sehr viel einbringen wollte, deswegen viele Sachen einfach zu kurz kamen. Ich hatte mir von der Geschichte schon etwas mehr erwartet und hoffe sehr das das nächste Buch mich wieder mehr umhauen wird.



“Das Lied der Sonne” ist eine nette Geschichte für zwischendurch die mich leider nicht komplett von sich überzeugen konnte. Ich hatte schon hohe Erwartungen an diese Geschichte, da ich mir hier viele Machenschaften, Intrigen und Konflikte ausgemalt hatte. Leider wirkten diese auf mich zu gewollt und konstruiert. Auch die Brautwerbung und das Geheimnis der Identität der Protagonistin spielt hier keine wichtige Rolle im Buch. Mich konnte sie somit nicht von sich überzeugen da ich etwas anderes erwartet hatte. Man hätte hier viel mehr heraus holen können meiner Meinung nach.
Profile Image for Buchstabenschloss.
554 reviews4 followers
November 5, 2022
Lanea liebt ihr Leben so wie es ist. Sie begrüßt jeden Morgen die Sonne und das Meer. Sie lebt ein unbeschwertes Leben. Eines Tages wird verkündet, dass der König eine Braut sucht und dass jedes Land eine Anwärterin schicken soll. Da die Reise für ihr Volk risikoreich ist, entscheidet sich der Häuptling statt seiner einzigen Tochter Lanea als seine Tochter auszugeben und zum König zu schicken. Die Reise zum Schloss ist abenteuerlich und Lanea geht davon aus, dass sie in wenigen Tagen wieder zu Hause sein wird, doch Prinz Aaren ist ganz anders als erwartet und ihre Mutter offenbart ihr ein lang gehütetes Geheimnis. Und als wenn das noch nicht ausreicht um Lanea aus dem Gleichgewicht zu bringen, lauern unzählige Intrigen und Verschwörungen um sie herum.

Das Cover gefällt mir mit der Blume sehr gut. Es ist schlicht, aber ansprechend. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Autorin schreibt sehr bildlich, sodass das Setting vor den Augen aufgeht. Zudem hat sie ein Gespür dafür Emotionen gut zu beschreiben, sodass man mit den Charakteren mitfühlt.

Lanea ist eine junge Frau, die ihr Leben liebt und genießt. Sie hat feste Rituale und genießt die Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden. Sie lebt fernab von Machenschaften oder Intrigen und wird somit mit einer Welt konfrontiert, die sie so noch nicht kennenlernen musste. Aaren ist ein Prinz, dessen Erwachsenwerden von seinem Vater streng kontrolliert wurde. Seine Kindheit ist einsam und eintönig, dennoch ist er ein herzlicher und offener Mensch, der vorurteilsfrei versucht seinen Platz zu finden.

Die Charaktere haben mir alle auf ihre Art und Weise gut gefallen. Lediglich Laneas Mutter ging mir immer mal wieder auf die Nerven. Sie konnte sich nie äußern und hat aus allem ein riesiges Geheimnis gemacht. Sie hat sich für mich zu oft rausgeredet und nie wirklich Stellung bezogen. Lanea und Aaren waren mir Beide sehr sympathisch. Sie vertreten die richtigen Werte und wollen die Menschen gleich behandeln. Sie wollen eine Welt in Harmonie und Frieden.

Auch wenn mir Laneas offene, vorurteilsfreie und freundliche Art gefällt, so finde ich dennoch, dass sie ohne Misstrauen zu schnell Freundschaften geschlossen hat und das obwohl ihre Mutter ihr gesagt hat, dass sie vorsichtig sein soll und dass nicht jeder am Hof es mit ihr gut meint. Ihr Volk hat sie letztendlich vor dem König und so weiter gewarnt und dennoch schließt sie Aaren so schnell in ihr Herz. Das lief ein wenig zu glatt ab. Da hätte man definitiv noch was rausholen können.

Die Idee der Geschichte hat mir wirklich sehr gefallen. Das Potential wurde jedoch aus meiner Sicht nicht ganz ausgeschöpft. Gerade zu Beginn der Geschichte wird viel Zeit investiert das Land mit seinem Elend und seinen Problemen zu zeigen. Doch zum Schluss hin ging alles auf einmal. Der Anfang ist somit sehr langatmig und langgezogen, wohingegen das Ende in einem Wimpernschlag abgehandelt wurde. Da hat aus meiner Sicht die Proportion der Geschichte nicht ganz gepasst. Das gleiche gilt für diverse Szenen. Einige sind sehr sprunghaft, wohingegen andere Szenen sehr zäh waren.

Und daraus resultierte dann für mich, dass kein richtiger Spannungsbogen vorhanden war. Viele interessante Schritte in der Geschichte rückten in den Hintergrund wie zum Beispiel das Königreich selber. Der Fokus lag für mich zu sehr auf der Liebesgeschichte. Mir hat ein wenig die Veränderung im Land gefehlt, die Lanea und Aaren bezwecken wollen.

Insgesamt hat mir das Buch aber ganz gut gefallen. Die Grundidee ist schön, lediglich die Umsetzung ist nicht ganz gelungen für meinen Geschmack. Die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil ist angenehm und das Setting traumhaft.
Profile Image for Laura Isabella.
2 reviews
February 18, 2021
Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Wolf gelsen und bin jedes mal wieder fasziniert von der Welt die sie zu schaffen weiß. Ich kann in ihren Geschichten unfassbar gut versinken aber zum Ende lässt es dann irgendwie nach.

Wir sind in einer Welt die in mehrere kleine Königreiche aufgeteilt ist und es gibt einen Großkönig der alle Länder vereint und über die Handelsabkommen etc. wacht. Wir starten in dem kleinen unbedeutenden Land Palilan. Es ist abgeschieden von den anderen Ländern und findet deswegen auch wenig Beachtung vom restlichen Königreich. Sehr zum Glück der Bewohner von Palilan, wenn sie unter sich bleiben können. Der aktuelle Großkönig ist nämlich ein ziemlich brutaler und arroganter, habgieriger König, der das Land sehr quält. Als dieser stirbt tritt sein Sohn ins Rampenlicht der aber erst zum König ernannt werden kann, wenn er Heiratet, damit der Fortbestand der Krone gesichert ist. Dies steht so in einem Gesetz. Als muss der Erbe auch eine Frau sein. Wobei schnell klar wird, dass die Frau nur diesen Zweck zu erfüllen hat. Erben zu schenken.
Diese Frau muss der Thronanwärter dann auch aus den ranghöchsten Frauen aus allen Ländern aussuchen. Also machen sich alle Prinzessinen auf den Weg zum Schloss. So auch ein Mädchen als Palilan. Im Schloss selbst herrscht dann großes Chaos, weil der König vieles anders machen will als sein Vorgänger.

Das Buch hat mich gerade am Anfang immer wieder überrascht. Viele Handlungen, dachte ich, passieren anders. Es gab zwei, drei Momente in denen ich mir ein lautes "Was?" nicht verkneifen konnte. Aber dann kam ich an die letzten 90 Seiten (was bei knapp 300 Seiten Geschichte, recht früh passiert) an denen die Geschichte ein plötzliches Ende zu nehmen scheint. Am anfang dümpelte die Geschichte vor sich hin und man hatte einen sanften Einstieg. Zwischendruch fragte ich mich immer wieder: Was? Ich bin schon auf der und der Seite? So viel ist doch noch gar nicht passiert. Okay. Dann kamen die bereits erwähnten letzten 90 Seiten und die Autorin holte nochmal ordentlich aus. Dann passierte hier etwas und da etwas... Recht schnell machte sich das Gefühl dann in mir breit, dass die Geschichte jetzt schnell zum Ende kommen muss, weil es sonst zu dick wird. Ständig habe ich mit "Ende" gerechnet, aber dann kam doch noch ein neues Kapitel und es ging weiter.

Klassische Liebesgeschichten haben meistens ein kennen lernen, dann passiert etwas weswegen die beiden sich nicht sehen wollen, aber zum Ende hin raufen sie sich zusammen und sind trotzdem wieder glücklich zusammen. In dieser Geschichte ist es etwas anderes. Es ist schon fast realistischer. Man merkt sehr schnell, dass die beiden Hauptcharaktere sich lieben, aber trotzdem sind immer wieder kleinigkeiten die, die beiden auseinander bringt. Aber sie finden sehr schnell wieder zusammen. Und wenn wir ehrlich sind, ist das doch weit aus realistischer gehalten. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.


Und wie ich weiter oben bereits erwähnte, bin ich fasziniert von der Welt. Gerade Palilan hat es mir angetan und ihre bräuche. Fast schon schade, dass das Paar dort so wenig Zeit zusammen verbracht hat. Palilan hat mich ein wenig an Hawaii erinnert, oder so wie ich mir Hawaii vorstelle... (Ich war noch nie da)

Wer die Geschichten von Jennifer Wolf kennt und liebt wird hier nicht enttäuscht, auf gar keinen Fall. Es ist kein Anspruchsvolles Buch mit besonderer tiefe. Der weibliche Hauptcharakter ist sehr stark und man lernt sie schnell für ihre Art lieben.
Displaying 1 - 30 of 53 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.