Für Franziska ist es das wichtigste Abendessen ihres Lebens. Oder wenigstens in diesem Jahr. Ihre Karriere hängt davon ab – und die läuft nicht so ganz nach Plan in letzter Zeit. Das stresst Franziska ebenso wie der bevorstehende Besuch ihres Bruders. Wenigstens ist in ihrer Ehe alles in Butter. Oder nicht? Jedenfalls steht ein wichtiges Abendessen an, doch dann platzt Conni Gold ins Haus. Die Freundin von Felix, die niemals ein Blatt vor den Mund nimmt – und gar nichts mehr läuft nach Plan.
Ein Buch, das mir durchaus Spaß gemacht hat. Ich hatte zeitenweise das Gefühl ein Theaterstück zu lesen und ich kann es mir auch gut auf der Bühne vorstellen. Sehr viel Screwball-Elemente. Und Philipp Tinglers geschliffene Sprache und ironische, dabei aber nicht oberflächliche Art macht Spaß. Ihm selber auf jeden Fall.
Klug, witzig und eine wunderbare Lektüre für zwischendurch. Literatur, die ich mir auch gut auf der Bühne vorstellen könnte und ebenso würde ich auch dieses Buch beschreiben als einen wunderbaren Abend im Theater mit teilweise ernsten Gedanken über die sich noch bis in die Nacht philosophieren lässt... Hach!
Vom Klappentext her hatte ich etwas leichteres und witzigeres erwartet à la "Der Pfau". Das war es nicht. Allerdings doch unterhaltsam mit einer Menge Beobachtungen, die jedoch nicht neu sind und etwas gekünstelt hochgestochen formuliert wirken. Die Dinnerparty ein wenig zu elitär und Conny ein wenig zu sehr dagegen. Als Stilmittel aber durchaus tragbar.
Der Autor ist zugleich Literaturkritik er, der eher selten Bücher als "Literatur" durchgehen lässt. Inwiefern dieses Buch als Literatur bezeichnet werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Eine nette Geschichte, allerdings gespickt mit hochgestochenen Fremdwörtern für die man eine Erklärung bräuchte.
Habe ich was Leichteres erwartet? Ja. Bin ich enttäuscht von der Handlung? Nein. Na ja, vielleicht ein bisschen. Aber irgendwie auch nicht. Mir hätte die Handlung wohl besser als Theaterstück oder Film gefallen. Ist der eine Hauptcharakter ein bisschen zu nah am Autor? Ich fürchte schon. Und zu guter Letzt, habe ich das Gefühl, dass ich mich niemals an einem Gespräch mit studierten Erwachsenen beteiligen könnte? Definitiv.
Von dem Schriftsteller zuvor nie etwas gehört und nach dem Konsum dieses schmalen Bandes bereits Bewunderin seiner Fähigkeit, mit Sprache Szenen herauf zu beschwören, die trotz ihres Mangels an Ernsthaftigkeit nie den Rahmen der Glaubhaftigkeit zu sprengen vermögen.
Mir hat das Buch nicht gefallen. Eine Aneinanderreihung von pseudointellektuellen Phrasen, die lustig rüberkommen will. Hier und da fand ich ein paar Stellen brauchbar, aber zusammenfassend brachte mir die Lektüre dieses Buches wenig Mehrwert - keine Unterhaltung und auch keine neue Einsichten.
Wer hier ein tiefgründiges Drama oder höchste Spannung erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Ich allerdings fand das Buch ziemlich unterhaltsam, vorallem aufgrund der wie ich finde sehr lustigen und gelungenen Dialoge.