This atlas graphically illuminates the region's history tracing back to the 8th-7th century B.C. From the spread of Islam to the invasion of the Mongols, the area has been at the crossroads of some of the world's most important developments, all succinctly explained in this book.
Rafis Abazov is an adjunct professor at the Harriman Institute, Columbia University. He worked as a Central Asian regional analyst for Moscow-based news agencies and newspapers and contributed annual analytical reports on Central Asia to various international analytical research centers, including the Freedom House and Transition-on-Line. He has published three books, including Historical Dictionary of Kyrgyzstan and Historical Dictionary of Turkmenistan and contributed a number of articles to edited volumes, including about 50 articles to various encyclopedias.
Zentralasien: Schmelztiegel der Kulturen, Ausgangspunkt von Völkerwanderungen - im 20. Jahrhundert hatte man viel von der Bedeutung dieses Teils der Welt vergessen, und die Gebiete dort wurden als rückständig, menschenfeindlich und vernachlässigbar betrachtet. Sieht man heutzutage in einer Zeit, in der alles praktisch ausschließlich vom ökonomischen Nutzen her bewertet wird, vor allem die enormen Rohstoffvorkommen dieser Region, so war Zentralasien über lange Perioden der Geschichte auch ein Gebiet, das durch den Austausch zwischen Westen und Osten lebendiger und bunter war als vieles, was die Hochkulturen auf Durchreise zu bieten hatten.
Während nun aber die Hochkultur am Mittelmeer oder Yangtze viele Zeugnisse ihrer Größe hinterlässt, in Literatur, Kunst und Musik, die jeder kennt, ist Zentralasien diesbezüglich selbst für die meisten Interessierten erstmal eine weiße Fläche. Ein Grund dafür ist eben diese Dynamik, die in dieser Region nur wenig Konstanz aufkommen ließ - wandernde Khanate, Eroberer von allen Himmelsrichtungen, Völkerwanderungen der oft nomadischen Bewohner, Zusammentreffen aller Weltreligionen gleichzeitig; kaum eine Grenze oder Staatsform konnte sich über eine längere Zeit halten.
Dieses Wirrwarr wird in diesem historischen Atlas deutlich gemacht und gleichzeitig auch etwas aufgeklärt - es handelt sich nicht um einen reinen Atlanten, sondern um ein Geschichtsbuch, das viel mit Landkarten arbeitet. Pro Doppelseite wird ein Thema (wie die ethnischen Konflikte in dieser Region) oder eine Epoche (wie der Untergang Khwarezms oder die mongolische Invasion) textuell auf der linken Seite und geografisch auf der rechten Seite mit einer dreifarbigen Karte erläutert. Diese Karten sind leider recht spartanisch gestaltet, und man muss sie selbst in einen größeren Zusammenhang setzen. Doch insgesamt erhält man mit diesem Atlas einen schönen, konzisen Abriss der Geschichte Zentralasiens von den sogdischen Oasengemeinschaften bis hin zur Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepubliken.
Das Taschenbuch ist fast quadratisch, mit einem schön gestalteten Umschlag. Etwas grobes Papier und die bereits beschriebene etwas farblose Kartenreproduktion macht das Buch nicht unbedingt zu einem Coffee-Table-Book.
Kein Reiseführer, keine Unterhaltungslektüre, aber eine sehr schöne Einführung in die Geschichte dieser bewegten Region.
This book gives a great summary of Central Asian history through maps and would serve as an ideal reference for anyone looking to read further into this area.