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Das Schwarze Auge #34
Tod eines Königs
"Lange haben wir es nicht mehr gesehen", wisperten die Schmetterlinge spöttisch. "Was begehrt es von uns? Sollen wir ihm schaden, ihm raten oder es grüß Hoch, König von Maraskan?" "Ich bin Dajin, Herrscher dieser Insel, Haran aller Harans", antwortete der Gegürtete wachsam und furchtlos. (Obschon er nicht wusste, dass dieser Roman nur den ersten Teil seiner Leben erzählte.)
- GenresFantasyGerman Literature
286 pages, Paperback
First published February 1, 1998
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
July 24, 2020
4.5 Ein starker Roman, der von der unterschwelligen Ironie lebt, mit der er den legendären König Dajin darstellt. Die Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft und kommt mit viel hintergründigem Witz daher. Das Setting der interssanten Diaspora-Hybridkultur Maraskans wird hier sehr schön aufgebaut und mit vielen interessanten Details gewürzt - wobei sich die Anime-Frisuren zum Glück noch in Grenzen halten. Die Charaktere sind allesamt interessant gezeichnet, wobei viele natürlich ein wenig überlebensgroß sind.
Die Geschichte selbst wartet auch mit einigen mystischen Wendungen und zufälligen Begegnungen auf, wobei aber auch die komischen Elemente (wie das Zwergenbeobachten) stil- und respektvoll aufgelöst werden. Überhaupt ist der Roman für ein 1998 publiziertes Werk sehr respektvoll im Umgang mit Randgruppen. Nicht nur die soziale Komponente (der König ist ein Bauer) wird beachtet, es gibt auch ein schwules Paar Adoptivväter, was als völlig normal angesehen wird. Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz werden ganz klar inkludiert - mit wirklich modernem Ansatz ("Ihr müsst verstehen wollen!").
Insgesamt bietet der Roman genau das, was ich mir in meinen Jugendjahren von einem DSA-Roman gewünscht habe und weshalb ich nach der ganzen Zeit auch wieder darauf zurückgekommen bin. Schön, dass diese Lichter in der Masse der Genreliteratur doch noch da sin und nicht nur meiner verklärenden Nostalgie entspringen.
Die Geschichte selbst wartet auch mit einigen mystischen Wendungen und zufälligen Begegnungen auf, wobei aber auch die komischen Elemente (wie das Zwergenbeobachten) stil- und respektvoll aufgelöst werden. Überhaupt ist der Roman für ein 1998 publiziertes Werk sehr respektvoll im Umgang mit Randgruppen. Nicht nur die soziale Komponente (der König ist ein Bauer) wird beachtet, es gibt auch ein schwules Paar Adoptivväter, was als völlig normal angesehen wird. Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz werden ganz klar inkludiert - mit wirklich modernem Ansatz ("Ihr müsst verstehen wollen!").
Insgesamt bietet der Roman genau das, was ich mir in meinen Jugendjahren von einem DSA-Roman gewünscht habe und weshalb ich nach der ganzen Zeit auch wieder darauf zurückgekommen bin. Schön, dass diese Lichter in der Masse der Genreliteratur doch noch da sin und nicht nur meiner verklärenden Nostalgie entspringen.
May 1, 2011
Das Leben König Dajins in Vergangenheit und Gegenwart
1998 - Tod eines Königs - ISBN 3-453-14029-X
1998 - Tod eines Königs - ISBN 3-453-14029-X
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