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對手戲

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舉世皆存的女性困境──一個女人要在家庭與婚姻裡保有自我究竟多難?

想想這樣一個女子。

她有過叛逆與不羈的年少,她追求自我,她看西蒙.波娃的《第二性》,然而在感情裡她妥協,在婚姻裡她收起女性主義,逐漸把自我埋葬在日常裡,成為一名妻子與母親。

不教外交官太太葡萄牙語的日子,她枯坐家中客廳看俗濫的商業片;她在案上擺著易卜生與布雷希特,每天將書籤往後移幾頁,假裝自己仍是那個愛讀戲劇的女子;她不敢看鏡子裡的自己……

這樣一名女子,她終於還是下定決心,即便必須割捨這段婚姻,她也要刨開地面,挖出深埋地底的自我。然而這樣的決心會帶來什麼樣的結果呢?

丁香革命後的里斯本,西柏林的占屋景象,兩德統一前後的德國鄉村:施益堅以充滿張力的場景,從另一個視角重新描述一段婚姻故事。《對手戲》是部令人感動,有時卻又令人不安,以出發和責任為主題的小說,也包括面對自己的生命。

464 pages, Paperback

First published January 10, 2015

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About the author

Stephan Thome

9 books23 followers

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Sophie.
292 reviews335 followers
October 27, 2018
Im Gegensatz zu "Gott der Barbaren" ein grausiges Stück Literatur, um das man besser einen großen Bogen macht.
Unfassbar nervige Protagonistin, die alle ihre "Probleme" mit Sex lösen muss, den entweder sie oder der zugehörige Mann nicht will.
Eine Seifenoper sondergleichen.
Zur Nelkenrevolution erfährt man einfach nichts! Stattdessen Drama, Drama, Drama.
Grauenvoll.
Profile Image for Buchdoktor.
2,367 reviews190 followers
July 11, 2018
Zu Beginn der Handlung sind Maria Antonia Pereira und ihr Ehemann, dessen Namen sie nicht trägt, ein Ehepaar in den besten Jahren. Die einzige Tochter hat gerade zum Studium das Elternhaus verlassen. Philosopieprofessor Hartmut hat sich vergeblich um Professuren und andere Stellen beworben, um seiner Frau zuliebe die westfälische Provinz verlassen zu können. Falls Hartmut seine derzeitige Stelle aufgeben würde, müsste das Paar seine Ansprüche zurückschrauben und Maria müsste zukünftig den Lebensunterhalt verdienen. Maria studierte in den 70ern in Berlin und entkam so ihrem katholischen Elternhaus und der Salazar-Diktatur in Portugal. Das Studium in einer fremden Sprache musste sie sich sehr viel härter erkämpfen als ihre deutschen Altersgenossen und war nie wirklich sicher, ob ihre Leistungen den Ansprüchen genügen. Ihre Altersgenossen in jener Zeit erklärten allein das Lästern über ihr Elternhaus bereits zur politischen Haltung. Berlin war Marias Lebenstraum; in der Gegenwart wird die Stadt erneut ihr Fluchtpunkt. Nach Jahren als Hausfrau und Mutter arbeitet Maria nun an einer kleinen Berliner Bühne und lebt mit Hartmut eine Fernbeziehung. Leiter des Theaters ist ihr Ex-Freund Falk. Maria und Helmut haben die Wahl zwischen zwei Karrieren an zwei Wohnorten oder aber dem Ende ihrer Beziehung.

Rückblenden bieten Einblick in Marias Jugendjahre in Portugal, die Hausbesetzer-Szene der 70er und Marias erste Beziehung zu Falk, der damals Bewunderung suchte, aber keine Partnerschaft. Mit Hartmut lebt Maria anschließend eine klassische Versorgungsehe, in der eine Ehefrau mit eigener Muttersprache höchstens stundenweise als VHS-Dozentin vorstellbar ist. Als Marias Tochter in den 80ern zur Welt kommt, waren Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch weitgehend feministische Utopien. Nach der Geburt magert Maria stark ab und schafft kaum noch, das Baby zu versorgen. Hartmut erkennt zunächst nicht, dass seine Frau an postpartaler Depression erkrankt ist. Ohne eigenes Familiennetzwerk in Deutschland und frisch in eine neue Stadt gezogen, gehört Maria zur Hauptrisikogruppe für eine Wochenbettdepression. Hilfe kommt von Hartmuts Schwester, die bereits Kinder hat, und der jungen Familie entschlossen unter die Arme greift. Ängste, ob ihre Tochter Philippa durch die Vernachlässigung geschädigt wurde, lassen Maria fortan nicht mehr los.

Die Handlung umfasst Ereignisse aus rund 30 Jahren auf verschiedenen Zeitebenen und ist zum großen Teil in Dialogen in Szene gesetzt. Besonders Maria schlägt dem Leser so die Widersprüche bundesrepublikanischer Wirklichkeit gnadenlos direkt um die Ohren. Als Einwanderin beobachtet sie den ihr noch immer fremden Planeten Deutschland durch eine besonders scharfgestellte Linse. Die aktuelle Krise des Paars, charakteristisch für die in den 50ern geborene Generation, ist die Summe von Erschöpfung eines langen Berufslebens, nicht Ausgesprochenem, der Sorge um alternde Eltern. Sie wird noch befeuert durch jugendlich-vorschnelle Urteile der Tochter, die bisher wenig über das Leben ihrer Mutter weiß.

„Gegenspiel“ zeichnet äußerst nüchtern Brüche zwischen Schein und Wirklichkeit bundesdeutschen Alltags auf. Die Figur der Maria und ihr kritischer Blick haben mich dabei besonders berührt.
Profile Image for Julia.
662 reviews
April 28, 2015
Eigentlich 3,41 Sterne, aber das erste Buch, das ich in meinem neuen, jetzt schon heißgeliebten Lesesessel zuende gelesen habe. das stimmt mich glücklich und erhöht das Ergebnis :-)
Profile Image for Hannes Spitz.
261 reviews4 followers
August 29, 2015
Die Hauptperson wartet, zögert, trifft abstruse Entscheidungen... alles wie im echten Leben; schön geschrieben
Profile Image for Danny Marcalo.
539 reviews22 followers
June 8, 2017
Als Kind portugiesischer Gastarbeiter war ich natuerlich schon sehr interessiert, da es hier ja auch um eine Einwanderungserfahrung aus Portugal nach Deutschland geht. Das sind auch die spannendsten Momente, wie Maria sich im seltsamen Berlin der 80er (?) Jahre zurechtfindet. Ihre gesamte Zeit am Theater in Berlin, 25 Jahre spaeter finde ich uninteressant.

Maria ist eine komplizierte Frau, die mehr treibt, als das sie gezielt durch ihr Leben laeuft. Das hat mich zunehmend gestoert. Die Entscheidungen, die sie trifft, sind zwar irgendwann ihre eigenen, aber welcher Motivation sie folgen bleibt mir schwammig. Das ist keine Kritik am Autor, sondern an Maria, also eher ein Lob an den Autor, weil die Figur stringent ist.

An irgendeinem Punkt habe ich das Interesse verloren, Maria weiss nicht was sie will, was sie falsch gemacht hat, sieht verschiedenste Lebensluegen nicht ein. Alles nicht zufriedenstellend.

Ich mag Sex, aber fuer diesen Roman machen die Sexszenen keinen Sinn und fallen negativ auf.
Profile Image for jm.
459 reviews20 followers
April 28, 2018
The extent of my theoretical knowledge of literature pretty much consists of one sentence I picked up somewhere, that a novel (as opposed to, say, a short story) is about life itself. Rarely does it feel as true as when reading Thome, who manages to philosophize while describing the mundane details of married life in provincial towns. I felt his themes didn't come together quite as well here as in Grenzgang, but it still was a captivating read and one whose characters, warts and all, I find myself missing now that I finished it.
386 reviews4 followers
February 15, 2019
Wegen Grenzgang habe ich dieses zu Ende gelesen. Ist aber nicht vergleichbar, weder stilistisch noch inhaltlich. Ein ganzes Buch über eine chronisch depressive Frau, deren Handlungen und Beziehungen nicht nachvollziehbar sind ... nicht zu empfehlen.
Profile Image for Lese lust.
575 reviews37 followers
September 29, 2015
... und die Fortsetzung hat mir dann überraschenderweise wieder deutlich besser gefallen. Das mag daran liegen, dass Berlin zu Mauerzeiten hier eine große Rolle spielt und auch sehr anschaulich geschildert wurde, aber auch daran, dass die Perspektive der Frau in diesem Fall doch für mich interessanter war als das Universitätsmilieu...

ob ich noch zum bereits angekündigten dritten Band greifen werde, weiß ich allerdings nicht. Für mich ist die Geschichte eigentlich auserzählt...
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