Ein bewegender zeithistorischer Liebesroman über das dunkelste Kapitel Berliner Geschichte
Lichterfelde, 1943. Vera erlebt den Zweiten Weltkrieg in Berlin in der Villa am Karlsplatz. Ihr Mann Wilhelm, ein überzeugter Nationalsozialist, ist bei der Luftwaffe. Immer öfter kommen Vera Zweifel, auf welcher Seite sie steht. Da findet sie in der Gartenlaube einen fremden Mann auf der Flucht. Es ist der jüdische Künstler David, der in die Illegalität abtauchen musste und sich seitdem versteckt hält. Vera trifft eine weitreichende Entscheidung, von der sie weiß, dass sie ihre Familie zerreißen und alles in Frage stellen wird, was sie bisher für richtig gehalten hat. Doch in Zeiten des Hasses, erkennt sie, liegt die einzige Hoffnung in der Liebe.
Der dritte Band der Lichterfelde-Saga
Die Bände der Saga: 1. Die Frauen vom Karlsplatz - Auguste 2. Die Frauen vom Karlsplatz - Henny 3. Die Frauen vom Karlsplatz - Vera 4. Weihnachten am Karlsplatz - Maria
Inhalt siehe Klappentext. Vor kurzem habe ich die Teile 1 und 2 von Anne Sterns Lichterfelde-Reihe „Die Frauen vom Karlsplatz“ gehört, nun war „Vera“ an der Reihe. Herzlichen Glückwunsch! Sprecherin Brigitte Trübenbach liest Teil in 8:45 Uhr gewohnt flüssig und mit passender Tonmelodie vor, wie die Vorgängerbände auch. Ich empfehle, nicht mittendrin einzusteigen, sondern gleich die ganze Reihe zu hören, am besten in 1,25-facher Geschwindigkeit (oder zu lesen). Wer neu dabei ist, hier eine grobe Übersicht: Vera (Band 3) ist die Ehefrau von Wilhelm, er wiederum ist Hennys Sohn (Henny aus Band 2) und diese ist die von Auguste angenommene Tochter von deren Freundin Lotte (Auguste aus Band 1). Inzwischen ist der Zweite Weltkrieg immer noch in vollem Gange, Vera erlebt und erträgt sowohl Krieg als auch Gatte Wilhelm, der ihr das Leben mit seinen Einstellungen und Ansichten nicht leicht(er) macht. Im gleichen Gebäude (kann man noch Haus sagen? oder eher Schloß?) lebt Wilhelms Urgroßmutter Käthe und man darf überrascht sein, was die alte Dame alles auf Lager hat. Das reicht von versteckten Juden, einer nach außen hin tattrig wirkenden Frau bis hin zu … ja, hier hört ihr am besten selbst rein und seid dabei, wenn Vera lebt, liebt, arbeitet, Verbotenes tut, das sie aber für richtig hält. Ich hatte gute Unterhaltung, obwohl der Zeitraum ganz gewiss nicht glücklich war, sondern von Leid und Entbehrungen nur so wimmelte. Man schlug sich durch, wo und wie man konnte, hoffte, bangte, betete und dann gab es tatsächlich für manche noch Hoffnung. Man musste einfach stark sein und das ist leider nicht allen gelungen. Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Bilder, offenbar Davids Zeichnungen?! „Vera“, die dritte der Frauen vom Karlsplatz bekommt von mir 4 Sterne, Favorit war ganz klar Auguste aus Teil 1.
Deutsche Geschichte von der Wilhelminischen Zeit, erster Weltkrieg, Drittes Reich erzählt aus der Sicht vom Frauen ist fesselnd. Das macht neugierig auf den letzten Band, der in den 60iger Jahren spielt.