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The Shelter - Zukunft ohne Hoffnung

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Gewinner des Seraph 2019 in der Kategorie "Bestes Debüt"!

In dieser Welt ist nichts wie es scheint ...

Großbritannien in naher Ehemals ausgerottete Krankheiten haben die Bevölkerung befallen. Um die Epidemie einzudämmen, wurde außerhalb Londons eine riesige Kuppel gebaut, in die alle Kranken geschafft und sich selbst überlassen werden. Der Name der Habitat Miseria.

In all dem Chaos versucht Rick Thorndyke sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Doch eines Tages wird er ohne ersichtlichen Grund plötzlich selbst nach Miseria verschleppt. Was er dort vorfindet, entspricht aber nicht im Geringsten dem Bild, das die Außenwelt vom Innern der Kuppel hat. Was wird hier wirklich gespielt? Die Jagd nach der Wahrheit beginnt ...

Ein actionreicher Science-Fiction-Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann!

Für alle Fans von "Die Arena" und "Die Insel".

eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.

317 pages, Kindle Edition

Published June 4, 2018

42 people want to read

About the author

Kris Brynn

16 books21 followers
Kris Brynn SF-Pseudonym. Weitere Genreliteratur unter Charlotte Blum und Anna Täuber. Kurzgeschichten (u.a. für Spektrum der Wissenschaft, Future Fiction Magazin, c’t und für die Frauenzeitschrift tina) unter Pseudonym oder Klarnamen.

Deutscher Phantastikpreis Seraph 2019 (Kategorie »Bestes Debut«) für »The Shelter«. | Auf der Longlist des Seraph 2020 (Kategorie »Bester Roman«) für »Out of Balance.« | Midlist des Skoutz Award 2022 für »Born« | KLP-Nominierung 2023 für »A.R.T.« | DSFP-Nominierung 2023 für »A.R.T.«

2020 und 2025: Arbeitsstipendium Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg
2022: Arbeitsstipendium der VG Wort für »A.R.T. – Coup zwischen den Sternen«

Erhabener Moment:
Erwähnung im THE GUARDIAN: »German sci-fi fans lap up dystopian tales of Brexit Britain«, 30. Juni 2019

www.schreibkosmos.de

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Community Reviews

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2 stars
4 (14%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Auntie Terror.
478 reviews111 followers
April 23, 2020
What made me want to read this book in the first place was me being at the Leipzig Book Fair this year and hearing the author herself (who had just been awarded the debut Seraph, the most famous German prize for Fantasy/SciFi-Literature) read from it. After that it took me a while to get my hands on it because the publisher took an impolite amount of time to get the real book out. I just can't read on a screen without it feeling like work.

This book has been called a Brexit-dystopia - and it kind of is, although I'd say that it isn't the main focus of the book.
The world the story is set in is a future London where the rich and powerful have withdrawn to an inner circle of the city while the "outer rims" are places of exponentially growing danger and direpair - and there is "Miseria", a place where the victims of an epicemic that decimated the population noticably were conveniently stored to die. There are androids working alongside humans as their servants and assisstants, and there is total surveillance of the remaining population through the government and the pharma industry via braclets reading and transmitting biodata nonstop (a bit like all those fancy smartwatches, but of course nobody would use them that way in reality, would they?) and a ministry or two to help drag delinquents and sick people away from healthy society. So far, so dystopian.
The main character, Richard, is a nobody living quite an uneventful and meaningless life in one of the inner outer rims. Until he is forced to take a new job - and then things get quite interesting for him.

One of the things I enjoyed a lot about this book were the many references to other scifi literature as well as more "heavy" stuff such as Shakespeare. The later becomes especially important when Richard is brought int "Miseria" and confronted with a selection of Shakespeare-play-named characters of the human and android persuasion. If you knew your Shakespeare, you could often guess at the way a character would turn out.
The book is full of clever (and sad) references to troubles which might hit earth and human life in the near future - which is the thing that made it special for me despite the basic story not being a complete novelty in the area of dystopian scifi literature. But it is well-told and therefore fun to read anyway.

I'm still not sure whether I was meant to symapthise most with the androids, or if that's just me.
Profile Image for Alvar Borgan.
62 reviews6 followers
November 21, 2018
Shelter hat Drive. Shelter überrascht. Shelter unterhält, nicht zuletzt durch charakterstarke Androiden und die sarkastischen Sprüche des Erzählers. Shelter macht viel mehr Spaß, als der plakative Untertitel „Zukunft ohne Hoffnung“ vermuten lässt.

Es gibt keine Längen im Roman – kaum wurde ein Geheimnis aufgedeckt, schon steht der Held vor einer neuen Aufgabe. Das Prinzip wird so konsequent umgesetzt, dass die Geschichte endet, sobald die primäre Herausforderung bewältigt wurde, auch wenn den Charakteren bis zur wirklichen Lösung noch einiges zu tun bliebe. Der Schluss kam daher für mich etwas plötzlich.

Außer einer spannenden Geschichte bietet Shelter auch Anlass zum Nachdenken. Über das Verhältnis von Dystopie und Utopie, zum Beispiel. Über das Verhältnis von Menschen und Robotern. Über die Frage, welche Fortschritte eigentlich eher Rückschritte sind (schön erzählt am Beispiel der Ultraschalldusche).

Wer gern mit Querbezügen spielt, wird bestens bedient – die wichtigste Referenz ist Shakespeares „Der Sturm“, aber auch andere Verweise auf Literatur und Architektur sind in die Handlung eingebettet.

Stilistisch und vom Unterhaltungswert her gebe ich 5 Sterne. Nur thematisch hätte ich mir mehr Konsequenz in der Zuspitzung der angesprochenen Themen gewünscht und noch deutlichere inhaltliche Aussagen. Deshalb in der Summe 4 Sterne - und eine klare Leseempfehlung!
Profile Image for Stephan.
287 reviews7 followers
November 21, 2018
The Shelter - Zukunft ohne Hoffnung (ein ausgesprochen blöder Verlagstitel mit einem noch blöderem und irreführenden Untertitel) war ein sehr interessantes Buch. Es ist eine in der relativ nahen Zukunft in Großbritannien angesiedelte Dystopie. Eine Seuche hat einen großen Teil der Briten getötet. Um mit der Gefahr umzugehen, wurde ein großes Habitat gebaut, in dem alle Infizierten untergebracht werden. Die verbleibenden Gesunden leben in einer sehr stratifizierten Gesellschaft und unter ständiger medizinischer Überwachung. Jeder, der Zeichen der Krankheit zeigt, wird ins "Habitat Miseria" abgeschoben. Das ganze Land hat sich auf London konzentriert - im "Inner Circle" lebt die wohlhabende und einflußreiche Elite recht komfortabel, aber in den "Außenbezirken" wird das Leben mit weiterem Abstand vom Zentrum zunehmend gefährlicher und unbequemer. Der Protagonist, als Ich-Erzähler, wird zuerst genötigt, einen Job in der medizinischen Kontrollbehörde anzunehmen, und wird dann selbst ins Habitat eingewiesen - das sich dann aber von innen ganz anders als von außen darstellt.

Die Autorin folgt hier einem sehr kreativen Ansatz - Teile der Handlung orientieren sich an Shakespeares "Der Sturm" - was einigen der handelnden Personen auch ganz bewußt ist. Das Buch ist sprachlich kompetent geschrieben. Ich fand das Tempo etwas ungleichmäßig - sehr hektische Action-Szenen wechselten sich immer wieder mit längeren beschreibenden Passagen ab. Der Protagonist erinnerte mich grundsätzlich stark an Marcus Yallow aus Little Brother und Homeland von Cory Doctorow - sowohl von der Perspektive und dem inneren Monolog her, aber auch wegen der gelegentlichen Infodumps. Deswegen auch meine Ambivalenz in Bezug auf das Alter - die Perspektive passte zu einem 17-jährigen, die Lebenssituation zu einem 27-jährigen, und Wissen und Bildung zu einem sehr belesenen 37-jährigen. Und wie er mit 3 gebrochenen Rippen durch die Betten und die Kanalisation springt, passt zu einem jungen Dolph Lundgren...

Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn es eigentlich nicht mein Genre ist. Und das offene Ende schreit nach einer Fortsetzung.
Profile Image for PeterS.
43 reviews
June 24, 2018
Ich versuche wie immer eine spoilerfreie Rezension (Klappentext-Info wird aber vorausgesetzt):

Ich empfand den Roman als echten Pageturner: Die Handlung passiert Schlag auf Schlag, alles aus der Ich-Perspektive des Protagonisten geschildert: dabei gibt die Autorin mir genügend kleine Hintergrundinformationen, so daß die Handlung für mich nachvollziehbar und glaubwürdig erscheint.

Der Protagonist Rick (Richard) ist für mich ein sehr reflektiver Mensch, der aber andererseits auch so ein wenig in den Tag hineinlebt: vom Hintergrund einer Dystopie mit einer überstandenen Pandemie im Inselstaat England fand ich das stimmig, auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass nicht jeder Leser damit warm wird.

Die Ich-Erzählweise des Romans und das schnelle Voranschreiten der Handlung war für mich sehr erfrischend zu lesen: keine 300 Seiten Einführung wie in vielen mehrteiligen Romanen, sondern es ging gleich zur Sache: sehr schnell war mir als Leser klar, dass nichts so ist wie es Anfangs scheint, und ich wollte beim Lesen immer wissen, wie es weitergeht und was der Protagonist als nächstes entdeckt und erlebt.

Einziger Wermutstropfen war für mich das letzte Viertel des Romans und der Schluss: sehr "Action"-lastig, und ja, es schreit förmlich nach einer Fortsetzung, aber ich hatte mir trotzdem noch mehr Auflösung und Perspektive der Handlung erwartet: die schnell voranschreitende Handlung und die - ich sage mal - Schichten des Romans haben bei mir die Erwartungshaltung geweckt, dass immer weiter ein neuer Aspekt der Geschichte offenbart wird, nach dem Motto: nichts ist wie es scheint: da hoffe ich auf eine Fortsetzung: Potential dafür hat die Autorin mir genügend gelassen.

Fazit: Sowohl die spannende Handlung und der erfrischende Schreibstil haben mir sehr gefallen: wenn man sich auf die Geschichte einlässt wird man/frau mit dem Eintauchen in eine Dystopie belohnt, die aber immer einen positiven Touch behält.
Profile Image for Powerschnute.
246 reviews24 followers
April 15, 2019
Kris Brynns Roman The Shelter wurde dieses Jahr mit dem Deutschen Phantastikpreis Seraph ausgezeichnet in der Kategorie Bestes Debut. In meinen Augen zurecht.

The Shelter kommt in sicherem Erzählstil daher, den ich auch schon von Kris Brynns Novellenreihe Out of Balance kenne. Kris Brynn beweist einmal mehr, dass sie nicht zu den Autoren gehört, die 100 Seiten lang um den heißen Brei herumschleichen müssen. Zusammen mit Rick taucht der Leser gleich auf den ersten Seiten mitten ins Geschehen ein.

Dabei wirft uns die Autorin auch einige tiefergehende Gedanken um die Ohren und man sieht sich mit einer Dystopie und einer Utopie konfrontiert, in denen bei beiden nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Wem das nicht reicht, der kann sich dann auch gleich noch mit Fragen rund um das Thema künstliche Intelligenzen befassen.

Im krassen Gegensatz zu dem soliden Erzählstil, der den Leser beide Welten durch Ricks Augen erleben lässt, steht am Ende die rasante Action, die das Buch in ein für mich viel zu schnelles Ende führt und es stellt sich mir die Frage, ob hier nicht mit einer Fortsetzung der Geschichte gerechnet werden kann. Es wäre jedenfalls wünschenswert.

Fazit:
The Shelter hat den Seraph verdient gewonnen und ist eine gute Dystopie aus deutscher Feder. Ich wünschte, mehr Autorinnen würden sich in dieser Form an Dystopien versuchen, ohne gleichzeitig ein Young Adult-Buch mit Love-triangle zu liefern. Dass das nicht nur machbar sondern noch dazu gut sein kann, hat Kris Brynn mit ihrem Roman bewiesen. Ich freue mich auf mehr von ihr.

Profile Image for Callibso.
975 reviews19 followers
August 11, 2019
Ein guter Roman, der als Dystopie beginnt, dann eine utopische Hoffnung verheißt, um schließlich nach einer Ent-täuschung und einer langen Verfolgungsjagd etwas abrupt zu enden.

In einem Großbritannien der nahen Zukunft haben Seuchen große Teile der Bevölkerung getötet. Um die weitere Ausbreitung der Krankheiten zu stoppen, hat man im Großraum London eine Sperrzone errichtet, das »Habitat Miseria«, in das alle Kranken eingeliefert werden und in dem sie sich selbst überlassen werden. Im »Inner Circle« Londons leben von den Gesunden diejenigen, die es sich leisten können, alle anderen hausen in den »Outer-Rims«, den Außenbezirken der Stadt. Alle noch-Gesunden tragen ein Armband, das ständig ihre Gesundheitsdaten misst, weiter meldet und auch die Einnahme von Medikamenten kontrolliert.

Rick, der Protagonist und Ich-Erzähler aus den Outer-Rims muss eine neue Beschäftigung annehmen, damit er seine Gesundheitsversicherung nicht verliert. Er soll »Runner« jagen, das sind kranke Menschen, die aus dem Habitat geflüchtet sind und bekommt dazu einen älteren Androiden als Assistenten. Nicht nur im Namen des Protagonisten erkennt man Anklänge an »Blade Runner«, auch die Androiden und die Jagd erinnern daran. Allerdings jagt Rick hier Menschen und keine Androiden und die Art der Jagd gestaltet sich schnell auch ganz anders, als von ihm und dem Leser erwartet.

Es dauert nicht lange und Rick findet sich im »Habitat Miseria« wieder, das sich ganz unerwartet darstellt, denn hier scheint tatsächlich eine positive Utopie wahr geworden zu sein. Rick braucht ein wenig, bis er die Zusammenhänge besser versteht und auch seine ganz besondere Rolle in dieser Welt erkennt.

Man merkt hier schon, dass es verschiedene Wendungen in der Handlung gibt und die Geschichte kurzweilig und spannend vorangetrieben wird. Die Menschen im Habitat benutzen Tarnnamen aus Shakespeare Stücken, insbesondere aus dem »Sturm«, was für den Leser einen zusätzlichen Reiz ergibt, wenn er Zusammenhänge zwischen diesen Namen und der Funktion des Trägers in der Geschichte herzustellen versucht. Die Androiden wollen als gleichberechtigte Lebewesen anerkannt werden und der Umgang der Menschen mit den Kranken wird thematisiert. Lediglich den Schluss mit Kanalisations-Szenen wie im »Dritten Mann« fand ich etwas zu lang, wobei das Ende eine Fortsetzung erlaubt.

Für diesen Roman hat die Autorin den »Seraph 2019« in der Kategorie »Bestes Debüt« der Phantastischen Akademie bekommen und vom britischen »Guardian«wurde er zusammen mit Tom Hillenbrandts »Drohnenland« und Sibylle Bergs »GRM: Brainfuck« in eine neue Kategorie »Brexit SF« eingeordnet: »dystopian fiction about Brexit Bitain« . Man darf gespannt sein, was von ihr noch kommt, mit »Out of Balance« hat sie sich noch einmal gesteigert...
Profile Image for reherrma.
2,143 reviews37 followers
July 17, 2018
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein eBook gelesen, neben dem ungewöhnlichen "Akt" des Lesens hat mir aber der Inhalt des Buches gefallen, obwohl ich in letzter Zeit mit dem SF-Subgenre der "Dystopie" meine Probleme habe. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, die Konzentration auf den Ich-Erzähler hat der Spannung und dem Erzählfluß sehr gutgetan. Aber einige Punkte am Setting waren mir doch zu sehr konstruiert. Eine absolut tödliche Seuche, die nur auf Großbrittannien Auswirkungen hatte (so wurde mir es zumindest im Buch in einigen Nebensätzen erklärt) ist zumindest in unserer heutigen Zeit mit den weltweiten und gut genutzten Verkehrsmitteln etwas unglaubwürdig. Auch ein riesiges Habitat, in dem die Kranken verbannt werden (wie in den Pestjahren des Mittelalters) halte ich für schwer nachvollziehbar, zumindest hätte es hier eine näher beschriebene Begründung verlangt. Dass im Innern des Shelters eine utopische Gesellschaft, durch künstliche Intelligenzen vorangetrieben, entstand, das hat die Autorin sehr gut beschrieben. Diese Erzählunen im Inneren des Habitats haben m.E. auch nichts mehr mit dem Dystopie-Setting zu tun, das ich zu Beginn erwartet haben, diese Wendung fand ich sehr schön.
Gut fand ich auch die verschiedenen Fraktionen innerhalb der Gesellschaft der künstlichen Intelligenzen, dies ist etwas, auf das man noch näher eingehen müsste.
Interessant fand ich auch die Nähe zu den Dramen von Shakespeare und die Namen aus seinen Dramen, die die Protagonisten verwendet haben. Das erinnerte mich ungemein an Dan Simmons SF-Zweiteiler "ILIUM" und "OLYMPOS", aber auch den kürzlich von mir gelesenen "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel, in denen die Dramen von William Shakespeare eine große Rolle spielten.
Am Schluß kam noch eine Prise Action zu der Story hinzu, die einen Showdown für dieses Buch abrundeten, man könnte (oder man müßte) diesem Roman noch weitere folgen lassen, denn die ganze Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt; wie ist es zu dieser Katastrophe gekommen?, welchen Grund hatte man genau für den Bau des Habitats?, wie geht es mit den Protagonisten weiter? wie entwickeln sich die künstlichen Intelligenzen weiter? und wie halten sie es mit der Menschheit?
Es wäre schön, wenn die Autorin die Mögichkeit bekäme, ihre, zweifellos spannende und erfrischende Zukunfsvision, auszubauen und fortzusetzen...
Profile Image for Ivo.
230 reviews19 followers
June 7, 2019
Diese Besprechung enthält Spoiler, die sich auf Inhalte des ersten Viertels des Buches beziehen!

"Nichts ist, wie es scheint." So lautet der erste Satz des "virtuellen Klappentextes" dieses E-Books. Und deshalb hätte es mich eigentlich nicht überraschen dürfen, dass es bereits nach wenigen Seiten mit einem ersten großen Twist aufwartet.

Dem Leser wird zu Beginn des Romans zunächst einmal genau das geboten, was er aufgrund der Inhaltsangebe erwartet: Der Protagonist führt ein elendes Leben in einer post-apokalyptischen, totalitären Gesellschaft. Und ihm scheint noch schlimmeres zu drohen, wird er doch in die titelgebende "Shelter" gebracht, einer abgeschlossen Sperrzone, in welcher die von einer unheilbaren Seuche befallenen Menschen zum weiteren finalen Dahinsiechen verfrachtet werden.

In dieser Sperrzone findet er jedoch nicht das erwartete menschliche Elend vor. Vielmehr hat sich, unbemerkt von der Außenwelt (was ich ja schon ziemlich unglaubwürdig finde), unter der Kuppel eine Art Utopia entwickelt, in welchem die Menschen, angeleitet von einem charismatischen Führer, in Eintracht mit der Natur leben.
Öko-Kommune statt Elendsviertel also, doch auch dieses Paradies bekommt sehr schnell erste Risse...
Ein spannender Roman, der den Leser mit viel Action versorgt und ihn nebenbei noch zu den Themen Gesellschaftstheorie und Künstliche Intelligenz zum Nachdenken bringt.

Profile Image for Hauntedcupcake.
286 reviews7 followers
April 11, 2022
"Das Leben sucht man sich nicht aus, man lebt es einfach. "
S. 196/Tolino

Inhalt
Grossbritannien in naher Zukunft: Eine Pandemie hat das Land heimgesucht und gebeutelt. Um der Sache Herr zu werden wurden alle Erkrankten in eine eigens im Green Belt von London errichtete Kuppel - dem Habitat Miseria - gebracht und sich selbst überlassen. Der Rest der Bevölkerung wird akribisch überwacht um Neuerkrankte sofort wegzubringen.
Richard Thorndyke versucht sein Leben so gut wie möglich in den Griff zu bekommen, nachdem seine Freundin in das Habitat gebracht wurde. Bis sein eigener Name im System unter den Erkrankten auftaucht - obschon er komplett gesund ist - und er selber zum sterben in die Kuppel gebracht wird. Doch was er in Miseria entdeckt ist nicht annähernd das, was man draußen darüber so hört und Richard befindet sich plötzlich mitten in all dem.

Meine Meinung
Nach den ersten paar Seiten war ich positiv überrascht vom Schreibstil. Er wirkt anspruchsvoller als der übliche Schreibstil des Genres - etwas gehobener. Doch schon nach ein paar Kapiteln flog mir dieser dann sozusagen um die Ohren. Denn die teils zeilenlangen Schachtelsätze, gefüllt mit unnötigen Informationen, nervten mich zusehends. Etwa in der Mitte des Buches war ich versucht abzubrechen, da es gerade gar nicht vorwärtsgehen wollte, aber gefühlt über alles philosophiert wurde. Bis zum Schluss habe ich mich damit schwergetan - aber immerhin habe ich meinen Wortschatz um sage und schreibe 4 Wörter erweitern können. Das kann nicht jeder Roman von sich behaupten.

Zur Geschichte an sich: Die fand ich mal gut mal weniger gut gelungen. Die Thematik ist ja leider ziemlich aktuell (Pandemie/Epidemie), interessanterweise wurde das Buch aber offenbar vor den Geschehnissen rund um Corona geschrieben (Juni 2018 gemäss Big A) - da hat die Autorin aber den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen.
Ansonsten behandelt das Buch die Thematiken Überwachungsstaat, technischer Fortschritt, KI und Shakespeares "Der Sturm". Auf jeden Fall eine interessante Mischung.

Das erste Drittel der Story spielt in London in den Outer-Rims und dem Inner Circle - wie die Stadtteile mittlerweile heißen. Das Worldbuilding fand ich da sehr interessant und gelungen, near future Sci-Fi. Wichtiger Teil der Geschichte schon hier: Die Androiden - oder im Buch eben Deltas genannt.
Im Verlauf der Geschichte wechselt der Schauplatz ins Habitat, was mir irgendwie gefallen, der Story aber den Sci-Fi-Aspekt praktisch genommen hat. Was Richard dort vorfindet müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich hatte hier aber das Gefühl, dass der sorgsam aufgebaute Weltenentwurf einfach über den Haufen geworfen wurde - er wurde praktisch nicht mehr gebraucht.

Thema Richard: Den Protagonisten der Geschichte fand ich weder speziell sympathisch noch besonders unsympathisch. Ein mittelmässiger Typ der wohl Anfang/Mitte 30 sein soll, sich vom Wissen und der Sprache her aber eher wie ein frischpensionierter Mittsechziger verhält. Er philosophiert gerne über alles und jeden und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.
Die anderen Protagonisten konnten mich ebenfalls nur mäßig begeistern. Am meisten vermochten mich wohl die Shakespeare-zitierenden Deltas zu unterhalten - sie haben zumindest für etwas Humor inmitten der Schachtelsätze und Grundsatzdiskussionen gesorgt.

Das Ende kommt dann ziemlich rasch und ziemlich offen daher. Nicht ganz mein Fall, ich ziehe es vor wenn Einzelbände ordentlich abgeschlossen werden, aber wer weiß, vielleicht hätte es ja ursprünglich noch einen zweiten Teil geben sollen?

Fazit
Wie hat mir das Buch nun gefallen? Ehrlich gesagt weiss ich das nicht so recht, es lässt mich etwas ratlos zurück. Die Thematiken fand ich gelungen umgesetzt, das Worldbuilding ausserhalb des Habitats war genial, aber gerade wegen dem philosophisch anmutenden und oft entsprechend ausufernden Schreibstil habe ich teils den Faden und auch etwas das Interesse verloren, obschon die Geschichte eigentlich genau mein Ding wäre. Ein bisschen mehr auf die KIs konzentriert und etwas weniger ausschweifende Unnötigkeiten und das Buch hätte es vielleicht zu einem Highlight schaffen können.

3.5 Sterne
Profile Image for Taaya .
925 reviews4 followers
May 6, 2020
Bis auf die Tatsache, dass die Handlungen des Protagonisten nicht wirklich nachvollziehbar sind, war die erste Hälfte ganz gut. Dann aber wird es langsam wirklich nervig. Nicht nur, weil der Prota seine Verliebtheit wechselt, wie Socken. Und das Ende ist eigentlich erst der (offene!) Beginn der Geschichte.
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