Jump to ratings and reviews
Rate this book

Im Reiche des silbernen Löwen #4

Вкаменената молитва

Rate this book
Ereignisse aus dem vorigen Band zeigen ihre tiefere Bedeutung; in einem langen Nachtgespräch halten der "Ustad" (der Meister der Dschamikun) und Kara Ben Nemsi innere Einkehr. Es ist Karl Mays eigene Persönlichkeit, die in diesem Spätwerk im ernsten Ringen mit sich selbst liegt.

375 pages, Paperback

First published January 1, 1903

1 person is currently reading
48 people want to read

About the author

Karl May

1,467 books444 followers
Karl Friedrich May (also Karol May) was one of the best selling German writers of all time, noted mainly for books set in the American Old West, (best known for the characters of Winnetou and Old Shatterhand) and similar books set in the Orient and Middle East. In addition, he wrote stories set in his native Germany, in China and in South America.

May also wrote poetry and several plays, as well as composing music; he was proficient with several musical instruments. May's musical version of "Ave Maria" became very well known.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
15 (20%)
4 stars
17 (22%)
3 stars
30 (40%)
2 stars
11 (14%)
1 star
2 (2%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Helmut.
1,056 reviews67 followers
August 19, 2013
Ex oriente pax?
Bisher schien der Orient für den Reiseschriftsteller eher ein Quell steter Probleme zu sein, und auch diese Tetralogie ist schwer von Auseinandersetzungen mit den Einheimischen durchzogen. Aber es gibt auch einen Lichtblick - eine abgeschottete Dorfgemeinschaft zeigt sich dem Erzähler, und er fühlt sich geborgen wie nie zuvor.

In der Person des "Ustad" findet sich ein Geist, der dem Erzähler aus der Seele spricht - zwei Gutmenschen, die die wahre Religion predigen. Ja, man kann auch in der Mäßigung eifern. Letztlich sind das alles schöne Gedanken, die die beiden austauschen, aber zu blumig, zu schwulstig, zu überfließend in ihrer Sprache. Für mich sehr schwer verdaulich.

Der Erzähler tut nun tatsächlich auch das, was ich im letzten Band gefordert hatte - er gibt seine Pseudoidentitäten "Kara Ben Nemsi" und "Old Shatterhand" auf. Durch das realweltliche Hintersichlassen seiner Waffen, die einst sein größter Stolz waren, löst sich der Erzähler auch von deren Vergangenheit und geht in einen neuen Zustand über. Er will nicht mehr der Abenteuerschriftsteller sein, und ist sich klar über eventuelle Folgen auf seine Leserschaft.

»Aber weißt du, was du thust?! Du hörst auf, zu sein, was du warst und was du bist! Du kannst nie wieder solche Bücher schreiben, wie du geschrieben hast! Du stirbst! Du mußt ein völlig andrer werden! Hältst du trotzdem dein Wort?«
»Ich halte es!«
»Unglaublich! Ich erinnere dich noch einmal an die Folgen, Effendi! - Bist du berühmt?«
»Pah! Man spricht von mir. So lange man mich aber nicht begreift, muß es mir gleichgültig sein, was man redet. Wenn man mich falsch versteht, spricht man von einem Falschen, doch aber nicht von mir!«
»Das klingt so wahr, doch aber auch so kühl! Fast möchte ich es verächtlich nennen! Bedenke aber, Effendi: Wenn du nicht mehr in dieser deiner bekannten Weise schreibst, wird man gar, gar nicht mehr von dir sprechen! Dann bist du tot, tot, tot!«


Letztlich redet er aber nur davon, und fällt dann doch in sein Muster zurück aus anschleichen, zuschlagen und mit Waffen herumfuchteln. Am Ende haben wir wieder den Kara Ben Nemsi, wie wir ihn kennen. Vielleicht war alles doch nur ein Fiebertraum.

Hin und wieder blitzt aber auch eine sehr angenehme Seite Mays auf - seine Liebe zu Tieren. In einer Zeit, als Tiere nur als zu knechtende, dem Menschen unterstellte Geschöpfe gesehen wurden, ist er einer der wenigen, die bereit sind, Tieren (zumindest Pferden) auch eine Seele zugestehen zu wollen, gegen den Widerstand einiger:


Dieser Syrr war körperlich ideal. Ob auch in Beziehung auf seine innern Eigenschaften - fast hätte ich Geist oder Seele gesagt; das ist mir aber für Tiere streng verboten worden - das hatte sich noch zu zeigen.


Nach dem ersten Viertel, das ebenso laberig ist wie fast der gesamte 3. Band, bekommen wir hier nun den Abschluss der Handlung um die Bande der Sill zu sehen. "Handlung" ist dabei aber ein großes Wort - ein Großteil der Erzählung besteht aus dem Planen, wie man den Sill das Handwerk legen können wird, und passieren tut nicht wirklich viel. Die Pferdeszenen sind dann entsprechend auch die spannendsten und schönsten des Buchs.

Für mich steht fest - ich werde keinen Text Mays mehr lesen, der nach dieser Tetralogie geschrieben wurde. Das ist mir alles zu missionarisch, zu predigend, zu blumig, und obwohl es alles in einer sehr lesbaren und schönen Sprache geschrieben ist, sind mir seine actionreichen und witzigen Abenteuergeschichten dann viel lieber.
Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.