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Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten die ihn schufen

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Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

592 pages, Paperback

First published October 1, 2013

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About the author

Dan Josefsson

10 books6 followers

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Community Reviews

5 stars
174 (26%)
4 stars
339 (52%)
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113 (17%)
2 stars
18 (2%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 43 reviews
Profile Image for Jasi.
469 reviews31 followers
November 25, 2017
Sture Bergwall ist in den schwedischen Medien besser bekannt als Thomas Quick. Er soll als Serienkiller mehr als 30 Opfer getötet und vergewaltigt haben. Fast 20 Jahre später stellt sich heraus, dass seine Geständnisse frei erfunden waren und er nie jemanden getötet hat. Durch Bewusstseinsbeeinflussung und hinterfragbaren Therapiemethoden, durch die er sich an seine verdrängten Taten erinnern sollte, wird er durch die Therapeuten manipuliert und erlangt falsche Erinnerungen.

Dies ist ohne Frage eines der spannendsten Bücher, das ich in den letzten Monaten gelesen habe. Auf dem Cover steht schon "Einer der größten Justizskandale der Geschichte" und ich glaube besser könnte man die ganze Geschichte auch nicht zusammenfassen. Es ist ein Skandal und Dan Josefsson analysiert ihn in seinem Werk überraschend genau!

Ich lese persönlich gerne Sachbücher, aber mich schreckt es immer ein bisschen ab, wenn jede Seite so viele Informationen enthält, dass man sie alle gar nicht richtig aufnehmen kann. Bei diesem Buch war das zum Glück nicht der Fall. Der Autor erzählt sehr lebendig die Geschichte von Sture Bergwall, seinen Therapeuten und auch der fraghaften Therapiemethode, die bei ihm angewendet worden ist. Obwohl Psychologie nicht unbedingt mein Fachgebiet und Lieblingsthema ist, war ich unglaublich fasziniert von Dan Josefssons Ausführungen und konnte den Erklärungen auch gut folgen. Es las sich mehr wie ein Krimi, als ein Sachbuch, das wahre Tatsachen schildert.

Ebenfalls hervorheben möchte ich, die großartige Rechercheleistung, die in diesem Buch steckt. Ich war mehr als beeindruckt, wie detailgenau der Autor das Leben von Sture Bergwall und auch das seiner Therapeuten festgehalten hat. Zudem hatte er mit Bergwall Kontakt und führte mit dessen Therapeuten Interviews. All das , fügt er zu einem faszinierenden Werk zusammen, das mich von Anfang bis Ende überzeugt hat! Wirklich großartig!

FAZIT:
Ein spannender Bericht, der nicht nur über Stures Bergwall tragischen Fall erzählt, sondern ausholt und einen Blick auf die Wurzeln der Psychoanalyse geworfen hat. Mich hat das Buch ungemein fasziniert und ich kann es jedem, sowohl Krimiliebhaber als auch Interessierten der Psychologie, nur empfehlen!
Profile Image for IsagelCharles.
107 reviews2 followers
March 2, 2022
Finally finished this non-fiction book I’ve been reading on my lunch breaks at work, when not otherwise occupied. I started it in September 2020, so this mode of reading takes me a while!

This book about a famous Swedish miscarriage of justice very closely relates to my job, and I think getting more of the details about how these events happened really has been useful in understanding how they still influence the field today. And it’s just an excellent book.
Profile Image for Olga Mogensen.
2 reviews
August 9, 2025
Nu jädrar har jag läst ut den här boken!! Stundtals så sjuk och har behövt påminna mig flera gånger att det jag läser faktiskt har hänt på riktigt och är inte fiktion. Det är mycket bok att ta sig igenom helt klart. Väldigt intressant att läsa om hur det gick till på Säter och hur det kom sig att han erkände alla dessa mord som han inte begått.
Grupptryck, besatthet och galenskap! Så skulle jag nog summera boken.
Profile Image for Linda.
331 reviews30 followers
May 4, 2015
The phrase ”Loneliness seems to be such a painful, frightening experience that people do practically everything to avoid it” is marked in one of the psychiatrist Frieda Fromm - Reichmanns books. The person reading the book would be the cause of the justice scandal of the century, perhaps in the history of the Swedish justice system.

Sture Bergwall, alias Thomas Quick, confessed to 39 murders, and was convicted of eight of them. The journalist Hannes Rådstam suspected that he was innocent of not merely one, but all of them, and when he got the truth from Quick he knew he was onto something incredibly big. Unfortunately, he died a while later, before finishing the book. The journalist Dan Josefsson picked up where Rådstam left off, and dedicated this book to him.

With a hidden agenda Josefsson entered a strange world. A cult.

My review
http://www.thereaderdiary.blogspot.se...
Profile Image for Kathrin .
183 reviews33 followers
December 10, 2017
"Der Serienkiller, der keiner war und die Psychoterapeuten, die ihn schufen" ist ein unglaublicher Bericht über einen der größten Justizskandale in Schweden und die Geschichte bis dato gesehen hat.
Das Buch ist in drei große Abschnitte gegliedert. Der erste Teil befasst sich damit, wie der Autor auf den Skandal aufmerksam geworden ist und wie er, wie sich vermutlich alle Leser die Frage stellen, die Frage gestellt hat, wie es so weit kommen konnte, dass ein Mensch, der nie einen Mord begangen hat, als Serienkiller veruteilt worden ist.
Der zweite Abschnitt befasst sich mit der Lebensgeschichte Sture Bergwalls und wie es dazu kommen konnte, dass der einstig drogensüchtige Jugendliche zu Thomas Quick,dem Serienmörder werden konnte. Zusätzlich beleuchtet der Autor Dan Joseffson die Geschichte Margits, einer Psychoanalytikern, die maßgeblich an Stures Psychotherapie und an seiner Veruteilung als Serienmörder beteiligt war.
Zudem bekommt der Leser einen Einblick in verschiedene Therapiemodelle und die Psychoterapeuten und Psychologen werden vorgestellt, die Sture im Laufe seines Lebens kennengelernt hat.
Der dritte Teil befasst sich mit Thomas Quick, dem Serienmörder. Das ist der Name, den Sture Bergwall im Laufe seiner therapeutischen Laufbahn angenommen hat und darunter ist der in der Öffentlichkeit "berühmt" geworden.
Dieser Tatsachenbericht hat mich oft sprachlos zurück gelassen. Ich habe mich oft gefragt, ob das wirklich wahr sein kann. Der Autor deckt Unglaubliches auf. Ich habe oft an der Zurechnungsfähigleit der beteiligten Personen gezweifelt, besonders an Personen, die der "Margit-Gruppe angehörten. Es hat sich alles für mich so nach Gehirnwäsche angehört, dass ich mich gefragt habe, wie ein ganzes Land getäsucht werden konnte und wie die Menschen, insbesondere die Justiz niemals die Geständnisse von Sture Bergwall/Thomas Quick in Frage stellen konnten.
Zudem hat mich die langjährige und in allem Maße gedankenlose Medikation derartig schockiert, dass ich mich immer wieder gefragt habe, wie es möglich war damals sein konnte, dass es keine Regelungen dazu gab und ob es heutzutage in Psychiatrien immer noch so eine Art der Medikatation, die mehr einer Vergiftung gleicht, gibt.
Auch wenn die Geschichte von Sture Bergwall beziehungsweise dem vermeintlichen Serienmörder Thomas Quick spannend ist, war dieses Sachbuch teilweise sehr langatmig und dröge.
Hundert bis zweihundert Seiten weniger hätten dem Buch gut geran.
Die Beziehungen der Therapeuten untereinander und zu Sture hätten deutlich kürzer abgehandelt werden. Ich hab's jetzt verstanden, nochmal muss ich das nicht lesen, waren meine Gedanken während ich manche Abschnitte gelesne habe.
Insgesamt war es interessant, aber doch zu langatmig.
Wer sich für Serienkiller und Justizskandale interessiert, ist mit diesem Tatsachenroman gut bedient, sollte sich aber darauf einstellen, dass es ellenlange Passagen gibt, die wenig neue Informationen mit sich bringen.
Profile Image for Krummbein.
80 reviews11 followers
February 10, 2018
In dem Buch "Der Serienkiller der keiner war und die Psychotherapeuten die ihn schufen" von Dan Josefsson geht es um Sture Bergwall (oder auch Thomas Quick) der Morde gestanden hat um an Drogen zu kommen. Die Psychotherapeuten wollten dies ausnützen um einen großen Erfolg zu feiern. Die Menschlichkeit blieb dabei auf der Strecke.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich finde auch dass er passend für ein Sachbuch ist. Ebenfalls ist Dan sehr begabt darin, Informationen dem Leser sehr interessant und spnnend zu präsentieren.
Jedoch muss ich leider sagen, dass der Autor zu genau auf jedes Detail der Story eingeht. Vielleicht liegt es ja nur an mir, aber mir hätte es auch gereicht wenn das Buch halb so lang gewesen wäre.
Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich kann es jedem weiterempfehlen der von Grund auf an der Story interessiert ist uns nichts dagegen hat, wenn einem ziemlich ausschweifende Informationen präsentiert werden.
Profile Image for Valentin Dreyer.
3 reviews
August 14, 2024
Fördel:
Bra bok, kul att få reda på hur mycket ego psychoterapeut och polisutredare hade som kunde orsaka en sån ursel rättsystem. Väldigt intressant att få en förståelse om han Sture och hans liv så man kunde få en bra bild på hur det kunde bli som det blev. Intressant att få reda på Margit och hennes liv och varför hon var en sån kontrollerande person med narcissistiska drag. *Vill ej spoila*

Nackdel:
Boken var väldigt långdragen, väldigt många upprepningar och boken kunde förkortas från 500 till 300 sidor. Känns som författaren vill bara ta in så mycket info som möjligt och bara kasta in det i boken. Liksom boken kunde ha kommit till slut redan sida 300, men han kände för att det krävdes mer info. Dock så lyckades han ändå hålla en röd tråd så det är väl en plus.
Profile Image for Samuel Flyman.
77 reviews1 follower
March 27, 2020
Jag kände inte till så mycket om Quick-skandalen innan jag läste denna bok, så den var väldigt intressant och spännande! Den går igenom personerna och bakgrunden till den terapi som Sture Bergwall (Thomas Quick) utsattes för. Skrämmande att dessa helt ovetenskapliga teorier om bortträngda minnen i princip kunde lura rättssystemet att döma en oskyldig blandmissbrukare till 8 mord.
Profile Image for Niklas Pivic.
Author 3 books72 followers
November 11, 2013
Det här var en riktigt intressant bok, tack vare att Dan Josefsson undersökte så länge och så noggrannt, att mycket tvivel förintas. Tack vare sitt wallraffande, lyckades han få intervjuer med de flesta - förutom Birgitta Ståhle - som var ansvariga för att den här rättsskandalen kunde bli ett faktum, och att Thomas Quick kunde tillåtas bli. Med hjälp av Hannes Råstams journalistiska grävande och analys i bakgrunden har Josefsson skrivit ett verk som tydligt visar att ett fåtal personers kollektiva vansinne totalt har överskridit vett och dessutom hjälpt till att välta en rättsstat. En före detta basist (Råstam) har alltså varit en enorm hjälp i att se till att en oskyldig person snart går fri, medan de ansvariga för den här röran fortfarande går fria. Klart intressant, även om boken kunde ha varit bättre redigerad.
Profile Image for Rickard.
34 reviews
January 18, 2014
Fantastisk bok. Quick-teamet ter sig förbluffande inkompetent. De kastade allt kritiskt tänkande över bord. Quick- galenskaperna visar hur illa det kan gå i rättsapparaten och psykiatrin. Och varför. Enorm journalistisk gärning.
Profile Image for Viktor.
17 reviews
Read
June 11, 2015
Svårt att sätta betyg innan jag läst lite från andra sidan, men var helt klart intressant och välskriven.
20 reviews1 follower
March 10, 2019
Sture Bergwall, homosexuell, drogenabhängig und kleinkriminell. Ein paar Psychotherapeuten sehen in ihm noch mehr, eine weitaus größere Gefahr: Sture soll mehrere Menschen brutal ermordet haben! Doch er kann sich nicht erinnern, bis sich ein Kreis von Analytikern seiner annimmt und mit einer neuen Methode seine Erinnerungen zurückbringen kann. Doch ist Sture wirklich der Mörder oder ist alles nur ein schreckliches Experiment?

Wenn man den Klappentext liest und die ersten Seiten des doch recht dicken Wälzers gelesen hat, vermutet man einen Thriller mit Blut, Verbrechen, falschen Verdächtigungen und eben allem, was dazugehört. Es könnte einer der besten Thriller der letzten Jahre sein, der einen packt und nicht mehr loslässt. Doch es handelt sich ganz und gar nicht um eine fiktive Kreation, sondern um eine wahre Begebenheit, die zu einem der größten Justizskandale Schwedens der letzten Jahrzehnte mutiert ist. Bei der Lektüre erkennt man schnell eine eingehende Recherche, die nicht nur schwarz-weiß malt und nach Opfern und Tätern gesucht hat, sondern die auch tiefer gegraben hat und so den Versuch unternimmt, den Weg darzustellen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Die Macht der Psychologen, der Seelenanalytiker, die meinen, sie könnten alles entdecken, was man absichtlich oder aus Versehen tief in seinem Inneren vergraben hat, ist nicht zu unterschätzen. Allerdings macht dieser Roman deutlich, dass man sie auch nicht überschätzen darf. Es geht um Manipulation und Machtmissbrauch, um gescheiterte Lebenswege und die zwanghaften Versuche, das eigene Trauma zu überwinden, um das eines anderen zu behandeln. Die psychologischen Fakten, Theorien und aufgestellten Thesen sind gut bearbeitet und recherchiert worden. Kein blindes Abtippen aus Büchern oder Gesprächsprotokollen, sondern die Frage nach Hintergrund, Herkunft und Entwicklung ist gestellt und beantwortet worden. Anstatt trister und manchmal vermutlich auch etwas schwer verdaulicher Wissenschaft, wird auch für den Nicht-Akademiker erklärt, um was es geht, welche Ziele, Wege und Theorien zugrunde liegen und wie die involvierten Psychotherapeuten vorgegangen sind.

Der Blick fällt immer wieder von Sture zu seinen Analytikern, zu den Ermittlern und kommt schließlich wieder zurück zu ihm. So wird es nicht langweilig, aber das könnte das Buch ohnehin kaum werden. Man mag gar nicht glauben, dass so ein Skandal in einer mutmaßlich aufgeklärten und doch offenen Welt wie der heutigen möglich ist – und selbst bei einem fiktiven Thriller würde man sich hin und wieder mal die Frage stellen, ob der Schreiber sich nicht etwas zu weit aus dem Fenster lehnt und seiner Fantasie nicht zu viel Spielraum gelassen hat. Man kann sich nicht vorstellen, dass so etwas wahr sein könnte. Der Umgang mit einem Täter, der zum Serienkiller geredet und analysiert wird, ist schlichtweg unmenschlich. Dass die Justiz zulässt, dass sich Pseudowissenschaftler ein Versuchskaninchen aus einem Pool mutmaßlicher Straftäter nehmen und dort haarsträubende Theorien ausprobieren, die reine Spekulationen einer verzweifelten, alten Psychologin sind, die etwas sein wollte, das sie niemals gewesen ist und nur durch manipulative Machtspielchen und einer dominanten Ausstrahlung vermeintlich erreichen wird, ist skandalös.

Das Buch zeigt, wie schnell man ein Opfer der Justiz, vor allem aber von Psychologen werden kann. Natürlich möchte ich deren Erfolge nicht schmälern, aber so manche Methode doch stark anzweifeln. Unzurechnungsfähigkeit oder Schuld anhand dieser Theorien festzustellen, erscheint schwierig, ja sogar gefährlich. Sture Bergwall hat einen Kampf gewonnen, aber sein Leben verloren. Das Zeugnis des Skandals, das hier abgelegt wird, hinterlässt viele Fragen nach Sinn und Unsinn psychologischer Gutachten und deren Glaubwürdigkeit.

Ein spannendes und gleichermaßen erschütterndes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann.
343 reviews5 followers
December 20, 2017
Wie bewertet man die unglaubliche Geschichte des Mannes, der als gefährlichster Serienkiller Schwedens galt? - Garnicht! Die wahre Geschichte eines unfassbaren Verbrechens. Die Erschaffung eines Serienkillers. Der schwedische Drogenhändler und Kleinkriminelle Sture Bergwall wird Anfang der 90er Jahre in die forensiche Abteilung einer der größten psychiatrischen Kliniken des Landes eingewiesen. Ørjeskogen, Sommer 1997: Um 12.20 Uhr erreichten die Schweden den Ørjeskogen im Südosten Norwegens unweit der schwedischen Grenze. Der Kleinbus und die Polizeiwagen fuhren ein Stück in den Wald hinein, bis die norwegische Polizei sie anwies zu halten. Aus dem Kleinbus stieg ein ungefähr eins neunzig großer, recht durchtrainierter Mann. Er hatte eine Glatze, einen gestutzten Vollbart und trug eine Brille mit Metallbügeln. Der Mann hieß Thomas Quick und war ein Serienmörder. Thomas Quick ist das schlimmste Monster der schwedischen Geschichte – ein Serienkiller, Vergewaltiger, Sadist und Kannibale. So jedenfalls das Bild, das die Medien von ihm erschufen. In den Jahren zwischen 1992 und 2001 gesteht Thomas Quick dreißig Morde und wird für acht davon verurteilt. Bis zum Spätsommer 1992, als er begonnen hatte, seine entsetzlichen Taten zu gestehen, war sein Name jedoch ein anderer gewesen: Sture Bergwall. Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu "erinnern" und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Doch nichts davon ist wahr nur, daß es einer der größten Justizskandale der Geschichte ist. Fast 20 Jahre später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren in der Tat frei erfunden. Dieses Erkenntnis schlägt ein wie eine Bombe. Thomas Quick kann die Morde nicht begangen haben. Es gibt keinen haltbaren technischen Beweis. Thomas Quick ist unschuldig. Unter dem Einfluss seiner Therapeuten gestand er eine Vielzahl von Morden und wurde verurteilt. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können. Seit Herbst 1992 war Sture in der Klinik als Serienmörder bekannt, doch jetzt siebzehn Jahre später und nach beginn des Wiederaufnahmeverfahrens, wurde er plötzlich behandelt wie Hannibal Lecter. Dan Josefsson schreibt seine Geschichte, seine Vergangenheit und all die schrecklichen Taten die er angeblich getan hat. Er erzählt einen der spektakulärsten Fälle, schildert Tathintergründe, gibt den Blick in seelische Abgründe frei und zeigt: Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi. Dieses Buch zu lesen war alles andere als leicht und man sollte wirklich harte Nerven haben. Geschockt und fassungslos liest man Seite und Seite und hält sich ständig vor Augen, dass dies keine Geschichte ist, sondern das Leben eines realen Kriminellen. Ich finde den Mut den Dan Josefsson aufbringt dieses Buch zu schreiben unfassbar. Das ist furchtbar, das ist die Wahrheit und das ist vollkommen phänomenaler Lesestoff. Ein literarisches und journalistisches Meisterwerk, verstörend und faszinierend und vor allem hervorragend recherchiert. Das Buch liest sich wie ein Krimi, beschreibt aber eine brutale Wirklichkeit und ist, wie schon erwähnt, meiner Meinung nach nichts für zarte Gemüter.
Profile Image for Niklas.
61 reviews
March 28, 2018
Fy fan vad trögt det var att ta sig igenom denna när man lagt ifrån sig den några gånger. Denna läsupplevelse går till historien som en av de där hemska som man inte ens kunde njuta av eftersom man bara ville bli av med den. Dessutom kunde den ha varit hundra sidor kortare.

Med det sagt visar denna bok på hur absurt det svenska rättsystemet kan fungera om man bara injicerar det med tillräckligt mycket inkompetens. Det var dessutom spännande att följa en kritisk skildring av en knäpp psykoanalytisk förgrening där dess utövare konstant försvarade den även när det inte verkade finnas någon anledning att tro den överhuvudtaget.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Lana Thulander.
44 reviews3 followers
November 22, 2019
Förutsätter att en skall ha läst Hannes Råstam's bok innan. Denna plockar upp bollen precis där man tänker att berättelsen tar slut. Det är väldigt intressant att boken har två huvudpersoner. Thomas/Sture och hans psykoterapeuth/er. Det intressanta med Dan Josefssons bok är just berättelsen om psykoterapin och bortträngningsteorin. Detta utgör väldigt intressant läsning och gedigen research. De två stjärnorna är tillägnad denna del.
Tyvärr är det enormt mycket upprepningar av Thomas Quick fall och förhör. Allt känns som en enda upprepning och tar väldigt stor del av boken, nästan hälften.
Profile Image for Matilda Persson.
307 reviews
August 1, 2021
På ett sätt skulle jag vilja tipsa alla som tvivlar på att Quick/Bergwall är oskyldig att läsa denna bok. Samtidigt tror jag att det finns bättre böcker att läsa om fallet. Jag använde ”Mannen som slutade ljuga” som kurslitteratur och till ändamålet funkade den alldeles utmärkt. Jag fick en helt annan bild av Quick/Bergwall-utredningen men för gemene man tror jag att boken blir alldeles för långrandig. Josefsson lyckas dock skildra personerna bakom ”seriemördaren” på ett helt nytt sätt och jag förstår nu hur situationen kunde urarta så som den gjorde.
214 reviews24 followers
December 3, 2017
Der Serienkiller, der keiner war - und die Psychotherapeuten, die ihn schufen beschreibt schon im Titel, worum es in dem Buch geht. Und schon im ersten Kapitel merkt man: Moment, irgendwas an der Ermittlung stimmt nicht. Der Schreibstil ist leicht subjektiv eingefärbt, dies ist aber auch ein Stück berechtigt. Im großen Ganzen ist dieses Buch sehr unterhaltsam, man bekommt aber vom Dauerkopfschütteln Nackenschmerzen. Ich finde das Buch sehr unterhaltsam, auch wenn man nach ein paar Kapiteln erst mal Schlucken muss. Die Story wird von Fotos untermalt, dies trägt zur Anschaulichkeit bei. Nur zu empfehlen als Schwedens größter Justizskandal. Und trotzdem gibt und das Buch doch Einblick in die Psyche der Menschen, nur halt in die der Leute um den Serienmörder herum. sehr spannend.
Profile Image for Emma.
30 reviews
January 9, 2025
Otroligt intressant bok som jag tycker alla ska läsa! Läskigt hur nåt sånt här kunde ske, så många som varit med och skapat Thomas Quick - en låtsasfigur a la Hannibal Lecter.

Drar ner betyget lite då jag tyckte boken vid vissa tillfällen va lite långdragen. Mycket psykologsnack, vilket va intressant och nödvändig, men hade kunnat kortas ner en aning.
Profile Image for Therese.
45 reviews
July 22, 2020
Jag ger den tre stjärnor för det är en viktig bok om hur man behandlat en människa i behov av stöd. Ett fruktansvärt övergrepp. Men texten i sig.... så seg o full av onödiga upprepningar att jag lade bort den och inte tänkte ta upp den igen.
Profile Image for Ted.
91 reviews
December 27, 2024
Fortsättningen på Råstams mästerverk. Ett mycket bra svar på ”varför hände det?” medan den första boken (som var snäppet bättre) handlade om vad som hände.
Profile Image for Insinnit.
11 reviews
July 17, 2025
Fantastisk, fascinerande och välskriven bok. Rekommenderas!
8 reviews1 follower
January 12, 2017
Utsökt komplement till Hannes Råstams "Fallet: Thomas Quick". Går ibland ut på lite tunn is med spekulerande om människors känslor och motiv, men alla skeenden som beskrivs är uppbackade med källor. Mycket bra om vår tids största rättsskandal i Sverige.
19 reviews
February 21, 2018
In „Der Serienkiller, der keiner war“ erzählt Dan Josefsson die Geschichte von Sture Bergwall, der in den 90er Jahren unter dem Namen Thomas Quick eine große Anzahl an Morden gestand und zu acht davon schließlich verurteilt wurde. Damit galt er als einer der gefährlichsten Serienkiller Schwedens. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass er keinen dieser Morde verübt hatte.

Der drogensüchtige Sture wurde nach einer Reihe von mittelschweren Delikten Anfang der 90er Jahre in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Hier gesteht er über die Jahre unter Einfluss seiner Therapeuten eine Vielzahl an Morden, an die er sich erst im Zuge der Therapie zu erinnern glaubte. Die Therapeuten berufen sich hierbei auf die Theorie, dass Sture in Folge eines Kindheitstraumas die Morde verdrängt hatte, und diese in Form einer Regressionstherapie wieder zutage gefördert werden müssen. Dies alles geschah unter dem Einfluss der Psychoanalytikerin Margit Norell, die das gesamte Therapeutenteam rund um Sture supervidierte.

Ich finde, dass Dan Joseffson hier einen unglaublich guten Job bezüglich der Recherche gemacht. Das Buch ist flüssig geschrieben und trotz seiner knapp 600 Seiten hat es sich meiner Meinung nach nie gezogen und ich habe immer gerne weitergelesen. Ich fand die Geschichte rund um Sture Bergwall und Margit Norell faszinierend und erschreckend. Wie die Therapeuten hier mit der Polizei zusammengearbeitet haben, um trotz mangelnder Beweise und haarsträubender Wiederspruche Verurteilungen in den Mordfällen zu erwirken (und dann damit auch noch durchkommen), lässt einen dann schon am Rechtssystem zweifeln.
Auch warum Sture soweit gehen konnte die Mordfälle zu gestehen die er nie begangen hatte, war für mich unverständlich. Joseffson schafft es in diesem Buch jedoch auch (zumindest teilweise) einen Einblick in die Beweggründe zu geben.

Alles in allem ein wirklich interessantes Buch über einen Justizskandal, der mir vorher noch nicht bekannt gewesen ist. Schön finde ich auch, dass in der Mitte des Buches Bilder eingefügt wurden. Dadurch kann man den beschriebenen Personen Gesichter zuordnen. Es sind auch Bilder aus Stures Patientenakte, eines Polizeiberichts und handgeschriebene Notizen Stures enthalten. Da diese jedoch auf Schwedisch sind, kann man mit diesen leider nicht viel anfangen. Hier wäre eine zusätzliche Übersetzung wünschenswert gewesen.

Wichtig zu erwähnen ist vielleicht noch, dass es sich bei diesem Buch um ein Sachbuch handelt. Wer anhand des toll aufgemachten Covers einen spannenden Thriller erwartet, wird hier wohl enttäuscht werden. Allen die sich jedoch für solche Justizskandale interessieren, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Ich bedanke mich Recht herzlich beim btb-Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.
Profile Image for Paul Reinerfelt.
6 reviews31 followers
March 8, 2014
En fascinerande bok. "Seriemördaren" Thomas Quick existerade aldrig, endast en livslång blandnarkoman med fallenhet för melodrama vid namn Sture Bergwall. En narkoman som berättade vad hans terapeuter ville höra för att han skulle få mer och högre knarkdoser. Under hela tiden han "erkände" mord var han så påverkad att det vore otroligt om han *inte* hade haft hallucinationer, psykotiska episoder och vansinnig ångest!

Hur kom det sig att detta istället togs som intäkt för att han verkligen återuppväckt minnen istället för fria fantasier? Det började med en liten grupp terapeuter och läkare som startat behandlingshemmet på Säter som en demonstration av en psykoanalytisk strömning som leddes av en psykoanalytiker vid namn Margit Norell. Undan för undan kom fler och fler inblandade att bli så berörda av Quicks berättelser att de behövde terapi, och blev rekommenderade Margit Norell. När karusellen snurrade som värst var såväl polisutredaren, Quicks försvarsadvokat och all inblandad vårdpersonal direkt eller indirekt i terapi eller handledning hos Margit Norell. Hon hade absolut tolkningsföreträde på vad som kom fram och hon trodde stenhårt på att minnen förträngdes samt att de uppdagade "morden" var uttryck för sexuella trauman från spädbarnsåldern. Quick fabulerade, ivrigt påhejad, fram en ofattbar historia om just detta.

Alla fel i berättelserna (och de var legio) blev i den här föreställningsvärlden bevis på att hans ångest var så stor att han förvrängde minnena. Allt kritiskt tänkande verkade ha gått förlorat i denna intima, självförstärkande grupp. Och så uppstod en av Sveriges största rättsskandaler.

Trots allt, vilket är mest sannolikt? Att en narkoman gör vad han kan för att få mer knark eller att en vuxen man kan utföra dussintals bestialiska mord och sedan "förtränga" minnet av dem tills han får terapi? Var är den effekten för krigsveteraner i så fall?
Profile Image for Linus.
176 reviews9 followers
March 3, 2015
Skrämmande berättelse där huvudpersonen Quick/Bergwall egentligen bara spelar en biroll, nästan statist, i en mycket större historia.

Texten består till stora delar av citat från journaler och transkriptioner från samtal och förhör och därför är det ingen lätt och snabb läsning, stundvis kan det vara rätt segt att ta sig fram mellan raderna. Men samtidigt är det just detta som gör boken autentisk, utan dessa långa citat och frekvent förekommande källhänvisningar hade det bara blivit en massa tyckande. Nu låter författaren istället personerna själva komma till tals, i många fall ofrivilligt.

Författaren erkänner själv att han "Wallraffat" en hel del genom att ljuga personer rakt upp i ansiktet kring sina motiv, men utan att göra detta hade han inte fått fram det material som behövdes för att driva hans historia. Kanske är detta ett fall av att målet helgar medlen?

Om det varit fiktion så hade det varit en spännande historia, med vetskapen att Quick/Bergwall i högsta grad finns på riktigt blir det mest skrämmande och förvånande.

4/5 stjärnor för historien som berättas och för den grundliga research som gjorts, själva framställningen i skrift skulle bara få tre men i det här fallet är det sekundärt.
Displaying 1 - 30 of 43 reviews

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