Peru, 1887. Das ganze Land redet nur von einem Mann – und seiner großen Entdeckung: Augusto Berns will die verlorene Stadt der Inka gefunden haben. Das Medienecho reicht von Lima bis London und New York. Doch wer ist der Mann, der vielleicht El Dorado entdeckt hat? Alles beginnt mit einem Jungen, der am Rhein Gold wäscht und sich in erträumten Welten verliert, der später in Berlin den glühend verehrten Alexander von Humboldt befragt, um bald darauf einen Entschluss zu fassen: Er, Berns, will die goldene Stadt finden. Berns wagt die Überfahrt nach Peru, wo er eher zufällig zum Helden im Spanisch-Südamerikanischen Krieg wird, dann als Ingenieur der Eisenbahn Mittel für seine Expedition sammelt. Mit dem Amerikaner Harry Singer besteigt er die Höhen der Anden und schlägt sich durch tiefsten Dschungel – um schließlich an einen Ort zu gelangen, der phantastischer ist als alles, was er sich je vorgestellt hat.
Erst seit kurzem weiß man, dass das sagenumwobene Machu Picchu in Peru von einem Deutschen entdeckt wurde. Sabrina Janesch hat sich auf die Spuren des vergessenen Entdeckers begeben und erzählt seine aufregende Geschichte. Ein Roman von großer literarischer Kraft, der uns in eine exotische Welt eintauchen lässt – und zeigt, was es bedeutet, für einen Traum zu leben.
Mäßig unterhaltsamer Roman ohne sonderlichen Tiefgang oder interessante Figurenzeichnung. Rasante Story-Wendungen und ein historisch üppiges Namedropping täuschen nicht darüber hinweg, dass Berns als Hauptfigur enorm unterkomplex ist (stark, arisch-schön, schlau, und goldgeil) und die Fügungen (Präsident als Kumpel, erster Kuss mit Prinzessin, Kriegsheld, Hund als bester Freund...) an den trivialliteratischen Haaren herbeigezogen sind. August Berns, der spätere Entdecker Machu Picchus in Peru, schon als Zehnjähriger ein supertolles Wunderkind, das spießige Langweilersprüche zu schreiben in der Lage zu sein die Ehre zu besitzen pflegt und Maschinensäle besser verstehen kann als alle Vorarbeiter, was die Autorin offenbar realistisch und clever findet. Berns, der noch als Erwachsener in Peru, New York, Panama, alles besser können und wissen darf (oder muss). Eine pornosteile Chuck-Norris-Variante im Poncho also und stärker als jedes andere Atomgewimmel der Erde. Als Strandlektüre geeignet, da es keine Hintergründigkeiten oder irgendwelche deepe Ebenen gibt, die man im heißen Meereslärm eventuell verpassen könnte. Einzig die allmähliche Wandlung zum Hochstapler hat mir wirklich gut gefallen.
Rezension | Die goldene Stadt von Sabrina Janesch Beschreibung
Augusto R. Berns hat schon seit seiner Kindheit einen Traum vor Augen den er mit viel Zielstrebigkeit und Mut verfolgt. Er möchte Entdecker werden und das Geheimnis um die verschwundene Inka Stadt El Dorado lüften. Sein Weg führt ihn mit seinen zwanzig Jahren aus Deutschland mitten nach Peru. Durch Zufall wird er zu einem Helden des Spanisch-Südamerikanischen Krieges, nach einer dramatischen Schlacht wird Berns geehrt und findet schließlich eine Anstellung als Ingenieur bei der Eisenbahn.
Der Gedanke an die goldene Inka Stadt lässt Augusto Berns jedoch nicht los. Als er schließlich mit dem Amerikaner Harry Singer zusammen trifft, hat Berns endlich einen Kameraden gefunden mit dem das Abenteuer im Dschungel bestanden werden kann.
Meine Meinung
Sabrina Janesch hat mit ihrem historischen Roman „Die goldene Stadt“ einen verheißungsvollen Abenteuerroman der Extraklasse vorgelegt.
Mit hervorragend recherchierten historischen Hintergrund, legt die Schriftstellerin eine mitreisende Geschichte über die Entdeckung der von den Inkas im 15. Jahrhundert erbauten Ruinenstadt Machu Picchu dar. Im Mittelpunkt steht Augusto R. Berns, der nach neusten Erkenntnissen noch vor Hiram Bingham die geheimnisumwobene Inkastadt wiederentdeckt haben soll.
Durch Sabrina Janeschs bildhaften Erzählstil ensteht nach kürzester Zeit ein lebendiges Bild von Augusto R. Berns und seinem abenteuerlichen Leben vor dem Auge des Lesers. Der zielstrebige und träumerische Hauptprotagonist imponiert mit seinem starken Willen und reist einen durch seine tiefgehende Leidenschaft zu Peru und den Inkas mit.
"Ein Held ist einer, der Glück hat. Der sich mit den richtigen Menschen zu umgeben weiß. Auch wenn Sie das vielleicht nicht glauben – aber ein Held steht niemals allein." (Seite 13)
Gemeinsam mit Augusto R. Berns lernt man das Kaleidoskop des Dschungels, seine Gefahren, Herausforderungen und verborgene Schätze kennen und fühlt sich dabei selbst als Entdecker. Jede Seite birgt eine ordentliche Portion Spannung und Exotik in sich. Voller Fantasie und dennoch natürlich sowie lebensnah hat Sabrina Janesch eine mögliche Biographie über Augusto Berns ersonnen, die mitreisender kaum sein könnte. Fiktion fügt sich hierbei nahtlos in die historisch belegten Details (welche am Ende des Romans aufgezeigt werden).
"Mit der Zeit begriff Rudolph, dass das Richtige zugleich das Falsche sein konnte, es kam nur auf die Perspektive an." (Seite 124)
Ich möchte noch einmal auf den Erzählstil der Autorin zurückkommen, denn dieser ist durch seine Vogelperspektive im ersten Augenblick etwas ungewohnt, doch je mehr man liest, desto besser hat mir diese Erzählweise gefallen – sie scheint einfach zu Berns zu passen und macht für mich auch einen guten Teil des starken Charakters des Hauptprotagonisten aus. Augusto R. Berns ist ein mitreisender und historisch belegter Hauptprotagonist der einen nicht mehr los lässt, so sehr brennt seine Leidenschaft für Peru und El Dorado.
"[…] Do-ra-do, ein Wort, oder drei? Do-Ra-Do, Do-Ra-Do, ein Wort das wieder anfing, kaum dass eszu Ende gegangen war, ein Zauber der aus sich selber hervorging, sich auslöschte und zugleich neu erschuf." (Seite 136)
„Die goldene Stadt“ von Sabrina Janesch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern mir auch die einzigartige Kultur Perus näher gebracht. Dieser historische Abenteuerroman gehört schon jetzt zu meinen absoluten Jahres-Highlights! Also unbedingt lesen ;)
Fazit
Ein imposanter und bildgewaltiger Abenteuerroman der zum träumen und mitfiebern einlädt.
"Er sei nicht am El Dorado der Hanswürste interessiert, sondern vielmehr am El Dorado der Entdecker, der Erbauer, der Visionäre. Diese Stadt aus Gold, errichtet im Dschungel oder gar hoch in den Anden, müsse doch ein Meisterwerk sein. Ein großes Werk der Baukundigen und der Goldschmiede, etwas ganz und gar Einzigartiges, das niemals in Vergessenheit geraten könne und ewig fortlebe als Mythos, als Legende. Verloren, nicht vergessen. El Dorado möge in seinen, Humboldts, Ohren lächerlich klingen; wie man es nenne, sei aber völlig zweitrangig. Die goldene Stadt - sie sei das größte Geheimnis der Inka."
Okaaaaaaaaaayyyy where do I begin? First I should say that the author has an enormous and incredible fantastic way to describe things and scenes. At least when she´s not talking endless about things that weren´t important for the story - in my eyes - or could have been told in a much shorter and better way. Sabrina Janesch used the language and style that was spoken during the 1800-1900 in Germany. Some words I didn´t know at all but after a while I gave up to google them. Too time-consuming. At least for me. The author writes in an easy way, and you can literally see everything the Protagonist Berns is seeing, what he discovers - so the pictures you get in your own head are quite something. But there are passages in this novel, that strech like chewing gum and describe you things you don´t need.
Don´t expect any profoundness in this book. Not when it comes to the characters and not when it comes to the plot. Facts and figures is what you get served. Some provided in a very entertaning way, others not. During some chapters I got the impression, that this is more a nonfiction wrapped in the novel genre than an actual novel. While reading other chapters I thought this is pure adventure with a huge proportion of plain historical facts. None of both was shown the best way possible. So, unfortunately for me this was only average.
Yes, I enjoyed some pages and chapters more than others and yes, the author knows a lot about Peru and the Inca and has done her research very propperly. But less would have been way more for this novel. NOT everything you get out of a good research has to land in the final book.
If you love opulent, very detailed books with a lot of historical facts shown in a novel who isn´t actually one, than I am sure you will have the time of your reading life with this novel. Sad, but this book wasn´t for me.
Ich habe mich gefreut wie ein Kind an Weihnachten über dieses Buch! Ich liebe die Geschichte der Inkas und die Legenden um Machu Picchu ...und ich liebe Indiana Jones! Ich dachte ich bekomme hier einen toll recherchierten Abenteuerroman und einen Helden wie meinen Indie... ob dem so war? Zu Beginn des Buches erzählt die Autorin des Buches zunächst wie sie darauf gekommen ist die Geschichte des Rudolf August Berns - der sich später Augusto R. Berns nannte - zu erzählen. Sie nahm dazu lange Jahre akribischer Recherche und sogar eine Reise nach Peru entlang Berns Spuren auf sich. Dafür hat sie zu Recht 2017 den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis verliehen bekommen. Aus der Jury-Begründung: «Sabrina Janesch verfügt über ein originäres und vitales Erzähltalent. Sie hat dieses Talent in unterschiedlichen Genres und Themenbereichen unter Beweis gestellt. Dabei orientiert sie sich nicht an literarischen Trends, sondern geht ihren eigenen Weg … Sabrina Janesch ist eine engagierte und weltoffene Autorin, deren magischer Realismus Tradition und Moderne miteinander verbindet.» Am Anfang der Geschichte lernen wir den Tagträumer Rudolph kennen. Der Schreibstil, der einerseits hochintelligent und sehr distanziert wirkt macht es mir schwer, den Einstieg zu finden. Die Tagträume des Jungen erscheren es mir zudem der Geschichte flüssig zu folgen, da ich schwer zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann. Erst auf den letzten Seiten des zweiten Kapitels wurde ich richtig warm mit der Geschichte - das Zusammentreffen mit Alexander von Humboldt hat mich gefesselt. Rudolf muss viele Schicksalsschläge und Herausforderungen meistern - doch nie lässt er sein großes Ziel aus den Augen einst die goldene Stadt zu entdecken! Durch den distanzierten Schhreibstil fällt es mir weiterhin schwer die nötige Nähe zu Rudolph aufzubauen - dennoch finde ich ihn fazinierend und manche Sätze des Buches möchte ich mir am Liebsten an die Wand schreiben... "Wieder einmal kam Rudolph die Welt vor wie ein unordentlicher, gedankenloser Entwurf." Ich schwanke immer hin und her mit meiner Meinung - ist es ein Abenteuerroman (die ich liebe) oder ein Historienroman (die ich nicht so mag) ... eine Mischung ist es irgendwie nie. Mal bin ich gefesselt und mal gelangweilt. Aber richtig nahe wird mir Rudolph auch als Augusto nicht ;-) Aus der Hand legen mag ich das Buch trotzdem nicht, immer wieder bin ich doch zu gespannt wie es weiter geht... Das Leben von Berns ist ohne Zweifel faszinierend. Und es hat sich in jedem Falle gelohnt bis zum Ende durchzuhalten. OK - Ich hatte deutlich mehr "Indiana Jones und das Königreich des Kristalschädels " erwartet und weniger Welt der Wunder Dokuchannel ... aber die Fakten und Schauplätze für dieses Buch sind so fantastisch und akribisch recherchiert - Mann, am liebsten würde ich Sandra Janesch sagen "Once more with feeling!" Als ich Indiana Jones beim Lesen aus meinem Kopf verbannt hatte konnte ich mich besser auf die Geschichte und den Erzählstil einlassen. Es ist ungewöhnlich geschrieben - und das meine ich völlig wertfrei. Zu abenteuerlich für ein Sachuch und zu sachlich für ein Abenteuerbuch. Außergewöhnlich eben - aber immer intelligent mit einer Spur englischem Humor. Ich mochte "Die goldene Stadt" sehr gern als ich mich eingefunden hatte. Daher vergebe ich 4 von 5 LieblingsLesesessel für Die goldene Stadt.
I really enjoyed it! The writing style and language used suit the topic of the book and Janesch‘s detailed descriptions of the People and landscapes warped me right to Peru. Still the descriptions did not meander, which is good, because that can drive me nuts (looking at you Bergkristall by Adalbert Stifter), so a big plus on that side. But the book also painfully reminded me that I always wanted to be an archaeologist, study ancient cultures and be a glorious discoverer. Which I am obviously not. But thats a) just me and b) not the book‘s fault. I really liked the friendship of the main characters and the „Fake it til you make it“ attitude was just glorious and made me snicker a few times. So, final conclusion: I really liked it and can recommend it, especially if you are a History geek just like me.
Gli Inca mi hanno fin da sempre affascinato e quindi questo libro mi ha subito attirato. La città d'ora parla è un romanzo che vuole rendere omaggio all'esploratore e primo scopritore di Machu Picchu, Augusto Rodolfo Berns. Il libro ripercorre la sua vita, dalla sua infanzia spensierata ad un'adolescenza problematica... Fino a quando all'età di 21 anni decide di andare in Perù per realizzare il suo sogno: cercare El Dorado. Berns, infatti, è innamorato della storia e soprattuto delle leggende degli Inca. In tutto il romanzo egli rincorre il suo sogno, come ognuno di noi fa con il proprio. Lo stile del romanzo è molto fluido, anche se alle volte un po' troppo prolisso. Ho adorato il personaggio di Berns e in particolare mi è piaciuto molto il suo carattere da sognatore determinato, mi ci sono rivista molto. Consigliato agli appassionati di storia e vecchie leggende.
Dieses Buch hat mich vollkommen kalt erwischt. Fast schon vergessen und halb verstaubt stand dieses Buch lange bei mir herum, bis ich dank einer Challenge gezwungen wurde es zu lesen: und ich bin so dankbar darum.
# 1 Lange Zeit galt ein Amerikaner als der erste Entdecker des Machu Picchu, der es so um 1911 (das genaue Datum ist mir entfallen) entdeckt hat. Vor einigen Jahren aber gilt nun dank neu gefundener Unterlagen jemand anderes der Entdecker der verlorenen Inka-Stadt: nämlich August Berns, ein Deutscher. Sabrina Janesch hat lange Jahre recherchiert, um Berns Lebensweg nachzuvollziehen und das unglaubliche Leben in einen Roman zusammengefasst. Und was für ein Leben dieser Mann gelebt hat.
# 2 Ich gebe zu, ich hatte halb damit gerechnet das Buch langweilig zu finden und es vielleicht abzubrechen. Abenteuerromane sind nie so richtig mein Ding gewesen, aber dieses Buch hat irgendeinen richtigen Schalter in mir erwischt, denn ich habe es geliebt. Bens Geschichte habe ich förmlich aufgesogen und mit seinem Leben sehr mitgefiebert. Dank dem Vorwort weiß man bereits, was einen erwartet, aber dennoch wollte ich das Ende fast gar nicht wahrhaben und weiter mit Berns durch den dichten Dschungel wandern, auf der Suche nach alten Inka-Trümmern. Die Sprache war großartig, es ließ sich flüssig lesen und es war sehr spannend.
# 3 Ein kleiner Kritikpunkt habe ich allerdings, die allerdings nicht sehr groß sind. Zum einen fand ich es schade, dass ich am Ende des Buches nicht viel mehr über die Inkas erfahren habe als vorher. Man begleitete Berns von Kindesbeinen an und verfolgte seine Leidenschaft der Inka-Kultur, da hätte ich es besser gefunden ein paar Sagen und Geschichten über die Inkas auch erzählt zu bekommen, um die Obsession besser nachvollziehen zu können. Allerdings hätte es vielleicht zu sehr von Berns abgelenkt, auf den ganz klar der Hauptaugenmerkt dieses Buches gelegt war. Aber dennoch hat mich dieses Buch so sehr positiv überrascht, dass ich dem Buch einfach volle fünf Sterne gegeben habe.
Quella di Berns è un’avventura lunga una vita. L’avventuriero ,che più di un trentennio prima dell’ufficiale scoperta ritrovò nella giungla peruviana la cittadina inca di Machu Picchu, in questo libro trova il suo riconoscimento. Sabrina Janesch ricostruisce e racconta sapientemente la sua vita con interessanti dettagli frutto di una lunga ricerca storica. Questa magica alchimia tra biografia e romanzo storico e di avventura è riuscita ad interessarmi , appassionarmi e sorprendermi.
Idee, Setting und Südamerika als Handlungsort waren gut, aber irgendwie hat mich das Buch gar nicht gepackt, es ist auf zu vielen Seiten zu wenig passiert. Klar, es ist kein Thriller und vielleicht bin ich zu ungeduldig, aber ich habe es bei knapp 270 Seiten abgebrochen, weil es mich einfach nicht getatcht hat.
Ho ritenuto il libro noioso fino a metà inoltrata. Ma i colpi di scena finali, mi hanno permesso di rivalutarlo. La nota in fondo al libro, che spiega come il protagonista sia vissuto per davvero, ha provocato in me un grande entusiasmo ex post.
Es war ein Tag im Frühsommer, als mich ein Überraschungspäckchen von LovelyBooks erreichte. Ich so: Hä? Die so: Hier, eine Schatzkiste! Eine Tafel Schokolade, ein Brief, eine Schatzkarte und – das allerfeinste – das neue Buch von Sabrina Janesch: „Die Goldene Stadt“. An dieser Stelle ist es dem Leser dieses Beitrages frei überlassen, wie er sich mein völlig ausflippendes, vor Freude über dieses Leseexemplar durch die Wohnung hüpfendes Ich vorstellt. So, alle gemacht? Und weiter geht’s.
„Diese Geschichte hat zwei Anfänge. Der eine liegt weit zurück im Jahr 1842, der zweite datiert auf einen nebligen Münsteraner Morgen im Oktober 2012.“ (S.5) Der Inhalt.
Der Deutsche Augusto Berns entdeckt die verlorene Stadt der Inka, El Dorado. Oder zumindest hat er es eifrig vor. Als Junge wäscht er mit seinem Vater Gold und träumt von fernen Welten. Von güldenen Kelchen, Türmen und Mauern. Er setzt sich ein bescheidenes Ziel: er wird nichts weniger als ein bedeutender Pionier.
„Da wusste er, dass er nicht sterben wollte. Aber leben? Das war eine Frage, die er aufschieben musste.“ (S. 353) Da geht’s los, das Abenteuer. Wir begleiten ihn in jeder Etappe seines Lebens. Und jede ist ungeheuer wichtig. Die erste, große Freundschaft in Jugendtagen. Fabelhafte Bekanntschaften mit Humboldt, Entdeckern und Wissenschaftlern. Das gemeinsame Träumen vom Erfolg, der Liebe und des Glückes, während Bomben erbarmungslos den Schiffsrumpf zerfetzen. Und endlose Loyalität zwischen Dschungel, reißenden Flüssen, ätzenden Mücken und Malaria-Attacken. All das erleben wir mit Augusto, der nicht immer so hieß, aber als solcher in die Geschichte eingehen wird. Denn die Grundstory, derer sich Sabrina Janesch bedient ist wohl wahr. Und die Autorin schmückt das sagenumwobene Leben des deutschen Entdeckers sagenhaft gut aus. Vom verträumten Jungen bis zum gewieften Betrüger. Ein ganzes Leben Berns.
„Nein – es war dieses Leben oder keines. Es galt, das Beste daraus zu machen.“ (S. 247) Die Sprache.
Eine Wortwahl, so facettenreich wie ein ganzes Leben. Nicht jeder Satz, aber doch fast, ist ein Abenteuer. Demnach also absolut passend, wenn’s hier ja um Abenteuer geht! Aber echt: ich war voll drin.
„Ein Brüllen war das, ein Krachen und Prasseln in den Baumkronen, ein Fauchen, ein Kieksen und Japsen.“ (S. 279) Ich glaube, Sabrina Janesch hatte Spaß beim Schreiben. Ich habe geschmunzelt, hier und da laut aufgelacht oder das Buch kurz nachdenklich beiseite geschoben. Eine gelungene Mischung aus Substantiv-Schabernack und Philosophie-Exkurs.
„Man durfte sich keine Zeit lassen. All das Gute, was einem widerfuhr, war nichts als eine Leihgabe, nur das Schlechte war einem auf ewig sicher.“ (S. 117) Das Buch.
Mir gehört das Hardcover, die erste Ausgabe. Irre! Es ist ein weißes, leicht perlmutt schimmerndes Buch mit gold-glänzendem Kapitalbändchen. In der Sonne sieht’s besonders schön aus. Der Abenteuerroman kommt daher in einem Schutzumschlag, der leider etwas empfindlich ist. Aber ich hatte das gute Ding auch echt oft in meiner Tasche – abenteuerlich eben.
„Auf den Schultern von Giganten stand es sich schwindelerregend hoch.“ (S. 168) Warum so? Ich sag’s mal so: Ich bin jetzt ja nicht so das klassische Abenteuer-Girl. Ich bin als Kind weder auf Bäume geklettert, noch habe ich diese komische Affenhängeschaukelsache an der Schaukel auf dem Spielplatz gemacht. Ich war glücklich zuhause in meinem Zimmer, vertieft in die weite Welt der Bücher. Auch gehören Abenteuer-Romane nicht primär zu meinem Regalbestand.
Und doch: die Geschichte von Rudolfo Augusto Berns hat mich fasziniert. Ich habe zwischendurch geforscht (gegoogelt) und wollte noch mehr wissen. Über Peru, den Präsidenten und die Anden. Über Machu Picchu und El Dorado und wie das da auch alles noch so heißt. Apropos: ab und an war ich doch etwas abgelenkt. Bei all den exotischen Namen, Flüssen, Wäldern und Konsorten. Zwischendurch gibt’s leider storytechnisch ’ne kleine Dürrephase. Da fragte ich mich: Wann entdeckt der diese Ruine denn jetzt endlich?! Aber gut, das mag durchaus an meinem abenteuerunerfahrenen Gemüt liegen. Insgesamt eine tolle Leseerfahrung für mich – und eine absolute Empfehlung an alle, die auf sprachlich traumhafte Pionierfahrten stehen.
„Beide wären gern Pioniere und können sich kaum verzeihen, dass sie es nicht sind.“ (S. 492)
Un buon romanzo che sposa diversi generi come avventura, storia e archeologia. Tuttavia, anche se sembra voler accontentare ogni tipo di pubblico presenta delle criticità. È una lettura sincera che non scade nel banale, riprende dei dettami della letteratura ottocentesca che, se sviluppati bene come in questo caso, sanno sempre come suscitare interesse; c'è attenzione nel descrivere i luoghi (la Germania, il Perù) e cura nelle circostanze (la differenza tra la vita borghese e il fascino della scoperta) ma nel mezzo della narrazione comincia ad essere dispersivo, aspetto che fortunatamente copre solo alcuni capitoli. Forse non è un romanzo dagli scopi artistici ed è giusto che non si perda in manierismi troppo complicati, è consigliabile per un pubblico di lettori con poche aspettative e di vedute non particolarmente esigenti. Un punto a favore: romanzi del genere sono soliti mettere a nudo la perdita delle convenzioni sociali a favore di un contatto naturale più arcaico. In una storia in cui il protagonista affronta le sfide portate dalla natura, per esempio, "La città d'oro" dà uno spunto diverso: Berns è un appassionato, è uno studioso, non ha conosciuto l'agio del denaro e si è sempre battuto contro le avversità. Non è di grande carisma ma non si lascia piegare facilmente dal volere degli altri o dalle regole della società in cui vive. Non è arrogante ma non è un vincente. Nella letteratura anglofona può essere identificato come il "selfmade man". Personaggi come questo spesso sono predisposti ad una crescita personale nel ritorno alle origini, ad una natura incontaminata e deromanticizzata, in questo caso invece l'attenzione è rivolta tutta alla corruttibilitá, al fallimento. Il vero cambiamento risiede nel rendersi semplici dinanzi alla fallibilitá delle proprie ambizioni. Non si tratta di un riconoscersi in un sentimento umile, solo di assorbire il fiasco alla rottura dei proprio sogni.
Von Uerdingen nach El Dorado – ein fantastischer Weg, beginnend mit den Träumen eines Jungen, über viele Stationen, mit zahllosen Entbehrungen, Umwegen, Rückschlägen. Die Geschichte basiert auf realen Vorkommnissen und Handlungen und beschreibt den Lebensweg von Rudolph August Berns, der sich später Augusto R. Berns nannte, bis nach Peru kam, wo er die goldene Stadt der Inkas suchte und schließlich Machu Picchu fand. Das Buch bietet flüssig geschriebene und gut lesbare Unterhaltung, durchaus auch mit einem gewissen Bildungsanspruch. Mehr auf meinem Blog "Notizhefte": https://notizhefte.com/2019/01/12/sab...
Ho letto questo libro durante il mio viaggio in Perù terminato oggi ed è stato bellissimo ripercorrere gli stessi percorsi di Augusto Bern, avendo letto le fatiche, le sconfitte e il successo nell’aver scoperto Machu Picchu. Ho affrontato la visita del sito con una prospettiva diversa (migliore) grazie a questo libro. Purtroppo la prima parte è un po’ troppo lunga e noiosa, per quanto sia necessaria per conoscere Bern; solo per questo motivo non ho dato 5 stelle. In ogni caso libro assolutamente consigliato, in particolare per chi intende visitare Machu Picchu.
I will just say that the book retained my interest up to the last page. I really couldn't figure out how it would end and what happened to Berns.
The fact that the ending was not predictable (knowing of course beforehand it wasn't Berns who finally discovered Machu Picchu) is good enough reason for me to give the book five stars - I am an avid reader and it rarely happens.
Ein Protagonist mit ungewöhnlicher Phantasie, habe ich so noch nie gelesen. Leider wird das Buch etwa ab der Mitte etwas langatmig. Es wirkt als hätte die Autorin den Faden verloren.