Was dieser Geschichte fehlt, ist das sprichwörtliche Fleisch auf den Kochen. Für Fantasy ist es zu karg und für eine Lovestory zu nüchtern. Das wenige was wir über Orte und Personen erfahren, stammt direkt aus der Handlung. Wie sieht das Dorf aus, in dem Larkin lebt? Wie die Hütte? Wie der Wald? Wie sieht das Schloss aus, in dem Kian lebt? Wie sehen die Leute aus? Die Feen? Der Drache? Ja, wie sehen überhaupt Kian und Larkin aus? Wie alt sind sie? Und was sind ihre Charakterzüge? Was macht sie liebenswert? Darüber erfährt man so gut wie gar nichts. Symptomatisch ist eine Szene aus dem Buch, in der Kian und Larkin mehrere Tage in der Hütte leben ohne miteinander zu sprechen. So ungefähr ist auch das ganze Buch: Es passiert zwar irgend etwas, aber man erfährt doch nichts. Und so verliert man früher oder später das Interesse an den beiden und ihrem Schicksal.
P.S. Dazu kommt noch, dass sich die Handlung ständig wiederholt, Larkin ein unerträglicher Jammerlappen ist und die beiden Helden eigentlich "too stupid to live" sind.