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Die Leute von Seldwyla #1.4

Die drei gerechten Kammacher

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Im September 1851 notiert Keller sich: "Geschichte von den drei Schreinergesellen, welche alle rechttaten und desnahen nicht nebeneinander existieren konnten." Später wurden aus den Schreinergesellen Kammmacher, die mit ihrem unfrohen Erwerbssinn und ihrer humorlosen und beschränkten Rechtlichkeit in dem lebensfrohen Seldwyla scheitern. Ein Wettlauf der drei um das Ziel, eine Lebensstellung in Seldwyla zu erhalten, wird zum Schauspiel für die Bürger der Stadt, und auch der "Sieger" muss seinen Preis zahlen. Bei dieser Novelle Kellers kann sich der Leser ein Lächeln wohl nicht verkneifen.

Ein Nachwort sowie 6 Seiten Anmerkungen helfen dem Schüler.

40 pages, Paperback

First published January 1, 1856

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About the author

Gottfried Keller

811 books68 followers
Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 in Zürich) war ein Schweizer Dichter und Politiker.

Seine Lyrik regte eine Vielzahl von Musikern zur Vertonung an, mit seinen Novellen "Romeo und Julia auf dem Dorfe" und "Kleider machen Leute" hatte er Meisterwerke der deutschsprachigen Erzählkunst geschaffen. Schon zu seinen Lebzeiten galt er als einer der bedeutendsten Vertreter der Epoche des bürgerlichen Realismus.

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Community Reviews

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1 star
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Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Semjon.
786 reviews519 followers
January 3, 2019
Gottfried Keller versucht in dieser Novelle, welche zu Beginn des Industriezeitalters entstand, aufzuzeigen, wie sich eine Konkurrenzgesellschaft entwickelt. In dem Städtchen Seldwyla, welches bezeichnenderweise in der Schweiz liegt, lassen die Einwohner es sich gut gehen und andere Menschen arbeiten. In diese schweizerische Idylle tritt das deutsche Chaos ein, denn drei rechtschaffende Deutsche, von Beruf Kammmacher lassen sich dort nieder und werden vom dortigen Meister angestellt. "Ein Sachse, ein Bayer und ein Schwabe komme in die Schweiz...". So beginnen eigentliche Witze, doch humorvoll geht es hier nicht zu. Zu Beginn der Erzählung schon, als Keller in die Geschichte einführt. Die schelmischen Formulierungen haben mir gut gefallen. Als dann aber die eigentliche Geschichte der drei emsigen Deutschen in der Schweiz erzählt wird, die Reichtum anhäufen und die Jungfer Züs Bünzlin heiraten wollen, herrscht plötzlich Neid und Missgunst unter den Dreien. Während der Sachse und der Bayer sich im finalen Wettstreit lächerlich machen, "greift das Schwäblein Dietrich beherzt zu".

Mir hat die Geschichte nicht gefallen. Sie will gesellschaftskritisch sein, kommt aber aus der romantischen Ecke nicht heraus. Alles sehr pathetisch und verklärt, wogende romantische Gefühle und zugerufene Herzileins. So spannend wie ein Lied von der Wildecker Herzbuben. Alles hat seine Zeit. Dieses Buch hatte seine Zeit und ist für mich 170 Jahre kaum noch lesenswert. Irgendwie albern.
Profile Image for Wout Landuyt.
180 reviews5 followers
January 6, 2024
Om het in John Lennon en Yoko Ono’s woorden te zeggen:
War is over 🙏
Profile Image for Edgar.
443 reviews49 followers
February 2, 2023
Die vierte von fünf Novellen aus Kellers Zyklus »Die Leute aus Seldwyla« (ausgesprochen wie Seldwila mit Betonung auf dem e, nix mit ü und so) von 1856. Die Zeit der Handlung dürfte irgendwo im Mittelalter sein und nicht in der Industrialisierung, es gibt keine Maschinen oder Fahrzeuge.

Drei Deutsche – ein Sachse, ein Bayer und ein Schwabe – machten sich auf, in der Schweiz als Kammmacher ihr wirtschaftliches Glück zu machen, den harten Arbeitsbedingungen, den ungnädigen Vorgesetzten und den rudimentären Arbeitnehmerrechten zum Trotze. Sie wetteiferten in derselben Firma und zeigten sich stets von ihrer besten Seite. Als der findige Schwabe herausfand, dass es da eine einigermaßen wohlhabende, aber ansonsten unbrauchbare unverheiratete Wäscherin gab, mit deren Vermögen sie die Kammmacherei würden kaufen können, weitete sich der Wettbewerb unter ihnen auch auf diese aus.

Der Chef warf eines Tages alle drei raus wegen Personalreduktion und stellte einem von ihnen in Aussicht, wieder eingestellt zu werden, wenn er als Sieger aus einem Wettlauf der dreien hervorginge. Übliches Personalselektionsinstrument in Seldwyla. Die Schwaben sind ja bekanntlich helle, aber vielleicht kurzsichtig, denn anstatt sich im Wettlauf anzustrengen, nutzte er die ungestörte Zeit mit der Wäscherin, ihr Herz zu erobern und so an ihr Geld zu kommen.

Der Chef nahm sein Angebot an, die Firma zu kaufen, die beiden anderen machten sich zum Affen, schauten aber in die Röhre. Und der Schwabe saß dann für den Rest seiner Tage da mit einer unerträglichen Ehefrau.

Wie fast immer in den alten Schweizer Geschichten (okay, ich kenne nur eine mittlere zweistellige Zahl von ihnen), geht es mal wieder direkt oder indirekt um das Geld. Die Wäscherin heißt auch noch Züsi Bünzlin. Assoziationen zum Bünzli, keine charmante Bezeichnung für eine Person, bleiben nicht aus. Warum ausgerechnet eine Wäscherin so viel Geld haben sollte, bliebe zu diskutieren.

Insgesamt mag ich die Geschichte inhaltlich nicht sehr. Der Form nach ist nichts auszusetzen und die Pointe ist nicht schlecht.
Profile Image for Sandy.
103 reviews8 followers
March 9, 2024
I had to read it for school and give a presentation on it. With such books, I always struggle with the 'meaning' and the symbols, but it was one of the more enjoyable ones.

Nothing extraordinary and nothing you must read. It was okay for a school book.

Fortunately, there was an audiobook on YouTube; otherwise, I wouldn't have been able to read it.
Profile Image for Edit Burla.
367 reviews1 follower
July 28, 2024
Diese unterhaltende kleine Geschichte ist eine Mischung von Schalkhaftigkeit und Ernst. Keller macht sich über seine Helden lustig, zeigt ihnen durchaus aber auch Nachsicht und Wohlwollen. Wie töricht sind die Menschen - und nicht nur die Seldwyler!
Profile Image for Luise.
389 reviews
April 26, 2020
Kurz und nicht besonders knackig ist die Novelle der drei gerechten Kammacher.
Profile Image for MVB.
85 reviews
March 1, 2026
Noch humorvoller als andere Geschichten aus Seldwyla, könnten die drei Kammacher ihrem Charakter nach auch der heutigen Zeit entspringen.
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