England, 1811. Frederica, die älteste Tochter des verstorbenen Viscounts of Panswick, träumt von einer glanzvollen Saison in London. Doch ihr Vater hat der Familie einen Berg Schulden hinterlassen. Um wenigstens das Anwesen Lancroft Abbey zu retten, beschließt ihre Mutter, alles auf eine Karte zu setzen. Anstelle von Frederica soll zuerst die zweitälteste und schönste Tochter Penelope in London debütieren - ausgestattet mit dem letzten Bargeld der Familie. Als sich Penelopes Anstandsdame das Bein bricht, übernimmt Frederica, als verwitwete Cousine verkleidet, ihren Part. Die ersten Versuche, Kontakt zur vornehmen Gesellschaft aufzunehmen, scheitern kläglich. Kann Frederica ihre Aufgabe doch noch erfüllen, einen reichen Junggesellen für ihre Schwester finden und damit die Familie und Lancroft Abbey retten?
Das war einerseits eine nette Geschichte für zwischendurch und Abschalten, andererseits hatte ich auch ein paar Schwierigkeiten. Anfänglich hatte ich arge Probleme mit den ganzen Namen, Verwandtschaftsgraden und Titeln. Das hat sich dann etwas gelegt und ich konnte mich besser auf die Story an sich konzentrieren. Auch im weiteren Verlauf wurden immer wieder einige Namen und Ränge erläutert, sodass ich auch jedes Mal wieder etwas aus der Geschichte gerissen wurde. Außerdem fehlten es mir hier eindeutig an Emotionen. Trotzdem war es eine unterhaltsame Geschichte, die noch einiges mehr zu bieten hat. Die Nachfolgebände werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. Aber richtig packen konnte mich dieser erste Teil nicht. Ich habe bei dieser Geschichte das Hörbuch gewählt. Die Sprecherin hat sie sehr souverän vorgetragen und sich den jeweiligen Stimmungen angepasst. Da die Perspektiven fließend ineinander verflochten waren, wusste man nicht immer gleich, wessen Gedanken es waren. Aber mich persönlich störte das nicht. Ich mag das ganz gerne.
Die Lancroft Abbey Reihe ist ein muss für Freunde der Netflix Serie Bridgerton.
Der Heiratsplan von SophiaFarago ist ein Regency Roman wie er sein soll. Viel Drama, schöne Kleider und stattliche Herren. Dazwischen findet man eine starke Frau die sich dies aber selbst nicht eingesteht und unter dem Pantoffel von Frau Mutter steht. Frederica ist eine interessante junge Frau die für Ihre kleine Schwester alles versucht und sich über den Handel ganz vergisst. Ich hoffe das ein weiterer Teil von Ihr erzählt, den ich glaube in Ihr steckt ganz viel Potenzial. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache das es doch recht unromantisch zu geht. Ich hätte mir gewünscht, das man die aufkommende Verliebtheit vielleicht etwas mehr ausgeschmückt hätte. So wäre der Antrag etwas glaubwürdiger rüber gekommen. Was die Schwester Penelope angeht, so frage ich mich noch ob es an mir liegt das sie manchmal so absolut kopflos handelt. Irgendwie stelle ich mir vor das die jungen Damen dieser Epoche doch eigentlich wussten was sich gehört und was eben nicht.
Ansonsten ist die Geschichte sehr unschuldig und zur Zeit passen geschrieben. Die Charaktere sind durchweg glaubwürdig und meist sehr sympathisch, was es mir leicht gemacht hat die Familie Barnett sowie auch viele andere wirklich lieb zu gewinnen.
An dieser Stelle möchte ich ich noch herzlichst bei Edel Elements für das Rezensionsexemplar bedanken.