Dieser Roman, der 1999 den Friedrich Glauser Preis für Kriminalroman gewonnen hat, ist ein wenig eine Hommage an einen sehr bekannten Klassiker, nämlich .Das Buch beschreibt einen Todesfall in einem Dorf im österreichischen Weinviertel. Der Dorfpolizist, der eher behäbig und wohl nicht der allerhellste ist, geht seinem Bauchgefühlt nach, dass es kein Unfall war. Im Laufe seiner Ermittlungen, die eher den Eindruck von Gesprächen unter Nachbarn machen, tun sich dann wahrhaft menschliche Abgründe auf.
Der Autor geschreibt sehr detailreich (und ich vermute auch wirklichkeitsgetreu) die gesellschaftlichen Strukturen und Mechanismen in einem kleinen Weinbauerndorf.
Mir ist besonders aufgefallen, dass Frauen offenbar am öffentlichen Leben so gut wie keinen Anteil haben und dass Alkoholkonsum bis zum Umfallen eine verbreitete Beschäftigung unter den Männern ist. Außerdem scheint der Anspruch, dass Gesetze zu Gunsten bestimmter Gruppen missachtet werden, deutlich ausgeprägter als in der Stadt.
Der Kriminalfall selbst und die zugehörige Ermittlung war jetzt nicht hochspannend, aber die Beschreibung des gesellschaftlichen Umfelds hat mir sehr gefallen.
Daher gibt es von mir 3 Dieses-Buch-hat-mir-gefallen-Sterne.
Solider Krimi, muss man aber auch nicht gelesen haben. Für mich sind österreichische Krimis immer Wohlfühl-Lektüre, das hat auch bei diesem Roman ganz gut funktioniert.
„Polt muss weinen“ ist ein ruhig erzählter Krimi, der weniger auf Tempo als auf Atmosphäre setzt. Alfred Komarek pflegt einen ganz eigenen, entschleunigten Schreibstil, den man mögen muss. Die Geschichte lässt sich leicht und angenehm lesen und überzeugt durch feine Beobachtungen und leise Spannung. Der Roman bildet den Auftakt zu einer fünfteiligen Reihe.
Meiner Meinung nach, finde ich das Buch sehr interessant, besonders fuer mich, weil ich in diesem Weg viele neue Worte auf deutsch kennenlernen. Was das Buch angeht ist, gefällt es mir und ich möchte ähnlich Buch wieder lesen.
Absolutely disgusting. He is able to cover child abuse, spousal abuse, and dog abuse within the first couple of pages. Author loves to wade in the dark evil corners of the human mind. Nein, danke.
I hadn't read this in about 15 years. I am surprised: I lived in a Bavarian village at the time and this book has exactly the same atmosphere. Not a nice one though.
Eigentlich ist die Morduntersuchung Nebensache. Der Autor beschreibt das Leben in einer kleinen österreichischen Weinsiedlung. Die Strukturen sind konservativ, die Leute bleiben unter sich. Alles dreht sich um den Wein - Herstellung und Verköstigung. Als ein "Zugezogener", der zudem ein sehr unangenehmer Charakter war, stirbt, sieht es erst wie ein Unfall aus. Und auch nachdem erste Verdachtsmomente auf etwas anderes hindeuten, sieht sich der ermittelnde Polizist vor einer Mauer des Schweigens. Warum ermittelt er überhaupt, statt froh zu sein, daß das Scheusal weg ist, muß er sich fragen lassen. Auch er ist einer vom Dorf, und ihm steht eine schwierige Gratwanderung bevor zwischen der Pflicht und dem Bedürfnis, den Tod aufzuklären, und der Solidarität mit seinen Freunden und Nachbarn. Und je weiter seine Untersuchungen voranschreiten, desto stärker wird er innerlich zerrissen - und von den anderen ausgegrenzt.