Austrian writer Hugo von Hofmannsthal established his reputation with lyric poems and a number of plays, including Yesterday (1891) and Death and the Fool (1893).
This Austrian novelist, librettist, poet, dramatist, narrator, and essayist flourished.
Es ist mittlerweile fünf Jahre her, dass ich erstmals mit Hofmannsthals Der Tod und der Tod in Kontakt gekommen bin und diese Zeilen, wie Claudios gesamter finaler Monolog, sind mir immer präsent geblieben. Ich glaube kein Buch aus meinem literaturwissenschaftlichen Studium hat einen vergleichbaren Eindruck auf mich gemacht. Das Maß an Gehalt auf diesen gerade einmal 30 Seiten ist enorm. Ebenso wie die Anzahl der Zeilen, die ich unterstreichen möchte. Ein Meisterwerk. Und ein Buchfreund, zu dem man immer wieder zurückkehren kann.
Wie wundervoll sind diese Wesen, Die, was nicht deutbar, dennoch deuten, Was nie geschrieben wurde, lesen, Verworrenes beherrschend binden Und Wege noch im Ewig – Dunkeln finden
Wo andre nehmen, andre geben, Blieb ich beiseit, im Innern stummgeboren
Ich hab mich so an Künstliches verloren, Daß ich die Sonne sah aus toten Augen Und nicht mehr hörte als durch tote Ohren: Stets schleppte ich den rätselhaften Fluch, Nie ganz bewußt, nie völlig unbewußt
künftgen Lebens vorgeliehnen Schein Und hohles Bild von einem vollern Sein.
In jeder wahrhaft großen Stunde, Die schauern deine Erdenform gemacht, Hab ich dich angerührt im Seelengrunde Mit heiliger, geheimnisvoller Macht
Mit halbem Herzen, unterbundnen Sinnen In jedem Ganzen rätselhaft gehemmt, Fühlt ich mich niemals recht durchglutet innen, Von großen Wellen nie so recht geschwemmt, Bin nie auf meinem Weg dem Gott begegnet, Mit dem man ringt, bis daß er einen segnet
Was allen, ward auch dir gegeben, Ein Erdenleben, irdisch es zu leben Im Innern quillt euch allen treu ein Geist, Der diesem Chaos toter Sachen Beziehung einzuhauchen heißt Und euren Garten draus zu machen
Tiefatmend und vom Drang des Lebens warm ... Doch alle reif, fallt ihr in meinen Arm
Ein feiner toter Atem weht die Hälfte Von meinem Erdendasein hier umher
Ich hab dich, sagtest du, gemahnt an Dinge, Die heimlich in dir schliefen, wie der Wind Der Nacht von fernem Ziel zuweilen redet ...
Warum bemächtigt sich des Kindersinns So hohe Ahnung von den Lebensdingen, Daß dann die Dinge, wenn sie wirklich sind, Nur schale Schauer des Erinnerns bring
Wenn einer träumt, so kann ein Übermaß Geträumten Fühlens ihn erwachen machen, So wach ich jetzt, im Fühlensübermaß, Vom Lebenstraum wohl auf im Todeswachen.
Very similar in concept to "The Intruder", which I read earlier last week, wherein the play focuses on the larger theme of death and its effect of us as humans. However, I personally prefer this meditation on death than "The Intruder".
"Death and the Fool" follows a man named Claudio who constantly moans and wails on the misfortunes of his life, to finally meet Death, who instructs him the error of his thinking and shows him how little of an impact he's left on the world, which Claudio finds an on reassurance that perhaps he can escape the suffering of life in preparation for the "reality" that is death.
This play calls into question many assumed facts on life: that perhaps our lives are an illusion, that we only need to get by and be content to live a satisfying life, and that our lives truly matter in the grand scheme of things. And Hofmannsthal spits in the face of those ideas, showing that our fears for death reside in a knowledge of us knowing how small we are, compared to everything else. A definite must-read.
Wie wundervoll, oh Hugo, du, Dein Tod, der mich des Lebens raubt, Sinnierend, zweifelnd immerzu, Zurücklässt ohne was ich glaubt‘.
Im Hafen sitz ich also drum, Ein Kopf, ein Wundern, ob des Mumm, Der mir abgeht und den ich such, Zur Suche schickst du mir dies Buch.
Sind das denn nicht die Fallen, dort Von denen Claudio auch quälte? Nicht denkend, fühlend, immerfort, Verdau wie er ich deine Räte.
*Nach kurzer Bedenkzeit.*
Wellen, brandend, brausend, türmend, Ausgelöst durch kleinstes Boot, ersterben, Und wirkt die See auch noch so stürmend, Getilgt allein durch Ufermauerskerben.
Denn Land hat was Flüss’gem zuweilen Fehlt, wenn von fest‘ Stand es träumt, allein Nur Eis zur werden und zu bleiben, Heißt kalt, für immer kalt zu sein.
So mach mich Land, das wandelt dennoch, Ein wenig standhaft, formbar will ich sein, Mut, Lust, Leben, ja all was ich roch, Soll Schönes fühlen, statt nur seinen Schein.
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