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Über den Winter

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Lennard Salm ist fünfzig und als Künstler weltweit durchaus erfolgreich. Als seine älteste Schwester stirbt, kehrt er zurück nach Hamburg und in die Familie, der er immer entkommen wollte. So schnell wie möglich will er wieder zurück in sein eigenes Leben. Aber was ist das, das eigene Leben? Salms jüngere Schwester Bille verliert ihren Job, sein Vater nähert sich immer schneller der Hilflosigkeit. Einen funkelnden Winter lang entdeckt Salm, dass niemand jemals alleine ist. Er lernt seine Eltern und Geschwister neu kennen. Rolf Lappert erzählt vom Wunder der kleinen Dinge und von dem, was heute Familie bedeutet. Jedes Detail leuchtet in diesem zarten, großen Familienroman.

384 pages, Hardcover

First published August 24, 2015

3 people are currently reading
65 people want to read

About the author

Rolf Lappert

12 books10 followers
Rolf Lappert, born 1958 in Zurich, trained initially as a graphic artist before deciding to become a writer. In the late 1980s he took a break from his writing career and set up a jazz club. From 1996 to 2004 he worked as a scriptwriter. After living for several years in Ireland, he returned to Switzerland in 2011, where he now lives as a freelance writer.

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Community Reviews

5 stars
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4 stars
28 (36%)
3 stars
29 (37%)
2 stars
8 (10%)
1 star
3 (3%)
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Michael Bohli.
1,107 reviews54 followers
November 13, 2017
Es braucht so wenig, um ein wirklich schönes und mitreissendes Buch zu schreiben. Der Schweizer Autor Rolf Lappert, unter anderem in der Region von Zofingen aufgewachsen, beschreibt hier in ruhigen und durchdachten Szenen den Lebenswandel eines fast 50 Jahre alten Künstlers. Durch eine Todesfall in der Familie sieht sich Lennard Salm nämlich gezwungen, sein fliehendes Leben immer mehr aufzugeben und zu seiner Kindheit in Hamburg zurückzukehren. All dies geschieht in angenehmen und durchwühlenden Begegnungen, in spontanen Entscheidungen und Einflussnahme der Umgebung.

Lappert überstürzt dabei nie etwas, sondern lässt seine Figuren und Szenen organisch wirken. "Über den Winter" ist ein Buch, das menschlicher wirkt als manche wahre Geschichte, eine Schrift über die Suche nach den wahren Werten. Und auch wenn es im Buch konstant kalt ist, so mancher Satz lässt hier die Seele warm werden.
Profile Image for Sternenstaubsucherin.
690 reviews2 followers
January 31, 2023
Wunderbare Geschichte, toller Protagonist. Es hat mir richtig Spaß gemacht, diesem Salm dabei zu zuschauen, wie er durchs Leben stolpert und seins dann auch findet.
Unaufgeregt vielleicht, und trotzdem überhaupt nicht langweilig.
Heimkommen...hach...so schön.
Profile Image for Zeilenspruenge.
1 review19 followers
October 2, 2015
Ein irgendwie unsympathischer Künstler in der Midlife-Crisis findet zurück zu seinen Wurzeln und seiner Familie in Hamburg. Persönlich habe ich das Buch, das sich primär auf die Handlung und nicht auf eine besonders ausgefallene oder poetische Sprache verlässt, gelangweilt. Man erfährt einiges über die zerrüttete Familie (gab es je einen Roman über einen Künstler, der eine unkomplizierte, durchweg glückliche Kindheit hatte?), aber Lappert bedient viele Klischees. Mich persönlich hat die Geschichte nicht besonders berührt, sondern eher gelangweilt.
Die vollständige Rezension gibt es hier.
Profile Image for Nordlese.
11 reviews1 follower
December 9, 2024
Anna: »Handwerklich gut gemachtes Portrait eines einsamen Mannes in der existenziellen Krise, die wohl so manchen Menschen nach dem Überschreiten der Lebensmitte heimsucht.«

Finn: »Solider Roman über die Lebenskrise eines Mannes an der Schwelle zur zweiten Lebenshälfte, in gewohnt hoher sprachlicher Qualität, aber frei von unerwarteten Wendungen und überraschenden Einsichten.«

Elin: »Einblick in das Leben eines Mannes, der von traumatischen Erlebnissen in jene Krise geführt wird, der sich angeblich fast alle Menschen in der Lebensmitte stellen müssen.«

Maja: »Die Geschichte eines Wendepunktes im Leben eines Mannes in der Lebensmitte, auf sprachlich hohem Niveau erzählt, stellenweise etwas träge durch viele Abschweifungen.«
33 reviews
March 31, 2025
Sehr melancholisch und grau, aber irgendwie muss alles und jeder betont aussergewöhnlich sein in ihrer Melancholie und Farblosigkeit. Ab und zu gibt es einen lauten Knall a la einer abgefeuerten Pistolen oder einem alten Mann, der vom eigenen Sohn gefoltert wird, nur damit kurz darauf alles wieder in Eintönigkeit versinkt.

Ein Pferd in Einzelhaltung ist im Übrigen Tierquälerei.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for yexxo.
909 reviews27 followers
February 23, 2016
Lennard Salm, ein nicht erfolgloser Konzeptkünstler (oder etwas in der Art), erhält die Nachricht, dass seine ältere Schwester gestorben ist. Er kehrt nach Hamburg zurück, wo sein pflegebedürftiger Vater und seine jüngere Schwester lebt. Sein Leben gerät aus dem scheinbaren Gleichgewicht, in dem es sich die letzten Jahre befand und er ist sich nur bei einem sicher: dass er seinem Vater nahe sein möchte. All das, was sein Leben bisher bestimmte, die Kunst, Reisen, Ausstellungen, interessiert ihn nicht mehr. Doch was statt dessen sein soll, weiß er nicht.
Es ist kein ereignisreiches Buch. Man begleitet Salm während seiner Wintertage in Hamburg und erhält Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt, wobei letztere eher wenig ausgeprägt ist. Ich empfand ihn als einen Menschen auf der Suche nach dem, was er wirklich will. Seine Vergangenheit war bis dahin mehr durch Zufälligkeiten geprägt, die ihn dahin und dorthin brachten, ohne dass wirkliche Entscheidungen zu treffen waren. Wie bei seinem verloren gegangenen Koffer, der durch die Welt reist und ihn erst am Ende des Buches wieder erreicht. Und auch jetzt ist es keine aktive Suche. Vielmehr ein Sichtreibenlassen ohne sich tatsächlich offen zu etwas bekennen zu müssen.
Vieles in diesem Roman hängt mehr miteinander zusammen als man auf den ersten Blick ahnt, zumindest habe ich es so wahrgenommen (siehe auch den verlorenen Koffer). Im Prolog befindet sich Lennard an einer nicht näher bezeichneten Küste im Süden Europas (?). Und im ersten Kapitel ist es auf den ersten drei Seiten völlig unklar, wo er sich befindet: Noch immer in dem unbekannten Land? Nun aber im Hotel? Erst in der Mitte auf Seite 50 wird deutlich, dass es sich um Hamburg handelt. Alles scheint austauschbar, nichts von Bestand - ganz so wie Lennards Leben.
Es ist eine langsame Entwicklung, die der Protagonist hier durchläuft und damit umso glaubwürdiger. Sein Erschrecken, dass auch Menschen in seiner unmittelbaren Nähe teils existentielle Probleme haben. Oder die unerwartete Freundlichkeit und das aufrichtige Interesse an seiner Person, die ihn zu deutlich überhöhten Trinkgeldern greifen lässt. Erlebnisse, die sein bisheriges Leben in Frage stellen, ohne dass er diese laut äussert.
Die Lektüre regte mich zum Nachdenken an: zum Einen über das Buch selbst, zum Andern über mich. Nicht das Schlechteste, was man über ein Buch sagen kann :-)
Profile Image for MaggyGray.
673 reviews31 followers
June 23, 2016
Lennard Salm ist ein Konzeptkünstler, der immer auf der Suche nach neuen Inspirationen und Ausstellungskonzepten ist.
Eines Tages wird ihm der Tod seiner älteren Schwester Helene mitgeteilt, und so macht sich Salm auf den Weg nach Hause in das Haus seines alten Vaters, der sich in Lennards Jugend von der Mutter getrennt hat.
Sein Vater ist mittlerweile auf die Hilfe einer polnischen Pflegekraft - Bascha - angewiesen, die jüngere Schwester von Lennard kündigt nach einem Eklat bei einem Vorsprechen ihren Job am Theater und Paul, der indirekt der Grund für die Trennung der Eltern war, lebt mit seiner Frau ein eher spießiges Leben in Hannover (glaube ich).
Lennard macht die Bekanntschaft von Nadja und ihrem Sohn, die in der Wohnung neben der seines Vaters wohnen, und es entspinnen sich erste gaaaanz zarte Bande zwischen Nadja und Lennard, doch auch dies ist nicht von langer Dauer.

Das Buch habe ich recht gern gelesen. Der Autor schreibt einfach, aber flüssig und sympathisch, aber leider bleibt mir alles ein bisschen zu flach. Der Anfang, der Lennards neuestes Kunstprojekt beschreibt, ist noch recht interessant und macht Lust auf mehr, aber sobald er zu Hause angekommen ist, dümpelt die Handlung lustlos vor sich hin. Es gibt ein paar Momente, in denen der Leser ein bisschen aufgeschreckt wird (v. a. Armin und sein Vater), aber der Rest besteht irgendwie nur aus Lennard, der Alkohol in sich reinfüllt, aus seiner Schwester Bille, die kifft, und langen Wanderungen durch die kalten und nächtlichen Straßen, viel Gedankenkarusells, ein paar flüchtige Begegnungen.

Alles in allem ein schönes Lesebuch, wenn man sich nicht daran stört, dass es weder einen Spannungsbogen, noch einen auflösenden Schluss gibt.
Profile Image for Markus Gladbach.
55 reviews1 follower
January 9, 2016
Stirb und werde - Lebensgrundhaltung projiziert auf ein gegenwärtiges Leben. Anfangs wirkte das Buch inhaltlich etwas unschlüssig, doch später konnte ich es nicht mehr aus der Hand geben.
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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