Un thriller dalla costruzione magistrale, in cui la realtà spesso supera la finzione, e l'umanità di ogni personaggio esce fuori in tutta la sua straziante potenza.
Julie Novak è scomparsa il 7 settembre 2003. Da allora la sua famiglia è distrutta. Solo il padre, Theo, non smette di cercarla e quando, dopo vent'anni, viene contattato da una giornalista che tiene un podcast di true crime capisce che questa è la sua ultima opportunità.
Liv Keller sostiene di essersi imbattuta in una nuova pista e Theo sa di non avere molto tempo davanti. Ha 74 anni, è un rinomato ex cardiochirurgo, ma deve sbrigarsi perché l'avanzare della demenza senile sta cancellando i suoi ricordi, rendendo difficili anche le più banali attività quotidiane. A volte la memoria gli gioca brutti scherzi, come ben sa l'altra figlia, Sophia, che cerca in tutti i modi di prendersi cura di lui. Ma non c'è niente di più crudele che non conoscere il destino dei propri carie Theo è pronto a fare qualsiasi cosa pur di scoprire la verità.
«La vita è una serie di piccole e grandi bugie che ci raccontiamo l'un l'altro. Non perché siamo malvagi, ma perché siamo umani, con tutti i nostri chiari e scuri, con le nostre luci e le nostre ombre.»
Romy Hausmann was born in the former GDR in 1981. At the age of twenty-four she became chief editor at a film production company in Munich. Since the birth of her son, Romy has been working as a freelancer in TV. DEAR CHILD is her thriller debut, and her second mind-bending thriller SLEEPLESS publishes in 2021. She lives with her family in a remote house in the woods near Stuttgart.
Am Anfang bin ich schwer reingekommen, da die verschiedenen Perspektiven etwas verwirrend sind und auch mit Theos Perspektive muss man irgendwie erstmal klar kommen. Ich habe dann aber gut ins Buch weitergefunden und es war auch wirklich spannend zu lesen und auch die Plottwists waren gut ABER für mich war es nichts Neues, weswegen es etwas enttäuschend war. Ich habe einfach etwas mehr erwartet und nochmal einen krasseren Plottwist erwartet. Außerdem hat sich das Buch meiner Meinung nach auch ziemlich gezogen.
ACHTUNG: WEITER MIT SPOILER !!
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Die Story um Lara wirkte wie hereingewuselt, um Verwirrung zu schaffen. Nach der Aufklärung nach ca. 3/4 des Buches wurde davon überhaupt nichts mehr berichtet. Und auch die Beziehung um Phil, Max und Benjamin wurde aufgeklärt aber so richtig verwoben war das alles nicht. Und dann natürlich, dass Theo nicht mehr wusste (aufgrund seiner Demenz), dass die Familie selbst Julies Tod vertuscht hat und Sophia Liv umgebracht hat, war ein super langweiliges Ende. Ich habe hier viel krassere Plottwists erwartet, z. B. dass am Ende herauskommt, dass Richard Julie entführt hat und Sophia ihre Familie nur beschützen wollte, indem sie ihrem Vater dann erzählt hat, dass sie Julie getötet hat (der ja daraufhin die Schuld auf sich nimmt, um der Öffentlichkeit die Auflösung zu geben). DAS wäre ein richtig krasses plottwistreiches Ende gewesen. Aber sonst hat man halt alles irgendwo schonmal gesehen, gelesen oder gehört:
Ein Mensch der aufgrund von Demenz, Amnesie oder whatever nicht mehr wusste, dass man selbst einen Mord begangen oder vertuscht hat - check.
Eine Person, die sich für wen anders hält (also hier Lara, die sich für Julie hält) - check.
Und ein Mord, weil jemand dem Täter zu Dicht auf den Fersen ist - check check check.
Leider alles nichts Neues.
This entire review has been hidden because of spoilers.
An "Liebes Kind" kommt es nicht ran - ist fies, aber natürlich misst man jetzt alle ihre Bücher daran. Es las sich aber überwiegend spannend. Einen Teil der Auflösung fand ich gut, einen anderen Teil etwas weit hergeholt.
Der ehemalige Chefarzt Theo Novak leidet unter einer Form von Demenz. Sein Zustand wird nicht besser. Das Schicksal seiner Tochter, die vor zwanzig Jahren verschwand, würde er gerne noch aufklären und wenn es nur wäre, um sie ordentlich beerdigen zu können. Als er von True Crime Podcastern eine Interview-Anfrage erhält, sieht er das als seine letzte Chance. Die Podcaster Liv und Patrick beschäftigen sich nochmal eingehend mit dem Fall Julie Novak. Sie versuchen Hinweise zu finden, denen die Ermittler damals nicht genau genug nachgegangen sind. Kann die Entführung, die es gab, wirklich so abgelaufen sein. Da könnte ein Interview natürlich Neues bringen.
Wie ist es mit dem True Crime? Vielleicht hat man selbst schon mal so einen Podcast gehört und war erstaunt wie detailreich und gefühlt professionell berichtet wird. Und hier? Wird etwa ein älterer Herr, der nicht mehr in jedem Moment Herr seiner Sinne ist, von den Quasi-Journalisten vorgeführt? Liv scheint als Laien-Journalistin ein wenig emphatischer und vorsichtiger zu agieren. Ihr Recherche-Partner Patrick fährt eine härtere Linie. Novaks zweite. Tochter Sophie unternimmt vieles, um ihren Vater zu unterstützen. Neben seiner Tochter hat er nicht nur seine Stellung sondern auch seine Frau verloren. Seine Krankheit ist auf dem Weg ihn auch noch den letzten Rest zu rauben.
Nach einer gewissen Pause hat die Autorin wieder einen Thriller vorgelegt. Da wird man natürlich neugierig. Was für ein Thema hat sich die Autorin vorgenommen? Es wird die Annäherung eines True Crime Podcasts an einen oder mehrere Fälle beschrieben. Einer der Beteiligten kann nicht mehr richtig Stellung nehmen, weil er krank ist. Er ist aber der, der am meisten will. Das ist verständlich. Verschwindet ein Kind, verwindet man das nie. Nichtmal die Krankheit kann das auslöschen.Vielschichtig ist der Roman. Doch manchmal wirkt er auch ein wenig überfrachtet, weil jeder Hintergedanken zu haben scheint oder es tauchen Probleme auf, die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben. Die Erklärung ist zwar schlüssig, aber nicht so zufriedenstellend. Vielleicht ist man selbst auch nicht so ein True Crime Leser. Auf jeden Fall fesselt der Roman sehr.
Das Cover weckt Aufmerksamkeit und transportiert die Quintessenz der Familie Novak ausgezeichnet.
Theo Nowak lebt mit einem unvorstellbaren Schmerz. Vor vielen Jahren verschwand seine Tochter Julie spurlos, kurz darauf starb seine Frau. Nun kämpft er auch noch gegen die Demenz, die ihm nach und nach sein Leben und seine Erinnerungen entreißt. Liv, eine Podcasterin, rollt den Fall erneut auf, um Licht in das Dunkel des Verschwindens zu bringen. Auch Daniel, der Ex-Freund der Vermissten, hadert immer noch mit dem Verschwinden von Julie und der darauf folgenden Verdächtigung seiner Person. Kann Das Rätsel um Julie noch gelöst werden, bevor Theo vollends seine Erinnerung verliert?
Nachdem ich bei meinen letzten Versuchen mit „Martha schläft“ und „Perfect Day“ eigentlich beschlossen hatte, dass Romy Hausmann und ich wohl keine Freunde mehr werden, hat mich „Himmelerdenblau“ dann doch wieder gecatcht. Cover und Klappentext haben mich einfach zu neugierig gemacht und ich konnte nicht n dem Buch vorbeigehen. Hausmann bleibt sich tatsächlich treu was den den Schreibstil angeht, wagt aber auch Neues, indem sie mit der Darstellung einer Demenzerkrankung einen sehr unbequemen Weg einschlägt.
Im Zentrum von „Himmelerdenblau“ steht Theo Nowak, ein zutiefst tragischer Charakter, der durch den Verlust seiner Familie und die fortschreitende Demenz gezeichnet ist. Romy Hausmann gelingt es auf erschreckend realistische Weise, die Krankheit in Theos Sprache und Denken einzufangen. Wortfindungsstörungen, sprunghafte Gedanken, ein stetes Wechselspiel zwischen Klarheit und Vergessen… all das macht die Lektüre unbequem, aber gerade deshalb so authentisch.
Neben Theo spielt Liv eine wichtige Rolle. Als Podcasterin ist sie diejenige, die die Vergangenheit neu aufrollt. Ihre Perspektive bringt eine moderne Ebene in die Geschichte und verleiht der Handlung eine zusätzliche Dynamik. Und dann ist da noch Daniel, der Ex-Freund. Im ersten Miment denkt man noch „Ach ein netter Kerl“, doch schnell umweht ihn eine Aura des Unbehagens, die im Laufe der Erzählung nicht weicht und sich immer mehr verdichtet.
Das Buch lebt von seinen Perspektivwechseln. Jede tragende Figur kommt zu Wort, was ein facettenreiches, aber auch herausforderndes Leseerlebnis schafft. Besonders Theos Passagen fordern Geduld und Konzentration, sind aber zugleich literarisch eindrucksvoll umgesetzt. Die Atmosphäre steigert sich mit den Kapiteln. Langsam, fast schleichend baut sich die Spannung auf. Kein atemloser Pageturner, sondern ein Thriller, der mehr wie ein Drama wirkt und sehr intensiv, bedrückend und psychologisch tiefgehend ist.
Himmelerdenblau ist ein vielschichtiger, langsamer Thriller, der zugleich Drama und psychologische Studie ist. Er verlangt den Leserinnen und Lesern einiges ab, belohnt aber mit einer eindringlichen Atmosphäre und Figuren, die noch lange nachhallen. Das Ende war für mich teils vorhersehbar, überraschte dann aber doch noch mit einigen Wendungen. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, vor allem wegen der unterschiedlichen Perspektiven und der gekonnten Einbindung des Podcast Themas.
Julie Novak è scomparsa il 7 settembre 2003. Da allora la sua famiglia è distrutta. Solo il padre, Theo, non smette di cercarla e quando, dopo vent’anni, viene contattato da una giornalista che tiene un podcast di true crime capisce che questa è la sua ultima opportunità. Liv Keller sostiene di essersi imbattuta in una nuova pista e Theo sa di non avere molto tempo davanti. Ha 74 anni, è un rinomato ex cardiochirurgo, ma deve sbrigarsi perché l’avanzare della demenza senile sta cancellando i suoi ricordi, rendendo difficili anche le più banali attività quotidiane. A volte la memoria gli gioca brutti scherzi, come ben sa l’altra figlia, Sophia, che cerca in tutti i modi di prendersi cura di lui. Ma non c’è niente di più crudele che non conoscere il destino dei propri cari e Theo è pronto a fare qualsiasi cosa pur di scoprire la verità. Ho preferito "La mia prediletta'. Perché? Troppa carne al fuoco. Troppe identità semi svelate che rendono il libro difficoltoso da seguire. Troppi fatti che si intrecciano e a volte lo rendono noioso. L'epilogo è semplice e ben congegnato. Peccato ! Voto: 6
Die Geschichte war sehr spannend und der Plottwist und für mich auch überhaupt nicht vorhersehbar 🤯🤯
***SPOILER*** Das einzige was ich komisch fand, ist als die Hauptprotagonistin verstorben ist, dass da kurz danach überhaupt nicht mehr drauf eingegangen wurde. (außer bei der Aufklärung am Ende) Sie wurde tot aufgefunden und danach haben die sofort weiter ihre Ermittlungen gemacht, obwohl die sich ja alle nahe standen 😅
Dieses Buch hat wirklich das Zeug, mein Jahreshighlight zu werden, und das kommt überraschend. Was hat mir daran so gefallen? Ganz einfach: Alles! Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was der Handlung eine enorme Tiefe verleiht. Da ist zum einen Theo, und ich muss sagen, es ist einfach großes Kino, wie Romy Hausmann diesen Charakter gezeichnet hat. Besonders die Darstellung seiner fortschreitenden Demenz ist authentisch und unglaublich emotional. Dann gibt es Liv, die Podcasterin, die Theo hilft, die Wahrheit über das Verschwinden seiner Tochter zu finden. Ich mochte sie sofort. Und dann sind da noch zwei weitere Perspektiven, die ich hier nicht spoilern möchte. Ich kann nur sagen, dass ich anfangs überhaupt nicht verstanden habe, wie sie zusammenhängen, was mir die Möglichkeit gab, verdammt viele Theorien aufzustellen. Obwohl es ein ruhiger, tiefgründiger Thriller mit subtiler Spannung ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich musste einfach wissen, wie alles zusammenhängt, was aus Theos Tochter geworden ist und ob sie noch am Leben ist. Das Ende hat mich total umgehauen – es brauchte zwar ein paar Seiten für die Auflösung, aber es gab nichts Befriedigenderes, als bei jeder offenen Frage einen Haken machen zu können. Es war eine schlüssige und runde Auflösung, die mich noch einmal ganz anders getroffen und total fertig gemacht hat. Für mich persönlich ist das das beste Buch, das Romy Hausmann je geschrieben hat. Ihr müsst es einfach lesen. Ja, ihr müsst!
Tolles Buch, tolles Hörbuch! Verschiedene Sprecher für verschiedene Personen hat das Buch lebendig gemacht. Und so toll umgesetzt! Erzählt wird die Geschichte von Theo, dessen Demenz dazu führt, dass er vergisst, wer die anderen sind, und irgendwann fehlen ihm auch Teile seines Lebens. Aber, was mit seiner Tochter Julie passiert ist, die vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist, das muss er unbedingt noch rausfinden, bevor er nichts mehr weiß. Aufgegriffen wird das wachsende Interesse an True Crime Podcasts, die Hörerzahlen generieren wollen. Fast um jeden Preis. Hier dargestellt durch Liv und Phil, die den Fall Julie zum anstehenden Jahrestag neu aufrollen wollen. Und dann gibt es noch die jüngere Schwester Sophia, die sich um Theo kümmert und deren ganzes Leben im Schatten der verschwundenen Schwester steht und die sich rührend um den dementen Theo kümmert. Es wird sehr deutlich als was diese Krankheit auch für die Angehörigen bedeutet. Manchmal fand ich es etwas langatmig erzählt, aber es ergab Sinn! Und ich fand es rund.
Das Thema des Buches, ein Cold Case, hat mich interessiert. Leider hat mich die Erzählweise der Schriftstellerin enttäuscht. Wäre es nur um die vor zwanzig Jahren verschwundene Julie gegangen, hätte ich den Krimi auch bis zum Ende gelesen. Aber es kommen für mich zuviele Charaktere in der Geschichte vor, die jeweils die Ereignisse aus ihrer Sicht schildern. Dadurch wird das Geschehen oft wiederholt, und ich habe Seiten überblättert. Dann ermittelt das Cold Case Duo auch noch in einem weiteren Fall und ich wurde wieder von der eigentlichen Handlung abgelenkt. Auch Spannung kommt deshalb nicht auf. Jedesmal wenn meine volle Aufmerksamkeit in Anspruch genommen wurde, gibt es einen neuen Erzählstrang. Die Demenzerkrankung des Vaters wird für mich holprig und mühsam mit eingebaut. Ich habe mir das Ende des "Thrillers" erzählen lassen, und bin froh, dass ich das Buch früh genug weggelegt habe.
Zum Inhalt: Theo hat beginnende Demenz, er war ein renommierter Herzchirug in der Berliner Charité. Heute lebt er in kleiner Wohnung und hat fast alles verloren. Seine Frau, sein luxuriöses Haus und vor 20 Jahren verschwand seine Tochter Julie… Und Theo kann nicht loslassen, fest davon überzeugt, dass seine Tochter noch lebt, fängt er an, sich wieder mit dem Fall zu beschäftigen, denn kurz bevor er alles vergisst, MUSS er seine geliebte Tochter finden. Da kommt es ihm wie gelegen, dass ein erfolgreicher True-Crime-Podcast den Fall nochmal neu aufrollen möchte. Die Hosts bitten Theo um ein Interview, zwar ist Theos verbliebene Tochter Sophie alles andere als begeistert, dass ihr vergesslicher Vater nochmal über den Fall sprechen möchte, stimmt einem Treffen dann aber doch zu. Und schon bald darauf begibt sich Theo mit der Podcasterin Liv auf Spurensuche und deckt schon bald Dinge auf, die vorher im verborgenen geblieben gewesen sind… und dann erinnert sich Theo an einen Verdächtigen, der auch nach 20 Jahren alles andere als unschuldig wirkt…
Mein Fazit: Das war mein erstes Buch von Romy Hausmann und es hat voll meinen Nerv getroffen. In wenigen Tagen habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Theo, der durch seine beginnende Demenz ein unzuverlässiger Protagonist und Erzähler ist. Sein Handlungsstrang war mit unter anstrengend zu verfolgen, da er Wörter durcheinanderbringt, oder völlig falsch benutzt, was aber den Beginn der Krankheit sehr gut dargestellt hat. Und auch alle anderen Personen, die hier eine Rolle spielen und aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, waren spannend und für mich undurchschaubar. Da ist Daniel, der vor 20 Jahren der Hauptverdächtige gewesen ist. Liv, die Podcasterin, die ein Trauma aus ihrer Kindheit mit sich herumträgt und leider auch heute kein Glück hat. Rund um die Recherchen für den Podcast, hat es mir auch gut gefallen, dass es Passagen gab, wo wir Podcastaufnahmen begleiten. Das hat das Buch total aufgelockert. Einzig gestört hat mich, dass es bei den einzelnen Handlungssträngen so viele persönliche Schicksale gab, die für die Handlung keine Rolle gespielt haben und leider auch nicht weiter aufgeklärt wurden. Das hat den Charakteren zwar mehr Tiefe gegeben, aber da gab es dann doch zu viel Ungeklärtes. Allerdings hat dieses Buch deutlich mehr Tiefe und ist komplexer, als viele andere Thriller, die hier in letzter Zeit abgefeiert werden. Jetzt freue ich mich riesig auf „Liebeskind“ und vergebe ⭐️⭐️⭐️⭐️ 1/2 von fünf ⭐️nen!
Julie Novak ist verschwunden und das schon seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum nehmen mehrere True Crime Podcasts zum Anlass, um den Fall erneut zu besprechen, darunter auch der Podcast "Two Crimes" von Liv und ihrem Partner Phil. Dabei entdecken sie, dass sich hinter dem Verschwinden des Mädchens vielleicht doch mehr verbirgt, als die Ermittlungen der Polizei 2003 ergaben. Und bringen ganz nebenbei das Leben von Julies Angehörigen – sowohl absichtlich als auch unabsichtlich – gehörig durcheinander.
Da ist zum Beispiel Julies Familie, bestehend aus ihrer jüngeren Schwester Sophia und ihrem Vater Theo, der schon seit einigen Jahren an Demenz erkrankt ist und sehr darunter leidet, dass seine Erinnerungen ihm langsam aber sicher abhanden kommen. Sowohl an seine Frau Vera, die an Krebs gestorben ist, als auch an seine Tochter Julie. Theo ahnt, dass er nicht mehr lange auf seine kognitiven Fähigkeiten vertrauen kann und möchte um alles in der Welt aufdecken, was wirklich vor 20 Jahren passiert ist. Deshalb lässt er sich auch auf die Interviewanfrage des Podcasts ein und beginnt gemeinsam mit Podcast-Host Liv das ganze Geschehen noch einmal aufzurollen, wovon Sophia überhaupt nicht begeistert scheint. Dabei hat er den Schuldigen in seinen Augen schon längst ausgemacht: Julies Ex-Freund Daniel.
Daniel ist Altenpfleger – oder Arschabwischer, wie Theo es so extrem sympathisch ausdrückt – und lebt noch immer im Haus seiner verstorbenen Mutter. Seine einzige Vertraute ist sein Hund Queen. Ansonsten hat er keine Freunde, keine Familie und hält sich von den meisten Menschen fern. Auch weil er nicht verwunden hat, dass sich die Presse, durch Julies Eltern angeheizt, auf ihn als Verdächtigen eingeschossen hatte, obwohl er von der Polizei entlastet wurde. Auch er möchte herausfinden, was mit Julie passiert ist, um sich reinzuwaschen, aber auch, weil nie aufgehört hat sie zu lieben.
Liv, Theo, Daniel und die geheimnisvolle Lara sind die Protagonist*innen des Thrillers, aus deren Perspektiven die Geschehnisse (weitestgehend) abwechselnd erzählt werden. Dabei wechselt Romy Hausmann diese immer genau dann, wenn jemand gerade eine spannende Entdeckung macht, oder etwas besonders Spannendes passiert. Das sorgt dafür, dass man sich von Cliffhanger zu Cliffhanger hangelt und die Geschichte trotz beinahe 450 Seiten kaum langweilig wird. Dennoch beinhaltet das Buch einige Längen.
Auch weil darin viele, viele Menschen mit (recht generischen) Namen vorkommen, die man sich behalten muss (Daniel, Phil, Max oder Anna, Vera, Lara), von denen einige dann auch noch eine verborgene, gemeinsame Vergangenheit haben. Eine Tatsache, die der Geschichte keinen Abbruch tut, mich aber persönlich immer etwas irritiert. Gerade in einer Millionenstadt wie Berlin erscheint mir das immer etwas wenig plausibel und konstruiert. Ein Gefühl, was ich bei Liebeskind nie hatte.
Vielleicht ist es auch dieser Vergleich zu Liebeskind, der Himmelerdenblau am meisten auf die Füße fällt. Denn selbst als erprobte Thriller-Leserin habe ich die Auslösung "damals" nicht kommen sehen. Wahrscheinlich wartet man deshalb bis zum Schluss auf eine Wendung, die aber nicht kommen will. Zwar gibt es auch in dieser Geschichte einige unerwartete Twist, das Buch ist durchgehend spannend und – wie immer – hervorragend geschrieben. Aber vielleicht bin ich als Romy-Fan einfach ein wenig zu verwöhnt und war deshalb vom Ende und der Auslösung dann doch ein wenig enttäuscht. Vor allem Laras Geschichte wirkte für mich fast unnötig hineingewurstelt, um eine falsche Fährte zu legen und Verwirrung zu stiften – was ich persönlich nicht unbedingt gebraucht hätte. Vor allem, weil bereits durch die E-Mails, die Theo von einer anonymen Adresse bekommt, ein Funken Hoffnung oder eine Vermutung entsteht, dass tatsächlich Julie noch leben könnte.
Zur Verwirrung trägt auch Theos Perspektive bei, die für mich aber dennoch zu den stärksten Teilen von Himmelerdenblau gehört. Denn durch seine Demenzerkrankung hat Theo seine Gedanken nicht immer im Griff. Seine Erinnerungen spielen ihm Streiche, er bringt sowohl Situationen, als auch Menschen und Begriffe durcheinander. Romy Hausmann hat nach eigenen Angaben für dieses Buch viel über Demenz recherchiert und das spürt man auch beim Lesen. Als nicht betroffene Person wird man selbstredend nie wirklich verstehen können, wie es sich anfühlt, mit dieser Krankheit zu leben, aber man bekommt als Leser zumindest eine Ahnung, was sich in Theos Kopf abspielt. Das hat für mich zwar nicht dazu geführt, dass ich Sympathien für ihn entwickeln konnte, aber zumindest Empathie. Ob ich dennoch glauben kann, dass er vollständig vergessen haben will, was er, Vera und Sophia mit Julies Verschwinden zu tun haben, habe ich noch nicht endgültig entschieden. :)
Etwas, was in meinen Augen dagegen unzureichend beleuchtet wird, ist das Thema von sexuellen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen/Kindern. Wer hierauf sensibel reagiert, sollte die nächsten beiden Abschnitte überspringen.
Da sind zum einen Daniel (22) und Julie (16), die trotz sechs Jahren Altersunterschieds daten – in diesem Alter doch eine große Spanne. Das wird auch von Julies Familie (und der Presse) durchaus kritisch gesehen, von Daniel selbst aber immer wieder relativiert (à la "Irgendwann, wenn wir älter sind, ist das alles egal"). Mir ist klar, dass es nur seine Perspektive widerspiegelt, die nicht moralisch einwandfrei sein muss und Autor*innen nicht die Verantwortung haben, ihren Leser*innen jedes Thema einzuordnen. Dennoch stoße ich mich regelmäßig an ähnlichen Erzählweisen.
Wesentlich schlimmer finde ich aber die "Beziehung" zwischen Sophia (14) und ihrem über 30-jährigen Karate-Lehrer, die sowohl von dessen Frau als auch von Liv immer wieder als "Affäre" bezeichnet wird. Gerade weil diese selbst in jungen Jahren Opfer sexueller Gewalt durch ihren Stiefvater wurde und ich deswegen ein anderes Bewusstsein von ihr erwartet hatte. Dennoch setzt sie der Perspektive der Ehefrau wenig entgegen, wonach sowohl ihr Mann als auch Sophia sich mit der Affäre schuldig gemacht haben. Dass Sophia VIERZEHN und das Machtgefälle zwischen ihr und ihrem Karate-Lehrer in mehrerlei Hinsicht enorm ist (durch den Alterunterschied und als Lehrer) wird mir viel zu wenig besprochen. Da hilft es (mir) auch nicht, dass Liv in einem inneren Monolog erörtert, dass in Deutschland das Alter sexueller Selbstbestimmung bei 14 Jahren liegt. Der Ausdruck "mindestens ein moralischer Supergau" bleibt mir für diese Situation viel, viel, viel zu milde. In meinen Augen sind Beziehungen zwischen Mittedreißig-Jährigen und jugendlichen Mädchen mehr als moralisch fragwürdig und ich hätte mir dazu eine deutlichere Einordnung gewünscht. Auch wenn – wie erwähnt – Romy Hausmann hier keine moralische Verantwortung zuzuschreiben ist, ihre Leser*innen aufzuklären. Vielleicht bin ich bei diesem Thema auch einfach sehr sensibel, während andere Leser*innen es ganz anders auffassen werden.
Was ich dagegen sehr mochte, ist, dass nicht alle Protagonst*innen es lebend bis zum Ende des Thrillers schaffen. Denn oft kann man sich als Leser*in sicher sein, dass zumindest diejenigen, aus deren Sicht eine Geschichte erzählt wird, überleben. Dass Romy Hausmann mit dieser Konvention bricht, hat für mich für ein noch spannenderes Leseerlebnis gesorgt.
Und das ist auch das, was ich über Himmelerdenblau schlussendlich sagen kann: Ich fand es wahnsinnig spannend und konnte es über zwei Urlaubstage hinweg kaum aus der Hand legen. Ein wenig überladen, ein paar Kapitel zu lang und nicht ganz so außergewöhnlich wie Liebeskind, aber immer noch ein sehr, sehr guter Thriller.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Netto passo indietro rispetto alle prove precedenti. Involuto, difficoltoso nella lettura, una trama poco credibile, alla fin fine........noioso. Peccato per questo peccato di presunzione da parte di un'autrice fin qui molto credibile e coinvolgente. Speriamo nella prossima uscita.
3,5 Sterne mit Tendenz nach unten. Es hat einen angenehmen Schreibstil und war auch spannend zu lesen bzw. zu hören. Das Hörbuch war auch super vertont, besonders die Podcast-Elemente fand ich richtig klasse gemacht! Ich habe zwar nicht ausreichend Erfahrung mit Demenz, aber zumindest anhand der Informationen, die ich als Laie habe, war es ziemlich treffend umgesetzt. Ebenfalls war Theo dadurch ein sehr besonderer, teilweise etwas drolliger, Charakter. Jedoch war es dadurch manchmal auch schwer, ihm zu folgen, und ich kann mir vorstellen, dass es so für einige zu einer sehr anstrengenden Lektüre wird ... Dennoch fand ich das Buch unterhaltsam, war jedoch von der Auflösung etwas enttäuscht. Schlecht gemacht ist sie nicht, aber so oder so ähnlich einfach schon tausend Mal gelesen ... Daher fühlte es sich nach "zu wenig" für die vielen verwirrenden Stränge, die man mühsam entwirrt hat, an. Daniels POV hat mir einen ganz ekligen Vibe gegeben - aber ich glaube, das war Absicht. Dennoch war es schaurig. Laras POV fand ich im Nachhinein ziemlich unnütz, auch wenn ich natürlich verstehe, wieso er eingewoben wurde. Wenn auch hier die Auflösung nicht so billig gewesen und in drei Nebensätzen passiert wäre, hätte es mich im Nachheinein vermutlich auch weniger gestört. Im Großen und Ganzen ein nettes Buch, aber nicht so rasant wie zum Beispiel "Liebes Kind" von der Autorin. Die vielen Verknüpfungen waren auf jeden Fall schwer zu erraten, obgleich es Anhaltspunkte gab, zugleich aber auch sehr konstruiert. Da muss schon viel Zufall im Spiel sein, aber wenn einen das nicht stört ... Wie gesagt, hätte es ein anderes Ende gehabt, hätte es mir vermutlich besser gefallen.
Das war tatsächlich mein erstes Buch von Romy Hausmann - und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar mag ich es bei Thrillern normalerweise etwas härter, doch 'Himmelerdenblau' überzeugt mit einer anderen, dafür umso raffinierteren und durchdachten Geschichte. Schon nach wenigen Seiten hatte mich die Autorin komplett gepackt.
Die beiden True-Crime-Podcaster Liv und Phil rollen in ihrer Show einen alten Entführungsfall neu auf - und bringen damit mehr ins Rollen, als ihnen lieb ist. Gemeinsam mit Theo, dem mittlerweile dementen Vater der vor Jahren verschwundenen Julie, versuchen sie herauszufinden, was in jener Nacht wirklich geschehen ist. Lebt Julie noch? Ist sie vielleicht freiwillig verschwunden? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Der Fall ist spannend aufgebaut, und ich wusste bis zum Schluss nicht, welche Wahrheit sich dahinter verbirgt. Einige Nebenstränge fand ich ebenfalls interessant, doch am meisten berührt hat mich alles rund um Theo und seine Demenzerkrankung. Romy Hausmann hat diesen Aspekt unglaublich authentisch und feinfühlig umgesetzt - das war sicherlich keine einfach Aufgabe, aber sie ist ihr großartig gelungen.
Man fiebert bis zum Ende mit und hofft, dass Theo das Schicksal seiner Tochter noch in einem halbwegs Moment Zustand aufklären kann. Trotz kleiner Längen gegen Ende ist 'Himmelerdenblau' ein unblutiger, aber durchweg fesselnder Thriller, der sich sehr angenehm lesen lässt. Mein Fazit: Eine kluge, emotional berührende und spannend erzählte Geschichte - durchaus empfehlenswert.
Die Geschichte war durchgehend spannend und es gab viele Fährten, weswegen man immer neue Theorien aufgestellt hat.
Irgendwie waren es aber zu viele eigene Geschichten, die zwar zusammengehören, aber teilweise zu sehr gewollt für einen Twist sorgen sollten.
Insgesamt fand ich es unterhaltsam und teilweise wirklich emotional und berührend. Vor allem Theos Perspektive hat mich zu Beginn sehr mitgenommen.
Für 5 Sterne fehlte mich allerdings eine richtige Überraschung. Auch wenn ich nicht alles habe kommen sehen, waren es zu viele eingebaute Nebencharaktere. Dennoch kann das Buch definitiv mit "Liebes Kind" und "Perfect Day" mithalten und ich habe mich gefreut Neues von Romy zu lesen!
Ich hätte echt nicht gedacht, dass mich dieses Buch so begeistern würde. Ich habe vor ein paar Jahren „Liebeskind“ von Ihr gelesen und fand das wirklich toll und Ihr neuer Thriller stand dem tatsächlich in nichts nach. Es war durchweg spannend, was vor allem an den verschiedenen Perspektiven lag, aus denen die Handlung geschildert wird. Normalerweise empfinde ich das meistens eher als anstrengend, weil man schnell verwirrt ist, um wen es gerade geht. Das war hier definiert nicht der Fall. Ich war von allen Handlungssträngen total gefesselt. Man wurde auf raffinierte Weise in die Irre geführt, wurde dazu verleitet Theorien aufzustellen, die letztendlich in sich zusammen gefallen sind wie ein Kartenhaus. Einfach Exquisit. Und das Ende beziehungsweise auch schon der Plottwist ein paar Kapitel vorher haben mich wirklich eiskalt erwischt. Damit hätte ich echt nicht gerechnet und ich hab auch bis zur letzten Sekunde geglaubt, es wird doch noch ein anderer Ausgang enthüllt aber nein. Das Ende blieb so schockierend wie es war. Ich fand besonders die Sicht des 74-jährigen an Demenz erkrankten Theos richtig interessant und wahnsinnig gut umgesetzt. Das nächste Buch der Autorin ist also gedanklich schon auf meine Wunschliste gewandert. Wer einen spannenden und einzigartigen Thriller sucht, der wird hier auf jeden Fall fündig. Ein Stern Abzug, weil für mich am Ende trotzdem noch 1-2 Fragen offen geblieben sind, die ich gerne geklärt hätte haben wollen :)
Es ist zwanzig Jahre her, als Julie Novak zuletzt gesehen wurde. Die Pocaster Liv und Phil rollen den Fall zum zwanzigsten Jubiläum neu auf. Liv will Theo Novak, den Vater von Julie interviewen. Doch dies gestaltet sich nicht so einfach wie gedacht. Denn Theo hat nicht mehr viel Zeit, sein Gedächtnis lässt ihn so langsam im Stich. Die Demenz schreitet immer weiter fort. Als Liv auf Ungereimtheiten in diesem Fall trifft, ist sie Feuer und Flamme und möchte Theos letzten Wunsch erfüllen: zu erfahren was vor zwanzig Jahren wirklich passiert ist.
Das Buch ist in verschiedene Perspektiven aufgeteilt, darunter auch der Podcast von Liv und Phil. Wäre das ein echter Podcast, hätte ich schon längst abgeschaltet. Es war mir zu viel um den heißen Brei Gerede. Ich empfand alle Protagonisten unsympathisch, außer Theo und Liv. Sie war aber eher zu bemitleiden, als wirklich sympathisch. Der Schreibstil lässt sich im großen und ganzen flüssig lesen. Etwas holprig sind die Seiten um Theo, mit der Demenz ist nicht gut Dingens, Kirschen essen ;) Romy Hausmann schafft es mit diesem Thriller reichlich Verwirrung zu stiften. Wobei ich einige Passagen im Nachhinein als unnötig empfinde. Der Schluss war logisch und nachvollziehbar, aber auch irgendwie unbefriedigend.
Eine gut erzählte Story . Die Erzählungen erfolgen abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten. Gut gelungen! Ich finde, dass auch das schwierige Thema Demenz gut behandelt wird. Bei aller Tragik musste man bei Theos Gedanken und Worten oft sogar schmunzeln!
“Umane bugie” è un giallo di Romy Hausmann pubblicato nel 2025. Si tratta di un thriller in cui prendono vita anche diverse tematiche sociali che lo arricchiscono. E’ la storia della famiglia Novak: Theo, un padre cardiochirurgo di più di settant’anni che oramai ha abbandonato la professione e che al momento combatte una battaglia destinata alla sconfitta contro la demenza senile; Vera, la moglie di Theo, morta anni prima; Sophia, la figlia minore dei Novak, che cerca di prendersi cura del padre; Julie, la figlia maggiore, scomparsa venti anni prima ancora adolscente. Una famiglia traumatizzata da questa sparizione e che ha fatto i conti anche negli anni successivi con la sofferenza, ma dove in Theo non si è mai placata la speranza di riabbracciare la figlia scomparsa. A dividere la scena con la famiglia, due giornalisti: Liv Keller, voce e autrice del podcast che condivide con Phil Hendricks; quest ultimo con un passato nella carta stampata gestito non sempre in modo limpido. I due sono legati non solo professionalmente anche se la relazione sentimentale nasconde una certa subalternità di Liv nei confronti di Phil. Dai loro racconti attuali e da ciò che la stampa ha annunciato venti anni prima nasce il malessere di Daniel, legato sentimentalmente a Julie Novak ma la cui relazione è stata interrotta a causa della volontà di Theo. Daniel è stato raffigurato e tutt’ora viene indicato come uno dei maggiori sospettati della vicenda criminosa di venti anni prima, e questa infamia ha condizionato la sua vita. Sarà proprio la volonta di Liv di incontrarsi con Theo per un’intervista per il podcast ha creare il legame tra i due; a far rinascere nel padre la speranza di ritrovare la figlia dopo tutti questi anni e a permettere a Liv di riscattarsi professionalmente e umanamente nel tentativo di ridare chiarezza ad un caso irrisolto. La vicenda è descritta attraverso i vari punti di vista di questi personaggi principali: in alcuni casi sono loro la voce narrante (per tutti quelli che erano presenti al tempo dei fatti incriminati, ovvero i Novak e Daniel) in altri casi invece è una voce narrante esterna a descrivere ciò che avviene a Liv e Phil, come a confermare la loro estraneità alla caso. Lo sviluppo della trama sotto l’aspetto del giallo alle volte si perde dietro a situazioni non sempre chiarite, in personaggi secondari lasciati sullo sfondo a cui è difficile attribuire specifici connotati e ad eventi che chiudono lo sviluppo di parti della trama forse in modo troppo repentino. Se il giallo a mio parere quindi non ha raggiunto il suo scopo, l’evidenza di alcune tematche sociali sono invece sempre presenti e diventano forse l’aspetto più interessante: dal modo di affrontare una patologia come la demenza senile, ma anche lo stalking e la violenza fisica o psicologica maschile verso i personaggi femminili. Il tema principale su cui poi è inevitabile riflettere è la facile cattiveria di una certa comunicazione giornalistica che crea vittime, confonde le supposizioni con la realtà e crea il mostro solo per fini commerciali.
Libro inizialmente un po' piatto e che richiede attenzione da parte del lettore per la scelta dell'autrice di scrivere parole sbagliate nei pensieri di un personaggio affetto da demenza senile Devo confessare che nelle prime righe avevo pensato a errori di stampa ma poi ho capito che erano voluti Per il resto poi la trama prende vita e gli intrecci familiari e non, ti coinvolgono e ti accompagnano al giusto epilogo
Es geht um Julie, die seit 20 Jahren vermisst wird. Ihr demenzkranker Vater Theo möchte noch einmal versuchen, seine Tochter zu finden. In lichten Momenten hat er ein schlechtes Gewissen, weil er wegen seines anspruchsvollen Berufes viele Ereignisse seiner beiden Töchter versäumt hat. Stets vertröstete er sie mit den gleichen Worten:
>>Ich bin nun mal der Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, das ist nun mal mein Job , nein, das ist mehr als nur ein Job. Dem Tod ist es egal, ob Weihnachten ist oder Ostern oder Urlaub oder Abschlussball.<< (Seite 333)
Er muss sich beeilen, da sein Geist sich mit jedem Tag mehr von dieser Welt verabschiedet. Das Ganze hat die True Crime Podcasterin Liv in Gang gesetzt, nachdem sie sich mit dem ehemaligen Professor der Charité, in Verbindung gesetzt hat. Womit Liv nicht gerechnet hat; der Fall berührt sie sehr und weckt viele Emotionen in ihr. Sie entwickelt Theo gegenüber einen Beschützerinstinkt, was für ihren Podcast und Lebenspartner Phil nicht nachvollziehbar ist, da er mit diesem Fall den großen Durchbruch als Podcaster erzielen möchte.
Romy Hausmann hat hier einen wirklich spannenden Thriller geschrieben, der ohne großes Blutvergießen auskommt. Vielmehr besticht er durch die leise Spannung und der sensiblen Darstellung des demenzkranken Theo, der mit aller Kraft gegen das endgültige Vergessen ankämpft.
Ich hatte ziemlich schnell einen Verdacht, wer für das Verschwinden der damals 16-jährigen Julie verantwortlich sein könnte. Meine Vermutungen kamen aber mehrmals ins Schwanken, da Julies Ex-Freund Daniel, mit seinem eigenartigen Verhalten, auch sehr verdächtig wirkt. Irgendwie war mir das zu einfach und ich wurde das Gefühl nicht los, auf eine falsche Fährte gelockt zu werden. Julies jüngere Schwester Sophia leidet selbst nach 20 Jahren noch unter dem großen Verlust. Die zarte, feinfühlige Frau hat Angst, dass ihr kranker Vater die ganzen Aufregungen nicht verkraftet. Aus ihrem anfänglichen Misstrauen gegenüber Liv, wächst langsam Vertrauen.
Es gibt viele Schreibfehler, die einzig Theos Demenz geschuldet sind und dadurch Authentizität verleihen sollen. Da ich immer wieder mal ehrenamtlich mit dieser Krankheit zu tun habe, erschließt sich mir eine Sache nicht komplett. Demente Menschen vergessen Ereignisse und Wörter. Jedoch habe ich noch nie erlebt, dass ein Betroffener die Wörter total falsch ausspricht; eher ein falsches Wort benutzt. Anderseits bin ich weder Ärztin,- noch Pflegerin, die wesentlich mehr mit dieser Krankheit konfrontiert sind. Die lichten Momente von Theo kann ich sehr gut nachvollziehen. Es gibt hochgradig demente Menschen, die die Telefonnummern ihrer Kinder auswendig wissen.
Fast jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Person erzählt und endet meist mit einem Cliffhanger. Das steigert die Spannung kontinuierlich. True Crime Podcaster können sehr hilfreich zur Auflösung jahrelanger, ungeklärter Fälle sein, aber, sie können auch immensen Schaden anrichten ....
Fazit Es gibt Bücher, da reagiert man bei jeder Unterbrechung richtig genervt. Himmelerdenblau ist ein Thriller, der mich für ein paar Stunden den zur Eremitin gemacht hat. Ich wollte mit niemandem reden und einfach nur für mich sein, um diesen spannenden, ruhigen Thriller zu genießen. Das Thema Demenz hat Romy Hausmann sehr gut herübergebracht und spiegelt sich exakt im Text wider. Die Figuren sind gut gezeichnet und haben Erkennungswert. Mit jeder gelesenen Seite wächst die Anzahl der Verdächtigen.
Einen demenzkranken Arzt und eine True Crime Podcasterin auf Verbrecherjagd zu schicken ist ein Geniestreich, den ich so noch nie gelesen habe.
Mein Verdacht hat sich bestätigt und ich empfehle Euch, die Story selbst zu erkunden. Das Ende enthält viele Überraschungsmomente.
Eine klare Empfehlung von mir. Danke, Romy Hausmann.
Romy Hausmann schreibt nicht einfach nur Thriller. Romy Hausmann schreibt Geschichten mit einer außergewöhnlichen Tiefe, die mir einfach jedes Mal dermaßen unter die Haut gehen! Weiter besteht ihre große Kunst darin, aus der Erlebenswelt eines Menschen, aus seiner Perspektive heraus zu schreiben. Schon bei „Liebeskind“ hat sie die Perspektive des Kindes so beeindruckend authentisch geschrieben und bei „Himmelerdenblau“ erzählt die Autorin aus der Sicht eines Demenzkranken; dies macht sie mit so viel Liebe und Respekt, gleichzeitig so erschreckend und beeindruckend echt, mit feinen Nuancen und in aller Deutlichkeit. Die Erzählweise ändert sich sogar, je nach Momenten, in denen er ganz klar und bei sich ist, oder wenn er in eine Krise stürzt. Ganz große Kunst! Das macht das komplette Leseerlebnis so eindringlich und eindrucksvoll! Neben dem demenzkranken Vater Theo lesen wir auch noch aus weiteren Perspektiven. Theos zweite Tochter Sophia, die neben dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester Julie vor 20 Jahren und dem Tod der krebskranken Mutter nun auch mit der Krankheit ihres Vaters fertig werden muss; eine Krankheit, die ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt. Die Podcasterin Liv, die am Anfang so wirkt, als sei sie nur auf eine gute Story aus, die aber Mitgefühl entwickelt und merkt, welche Tragweite ihre erneute Ermittlung für alle Beteiligten hat und die sich in durch ihre eigene Vergangenheit geprägte wiederkehrende Verhaltensweisen verstrickt. Daniel, der Ex-Freund der verschwundenen Julie, der damals auch ins Kreuzfeuer geriet, jedoch schließlich von der Polizei als Täter ausgeschlossen wurde. Der mit den Folgen von damals immernoch zu kämpfen hat und nie ganz loslassen konnte. Und Lara - eine junge Frau, die vom Teufel gefangen gehalten wird und einfach nur wieder zurück zu ihrer Familie will.
Alles Schicksale, deren Gefühlswelt und Erleben uns so nahe gebracht werden, die uns mitreißen, in einen Strudel der Rätsel, des Mitgefühls, der bösen Vorahnungen, Schockmomente, des Erschreckens und puren Schmerzes - aber auch der Liebe - führen; denn in Romy Hausmanns Thrillern scheint, neben dem ganzen Dunkel, auch immer wieder das Licht durch. Das ist der Autorin wichtig und das merkt man auch!
Ich hatte meine eigenen Vermutungen und Fährten, die am Ende allesamt in einem Schockmoment explodiert sind und mich die letzten 50 Seiten unter Tränen haben lesen lassen. Wann vermag ein Thriller dermaßen zu berühren? In dieser Form habe ich das kaum erlebt!
Dieses Buch ist ein Meisterwerk für mich! Ich liebe alle Bücher von Romy Hausmann, aber mit diesem hat sie nochmal neue Maßstäbe gesetzt! Absoluter Wahnsinn! Lest es!
Zwanzig Jahre ist es her, dass die damals sechzehnjährige Julie Novak mitten in der Nacht aus ihrem Elternhaus verschwand. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Mittlerweile ist die Mutter verstorben und ihr Vater, Theo Novak, einst der Chefarzt der Herz Abteilung an der Berliner Charité, leidet an immer stärker ausgeprägter Demenz. Doch als ein Podcast die Geschichte noch einmal wieder aufrollt, wird der Fall wieder aufgerollt. Gemeinsam mit Podcasterin Liv beginnt Theo den Fall seiner Tochter erneut zu verfolgen, aber was sind wirkliche Erinnerungen und was existiert nur in seinem Kopf? Im Vorfeld habe ich unheimlich viel über Himmelerdenblau von Autorin Romy Hausmann, deren Debüt Liebes Kind mir damals auch sehr gut gefallen. Ich bin relativ gut in die Geschichte gekommen, die der Leser aus drei Perspektiven miterlebt. Hausmann erzählt recht eindringlich und packt den Leser mit der traurigen Geschichte der entführten Julie. Hausmanns Schreibstil ist etwas Besonderes, man hat den Eindruck, dass sie sich regelrecht in ihre Charaktere versetzt und beim Erzählen werden sie dadurch lebendig. Der Fall macht betroffen, gerade als Mutter einer Tochter im ähnlichen Alter nehmen mich solche Geschichten mit. Man erlebt Julie durch Erinnerungen, sowohl von ihrem damaligen Freund Daniel, der damals in den Fokus geriet, als auch durch Livs Interviews und Theos Erinnerungen. Allerdings sind es vor allem die wechselnden Perspektiven, die Dynamik in den alten Fall bringen. Während wir Daniel und Liv durch einen personellen Erzähler beobachten, erleben wir Theo in der Ich-Perspektive. Daniel sorgt hier für Verwirrung, der viel ältere Freund, der schon erwachsen war und sich mit einer sechzehnjährigen eingelassen hat und somit Hauptverdächtiger wurde, Liv, die immer neue Entdeckungen macht und somit für neue Hinweise sorgt und Theo. Allein die Zeichnung dieses Charakters ist unglaublich gut gelungen. Allein der Gegensatz in Theo, einst Chefarzt in der Berliner Charité und steinreich, heute verarmt in einer zwei Zimmer Wohnung lebend. So wie sein Leben zerfiel, so zerfiel auch seine Erinnerung. Durch die Ich-Perspektive, die vielleicht nicht ganz leicht zu lesen ist, wird es umso deutlicher, was diese Krankheit mit dem Kopf macht. Wörter werden beim Erzählen ausgetauscht, die ähnlich klingen, aber keinen Sinn machen. Ich habe mich hier ertappt, dass ich zuerst schmunzeln musste und mir dann klar wurde, dass diesem einst so klugen Mann das richtige Wort nicht einfällt, der Text in seinem Kopf aber Sinn ergibt. Das macht diese Perspektive traurig, dramatisch und doch auch einfühlsam. Definitiv ganz großes Kino, wie die Autorin das hier umgesetzt hat. Seine Wut aufgrund seiner eigenen Hilflosigkeit, die Angst davor, dass er alles einfach nur noch vergessen wird, kleine Zettel, die ihn erinnern sollen und aus Angst diesen kleinen Zettel zu verlieren, gleich mehrere dabei zu haben. Ich könnte hier noch unheimlich viel erzählen, aber lest es unbedingt selber. Dann wäre da Daniel, der mich immer wieder verwirrte. Ist unschuldig? Oder doch nicht? Oder ist sein Verhalten nur das Resultat daraus, was er alles erlebt hat? Ebenfalls gelungen gezeichneter Charakter, den ich nicht durchschauen konnte. Zu guter Letzt ist da noch Podcasterin Liv, die gemeinsam mit ihrem Partner Phil den Podcast TwoCrime führt. Zunächst ist sie noch recht desinteressiert, doch je mehr sie erfährt über Julies Fall, desto mehr ist sie neugierig und umso mehr frischen Wind bringt sie hinein. Allerdings ist mir das Podcast Duo und die viel zu langen Sequenzen, die Einblick in den Podcast geben, hier leider das, was mir nicht so gut gefallen hat, aus dem einfachen Grund, dass es die Handlung in die Länge zog. Mein Fazit: Großartig geschriebener Thriller mit unglaublich intensiv erzählten Charakteren, bei denen vor allen die Figur des Theo mich unglaublich berührt hat. Dieses Buch entwickelt einen gewaltigen Sog und das, ohne blutig und brutal daher zu kommen. Ganz klare Leseempfehlung!
20 Jahre ist es her, dass Julie Novak unter mysteriösen Umständen aus ihrem Elternhaus verschwand. Als Liv Keller und ihr Partner Phillip Hendricks den Fall in ihrem Podcast ‘Two Crime’ unter die Lupe nehmen, gehen sie auch auf Julies Vater, Theo Novak, zu. Dieser sieht darin die letzte Chance endlich herauszufinden, was mit Julie am 07. September 2003 geschah. Endlich die quälende Ungewissheit in Gewissheit verwandeln können, bevor ihn der Nebel des Vergessens vollends umschließt. Theo Novak ist nämlich dement.
Romy Hausmann schreibt ihren Roman aus verschiedenen Perspektiven, und besonders die Sichtweise des Theo Novak ist eine bemerkenswerte literarische Leistung seitens Hausmanns. Der Autorin gelingt es authentisch aus dem Blickwinkel einer demenzkranken Person zu schreiben und dabei die teilweise verwirrenden Gedankengänge, die Schwierigkeiten bei der Wortfindung und Orientierung, die Lücken in den Erinnerungen aber auch das impulsive und aggressives Verhalten einfühlsam aber ehrlich zu veranschaulichen. Hierfür hat sich Romy Hausmann intensiv mit der Thematik Demenz beschäftigt und über einen längeren Zeitraum eine Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen regelmäßig besucht. In meiner Schulzeit habe ich damals nebenbei in einer Einrichtung für betreutes Wohnen für Senior*innen gearbeitet, in der auch Menschen mit Demenz lebten. Der Charakter Theo Novak hat die Erinnerung an diese sehr intensive und fordernde Arbeit wieder erweckt. Für pflegende Personen und Angehörige ist der Umgang mit dementen Personen natürlich herausfordernd, ich finde es aber auch unglaublich wichtig die Perspektive der Erkrankten ebenfalls im Blick zu haben. Meines Erachtens ist es der Autorin sehr gut gelungen diesen Blickwinkel und die Gedankenwelt schonungslos ehrlich und überzeugend aufzuzeigen. Die Art seiner Erkrankung macht Theo zudem zu einem unzuverlässigen Erzähler. Die Leserschaft muss sich also ständig die Frage stellen, ob sie Novak trauen kann oder nicht. Doch er ist nicht der/die einzige unzuverlässig Erzählende.
Was ich an Romy Hausmanns Thrillern so sehr schätze ist, dass nicht die Grausamkeiten menschlichen Handelns im Vordergrund stehen, sondern dass sie ihr Augenmerk auf die Menschen legt. Sie schaut in die Tiefen menschlicher Abgründe, sie widmet sich den Opfern aber auch deren Angehörigen. In „Himmelerdenblau“ treffen Letztere auf jene Menschen, die über Kriminalfälle in unterhaltsamer Weise berichten. Hausmann wirft hier die Frage danach auf, was True Crime Podcasts dürfen und welche Verantwortung Content Creator dabei haben, vor allem in Hinblick auf Mutmaßungen. Dass derlei Spekulationen das Leben von Menschen nachhaltig beeinträchtigen, ja gar zerstören können, zeigt Hausmann ebenfalls in ihrem neuen Buch. Das True Crime Genre ist eben nicht seichte Unterhaltung sondern es handelt sich hier um das Schicksal echter Menschen.
Die Warten auf den Thriller hat sich meines Erachtens ganz und gar gelohnt. Ich konnte ihn jedenfalls kaum aus der Hand legen. „Himmelerdenblau“ hat Tiefgang und die Plot Twists lassen einem den Atem stocken. Ich hoffe Romy Hausmann wird uns noch mit vielen weiteren spannenden Thrillern den Atem verschlagen.
Auf den neuen Thriller von Romy Hausmann war ich schon sehr gespannt, denn das Thema der Demenz und ein dazugehöriger Cold Case haben mich neugierig gemacht. Seit zwanzig Jahren ist die damals 16jährige Julie Novak verschwunden und der Fall wurde nie aufgelöst. Ein Grund für Liv und Phil, die einen True Crime Podcast betreiben, das Verschwinden von Julie wieder aufzurollen. In der Zwischenzeit ist Julies Mutter gestorben und ihr Vater Theo, ein ehemalig sehr angesehener Chirurg der Berliner Charité, leidet an fortschreitender Demenz. Er hat jedoch die Suche nach seiner Tochter all die Jahre nie aufgegeben. Als Liv über neue Erkenntnisse zu verfügen scheint, möchte sie Theo für ein Interview gewinnen. Julies Schwester Sophie, die sich liebevoll um ihren Vater kümmert, möchte endlich mit der Vergangenheit abschließen. Sie möchte nicht wieder neue Hoffnungen in Theo wecken...
Romy Hausmann hat Erfahrung mit True Crime, dem sie sich bereits in ihrem Sachbuch "True Crime: Der Abgrund in dir - Was den Menschen zum Mörder macht" gewidmet hat. Ich fand ihre dargestellten Fälle damals sehr interessant zu lesen. Leider habe ich das Buch noch immer nicht rezensiert. In "Himmelerdenblau" greift sie auf einen Cold Case zurück, dem in einem True Crime Podcast neuerlich Aufmerksamkeit gewidmet wird. Das Verschwinden von Julie ist genau 20 Jahre her und Phil und Liv sehen darin ihre Chance mehr Follower zu gewinnen, in dem sie ihn neu aufrollen. Als Verdächtiger stand damals Julies Ex-Freund Daniel, der wesentlich älter als sie war, im Fokus. Die Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch eingestellt. Er leidet noch heute an den damaligen Beschuldigungen und hat diesen Makel nie ablegen können.
Romy Hausmann erzählt aus verschiedenen Sichten ihrer Protagonisten. Bei Theo hat sie sich etwas Spezielles einfallen lassen, denn seine Kapitel stecken oft voller Rechtschreibfehler, falschen Wörtern und unzusammenhängenden Ereignissen, die sein Chaos im Kopf sehr deutlich darstellen. Ich fand diese Art der Schilderung interessant. Als Leser wusste man immer, was er eigentlich meinte, wenn sich ein falsches Wort eingeschlichen hatte. Selbst habe ich allerdings noch nie jemanden kennengelernt, der an Demenz leidet und statt dem fehlenden Wort in seinem Kopf ein anderes einsetzt. Das Thema der Demenz hat Romy Hausmann jedoch sehr authentisch und mit viel Sensibilität dargestellt, was mir gefallen hat. Generell sind die Charaktere facettenreich und komplex gezeichnet. Man durchschaut sie schwer und man hat das Gefühl, dass man keinen von ihnen wirklich trauen kann. Nur Liv und Phil blieben mir etwas zu blass und unglaubwürdig. Vor allem Phil wirkt zwielichtig und es fehlen jegliche Hintergrundinformationen zu seiner Figur.
Leider kam es aber auch sehr oft zu Wiederholungen und für mich hatte dieser Thriller erhebliche Längen und leider kaum Spannung. Mir fehlte es an Tempo und an dem Wunsch weiterzulesen. Ich musste mich überwinden zum Buch zu greifen und habe daher das letzte Viertel nur mehr quer gelesen.
Fazit: Für mich stand leider nur Thriller drauf - der Inhalt konnte mich weder packen, noch überzeugen. Viele Längen und das fehlende Tempo ließen mich das letzte Viertel nur mehr querlesen. Schade!