Sie liefen ihr nach und schrien: »Mörderkind, Mörderkind!«
Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind. Fionas Kindheit war ein Alptraum. Und nun ist ihr Vater tot. Seine letzten Worte galten ihr: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt …
Inge Löhnig (born 1957 in Munich) is a German author, best known for her series of crime novels about investigator Konstantin Dühnfort. She also publishes under the pen name of Ellen Sandberg.
Als Fiona 7 Jahre alt war, wurde ihr Vater wegen Mordes an seiner Geliebten verhaftet und verurteilt. Fionas Welt geriet aus den Fugen; plötzlich war sie nur noch das Mörderkind. Jetzt - 19 Jahre später - ist Fionas Vater tot. Vor seinem Tod beteuert er noch, kein Mörder zu sein. Fionas beginnt nachzuforschen. *** Mein Leseeindruck: Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Leser springt zwischen den Zeiten hin und her. Wir sind abwechselnd bei Fiona und begleiten sie auf ihrer Wahrheitssuche und dann sind wir 19 Jahre in der Zeit zurück und erfahren, was damals wirklich geschehen ist. Dabei bleibt es trotzdem immer spannend, auch wenn man glauben könnte, schon alles zu wissen. Dem ist nämlich nicht so. Es gibt spannende Wendungen und Überraschungen in der Geschichte. Nicht gefallen hat mir die Hauptprotagonistin Fiona. Obwohl ich verstehen kann, dass sie durch ihre harte Kindheit so geworden ist, war sie mir doch einfach nur unsympathisch. Ich habe oft ihre Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen können, und oftmals hat sie mich einfach nur genervt. Trotzdem hat diese Antipathie nicht mein Lesevergnügen gemindert. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten können; ich habe es sehr gerne gelesen.
Die 25-jährige Fiona Jacoby hat in ihrem Leben schon so einige Jobs ausprobiert. Seit drei Wochen verdient sie ihr Geld als Fahrradkurier, kein Traumjob, aber immerhin kann man damit sein WG-Leben finanzieren. Ihr Traum ist es, an der Filmhochschule zu studieren, doch ihr Stolz verbietet es ihr, sich dort zu bewerben, denn das wäre zu nah an dem, was ihre Eltern waren: Künstler. Ihre Mutter Lydia war Malerin und ihr Vater Ben baute Skulpturen. Doch das war vor sehr langer Zeit, heute ist alles anders. An einem überaus miesen Tag erhält sie von ihrem Onkel Ludwig noch die Nachricht, dass ihr Vater verstorben ist - wenigstens eine gute Nachricht an diesem Tag aus Fionas Sicht.
Am nächsten Morgen bekommt sie unerwarteten Besuch. Matthias Stiller ist Rettungsassistent und war derjenige, der beim Tod ihres Vaters vor Ort war. Seine letzten Worte sollte er seiner Tochter Fiona übermitteln. Er habe seine Tochter immer geliebt und er sein kein Mörder - so die Botschaft. Fiona fällt aus allen Wolken, hatte sie doch Ben vollkommen aus ihrem Leben gestrichen, denn immerhin war dieser Schuld, dass ihre Kindheit von einem Tag auf den anderen vor 19 Jahren abrupt endete und sie fortan nur noch das "Mörderkind" war, denn vor 19 Jahren soll Ben seine Geliebte Julia Reinhold ermordet haben, nachdem diese sich geweigert hat, das gemeinsame Kind abtreiben zu lassen und gedroht hat, seiner Frau alles zu beichten, was zur Folge gehabt hätte, dass seine Frau ihn umgehend verlassen hätte. Ben wurde seinerzeit zu 15 Jahren Haft für diese Tat verurteilt, Fionas Mutter beging einen Tag nach der Verurteilung Selbstmord und Fiona hat den Rest ihrer Kindheit als "Problemkind" bei ihrem Onkel Ludwig und seiner Frau Sabine verbracht. Diese nahmen das Kind nicht aus Nächstenliebe aus, sondern um den familiären Ruf zu wahren, der eh, dank Ben, schon ziemlich zerstört war. Für Fiona war es schrecklich, denn anstatt der Liebe ihrer Eltern musste sie fortan ohne jegliche Zuneigung leben und auch ohne Freunde, denn wer will schon mit einem "Mörderkind" befreundet sein?
Nun ist Fiona erwachsen, doch die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen. Ihre einzige Freundin ist Bea, eine Krankenschwester, mit der sie in einer WG lebt. Auch ist sie nicht in der Lage eine Beziehung zu einem Mann einzugehen, die länger als eine Nacht dauert bzw. etwaige Verpflichtungen mit sich bringt, denn sie könnte ja wieder verlassen werden. Doch etwas in ihr beginnt zu arbeiten. Dieser Matthias Stiller war der Meinung, dass ein Mensch bei seinen letzten Worten niemals lügen würde und da er selbst vor Ort war, hat Ben seiner Meinung nach die Wahrheit gesagt. Kann es sein, dass er doch kein Mörder war? Eine Möglichkeit, die Fiona nicht wirklich in Betracht zieht, denn immerhin ist er rechtskräftig verurteilt worden und hat seine Strafe abgesessen, auch wenn er immer behauptet hat, er wäre unschuldig. Was geschah damals vor 19 Jahren wirklich? Fiona beschließt, ein wenig in der Vergangenheit zu forschen, auch wenn sie nicht von Bens Unschuld ausgeht, doch was hat sie zu verlieren. Ein "Mörderkind" ist sie so oder so, aber vielleicht ist sie das ja zu Unrecht? Kann es sein, dass ihrem Vater / ihrer ganzen Familie Unrecht getan wurde?
Bist du vielleicht doch kein "Mörderkind"? Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich und spannend ausgearbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch sowohl einen Einblick in die Gegenwart gegeben hat, wie auch in die Vergangenheit, der Leser also parallel erlesen konnte, was seinerzeit geschah und was derzeit passiert. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Allerdings hatte ich doch einige Probleme, mich in die Figur der Fiona einzufinden, denn diese ist recht sprunghaft und teils noch sehr naiv für ihr Alter. Gerade bei solch einer Vergangenheit bin ich vorab davon ausgegangen, dass gerade das sie geerdet hat. Die Figur des Matthias hingegen empfand ich als sehr gelungen dargestellt, aber irgendwie wage ich sehr zu bezweifeln, dass es solche Männer, die das Ziel verfolgen, an das sie glauben bzw. wenn sie der Meinung sind, das richtige zu tun, wirklich gibt. Den Schreibstil empfand ich als spannend und kurzweilig gehalten, sodass sich das Buch sehr gut und leicht lesen ließ und mir schöne Lesestunden bereitet hat.
Ist es möglich, dass jemand für einen Mord ins Gefängnis geht, den er nicht begangen hat? Klar, ist leider viel zu oft passiert. Hier geht es um Rache, Hass, Neid und eine heimtückische Intrige. Wie sehr kann man einen Menschen hassen und für wie lange? Hier handelt es sich um einen guten Krimi mit einer sehr zornigen Protagonistin, die meine Sympathie nicht wecken konnte. Der Plot ist durchaus spannend und bietet eine gute Unterhaltung.
Ein unterhaltsamer Krimi, den ich sozusagen in einem Rutsch durchgehört habe. Für viel Leser im Krimi-Sektor bestimmt nichts neues, aber mich konnte die Geschichte trotzdem gut unterhalten. Manche Handlungen konnte ich zwar nicht nachvollziehen und waren auch nicht sehr glaubhaft. Daher "nur" drei Sterne.
Bisher kannte ich von Inge Löhnig nur vereinzelte Bände aus der Dühnfort-Reihe, war aber durchaus von ihrem Schreibstil angetan und schon sehr neugierig auf dieses Buch hier, bei welchem es sich um einen Einzelband handelt, daher mit ihrer Krimi-Reihe um Kommissar Dühnfort nicht zusammenhängt und mal etwas anderes ist.
Enttäuscht hat mich das Buch eindeutig nicht, auch wenn es, wie bei so vielen Krimis, leider der Fall war, dass ich für meinen Geschmack ein wenig zu leicht auf des Rätsels Lösung gekommen bin und dadurch denn ein gewisser Spannungsfaktor einfach nicht mehr vorhanden war. Ich liebe Krimis, bei denen man zwar den Täter schon länger bewusst wahrgenommen hat, ihn aber nicht direkt zunächst in Verbindung mit der Tat bringt und zudem solche, bei denen man selbst lange an Motiv und Tathergang noch rätseln muss. Vieles davon ist hier nicht lange gegeben, da man auf das Motiv und den Tathergang in einigen Punkten zu schnell kommt, auch wenn es sich beim aktuellen Mordfall mehr zieht, als bei dem aus der Vergangenheit, welcher mit dem neuen stark verknüpft ist. Interessant war es trotzdem irgendwie, denn man hat ja immer, auch wenn man als Leser vieles schon weiß, manches einem vielleicht auch verraten wird, noch die Fragestellung zu lösen, wann und wie die Charaktere es wohl herausfinden werden.
Dabei sind Fiona und Mats zwei Charaktere, die ich sehr mochte, da sie irgendwie etwas sympathisches an sich haben, vor allen Dingen Mats und die Szenen mit den beiden bei mir sehr häufig Schmunzeln auslösten, da in ihrem Umgang miteinander von der Autorin durchaus auch einiges an Humor eingeflossen ist, der in einem solchen Buch zwar nicht übermäßig werden sollte, aber auch nicht gänzlich fehlen darf. Vor allem Mats kleine Psychoanalysen haben mir immer wieder sehr gefallen. Fiona ist ein etwas komplizierterer Charakter, aber von Inge Löhnig sehr gut beschrieben. Ebenso, wie auch einige der anderen Charaktere, die einfach in ihrer Darstellung ausreichend Persönlichkeit erhalten haben, dass ich sie mir auch wirklich vorstellen konnte und sie definitiv nicht platt wirkten. Besonders mancher eher fiese Charakter, war sehr gut getroffen.
Ebenfalls mochte ich es auch wieder sehr, dass in diesem Fall Abschnitte aus der Vergangenheit und diesem Fall, sich mit der Gegenwart und den Ermittlungen zu diesem Zeitpunkt abwechselten und so durchaus, durchschaut man die Dinge nicht zu früh, noch einiges an Spannung für den Leser resultieren kann.
Die Idee hinter dem Buch fand ich auf jeden Fall klasse und ich fühlte mich, wenn auch etwas zu schnell zu Lösung gekommen, die nichts vollkommen Neues darstellt, wie sollte sie auch, durchaus sehr gut unterhalten und kann dieses Einzelwerk der Autorin nur empfehlen, wenn man gerne mal einen Krimi liest, der nicht Kommissare oder andere typische Ermittler als Protagonisten hat, sondern eher gänzlich andere Wege geht, aber mit Humor, interessanten Wendungen und durchaus auch ein wenig Spannung aufwarten kann.
Bin noch nicht fertig, also evtl werden es mehr als 2 Sterne, aber bisher ist mir Fiona unsympathisch und die Handlung ziemlich vorhersehbar und uninspiriert.
Dazu werden wundervoll die Klischees bedient mit Sprüchen wie "Ich mag dich doch, vielleicht mehr als mir gut tut!", geäußert nach gefühlten 10 Minuten Bekanntschaft und einem One Night Stand.
Warum der Sex so unorganisch diskutiert wird, ist mir auch schleierhaft.
Update:
Auch nach 2/3 des Buchs ist Fi in ihrer Art weiterhin anstrengend und ihr Vorgehen zeigt keinerlei Verständnis für Beweisprozesse o.Ä. Dazu ihre dauernden Stimmungsschwankungen und schlechte Behandlung von 'Darcy', ein Wunder, dass er kein Schleudertrauma kriegt so oft wie sie emotional die Richtung wechselt und ihm das ganze an den Kopf wirft...
Update 2:
Wenigstens waren die Motive ganz interessant und die Sinneswandlung einer spezifischen Figur. Auch die Betonung der Effekte der Geschehnisse auf die Betroffenen.
Ein verurteilter Mörder wird entlassen und versucht wieder Kontakt mit seiner Tochter aufzunehmen. Er beteuerte all die Jahre seine Unschuld. Fiona, seine Tochter glaubt ihm nicht und will nichts mit ihm zu tun haben. Dann kommt er bei einem Brand ums Leben, seine letzten Worte zu einem Rettungssanitäter sind: " Sagen sie meiner Tochter das ich unschuldig bin" Dieser sucht Fiona auf und überredet sie herauszufinden was damals passiert ist. Wurde ihr Vater vielleicht Opfer eines Komplotts?--- Ein sehr spanender Krimi, toll erzählt von Johannes Steck.
Wenn ich nach 2,5 Stunden lieber zu einem Hörbuch über das Fernhalten von Eichhörnchen vom Vogelfütterhäuschen wechsle, dann sind entweder meine Nerven im Eimer oder meine Konzentration oder das Buch hat mich nicht so mitgenommen...
“Mörderkind” hat mich einigermaßen ratlos zurück gelassen. Ich habe vor längerer Zeit zwei oder drei Dühnfort-Krimis von Inge Löhnig gelesen, die mir noch ganz positiv in Erinnerung sind. Nichts, was den Leser mit innovativen Ideen vom Hocker fegt, aber nette Unterhaltungskrimis, was Spannendes für Urlaub, Reise und zwischendurch. Das ist im Thriller/Krimi-Genre mittlerweile selten genug. Tja, dann kam “Mörderkind”…
Wenn es nicht drauf stände, würde ich nicht glauben, dass “Mörderkind” von Inge Löhnig geschrieben wurde. Stil und Ausdruck sind groschenromanmäßig. Nicht nur die Protagonistin Fiona bedient sich mehr oder weniger häufig (eigentlich andauernd) der Gossensprache. Wenn diverse F-und-ähnliche-Wörter gefühlt auf jeder Seite fünfmal vorkommen, sind sie halt kein provokantes Stilmittel mehr, nicht mal witzig, sondern einfach nur platt. Ich bin nicht prüde, nix Menschliches ist mir fremd, aber irgendwann hat das einfach nur noch genervt.
Die Idee für den Plot (Achtung, Spoiler) – Intrige bringt Unschuldigen hinter Gitter, nach Haftverbüßung wird er in Freiheit ermordet, Tochter begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit – fand ich richtig gut. Die Umsetzung allerdings furchtbar. Das für die Intrige notwendige Verbrechen wurde dermaßen dilettantisch in Szene gesetzt, dass man froh ist, in diesem Krimi nur minimal über Polizeiarbeit zu lesen. Ich bin mir sicher, dass heutige Ermittlungsmethoden durchaus zu Tage fördern, ob ein Beil für einen Mord BENUTZT wurde oder nur mit Blut BESCHMIERT. Zumal, wenn es keine Leiche gibt.
Der völlige Ruin für die Geschichte ist aber die Protagonistin Fiona selber. Sie wird von der Autorin in all ihren Eigenschaften dermaßen überzeichnet dargestellt, dass sie völlig unglaubwürdig wirkt. Keine ihrer sprunghaften, teilweise absolut überdrehten Handlungen ist für den Leser auch nur ansatzweise nachvollziehbar. Gepaart mit einer von Haus aus nervigen Art ist Fiona unerträglich. Eigentlich unvorstellbar, dass SIE nicht als Leiche endet. :-) Sie ist 25, benimmt sich aber wie eine pubertäre 13-Jährige.
Ich machs kurz, alles andere wäre hier Zeitverschwendung für mich. Zwei Sternchen für die Plot-Idee.
Fazit: Keine Leseempfehlung von mir. Lieber Dühnfort-Krimis von Inge Löhnig lesen.
Von ihrem Vater will Fiona schon lange nichts mehr wissen. Er saß lange Jahre wegen eines Tötungsdelikts im Gefängnis, erst seit einem Jahr war er wieder draußen. Dennoch lässt Fiona die Nachricht vom Tod des Vaters nicht völlig kalt, das hätte sie gerne, aber es ist einfach nicht so. Als dann auch noch der Rettungssanitäter, der alles versuchte, das Leben des Vaters zu erhalten, mit einer Nachricht zu ihr kommt, ist Fiona zunächst wütend. Nichts will sie hören, schließlich hat der Vater sie mit der Tat im Stich gelassen als sie erst sieben Jahre alt war. Und ihre Mutter starb kurze Zeit später bei einem Unfall. Welches Kind kann solche Eltern schon gebrauchen.
Fiona, die sich aus der Not geboren gegen alles und jeden wehrt, kann nicht verhindern, dass die letzten Worte, die der Vater an sie gerichtet hat, in ihr festbrennen. „Ich bin kein Mörder!“ Sie beginnt, Fragen zu stellen. Endlich will sie wissen, was damals wirklich passiert ist. Und der Rettungssanitäter, den sie Darcy nennt, steht ihr dabei zur Seite.
Eine Geschichte über die Vergangenheit, die das Leben bestimmt. Sollte eine solche Vergangenheit das Leben bestimmen? Wahrscheinlich nicht, fraglich nur, ob man sich dagegen wehren kann. Nicht immer hat man dies selbst in der Hand. Die Umwelt begegnet einem und macht aus einem, was man wird. Sich dagegen zu stemmen, sich zu wehren, ist alles andere als leicht. Für Fiona fängt mit der Suche nach der Wahrheit auch die Aufarbeitung an, sie ist nicht schuld, sie wurde ungerecht behandelt, sie will sich freimachen. Doch erst muss sie herausfinden, was die Worte des Vaters bedeuteten. Hartnäckig forscht sie nach und bringt Wahrheiten ans Licht, die eigentlich kaum jemand wissen will. Auf ihrem Weg fesselt sie die Leser und zeigt immer neue Facetten einer komplizierten Persönlichkeit, die langsam zum Selbstbewusstsein und in sich Ruhen der Kindheit zurückfindet. Unterhaltsam und packend.
Dieser Krimi hat mich mehr als begeistert. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Zum einen lag das an dem tollen Schreibstil von Inge Löhnig, den ich immer wieder super finde. Es lässt sich angenehm lesen, die Kapitel haben die richtige Länge und man fliegt nur so über die Seiten. Zum anderen lag es aber auch daran, dass es mal ein Krimi der anderen Art war. Hier steht nicht etwa ein Serienmörder und ein Ermittlerteam im Mittelpunkt, die das Verbrechen aufklären, sondern eine junge Frau: Fionas Vater saß im Gefängnis, weil er seine damalige Geliebte ermordet haben soll. Nachdem seiner Freilassung stirbt er in einem Feuer. Augenscheinlich ein Unfall. Fiona ist eine tapfe, starke Hauptperson, die allerdings im Laufe des Buches auch immer wieder ihre schwache Seite zeigt. Trotzdem kämpft sie wie eine Löwin, denn sie hatte es im Leben bisher nicht leicht. Inge Löhnig hat es hier verstanden, eine wirklich außergewöhnliche und sympathische Hauptfigur mit Leben zu füllen. Geschrieben ist das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen erfährt man, was im Jahr 2014, also aktuell geschieht. Dann gibt es aber auch immer wieder Rückblenden in die Zeit vor dem augenscheinlichen Mord. Leider wechseln die Passagen natürlich immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet, was natürlich erheblich die Spannung steigert. Es handelt sich hier nicht um einen Krimi zum Miträtseln, bei dem der Leser erst am Ende erfährt, wer wen ermordet hat. Eigentlich weiß man die ganze Zeit, was passiert - aber eben die Hauptpersonen nicht. Deswegen ist es spannend, wie sie die Spuren verfolgen und letztendlich die Lösung erfahren. Zum Schluss allerdings gibt es nochmal eine sehr überraschende Wendung, sodass der "Aha-Effekt" nicht fehlt. Für mich ein tolles Buch, für das ich hiermit eine ausdrückliche Leseempfehlung ausspreche!
Inhalt: Mörderkind - so wurde Fiona als Kind beschimpft, nachdem ihr Vater Ben wegen Mordes an seiner Geliebten zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde. 19 Jahre später ist aus dem traumatisierten Kind eine zornige junge Frau geworden, die noch immer keinen Frieden mit ihrem Vater geschlossen hat. Nachdem dieser unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt und Fiona seine letzten Worte, in denen er seine Unschuld beteuert, erfährt, kommen ihre Zweifel. War ihr Vater wirklich einen Mörder? Parallel zu viel Fionas Nachforschungen erfährt der Leser in einem zweiten Handlungsstrang, was damals von 19 Jahren wirklich geschah. Schritt für Schritt bewegen sich beide Geschichten aufeinander zu bis zum spannenden Finale.
Meine Meinung: Obwohl der Leser durch den Teil, der in der Vergangenheit spielt, schon früh weiß was damals wirklich geschah, bleibt die Geschichte spannend und man fiebert mit Fiona und ihrem Freund Mats mit, wann sie endlich auf die richtige Spur kommen. Fiona ist bedingt durch ihre Kindheitserlebnisse ein schwieriger, komplizierter Mensch. Manchmal möchte man sie schütteln, so trotzig ist sie, manchmal trauert man mit ihr um die verlorene glückliche Kindheit. Inge Löhning hat ihre Protagonistin sehr glaubhaft dargestellt, auch in die meisten anderen Personen kann man sich gut hineinfühlen. Einziger Kritikpunkt: Der Plot war für mich zwar denkbar, jedoch zeitweise etwas zu konstruiert.
Fazit: Trotz kleiner Schwächen im Plot bietet das Buch spannende Unterhaltung mit einer starken Persönlichkeit als Protagonistin. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem Fan spannender Unterhaltung weiterempfehlen.
Ein wirklich spannender und emotionaler Thriller. Nachdem Fionas Vater verstorben ist, will sie beweisen das er kein Mörder ist. Sie lernt Darcy kennen und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. In dem Buch liest man einmal über Fiona und gleichzeitig rückblickend von Julia und den Dingen, die vor 19 Jahren geschehen sind. So weiss man zwar sehr schnell was damals geschehen st, stört aber nicht und die Spannung bleibt trotzdem bestehen. Ich habe fiona und ihre Art sofort ins Herz geschlossen. Immer mehr findet sie zu sich selbst und immer tiefer stößt sie in das Netz aller Intrigen um sie herum. Als sie sich mit Darcy auf die Suche macht, geschehen doch immer wieder spannende und unterwartete Momente und auch am Ende hat man noch ein paar kleine Geheimnisse erfahren. Ich fand das Buch nicht nur spannend und super gut zu lesen, sondern auch wahnsinnig emotional. Absolute Leseempfehlung!!!
Das Buch hat mich absolut gefesselt. Ich habe schon alle Kommissar Dühnfort Bände sehr gerne gelesen, aber dieser Krimi ist noch viel besser. Inge Löhnig hat die Personen sehr überzeugend dargestellt und Einblicke in ihre Psyche gegeben.