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Flammenwüste #1

Flammenwüste

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Die Gerüchte verbreiten sich wie ein Lauffeuer durch das Wüstenreich Nabija: Ein Drache soll Karawansereien und Dörfer niederbrennen! Dabei glaubt kaum noch jemand an die Existenz dieser Wesen. Dem Märchenerzähler Anûr bescheren die Gerüchte ein großes Publikum. Aber auch er hält die alten Geschichten über feuerspeiende Ungeheuer nur für Märchen. Bis er auf Drachenjagd geschickt wird – und in der Tiefen Wüste auf ein uraltes Wesen trifft, so schwarz wie die Nacht selbst ...

528 pages, Paperback

First published August 15, 2014

4 people are currently reading
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About the author

Akram El-Bahay

26 books37 followers
Akram El-Bahay, geboren 1976, hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den "Herrn der Ringe" wie an orientalische Märchen erinnern. Mit seinem ersten Roman "Flammenwüste" war er für mehrere Preise nominiert, er gewann den Seraph Literaturpreis als bestes Fantasy-Debüt des Jahres.

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Akram El-Bahay, born 1976, has made his passion, writing, his profession: he works as a journalist and author. As the child of an Egyptian father and a German mother, he grew up with influences from two cultures. This is also reflected in his novels: classic fantasy stories about dragons and magic that are as much reminiscent of the "Lord of the Rings" as they are of oriental fairy tales. He was nominated for several prizes with his first novel "Flammenwüste", winning the Seraph Literature Prize for best fantasy debut of the year.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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Community Reviews

5 stars
39 (24%)
4 stars
70 (44%)
3 stars
31 (19%)
2 stars
12 (7%)
1 star
5 (3%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Buchdrache.
335 reviews19 followers
May 1, 2018
2015 gewann Akram El-Bahay mit seinem Roman »Flammenwüste«, den Auftakt einer Trilogie, den Seraph für Bestes Debüt. Darin entführt er seine Leser in eine ganz und gar nicht leblose Wüste, in welcher sich allerhand magische Kreaturen aus Sagen und Märchen unter dem Sand verbergen. Mich jedenfalls hat daran jedoch gar nichts entführt, denn ich brach den Roman nach den ersten 214 Seiten ab. Es flogt eine ziemlich frustrierte Begründung, wie es dazu kam.

Anûr ist der Enkel eines berühmten Geschichtenerzählers. Als aus der Wüste ein Drache auftaucht, eine lange verloren geglaubte Legende, und niemand gegen ihn bestehen kann, werden er und sein Großvater an den Hof des Sultans berufen, um vielleicht mit ihren Geschichten einen Schlüssel zu finden, um den Drachen zu besiegen. Gemeinsam mit den Elitekriegern des Sultan zieht Anûr hinaus in die Wüste, um den Kampf gegen den zerstörerischen Drachen anzutreten, und muss dabei ganz anderen Gegnern entgegen treten, als er zunächst vermutet hat.

Der Beginn des Romans weckt durchaus Interesse. Schön baut der Autor die orientalisch anmutende Wüstenkultur auf. Auch sehr schön zu lesen ist, wie er die lokalen Legenden und Märchen in die Erzählung einfließen lässt und der Welt so mehr Tiefe verleiht.

Und dann … hört es eigentlich auch schon auf mit den guten Ideen. Nicht ganz gewöhnliches Wüstensetting und schöne Grundideen mit den Geschichten in der Geschichte hin oder her, man muss diese guten Ideen auch zu Papier bringen können. Und das kann Akram El-Bahay definitiv nicht.

Apropos Papier: Die Charaktere sind ebenso flach und interessieren mich absolut null. Es ist mir vollkommen egal, ob sie ihre große Liebe finden oder auf dem Weg dorthin gehäutet und gevierteilt werden. Außerdem weiß ich nach den knapp 200 Seiten von Anûr nichts weiter außer dass er einen Großvater hat und Geschichten erzählt. Wow. Much Charaktertiefe. Ach ja, vergessen wir die dämliche Kackbratze nicht.

Denn genau das ist er. Ich fasse es nicht, wie unglaublich dämlich er sich die ganze Zeit benimmt und selbst dann blindlings und mit wehenden Fahnen in Gefahren rennt, vor denen er ausdrücklich gewarnt wurde! Nachdem man eine aufregende und anstrengende Flucht hinter sich hatte, konnte ja keiner wissen, dass man müde wird, sobald man ein wenig zur Ruhe gekommen ist. Herrgott noch mal! Und dann ist es genau Anûrs Kamel, das mitten in einem Sandsturm panisch davonrennt – mit Anûr oben drauf. Zumindest die Kamele, die ich aus Dokus kenne, sehen in einem Sandsturm sehr entspannt aus. Die Probleme, mit denen sich Anûr auf seinem Weg konfrontiert sieht, wirken alle so dermaßen konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, dass es weh tut!

Überhaupt, was kann der Junge eigentlich? Außer absolut jede Gefahr am Wegesrand mitzunehmen, meine ich. Er ist Geschichtenerzähler, scheint aber keine Ahnung von der Welt um sich herum zu haben. Es gibt Ghoulas in der Wüste? Konnte ja keiner wissen, auch wenn er tausend Geschichten über die kennt! Ein bisschen weniger Naivität den Risiken seiner Reise gegenüber würde ihm ganz gut zu Gesicht stehen.

Diverse Tropes müssen natürlich auch ausgereizt werden, unter anderem die Jungfrau in Nöten. Da ploppen mythische Kreaturen auf und wollen einen fressen. Aber da liegt doch die schöne Jungfer in Nöten und muss unter Einsatz des Lebens gerettet und sofort schlägt das Schwanzbarometer aus. Kann mir keiner sagen, dass nicht ab dem ersten Auftauchen dieser besagten Dame der Loveinteresst klar war. Sie ist ja SO!SCHÖN!

Und dann noch das Lektorat, wozu mir nur eines einfällt: Ernsthaft?! Es war die Seite 191, die dafür sorgte, dass mir beinahe die Augen aus dem Kopf fielen. Ich bin schon vorher über einige unglückliche Satzkonstruktionen gestolpert, denen es sicher gut getan hätte, wenn man schlicht die Satzglieder lesefreundlicher umgestellt hätte. Seite 191 setzte dem jedoch die Krone auf. Auf einer einzigen Seite tauchte ganze sechs Mal das Wort »sieh« auf. Sieh da! Sieh hier! Sieh dort! Und von diesen sechs Mal wurde es geschlagene drei Mal falsch »sie« geschrieben. Aua! Fiel das nicht auf?

Mein Fazit zu diesem Buch lautet schlicht nein. Einfach nur nein. Von dem Drachen habe ich auf diesen 214 Seiten nicht viel mitbekommen, aber nachdem der ganze Rest so eine Katastrophe ist, ist es auch nicht wirklich schade darum. Die Charaktere und ihre Schicksale interessieren mich kein Stück, weil sie alle flach wie ein Brett sind und mit Tropes wird auch noch fröhlich um sich geworfen. Und Anûr selbst ist überhaupt die größte Katastrophe in diesem Wortunfall. Nein, danke.
Profile Image for Schnuffelchen.
36 reviews3 followers
May 14, 2015
Inhalt:
Der Wind flüstert es,
die Wüste wispert ihren Namen.
Die Menschen zittern,
und die Flammen singen ihr Lied ...

... die Drachen sind zurück!

(Quelle: Buchrücken)

Meine Meinung:
Ein Geschichte wie aus Tauschend und einer Nacht, in der die Geschichtenerzähler zu Helden werden können. Mit viel Magie, Drachen und Geheimnissen verfügt Akram El-Bahay den Leser in eine zauberhafte Welt - ganz Stil von Aladdin und den Sturmkönigen (Kai Meyer).

Dafür, das dieses Buch auch noch ein Debütroman ist war ich sehr begeistert. Es hatte eigentlich alles was ich mir von einem Fantasy-Roman erhoffe. Geheimnisvolle Figuren, zauberhafte Wesen, erschreckendes Unheil und große Schlachten - allerdings, und deshalb gibt es nachher auch nicht die komplette Punktzahl, durch die Einführung der Figuren und der Geschichte, verlor der Bogen immer wieder an Spannung. Das Buch schaffte es nicht mich durchgehend zu fesseln. Ich hoffe aber, das der Autor im 2. Teil das wieder ausbügeln kann. Denn einen 2. Band wird es hoffentlich geben, das das Buch im Grunde mit einem Cliffhänger endet. Zum Glück keinen fiesen, aber es hat auch kein wirkliches Ende, nur eine kurze Verschnaufpause.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Anur. Er ist der Enkel des berühmten Geschichtenerzählers Nur ed-Din und sein Lehrling. Anur träumt davon irgendwann einmal selbst der Held in einer seiner Geschichten zu sein. Wie schnell sich dies erfüllt, kann er sich zu Beginn seiner Geschichte, selbst nicht vorstellen. Ein erschlichener Besuch beim Sultan katapultiert ihn in ein Abenteuer, dessen Ende noch nicht abschätzbar ist. Es folgen große Überraschungen, unglaubliche Angst, geheimnisvolle neue Freunde, fremde verlorene Völker, Verrat und ein Geheimnis so groß, das es die ganze Welt, ins Unglück stürzen kann.

Masul ist der Prinz von Nabija und der Oberste der weißen Garde, der Elite-Kämpfer des Sultans. Er ist ein kluger und gütiger Mensch, sehr stark aber auch engstirnig. Er kann nur an das Glauben was er gesehen hat und an Drachen vermag er selbst dann kaum zu glauben, nach er einen mit eigenen Augen gesehen hat.

Shalia ist ein Kind der Wüste. Obwohl sie ein Mensch ist, wuchs sie bei den verschwundenen Volk der Nori auf. Sie und Anur begegnen sich durch Zufall, als sie sich gegenseitig vor den Gefahren der Wüste retten. Anfangs nur Reisegefährten entwickelt sich bald mehr zwischen den Beiden.

Fis ist der letzte Magier der Welt. Vom Volk der Sa-alin. Seine Rolle hat mich Anfang etwas auf Glatteis geführt. Doch ist er ein treuer Freund und Gefährte, wenn auch manchmal etwas tollpatschig.

Azif ist meine heimliche Lieblingsfigur in diesem Buch. Er gehört zum Volk der Sammler. Tief in der Wüste lebt ihr Volk und hortet, was immer sie finden und was man mit ihnen tauscht. Dabei erkennen sie den Wert jedes Objekts und der ist nicht immer materiell. Manchmal erscheint der Wert offensichtlich und ein andermal gibt sich der Preis erst in der Zukunft zu erkennen. Er ist ein bisschen verschlagen, weiß zu tricksen und ist dabei doch treu zu seinen Kameraden.

Sarakka ist der Hauptmann der Haschirim. Einen geheimnisvollen Volk von Banditen und Mördern, die es auf die Stadt Nabija und sein Geheimnis abgesehen haben. Doch es geht Sarakka um viel mehr als nur eine Stadt und ein Geheimnis und an sein Ziel zu kommen, bedient er sich allem bösen welches er habhaft werden kann. Ob schwarze Drachen oder grausame Schatten, alle folgen ihm und seinem Willen und so beschwört er das Ende der Welt herauf, wie sie Anur und seine Freunde kennen.

Stellenweise erinnert mich das Buch an den Hobbit und auch Der Herr der Ringe, doch nicht als Abklatsch, sondern eher, weil ich vermute, das der Autor durch dies Bücher durch mit geprägt wurde. Mittelerde meets 1000 und 1 Nacht, mit ganz eigenen Abenteuern, Besonderheiten und Aufgaben. Diese Geschichte ist perfekt um sich ganz weit weg von der Realität treiben zu lassen, mit Drachen zu fliegen und in den Oasen nach Erholung zu suchen.

Fazit: Ihr liebt Mittelerde und auch Aladdin hat schon früher zu euren besten Freunden gehört, dann seit ihr mit diesem Roman an der richigen Stelle.
Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung !
Profile Image for Tina.
474 reviews44 followers
September 17, 2014
Inhalt
.................

Drachen kommen eigentlich höchstens in Anûrs Geschichten vor und doch soll ein solches Geschöpf ganze Dörfer verwüstet haben. Der junge Geschichtenerzähler wird schon bald mehr in das Geschehen hineingezogen, als ihm lieb sein könnte. Er soll auf Drachenjagd gehen und mit seinen Erfahrungen zum erfolgreichen Ende beitragen. Doch sobald er die Wüste betritt, begibt er sich in die Hände von Magie, Abenteuer und Verrat...

Mein Eindruck
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"Flammenwüste" ist ein Fantasyroman, der mit einem orientalischen Setting aufwarten kann. Die Kombination aus Palästen und Wüstenreich, mit uralten anmutigen Geschöpfen namens Drachen war richtig vielversprechend! Schon die ersten Seiten haben sich sehr flott und ansprechend gelesen, doch leider driftete das Buch danach ab, und ich brauchte mehr als 2 Wochen, um es zu beenden. Kein gutes Zeichen.

Das Problem liegt schon einmal darin, dass ich mir etwas ganz anderes erhofft hatte. Schließlich steht auch auf der Buchrückseite: "Ein spannendes Fantasy-Epos in der Tradition der großen Meister". Deshalb hatte ich mich auf ein High Fantasy Epos eingestellt, doch stattdessen hat sich "Flammenwüste" wie ein Jugendbuch gelesen. Es hieß auch in allen Infos zum Buch "der Märchenerzähler Anûr" und nicht der "wahnsinnig junge und sehr unreife Anûr". Auch wenn das Buch mehr als 500 (kleine) Seiten umfasst, von einem Epos war es für mich doch weit entfernt.

Zu Beginn hat mich das orientalisch angehauchte Setting überzeugt und mich auf Großes hoffen lassen. Doch je weiter der Plot fortgeschritten ist, umso weniger konnte ich mit der Hauptfigur anfangen und war auch von den Geschehnissen an sich nicht allzu überwältigt. Es liest sich wie ein Standard "einer allein hat es in der Hand die Welt zu retten"-Abenteuer. Der Autor hat zwar versucht aufregende Szenen einzubauen, teilweise ist es ihm auch gelungen, wurde aber von viel zu vielen langatmigen Passagen überschattet.

Anûrs ständige mal zweifelnde, mal verzweifelnde Gedankengänge sind mir zunehmend schlechter aufgestoßen. Er ist so unsicher! Und das bleibt er auch. Man meint das ganze Buch über, beim ersten Windstoß versteckt er sich in der Ecke. Das ändert sich auch bis zum Ende des Buches nicht. Von mir aus hat ein Held zu Beginn ihm Kanten gebende Schwächen. Muss er auch haben! Doch genauso muss auch irgendwann eine sichtbare Entwicklung stattfinden! Selbst in der letzten Kampfszene fragt er sich noch 10 Mal, ob er denn ja alles richtig macht.

Ich fand es sehr schade, dass es mir so schwergefallen ist, mich für das Buch zu begeistern. Denn es gab viele interessante und spannende Einfälle, die wunderschön mit dem Setting verwoben waren. Wie z.B. eine Bibliothek voller ungeschriebener Bücher und die Geschichte, wie sie dorthin kamen. Überhaupt mochte ich es gerne, dass immer mal wieder kontextbezogene Geschichten und Sagen eingebaut wurden. Der Hintergrund hat mir also gefallen, doch das Grundgerüst aus Charakteren und Handlung war leider nicht meins.

Fazit
..................

"Flammenwüste" hat recht vielversprechend gestartet, bis ich merkte, hier eine sehr jugendliche Geschichte vor mir zu haben. Die Hauptfigur kämpft mit allerlei äußeren und inneren Dämonen, da hätte ich mir mehr Entwicklung und Festigkeit gewünscht. Auch die Haupthandlung an sich ist sehr linear, mit der Standard Hauptquest die Welt zu retten und nur minimalen Abstechern drumherum. So sieht für mich leider kein "Epos" aus. Alles in allem musste ich mich leider mehr durchkämpfen, als ich es genießen konnte. Wirklich schade um den tollen, teilweise einzigartigen Hintergrund.

Profile Image for Frank Lang.
1,365 reviews15 followers
June 28, 2020
Eine Geschichte aus Tausend und einer Nacht gepaart mit einer klassischen High-Fantasy-Geschichte und Elementen eines Abenteuerromans – kann das funktionieren? Ja, sicherlich und Akram El-Bahay zeigt in seinem Fantasy-Debüt wie.

Genremix

Zuerst wähnt sich der Leser in einem klassischen orientalischen Abenteuer. Viel Wüste und Sand, ein bissschen Magie und viel orientalischer Flair. Die Beschreibungen der Umgebung haben mir tatsächlich sehr gefallen, obgleich die Entwicklung der Figuren darunter etwas gelitten hat, was bei solch einer Art von Geschichte weniger dramatisch ins Gewicht fällt.

Mit den Drachen und noch mehr Magie gepaart mit ungewöhnlichen Wüstenvölkern erhalten klassische Fantasy-Elemente Einzug in das Geschehen, die sich gut in die Umgebung eingliedern. Man könnte jetzt böswillig den Roman auf die klassischen Elemente einer Fantasy-Geschichte reduzieren (Bildung einer Gruppe, Wanderung durch unwirtliches Terrain und ein mächtiger Bösewich), aber damit würde man diesem Roman unrecht tun. Denn der Roman bietet einiges an Abwechslung und sogar die ein oder andere Überraschung, so dass selbst gestandene Leser bei Laune gehalten werden.

Ich habe die Bücher als E-Book gelesen. Im Impressum wurde ich stutzig, dass ein Illustrator genannt wurde. Nach einer weiteres Recherche bin ich drauf gekommen, dass im Print Karten und Illustrationen enthalten sind, die aus dem E-Book entfernt wurden. Leider gibt es auch keine Homepage des Autors, auf der diese Zeichnungen bzw. Karten zu sehen sind. Wer Wert darauf legt, muss zwingend zum Print greifen.

Fazit

Dieses Fantasy-Debüt hat mir sehr zugesagt. Der Mix verschiedener Stilelemente passte recht gut zum gewählten Setting. Das Abtauchen in die Geschichte funktionierte nahezu ohne Einschränkung. Die kleineren Kritikpunkte fallen dabei nicht wesentlich ins Gewicht, so dass ich diesen Auftakt allen Freunden des Genres empfehlen kann.
Profile Image for Denise Richter.
130 reviews1 follower
March 14, 2017
Eine tolle Mischung aus Fantasy und orientalischem Märchen.
Anur ist mit seinem Großvater - dem berühmten Geschichtenerzähler - in der Stadt des Herrschers und dank seiner Vorwitzigkeit (er gibt sich als sein Großvater aus) gerät er in ein Abenteuer, das ihm bald zeigt, dass die Geschichten, die er kennt, mehr als nur einen wahren Kern haben...
Wunderbar erzählt! Musste ich glatt nochmal lesen.
Profile Image for Julia Leseritter.
97 reviews6 followers
July 25, 2018
Das Buch ist geschrieben wie ein Märchen. Ein Junge, dem auf seiner Reise viele Zufälle passieren und der viele Talente in sich entdeckt. Für jüngere Leser und Drachen-Fans sicherlich ein tolles Buch. Mich hat's aber bis zur Hälfte leider immer noch nicht überzeugen können, von daher hab ich nicht weiter gelesen.
Profile Image for Kaugummiqueen.
148 reviews21 followers
May 29, 2016
Inhalt

In der Wüstenstadt Nabija geht ein Gerücht um: Ein Drache soll sein Unwesen treiben und im Umland Karawansereien niederbrennen. So richtig glaubt niemand daran, schließlich wurden seit tausend Jahren keine Drachen mehr gesehen. Auch Anûr hält die Berichte für unwahr, obwohl er als Enkel eines berühmten Geschichtenerzählers gerade über Drachen die spannendsten Erzählungen kennt. Doch der Sultan der Stadt hat anderes vor. Er möchte den Drachen jagen und schickt seinen Sohn Masul aus, um das Untier zu finden und zu töten. Durch die Verstrickung von merkwürdigen Zufällen soll auch Anûr den Prinzen begleiten und findet sich plötzlich auf einer gefährlichen Mission wieder, die sein Leben für immer verändern soll.

Meine Meinung

Spätestens seit The Girl of Fire and Thorns weiß ich, dass ich arabisches/orientalisches Setting in Büchern sehr gerne mag. Es grenzt sich einfach von der breiten Masse ab und ist für mich ebenso Fantasy tauglich wie Mittelerde, da der Orient für mich persönlich eine unbekannte Welt ist, die es noch zu entdecken gilt. Daher hoffte ich, dass Flammenwüste von Akram El-Bahay mich, neben einer guten Story (Hallo? Ich sage nur: Drachen!), ebenfalls mit dem Setting begeistern könnte.

Der Beginn des Buches war sehr vielversprechend. Man lernt Anûr kennen, der mit seinem Großvater Nûr in einem Kaffeehaus sitzt und eine Geschichte erzählt. Sofort fiel mir auf, wie detailliert und anschaulich der Autor die Szenerie beschrieben hat, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Ich fühlte mich selber in das Kaffeehaus hineinversetzt und konnte beinahe schon den Mokka riechen und die Dunstschwaden der Wasserpfeifen sehen. Das hat mir wirklich gut gefallen und regte mein Interesse an. Genau so schnell merkte ich aber auch, dass das Buch sich eher an jüngere Leser richtet. Ich weiß nicht, wie alt Anûr ist, ich meine auch, dass das im Buch nicht genau erwähnt wird, aber er ist definitiv nicht älter als sechzehn, so wie er sich gibt. Durch ein sehr naives, unüberlegtes Verhalten seinerseits, bei dem man schon sofort spürt, dass das irgendwie schief gehen wird und sehr konstruiert wirkt, kommt Anûr in den Palast des Sultans und wird vor eine seltsame Aufgabe gestellt.

Die Naivität Anûrs war in meinen Augen eins der drei großen Hauptprobleme des Buches. Oftmals schlittert er durch kindliche Fehler oder sehenden Auges in irgendwelche Gefahren oder missliche Lagen, reagiert wie ein dummes Kind auf manche neuen Erkenntnisse und reagiert allgemein häufig sehr kindisch und übertrieben. Das führte dazu, dass ich Anûr zwar schon recht mochte, ihn aber auch nervig fand und mich gar nicht mit ihm identifizieren konnte. Außerdem wurde er mir im Verlauf der Handlung viel zu special, besonders im Anbetracht der Tatsache, dass er mehr schlecht als recht in das Abenteuer mit reingerutscht ist. Das zweite Hauptproblem war meiner Meinung nach die sehr konstruierte Handlung. Geschehnisse wirkten in meinen Augen nicht zufällig, sondern eben sehr gewollt und konstruiert, um die Handlung in Richtungen zu zwängen, die manchmal einfach nicht gepasst haben und dadurch überhaupt nicht authentisch wirkten. Man merkte einfach, dass X nur passiert ist, um Y zu rechtfertigen. Ich ertappte mich mehrmals beim Lesen dabei, wie ich die Augen bei solchen offensichtlichen Lenkungen verdrehte. Erstaunt war ich über die Tatsache, dass das Buch mit 526 Seiten ein regelrechter Schinken ist, auch wenn es gar nicht danach aussieht, da recht dünnes Papier für den Druck genommen wurde. So saß ich eindeutig länger an dem Buch, als ursprünglich gedacht, was aber auch daran liegt, dass es meiner Meinung nach zu viel Handlung gibt und ich oft keinen roten Faden erkennen konnte. Was das dritte Hauptproblem des Buches ist. Natürlich hing schon alles irgendwie zusammen, aber der Autor kam von Höckschen auf Stöckchen und verlor sich in andere Handlungsstränge, sodass man die eigentliche Geschichte schnell aus den Augen verlor. Eigentlich geht es um eine Drachenjagd, dann um einen Gegner Nabijas und um einen schwarzen Magier, der einen Zauber sucht, und schließlich geht es um die Zerstörung der Welt. Ich glaube einfach, dass der Autor sich etwas zu viel vorgenommen hat. Außerdem fühlte ich mich mehr als einmal an Der Herr der Ringe erinnert. Manche Beschreibungen und sogar einige Sätze klangen so, als seien sie fast wortwörtlich aus Der Herr der Ringe übernommen worden. Allein die Beschreibung von dem Zauber erinnerte mich sehr an den Einen Ring.

Anûr erlebt auf seiner Reise einige aufregende Abenteuer und lernt neue Freunde kennen, wie den Magier Fis, der der letzte Magier überhaupt ist, oder Shalia, ein geheimnisvolles Mädchen, das in der Wüste zu Hause ist, oder Hadukaba, ein Sammler. Die Gefühle, die Anûr für Shalia entwickelte, kamen mir einfach zu schnell. Er sieht sie zwei Sekunden und schon ist er bereit, sein Leben für sie aufs Spiel zu setzen? Das konnte mich nicht überzeugen. Fis mochte ich irgendwie nicht so gerne, da er sehr anstrengend war und sich bockig wie ein kleines Kind verhalten hat. Er und Anûr gerieten manchmal aneinander, und fingen dann an, sich anzuschreien. Selbst in Situationen, in denen äußerste Verschwiegenheit geboten war. Dafür mochte ich Masul sehr gerne. Ab dem letzten Drittel des Buches erlebt der Leser einige Kapitel auch aus der Sicht des Prinzen von Nabija und diese Kapitel haben mir besonders gut gefallen. Sie waren spannend und man erhielt einige sehr interessante Einblicke in die Absichten der Bösen.

Das Ende ist ein Showdown mit einigen spannenden Elementen und Wendungen. Ein paar der losen Handlungsstränge verknüpfen sich und es gibt eine alles entscheidende Schlacht. Sie hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch die Schilderungen waren authentisch. Ein bisschen überrascht war ich, dass das Ende nicht abgeschlossen ist und alles auf eine Fortsetzung hindeutet. Und auch hier wieder spürte man einfach, dass durch "Zufälle", die mehr als unlogisch waren, Stoff für eine Fortsetzung geschaffen wurde. Ich meine, welcher Held zögert so ewig lange, wenn er die Chance hat, dem Bösen den letzten Schlag zu verpassen, sodass der Böse irgendwie doch noch entkommen kann? Irgendwie hat mich das unbefriedigt zurückgelassen, da es einfach unnötig war.

Nebenbei möchte ich noch anmerken, dass mir einige Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Tippfehler aufgefallen sind, die man eigentlich durchaus hätte korrigieren können.

Fazit

Mit Flammenwüste beweist der Autor Akram El-Bahay, dass er sehr gute Ideen besitzt und vor allem sehr atmosphärisch beschreiben kann. Leider nehme ich ihm die ganzen Handlungen und Wendungen nicht ab, da sie konstruiert und gewollt wirken. Auch Anûr benahm sich häufig sehr naiv und stellenweise ließ sich der rote Faden nur noch schwer erkennen. Ob ich eine mögliche Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht. Ich vergebe abschließend 2 von 5 Sternen !
Profile Image for Anna.
808 reviews14 followers
August 27, 2017
(Audiobook review)

There are aspects I really enjoy about this book:
- There are its rich setting and the author's efforts in describing it;
- There is the focus on storytelling and mythology.
- The pacing is also fine, for a story that balances action with world exposition.
These aspects - combined with a good audiobook narration - attracted me to the book and kept me listening for over four hours.
'Flammenwüste' appears in many ways to follow in the footsteps of 'The Name of the Wind' by Pat Rothfuss: we have a young, occasionally reckless male hero who loves storytelling and stumbles from one interesting encounter to the next. Unfortunately, Anûr is no Kvothe. His characterisation is two-dimensional (as is that of all other characters). His stories are nice additions to the book and enhance the flavour of the world, but they're not as detailed as I would have liked. The tone of this novel seems to aim it at a younger audience that would be overwhelmed by complexity, yet this book is over 500 pages long, and when I purchased it, no mention of it being for a non-adult audience was made.
Yet all of that would still not get it down to a 2-star rating or spoil my enjoyment of this book to the point where I stop listening.
The reason for that is the poor portrayal of women. Frankly, for the first two hours or so, there were no women in this book. Now we can attribute that to the cultural setting in which women's roles are primarily in their own household, but you have dragons in this book - why can't you put some women in? And no, the obligatory 1(!) damsel in distress or ugly, evil crones (gula) are not a reasonable respresentation of 51% of the population. Not in any book, and most definitely not in one targeted at impressionable teenagers.
Profile Image for Daydreamer.
237 reviews10 followers
September 27, 2022
Ich habe dieses Hörbuch wirklich sehr genossen.
Die Story ist gut, es passiert immer etwas und es laufen verschiedene Stränge parallel zu einander, beziehungsweise werden dann miteinander verknüpft. Die Geschichte ist gefühlt nicht super anspruchsvoll aufgebaut, aber sehr unterhaltsam. Das Ende ist auch befriedigend, wobei es gefühlt fünf Szenen gab, bei denen ich dachte, das Buch sei jetzt am Ende, und dann ging es doch noch weiter. Ein bisschen so das Gefühl wie beim letzten Herr der Ringe Film ^^

Die Charaktere mochte ich gerne, gerade die zwei Geschichtenerzähler. Größtes Manko an diesem Buch war, dass nach ca 3 oder vier Stunden, also ungefähr einem Viertel! Des Hörbuchs das erste mal überhaupt eine weibliche Person richtig auftrat. Und eigentlich auch die einzige bleibt, wenn man von den Gulas absieht. Das finde ich sehr schade und nicht schön, daher auch der Stern Abzug. Die Hälfte der Welt ist weiblich, wie kann es sein, dass meist nicht mal weibliche Verwandte genannt werden?

Das Setting ist toll, inspiriert vom Nahen Osten, was mich sehr freut, da immer nur europäische Fantasy auch manchmal ein wenig eintönig wird (und ich Die Wüste zudem liebe). Die Atmosphäre kommt super rüber und ich liebe die vielen verschiedenen Wesen, welche diese Welt bevölkern. Außerdem liebe ich Drachen und finde es schön, dass die hier ihren eigenen Kopf haben.

Der Stil ist angenehm, ebenso der Sprecher, wobei der manchmal ein wenig sehr dramatisch gelesen hat. An manchen Stellen fand ich hätte man die Beschreibungen etwas kürzen können, da sie doch eher redundant waren. Aber für gewöhnlich hatte ich sehr viel Spaß beim zuhören 💙
Profile Image for Andreas.
14 reviews2 followers
April 7, 2022
Ich habe das Buch mit viel Spannung gelesen. Sicherlich gab es einige handwerkliche Fehler, aber das hat mir den Lesespaß nicht verdorben. Fantasy in einem wüstenhaften Setting ist schon mal etwas anderes.
Profile Image for Sam.
1 review
March 26, 2024
One of my favorite books. Has nice world building, good characters and DRAGONS
Profile Image for Casusangelus.
190 reviews4 followers
October 4, 2014
Inhalt:
Nach einem Drachenangriff auf die Stadt Nabija sendet der Sultan seine Männer, darunter auch sein Sohn, Prinz Masul, aus, um diesen zu jagen und zu töten. Der junge Geschichtenerzähler Anûr, der schon lange davon träumt, ein Held zu sein, darf mitkommen, um das Geschehen aufzuzeichnen und für die Nachwelt festzuhalten. Doch was ihn in der Wüste, wo der Drache sich versteckt hält, erwartet, hätte er sich nie zu träumen gewagt und es kommen langsam Zweifel, ob seine Entscheidung, sich der Drachenjagd anzuschließen, richtig war.

Meine Meinung:
"Flammenwüste" ist ein Fantasy-Roman von Akram El-Bahay mit einem orientalischen Setting und, wie es scheint, auch erst der Auftakt zu einer Reihe, wobei ich dazu noch keine Informationen habe. Bei mir blieb lediglich das Gefühl eines offenen Endes, was Raum für weitere Geschichten lässt.

Der Anfang der Geschichte hat mir gut gefallen. Der Autor schafft eine gute Atmosphäre in der Wüstenstadt mit Kaffeehäusern, einem Basar und dem Sultanspalast. Faszinierend fand ich auch die Geschichten in der Geschichte, die man durch Anur und seinen Großvater, welche beide Geschichtenerzähler sind, erfährt. Hier hat der Autor es wirklich gut hinbekommen, diese in die eigentliche Story mit einzuweben, so dass sie eine magische Stimmung erzeugen.

Sobald die Gruppe um Prinz Masul und Anûr in die Wüste aufgebrochen ist, hat sich die Geschichte aber leider teilweise ziemlich gezogen, so dass ich eine gefühlte Ewigkeit an dem Buch gesessen und es immer wieder unterbrechen musste, da ich es einfach nicht an einem Stück lesen konnte. Wären hier ein paar Kürzungen vorgenommen worden, hätte mir das Buch wesentlich besser gefallen. Denn die Ideen, die der Autor hier hatte, haben mir echt gut gefallen. Es gibt verschiedenste Fantasy-Wesen, einige die man schon kennt, andere etwas abgewandelt oder auch vom Autor selbst erfunden. Die Mischung hatte mir hier wirklich gut gefallen, auch wenn ich mir mehr von den Drachen gewünscht hätte. Denn auch wenn der Klappentext hier noch nicht viel über die Geschichte verrät, was ich ja eigentlich positiv finde, da man so nicht weiß, wohin sich die Geschichte entwickelt und es so auch nicht zu vorhersehbar wird. Doch trotzdem bin ich mit einer gewissen Erwartung an die Geschichte ran gegangen, die nur zum Teil erfüllt wurde.

Die Charaktere haben mir eigentlich ganz gut gefallen. Am Anfang schwirrten zwar noch viele Namen herum, die ich öfters durcheinander gebracht habe, doch im Laufe des Buches lernt man die wichtigen näher kennen und prägt sie sich ein. Ein wenig genervt hat mich hier doch Anûrs Unsicherheit. Am Anfang war das ja noch ganz niedlich, besonders Mädchen gegenüber, doch hätte ich mir hier ein wenig mehr Entwicklung gewünscht. Auch dass er am Anfang noch ständig der Held sein wollte, um aber dann, wenn es ernst wird, doch nur an sich selbst oder auch seine Liebsten, aber nicht unbedingt an das Allgemeinwohl zu denken. Dafür waren mir die Nebencharaktere, wie der junge Magier Fis oder der Sammler Hadukaba, aber sehr sympathisch.

Fazit:
Die Bewertung von Akram El-Bahays "Flammenwüste" fällt mir nicht leicht. Einerseits hatte das Buch wirklich tolle Ideen und hat es auch geschafft, eine passende Atmosphäre zu schaffen, andererseits hat es sich aber auch alles zu sehr in die Länge gezogen, so dass ich das Buch zwischendurch immer wieder weglegen musste, weil es mich einfach nicht gefesselt hatte. Letztendlich kann ich nur 3 von 5 Muscheln für diesen High Fantasy Roman vergeben.
Profile Image for Aki .
799 reviews14 followers
September 7, 2014
Noch sind es nur Gerüchte, welche durch das Wüstenreich Nabija gleiten. Gerüchte, die besagen, dass ein Drache sein Unwesen treiben soll. Ganze Karawansereien und Dörfer soll er niederbrennen, dabei glaubt kaum einer an Drachen, an deren Existenz.

Anûr, welcher als Märchenerzähler sein Publikum begeistert, profitiert von diesen Gerüchten, wenn gleich auch er selbst die Geschichten über feuerspeiende Ungeheuer für Märchen hält, für Humbuk.

Eines Tages jedoch wird er selbst auf Drachenjagd geschickt, immerhin weiss er über Drachen mehr, als sonst irgendjemand und schon bald, gerät er an das Ende seiner Kräfte, an das Ende seines eigenen Glaubes... durch die Begegnung mit einem urualten Wesen der Macht, welches schwärzer ist, als die Nacht selbst.

Der Schreibstil hat mir von der ersten Seite an gefallen und ich wusste sofort, dass mich das Buch begeistern würde. Der Autor hat es geschafft, mit in Form von Anûr sofort in seinen Bann zu ziehen, in den Bann der Geschichten, die Anûr zu erzählen hat.

Der Junge, war mir von Anfang an sympatisch und ist meiner Meinung nach im Laufe des Buches unglaublich gereift, über sich selbst hinaus gewachsen.

Durch seinen Großvater Nûr kommt er in Berührung mit seinen ersten Geschichten, erzählt diese wenig später selbst weiter und weiter. Durch eine kleine.. Notlüge, gelangt er in den Palast, wo schließlich beschlossen wird, dass er den Prinzen Masul auf seiner Drachenjagd begleiten soll.

Keiner von beiden glaubt wirklich an deren Existenz und gerät somit in ein Abenteuer, welches mehr zu bieten hat, als jene Märchen, die Anûr bislang auf Lager hatte.



Auf ihrer Jagd begegnen sie einigen Charakteren, die es auf ihre unterschiedlichsten Arten gut oder schlecht mit ihnen meinen.

Shalia, welche sich anfangs gar nicht mit Anûr versteht und ihm dennoch eine große Hilfe wird.

Fis, der tolpatschige Magier, welcher mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht hat und Azif. Als meine kleine Lieblingsfigur gehört er dem Volk der Sammler an und ist immer wieder für eine Überraschung gut gewesen. Eine treue Seele, welche doch manchmal zum Nachdenken angeregt hat, wenn er wieder mal ein Tauschgeschäft abgeschlossen hat, dessen Objekte nicht immer materieller Natur waren.



Was die Drachen angeht, war wirklich Meno mein persönlicher Liebling, aber warum sollte jeder für sich selbst herausfinden, denn damit würde ich zuviel verraten.



Der "böse" Gegenpart ist in diesem Fall Sakkara und der war mir nun wirklich von Anfang an unsympatisch, was der Autor vermutlich auch bezwecken wollte. Er will das Ende der Welt heraufbeschwören und schreckt dabei nicht mal vor schwarzer Magie zurück.



Ich muss wirklich gestehen, dass mich das Buch mehr als nur positiv überaschen könnte. Wer Herr der Ringe oder Aladin zu seinen Favouriten zählt, wird dieses Buch lieben. Es ist sicherlich kein Abklatsch der beiden, eher eine.. sagen wir, eine eigene Interpretation des Autors.

Mit seiner Schreibweise und seiner Sicht der Erzählungen konnte er sogar mich von der Existenz der Drachen in diesem teil der Wüste überzeugen.

Mein Fazit ist daher eine klare Leseempfehlung und ich möchte auf jeden Fall mehr von diesem Autor lesen, welche meiner Neuentdeckung des Monats ist, wenn nicht sogar des bisherigen Jahres.
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395 reviews
December 26, 2016
In „Flammenwüste“ von Akram El-Bahay wird das fantastische Abenteuer des Geschichtenerzählers Anûr erzählt. Dies ist der erste Teil eine Trilogie. Erschienen ist der Roman 2014 im Lübbe-Verlag.

Die Menschen glauben eigentlich nicht mehr an Wesen wie Drachen, Ghoulas und Ifriten. Dennoch halten sich in Nabija hartnäckige Gerüchte, dass ein Drache mehrere Dörfer und Karawansereien in der Wüste niedergebrannt hat. Auch der Geschichtenerzähler Anûr trifft zu dieser Zeit mit seinem Großvater in Nabija ein. Als Geschichtenerzähler kennt er viele alte Legenden und als er sich zum Palast des Sultans begibt, wird er in ein Abenteuer hineingezogen, dass er sich selbst in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können.

Dieser Roman konnte mich sehr schnell für sich begeistern. Das orientalische Setting ist klasse und die abendländischen Elemente wie Drachen und Magier fügen sich wunderbar in das Geschehen mit ein. Gerade am Anfang ist alles noch etwas verwirrend und man fragt sich wohin die Reise gehen soll und um was es wirklich geht.
Was zu Beginn noch wie eine normale Welt wirkt, füllt sich mit der Zeit mit immer mehr mystischen Wesen. Es gibt Ghoulas, Ifriten, Drachen, Magier, Sammler, Schatten und noch vieles mehr. Hierzu kann ich auch nicht so viel verraten, da dies den Reiz von der Geschichte nehmen würde. Am besten ist es, wenn man das alles selber entdeckt.
Die Geschichte wird nie langweilig, da immer wieder etwas Neues hinzukommt und sich so das Puzzle rund um Anûr weiter vervollständigt. Dennoch gab es zwischendrin auch kleinere Dinge, die man so schon vorausgeahnt hat. Dies hat dem Leseerlebnis allerdings keinen Abbruch getan.
Auch der Schreibstil des Autors hat hieran einen großen Anteil. Schnell entsteht ein Kopfkino und man kann sich alles wunderbar vorstellen. Spannung und Neugier treiben einen dazu immer weiter zu lesen, dennoch brauchte ich auch einige kleinere Verschnaufpausen, um das Gelesene und die Welt auf mich wirken zu lassen.
Immer wieder wird die eigentliche Erzählung durch Geschichten unterbrochen, die von längst vergangenen Zeiten berichtet. Ob diese nun stimmen oder Legenden sind, ist zu Beginn nicht wirklich klar. In einer Geschichte, die von einem Geschichtenerzähler handelt, finde ich diese Einschübe allerdings mehr als passend und sie haben dem Buch ein bisschen den Zauber von 1001 Nacht verliehen.
Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und so habe ich gerne mit Anûr, Shalia, Fis und Hadukaba mitgefiebert, die auf diesem Abenteuer zu einer ungewöhnlichen Truppe zusammengemischt werden. Und auch der Drache Meno, der auf wundersame Weise mit Anûr verbunden ist, gefiel mir gut. Gerade seine Erklärung warum es die Sterne am Himmel gibt, gefiel mir ausgesprochen gut. Die Drachen glauben, das dort oben viele Welten existieren und es auf einigen auch Leben gibt und alle haben ihre eigenen Geschichten. Wer weiß schon, ob dies nicht vielleicht stimmt, denn dann könnte es die Welt von Anûr wirklich geben und das finde ich eine schöne Vorstellung.

Fazit: Eine märchenhäfte und spannende Fantasygeschichte, die mich total begeistert hat und die ich unbedingt weiterempfehle. Orientalische und okzidentale Einflüsse wurden auf harmonische Weise vereint.
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
September 5, 2014
Kurzbeschreibung
In der Wüstenstadt Nabija gehen kuriose Gerüchte herum und zwar dass ein Drache die Karawansereien und die Dörfer angreift und alles verbrennt.

Der Schrecken sitzt den Menschen in den Knochen und Sie wollen mehr über diese Sagenwesen der Drachenwelt erfahren.

Der junge Anur begleitet seinen Großvater und steht ihm zur Seite, denn sein Großvater ist ein weltberühmter Geschichtenerzähler und auch wenn Anur viel lieber die Stadt Nabija ergründen würde, übernimmt er hin und wieder sehr gerne den Job seines Großvaters und zwar immer dann wenn der alte Herr Ruhe braucht.

Auch weiß Anur das er sehr gut mit Menschen umgehen kann und das Erzähler Gen eindeutig geerbt hat.....


Cover
Das Cover macht sehr viel Lust auf mehr und ich bin sehr begeistert von dem Drachen vorne darauf und auch der Titel rundet das Gesamtbild sehr harmonisch ab und verspricht jede Menge Spannung in einer Welt in der Magie eine wichtige Rolle spielt.



Charaktere
Anur ist ein junger Mann der im Normalfall sehr zurückhaltend ist und erst beim Geschichtenerzählen aufblüht. Er hält sich im Hintergrund und bekommt doch eine Aufgabe zuteil die sein Schicksal bestimmt.

Fis der Anur hilft und das ein oder andere Mal mit seiner Magie sehr hilfreich sein kann.

Shalia die er bei Ihrer Flucht unterstützt und die nicht nur sehr gut aussieht, sondern ihr Herz auf dem rechten Fleck hat, aber was zu verbergen scheint.

Masul der als Prinz damit beauftragt wird dem Land Frieden zu bringen und dieser Sache auf den Grund zu gehen.




Schreibstil
Der Autor Akram El-Bahay hat hier wieder einen wunderbar bildhaften und flüssigen Schreibstil bewiesen der einen in den Bann zieht und entführt in die Welt der Wüste der 1001 Nacht.
Und der Geschichten in der Geschichte erzählt, die einen immer wieder in seinen Bann ziehen. Fantastisch umgesetzt.;)


Meinung
Eine Geschichte beginnt ob Sie schon war oder schon sein wird....finde es heraus und folge dem Schicksal Anurs und seinen Freunden.

Denn Anur ist Geschichtenerzähler.

Zwar nur wenn sein Großvater Pause hat, aber dann so wundervoll dass die Zuhörer ihm sehr gerne gespannt lauschen.

Was Anur nicht ahnt ist das vor ihm eine Reise liegt, die kurz darauf beginnt, denn niemand anderer als der Sultan will den größten Geschichtenerzähler der Welt sehen.
Nun da sein Großvater Ruhe mehr benötigt als Anur geht er mit und nimmt den Platz von ihm ein.

Um die dringende Frage zu beantworten was weiß er über Drachen.

Denn nichts Geringeres als diese Sagengestalt sorgt in den Karawansereien und den Dörfern für große Unruhe.

Anur versteht den Sultan und versucht ihm sein Wissen mitzuteilen, bis etwas geschieht das Anur die Sprache verschlägt und alles Dagewesene auf den Kopf stellt....


So aber nun genug erzählt, lasst euch selbst überraschen von dieser wunderbaren Fantasy Geschichte!

Für alle noch eine Info. wer möchte kann den Vorspann zu diesem Hammer Auftakt für 1,49 als Epub bei Amazon herunterladen hier der Link Flammenwüste - Das Geheimnis der Goldenen Stadt


Fazit
Sehr empfehlenswert und ein Hammer! :D Ich freue mich schon sehr auf den nächsten....;)


5 von 5 Sternen
Profile Image for Stevie.
Author 5 books5 followers
May 28, 2015
Endlich mal wieder ein Fantasy Roman, der mich gefesselt hat. Interessante und liebenswerte Charaktere, Magie, Drachen, ungeschriebene Bücher und einen Verräter, den man bis zum Schluss nicht kennt. Das alles zusammen in einer tollen Geschichte. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Was mich sehr fasziniert hat, war die Begabung des Autors, alle Sinne seiner Charaktere einzubringen. Kennt man sonst nicht so häufig. Hat Spaß gemacht.
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