Paris im Jahr 2060. Der geschiedene, alleinerziehende Geschichtsprofessor Tycho Mercier gerät durch einen Tombolagewinn in den Besitz eines Klons. Doch er bekommt nicht irgendeinen Klon vom Supermarkt geliefert: Es ist A.H.6, der sechste existierende, eigentlich verbotene Klon von Adolf Hitler. Dieser ist allerdings ganz anders als der Lieferant seines genetischen Materials: Er ist sanftmütig, bescheiden, unterwürfig und für Tychos Sohn ein willkommener Spielkamerad bei Computerkriegsspielen. Zu diesem merkwürdigen Hausgast gesellt sich bald noch ein Klon von Marilyn Monroe, den Tycho Mercier von seinem Nachbarn erbt. Sie verkörpert den Schwarm seiner Jugendjahre, aber auch sie riecht nach Ärger, denn es handelt sich um eine Raubkopie aus Südostasien …
Ein herrlich überdrehtes Spiel mit den Auswüchsen unserer modernen Welt und den langen Schatten der Geschichte, das uns zu einem waghalsigen Gedankenspiel verführt und uns augenzwinkernd den Spiegel vorhält.
The first half of this was entertaining; it's a near-future scenario where human cloning has become popular and the protagonist had inadvertently acquired illegal clones of Marilyn Monroe and Hitler. The second half descends into some bizarre nazi nostalgia situation (illustrating the dangers of cloning Hitler, you see) which frankly I did not enjoy.
Inhalt: Im Jahr 2060 gewinnt in Paris der Geschichtsprofessor Tycho Mercier bei einer Tombola einen Klon – den verbotenen Klon A.H.6, entstanden aus dem Genmaterial von Adolf Hitler. Doch außer der Optik hat er nichts mit Hitler gemein. Er ist bescheiden, gehorsam und nicht besonders gebildet. Sein Sohn freut sich über den neuen Spielkameraden und Mercier setzt den Klon gerne für Gartenarbeiten ein. Es dauert nicht lange, und es wendet sich auch noch Marilyn, die Klonin seines Nachbarn an ihn und bittet um Hilfe.
Art des Buches: Zukunftsroman
Wie fand ich das Buch? Dieses Buch hat mir jede Menge Gedankenstoff zum Thema Klonen und auch Robotern gegeben. Auf was lässt sich der Mensch ein, wenn er Klone produziert? Kann der Staat das Klonen überhaupt kontrollieren? Was im ersten Moment auf mich witzig wirkte, hat sehr viele Fragen bei mir aufgeworfen. Das Buch wirkt aber weder belehrend noch trocken auf mich, ganz im Gegenteil, es ist sehr unterhaltsam und manchmal auch spannend.
Gab es etwas zum Nachdenken und/oder Nachforschen? Zum Nachdenken gab es reichlich. Ich habe zum Beispiel gegoogelt, ob der Nazi und Reichsminister Joachim von Ribbentrop wirklich im Spirituosengeschäft tätig war.
3 passende Wörter zum Buch? Verantwortung – Klone - Zukunft
Wem empfehlen? Jedem Leser, der sich gerne auch mit Themen beschäftigt, die uns alle bzw. spätere Generationen betreffen werden.
1,5 Sterne Die Idee ist an sich wahnsinnig spannend und vielversprechend, die Umsetzung jedoch mehr als enttäuschend.
Beschrieben wird viel - doch nicht das, was tatsächlich zur Handlung oder zur Charakterisierung der Figuren beiträgt. Tycho Merciers Figur ist primitiv - insbesondere für einen Professor an der Sorbonne ist er mit dem Begreifen einfachster Zusammenhänge sehr hinterher, was die Geschichte unnötig lange dehnt. Zudem haben mich Tychos Gedanken/Aussagen genervt, in denen er Marilyn völlig objektivierte, das zu lesen war unangenehm und sinnlos. Über das Klonen an sich, die Erziehung und Liquidierung der Klone erfährt der Lesende wenig, es werden nur Andeutungen gemacht. Auch ist sonst nichts an den Umständen futuristisch - alles, was auf ein Leben im Paris der 2060er hindeutet, ist das Klonen, ansonsten scheint alles gleich zu sein wie heutzutage. Dieser Teil wurde also absolut vernachlässigt. Auch das Ende hat mich enttäuscht, es war abrupt und wurde nicht weiter ausgeführt.
Eines der Bücher, deren Titel und Synopsis viel versprechen, aber schlecht durchdacht und geschrieben sind.
Ein Buch, dass man regelmäßig zuklappt um über das Gelesene nachzudenken. So viele moralische Fragestellungen verpackt in humorvoll leichte Darstellungen. Dieses Buch sollte man gelesen haben!
Tycho führt gemeinsam mit seinem Sohn ein recht beschauliches Leben, ohne große Ereignisse. Bis zu dem Tag, als seine Ex-Frau einen Klon von Adolf Hilter gewinnt -A.H.6 - ein Model, dessen Besitz verboten ist. Tychos Versuche sich dem Klon zu entledigen scheitern, zudem übt der Klon eine Faszination auf den leidenschaftlichen Historiker aus, weshalb er ihn in seinen Räumen Unterschlupf gewehrt und ihn dort versteckt hält. Einen verbotenen Klon Schutz zu bieten ist aber anscheinend noch nicht gefährlich genug, denn eines Tages steht urplötzlich, die Marilyn von Nachbarn vor seiner Tür, auch sie zu beherbergen ist nicht erlaubt, denn auch wenn ein Marilyn Exemplar nicht verboten ist, so sind illegal hergestellte Klone es schon..
Gestaltung: Adolf und Marilyn in Massen zieren das Cover, mich hat es sofort neugierig gemacht, Ziel erfüllt - mir gefällt es sehr. :)
Meinung: Auf dieses Buch habe ich mich wahnsinnig gefreut, das ganze Konzept des Buches klang einfach so unglaublich vielversprechend. Ich muss gestehen, dass ich vorab ziemliche genaue Vorstellungen vom Buch hatte, leider ist der Autor dann etwas anders an die Sache heran gegangen als ich es erwartet und mir gewünscht hatte.
Dennoch muss ich sagen, dass dieses Buch durchaus lesenswert ist, die Thematik bietet ein großes Potenzial. Das Buch stimmt sehr nachdenklich und reizt den Leser durchaus dazu an eigene Gedankenspiele zu durchlaufen. Dieser Aspekt hat mir wahnsinnig gut gefallen, das sorgt für Unterhaltung, auch wenn diese zuweilen auch durchaus schockierend ausfallen kann. Somit erfüllt das Buch durchaus sein Ziel.
Die Geschichte selbst war mir allerdings stellenweise zu langatmig - der Protagonist, Tycho, verliert sich häufig in seinen Gedanken und teils kommt es da, zumindest nach meinem Gefühl, auch zu Wiederholungen. Ich denke es hätte dem Buch sehr geholfen, wenn es sich weniger dem inneren Monolog sondern mehr dem Dialog gewidmet hätte. Zwar versucht Tycho durchaus mit anderen in den Dialog zu treten, stößt aber eigentlich bei jedem auf taube Ohren, so dass ihm auch keine andere Möglichkeit bleibt als seine Sorgen und Ängste mit sich selbst auszumachen.
Tycho selbst hat mir als Charakter ziemlich gut gefallen, er ist ein bescheidener Mann, der für die Geschichte und seinen Sohn lebt. Seinen Sohn behandelt er sehr liebevoll und teils könnte man das Gefühl bekommen, er sei ein bisschen zu fürsorglich. Das macht seinen Charakter aber eben auch aus und macht ihn für mich nur noch sympathischer. Tycho ist sehr engagiert wenn es darum geht seinem Sohn zu fördern und ihm die Möglichkeit zu bieten, seine eigenen Interessen (die bei ihm ebenfalls den Schwerpunkt Geschichte haben) nachzugehen. Ein wirklich sympathischer und angenehmer Zeitgenosse und vor allem ein toller Vater.
Die Darstellung der Klone war sehr gut und gerade im Bezug auf Marilyn, fand ich sie auch recht amüsant. Klone werden bis zum Zeitpunkt des Verkauft unterrichtet und ihnen wird gezeigt was für Aufgaben sie haben und wie sie die zu erfüllen haben. Über ihr originales Abbild haben sie in der Regel keinerlei Informationen. Man bekommt einen wirklich guten Einblick über den genauen Entstehungsprozess, den ich unteranderem auch wirklich originell fand.
Insgesamt ist vor allem der erste Teil des Buches stellenweise recht langatmig, da der sich überwiegend um den ganz normalen Alltag dreht. Im zweiten Teil, kommt die eigentliche Geschichte dann in Gang und hier empfand ich es leider so, dass man doch sehr schnell zum Ende geführt wurde. Hier hätte ich einfach gerne noch mehr gesehen und eventuell auch mehr Auswirkungen gespürt. Das Ende des Buches hat mir aber gut gefallen, es hat seine eigene Aussage, die ich durchaus unterstützen mag und liefert auch hier noch einmal Stoff zum eigenen Denken.
Fazit: Die Bewertung fällt mir nicht so leicht, das Buch ist meiner Meinung nach absolut lesenswert, da es guten Stoff zum nachdenken liefert und ein geniales Konzept bietet. Dennoch wurde meine Lesefreude durch die vielen langatmigen Stellen um einiges getrübt. Außerdem entsprach der Verlauf der Geschichte nicht immer meinem Geschmack.
Yaz için okunabilecek güzel, eğlenceli bir kitap...
Bir alıntı yapalım;
- "İnsan kalbi aynı bir metro vagonu gibidir. Çok az sayıda koltuk bulunur ve son durakta inecek insanlarla doludurlar. Ama çoğunluğu, ayakta seyahat edip yolda inmeye niyetli insanlar oluşturur; 'merhaba, merhaba'dan öteye gitmezler ve çok çabuk unutulurlar." (s.190)
dolfi & marilyn. - «l’Histoire est un mirage, une simple illusion d’optique. une éphémère humanité croit laisser derrière elle des traces lisibles, mais à peine s’est-elle éloignée de quelques pas qu’un vent impitoyable les déformes et les effaces » - dolfi et marilyn est un de ces livre intelligent qui fait réfléchir son lecteur et l’oblige à poser une réflexion sur des sujets délicats comme ici le clonage. est-ce moral de cloner? si oui, qui cloner? où est la limite? qui la pose? tenons nous le secret de l’immortalité? les clones sont-ils humains? si nous nous clonons afin de vivre pour l’éternité, est-ce vraiment l’espèce humaine que nous perpétuons? - « grâce à la science, l’homme accroît sans cesse son pouvoir, il prend de jour en jour plus de libertés avec la nature. c’est un jeu périlleux, mais c’est son jeu. en vérité c’est plus fort que lui, rien ne pourra plus l’en empêcher et il n’arrêtera que mort. » - tycho mercier vit dans un monde où l’on attend le métro à côté de marilyn monroe, où churchill nous sert le thé, et où les grands hommes de notre histoire tondent nos pelouses. mais et si les comités d’éthique auraient-ils donné leur aval à l’inacceptable? « dolfi & marilyn » donnent un début de réponse en imaginant ce qui se passerait si cela venait à basculer dans la réalité. - « il y a peu de place dans le cœur des hommes, et elles sont vites prises par des passagers qui ne descendront qu’à l’arrivé » - dolfi & marilyn, c’est aussi un livre sur la quête du bonheur, sur l’amour, sans pour autant tourner à la romance omniprésente. - « rien n’est pur sur terre, les nations n’auront jamais tout à fait raison ni les peuples tout à fait tort » - le tout sur un fond de réminiscences de la sombre seconde guerre mondiale. mais sont-elles seulement des réminiscences ? « dolfi » était le surnom d’adolf hitler. oserait la science ramener à la vie un des plus grand meurtrier de l’histoire?
Hat mir im Großen und Ganzen gefallen. Das Buch ist nicht sehr lang und der Schreibstil ist relativ flüssig, so dass man gut und schnell durch die Geschichte kommt. Der premise ist sehr interessant und führt dazu, dass man sich während des Lesens so einige Gedanken macht. Die Charaktere sind alle zum Großteil gut geschrieben und die Story bleibt interessant genug, dass ich weiterlesen wollte.
Was mir aufgefallen ist, dass sich das Buch in zwei Parts unterteilen lässt. Und hier liegen sowohl Vorteile, als auch Probleme. Der erste Part ist so der Alltag und man lernt über die Klone usw. Der zweite Part findet nach einem Zeitsprung von mehreren Jahren statt und das fand ich etwas schwierig. Ohne zu spoilern, aber der zweite Teil des Buches versucht zu viel in zu kurzer Zeit zu machen und der Hauptcharakter wird eigentlich nur zum Beobachter der abstrusen Ereignisse, die sich gegen Ende des Buches abspielen. Ist etwas schade, weil ich gern mehr von dem gehabt hätte, worum es im zweiten Teil des Buches ging. Ich finde auch, dass man mit der ganzen Klon-Sache mehr hätte machen können, vor allem mit der Tatsache, dass es hier um Hitler-Klon geht.
Im Endeffekt war das Buch unterhaltsam, aber nichts, was mich jetzt groß begeistern konnte. Das Ende kommt zu schnell und verspielt leider die Chance auf eine interessante Entwicklung des Klon-Themas. Wer ein "kurzes", aber doch irgendwo auch interessant Buch für zwischendurch braucht, dem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen.
Hm. Das Buch ist recht unterhaltsam, hat aber einen Handlungsbruch und ist auch nicht durchgängig spannend. Das eigentlich Interessante an dem Roman ist auch irgendwie seine Schwäche: Das Set-up wie auch die handelnden Personen sind sehr gegenwartsnah, die Geschichte spielt "nur" ca. 40 Jahre in der Zukunft (zwischen 2060 und 2070) und "Zukunftselemente" sind recht sparsam eingesetzt (fast nur die Möglichkeit des Klonens, die zwar technisch funktioniert, aber noch sehr teuer und reglementiert ist, und das Wissen um eine Handvoll Ultrareiche, die hinter den Kulissen die Macht haben, ohne aber irgendeine politisch in Erscheinung zu treten oder direkt relevant für den Durchschnittsmenschen zu sein). Das Interessante sind die Überlegungen, wie Klone behandelt werden, wie sie sich vielleicht selbst sehen, welche praktischen Probleme durch die Existenz von Klonen entstehen, und welche moralische bzw. ethische Fragen sich ergeben. Im Roman ist die Entwicklung des Ganzen noch am Anfang, das macht es so relevant für die Gegenwart, da alle diese Fragen sicherlich diskutiert und beantwortet werden müssten in Begleitung der Entwicklung dieser Technologie. Für einen wirklich gesellschafts- oder technikkritischen Roman beißt er aber nicht genug. Und für einen Science Fiction ist die Zukunftsvision nicht weit und "straight" genug; also für beide Genres irgendwie zu "zahm".
Leider ist dieses Buch für mich eine Enttäuschung. Ich habe mir anhand des Klappentext etwas mehr vorgestellt, mehr schwarzer Humor, mehr Satire und mehr lustige Stellen. Leider ist es doch sehr Stumpf.
Absolut genial - von leicht, lustig, interessanter Idee zu unerwarteten tiefgründigen Wendungen, eines meiner neuen Lieblingsbücher; geschafft, so viele Emotionen in mir auszulösen, ich bin ganz überwältigt
Dieses Buch war ganz und garnicht das was ich erwartet habe. Ich bin von einer humorvollen bzw sarkastischen Geschichte ausgegangen. Ich fand es aber hauptsächlich traurig und deprimierend. Ja - es regt zum nachdenken an, aber mich hat es eher enttäuscht.
Die Story ist der Wahnsinn, aber nicht bis ins Ende gedacht. Warum schauen die im Jahre 2060 noch DVDs? Auch sonst fehlt es an sciencefiktionelem, das ist schade.
Der 50-jährige Tycho Mercier lebt ein ruhiges und bescheidenes Leben in einem Pariser Vorort. Er arbeitet als Dozent für Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts an der Universität und ist mit seinem Leben recht zufrieden. Die Ehe mit seiner Frau Phoebé zerbrach vor einigen Jahren und der gemeinsame 10-jährige Sohn Bruno lebt nach wie vor beim Vater, wobei er alle zwei Wochenenden bei seiner Mutter verbringt. Phoebé ist zwischenzeitlich wieder anders liiert und leitet ihr eigenes Fitnessstudio, eine Tätigkeit, die voll und ganz ihrem Naturell entspricht. Wobei es in Tychos Leben doch etwas gibt, das in ihm Begehren weckt - Marilyn, jedoch nicht das Original, denn die ist ja schon einige Jahrzehnte tot, sondern die Marilyn von Bassompierre, einem Notar im Ruhestand, der einen Marilyn-Klon besitzt.
Doch mit der Ruhe im Haushalt Mercier ist es vorbei, als ein Gewinn die beiden erreicht. Vor kurzem hatte Phoebé im Beisein ihres Sohnes an einem Gewinnspiel im Supermarkt teilgenommen und für den Fall eines Gewinns die Adresse ihres Sohnes angegeben. Tatsächlich hat gerade dieses Los den Hauptgewinn eingebracht - einen Klon. Doch nicht irgendeinen Klon, es ist ein Klon von Adolf Hitler, eine Klonreihe, die erst kürzlich verboten wurde. Nun hat Tycho ein Problem, denn selbst der Besitz eines solchen Klons ist verboten. Ein Dutzend davon wurden gezüchtet und wurden auch wieder zurück gerufen. Wie dieser ausgerechnet bei ihm landen konnte, ist Tycho nicht ganz klar. Als jedoch Tycho in Phoebés Beisein am nächsten Tag versucht, den Klon im Supermarkt zurückzugeben, wird dieser nicht zurückgenommen. Frustriert nimmt er Nr. 6 (von 12) wieder mit nach Hause, sehr zur Freude von Bruno, der in Dolfi bereits einen Freund gefunden hat.
Tatsächlich stellt sich heraus, dass es sich bei Dolfi um ein sehr friedliches Exemplar handelt, sodass er vorerst (zähneknirschend seitens Tycho) bei den Merciers bleiben und sich im Haushalt nützlich machen darf. Doch es kommt noch schlimmer. Plötzlich steht eine völlig verzweifelte Marilyn bei Tycho in der Tür. Ihr Besitzer hatte einen Schlaganfall und man einigt sich darauf, dass besagte Marilyn so lange bleiben darf, bis Bassompierre wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird. Als dieser jedoch kurz darauf verstirbt, ist guter Rat teuer, denn zwischenzeitlich hat Tycho mitbekommen, dass es sich bei Marilyn nicht um einen legalen Klon handelt, sondern um eine illegale Raubkopie. Als dann auch noch die Polizei vor der Tür steht, ergreifen die beiden ungleichen Klone die Flucht ...
Illegale Klone berühmter Persönlichkeiten! Der Plot wurde futuristisch-real und abwechslungsreich erarbeitet. Mag man auch von der Idee des Klonens generell halten, was man will, aber wenn das Klonen von Menschen eines Tages tatsächlich möglich sein sollte, wo ist die Grenze? Wer darf wie oft geklont werden? Ist das die moderne Sklaverei der Zukunft, denn Klone sind ja keine vollwertigen Menschen? Auf jeden Fall bietet dieses Buch interessante Denkansätze in diese Richtung. Die Figuren wurden durchaus facettenreich erarbeitet, wobei ich hier eindeutig sagen muss, dass in meinen Augen die meiste Persönlichkeit ausgerechnet der Klon Marilyn hatte. Selbst Tycho, als Protagonist, blieb etwas blass neben dieser schillernden Persönlichkeit, von dem anderen, sehr zurückhaltenden Klon mal nicht zu sprechen. Der Schreibstil empfand als sehr angenehm zu lesen, ich hatte keinerlei Probleme, hier voll in das Buch einzutauchen.
Als ich mir das Buch zur Hand genommen habe, habe ich mir eine humorvolle, witzige und vor allem außergewöhnliche Geschichte erhofft. Mit Charakteren, die unterschiedlicher und seltsamer nicht sein können. Außerdem klang eine Verknüpfung von Geschichte und Zukunft auch nicht schlecht - ja, zugegebenermaßen richtig interessant. Doch ob ein solcher Mix wirklich gut geht?
Nein. Denn schon beim Schreibstil des Autors fingen die Schwierigkeiten an. Es waren einfach zu viele langweilige Passagen über die Gedanken des Protagonisten oder über die Weltgeschichte eingebunden, sodass man leicht den Blick für die eigentliche Story verloren hat. Das ging so weit, dass man sich Seite für Seite einfach nur zu Tode gelangweilt hat (besonders wenn man kein Geschichtsfanatiker ist) und die Geschichte auch nie wirklich ins Rollen kam.
Das Buch besitzt 288 Seiten - eigentlich nicht viel, aber ich habe es trotzdem nicht geschafft, bis zum Ende durchzuhalten. Nach den ersten 100 Seiten habe ich das Buch abgebrochen. Es ging einfach nicht mehr. Im ersten Drittel des Buches ist ungefähr so viel passiert, wie man in 5 Seiten hätte erklären können. Die vielen Ausschweifungen und Erklärungen des Autors verwandelten den Verlauf aber in eine Durststrecke, wegen der ich dann auch aufgegeben habe.
Mir war egal, wie sich die Geschichte noch entwickeln würde. Klar war ich besonders am Anfang fasziniert. Wie geht der Autor (französischer Herkunft) mit dem verbotenen Thema um, über das insbesondere Deutsche nicht gerne reden? Die angesprochenen Themen (Klone, Hitler, Zukunft, Vergangenheit und Menschenwürde) bieten eine prima Vorlage für einen spannenden, einzigartigen und aufklärenden Roman. Doch das, was der Autor aus diesem Fundament baut ist schon ab den ersten Seiten an zum Zusammenbruch verurteilt.
Auch wenn Francois Saintonge mit seinen vielen Erzählungen zwischendurch (die kein bisschen zum Verlauf der Handlung beitragen) wahrscheinlich die Absicht hatte, dem Leser seinen Hauptcharakter näher zu bringen, hat er bei mir genau das Gegenteil erreicht. Ich habe mich eher von Tycho Mercier distanziert gefühlt - wollte mich selbst von ihm distanzieren, weil er mir von Anfang an nicht sympathisch war. Das Einzige, was man so wirklich über ihn erfährt ist sein Job und seinen damit einhergehenden Wahn (so muss man es tatsächlich schon bezeichnen) für die Geschichte der Welt.
Das Thema des "klonens" ist sehr umstritten. Saintonge hat sich wie viele andere auch an diesem moralischen Problem die Zähne ausgebissen. Mehr Hintergrunddetails über die Entwicklung der sogenannten Klone wären auch interessant gewesen, was die Handlung vielleicht doch ein wenig authentisch gemacht hätte. So muss ich leider sagen, dass der Verfasser sich selbst in allen Bereichen, die er behandeln wollte, ein Eigentor eingeschenkt hat.
FAZIT
So sehr ich mich am Anfang auf dieses Buch gefreut habe, so groß war die Enttäuschung, nachdem ich es weggelegt habe. Oder vielleicht auch ein bisschen Ärger, dass man so leichtfertig mit solchen tollen Themen umgeht? Man hätte diesen Roman voll mit Satire und schwarzem Humor packen können, doch leider wurde einfach nur eine auf der Stelle tretende Handlung mit mehr als überflüssigen Erzählungen, ungerecht behandelten Problemen und einem unsympathischen Fanatiker als Protagonisten geschaffen.
Zusammenfassung: Tycho Mercies ist Geschichtsprofessor und war schon immer ganz besonders fasziniert von den Zeiten Hitlers. Diese Leidenschaft hat er auch an seinen kleinen Sohn weiter gegeben, der erwartungsgemäß ganz aus dem Häuschen ist, als man bei ihm zuhause einen Klon des Diktators abliefert. Doch bei all seiner Faszination für den Mann mit dem fragwürdigen Schnurrbart, weiß Tycho doch allzu genau, dass die Klone des Führers streng verboten sind. Und natürlich hat er den ganzen Schlamassel auch noch seiner Ex-Frau zu verdanken, der Mutter seines Sohnes!
Als Tycho jedoch mehr darüber erfährt, was mit jenen Klonen passiert, die "zurück gegeben" werden oder schlichtweg illegal sind, ändert sich seine Sicht der Dinge gründlich. Und außerdem ist A.H.6., der Klon, den seine Ex bei einer Tombola im Supermarkt gewonnen hat, den man dort aber noch nie gesehen haben will, ein toller Spielkamerad für Tychos Sohn. Doch als wäre der Schlamassel nicht schon groß genug, nistet sich alsbald auch noch ein Klon von Marilyn Monroe bei Tycho ein - und das ist natürlich auch noch eine Raubkopie ...
Fazit: Ich muss schon sagen, dass ich total hin und weg war, allein vom Klappentext des Buches. Das Ganze klang einfach so schön verrückt, dass ich mich gleich riesig gefreut habe, das Buch rezensieren zu dürfen. Die Geschichte war dann auch recht unterhaltsam. Allerdings war es dann doch nicht das, was ich erwartet habe. Das Buch ließ sich flüssig und gut lesen, ja. Aber mehr leider auch nicht. Ich hatte mir Humor erhofft, Spannung und all das. Aber das Endresultat war dann doch nicht so ganz meins. Verrückt, ja. Meine Erwartungen konnte das Buch aber leider nicht so ganz erfüllen, obwohl die Geschichte jedoch tolle Voraussetzungen dafür hatte ...
Eine literarische "Auferstehung" Hitlers scheint nicht nur in Deutschland im Trend zu liegen. Bei Dolfi und Marilyn allerdings ist in nicht ganz so ferner Zukunft das Klonen möglich. Allerdings beschränkt sich dies offiziell auf Personen, die schon mehrere Jahrzehnte tot sind. Natürlich gerät ausgerechnet Tychon Mercier, seines Zeichens Historiker mit den Schwerpunkten Zweiter Weltkrieg und Nationalsozialismus, an einen Klon der Verbotenen Hitler Reihe. Kurz darauf läuft ihm auch noch Marilyn zu, die sein toter Nachbar sich auf dem Schwarzmarkt besorgt hat. Was macht man nun mit zwei "Illegalen"? Sind Klone Menschen oder nur Sklaven ohne eigenen Willen? Was passiert mit ihnen, wenn er diese zurück gibt? Die Gedankenexperimente die man dabei durchläuft sind durchaus spannend und regen zum Nachdenken an. Nicht nur über Klone, denn leicht lässt sich das "Label" illegal auch heute auf andere Menschen übertragen. Bis zum unausweichlichen Auffliegen von Tychon und seinen Klonen und der anschließenden Flucht der zwei, weis das Buch durch aus mit seinen Denkansätzen und Moralfragen zu Gefallen. Allerdings ist der zweite Teil, der zeigt, was man mit den scheinbar willenlosen Klonen machen kann etwas langatmig, sehr vorhersehbar und auch irgendwie stumpf. Das ist sehr Schade. Mit den Ansätzen und Moralfragen hätte man deutlich mehr machen können.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Such a weird book!! Well, I guess one can already expect that from cover and title...but, still!!
Saintonge managed to write a fantastic mix of satire and sci-fi. Paris, 2060: Even though expensive, clones of famous dead people are available for the public, as little helpers for the household, as conversation or even bed partners. Well, not all of them. Hitler clones were forbidden shortly after their "production", so that only a few made it into the world. There is a special force taking care of finding and collecting those few individuals, and they've been doing a good job, so far. But then, somehow one of the clones was forgotten in the storage of a supermarket and becomes one of the prizes in a tombola... Our hero is a middle-aged history professor and single dad - and he by accident ends up with AH6 and a Marilyn Monroe clone... Many funny and totally weird incidents, a scary picture of the future, good quality satire and not in any way offending, even though the author deals with such a sensitive topic in a very unusual way. If it wasn't for the foreseeable ending, the book would have deserved 5 stars.
COVER Das Cover drückt das ganze Buch aus. Man erkennt sofort um wen sich das Buch dreht – nämlich um Adolf Hitler und Marilyn – beziehungsweise deren Klone.
DIE STORY Was wäre, wenn es Klone gäbe. Was wäre, wenn es Klone gäbe, die eigentlich nicht existieren dürften. Merciers Nachbar hat einen Marilyn Klon und genau um den beneidet Mercier ihn. Er selbst hat keinen Klon, eigentlich.
Une tragi-comédie sur le clonage humain. Ça se lit vite et bien et certaines des remarques sont très pertinentes. Bref j'ai bien aimé. j'ai aussi bien aimé les personnages des clones, oui même celui d'Adolf. Leur côté naïf et désemparé, pathétiques, les rends vraiment attachant, finalement vraiment humains.
4 von 5 Sternen, wobei mit dem Vierten tue ich mich ehrlicherweise etwas schwer. Also eigentlich eine drei plus oder eine vier minus. ;) Es liest sich für mich etwas schwer in die Story ein, von Ende hätte ich mir mehr erhofft, aber zwischendrin doch teilweise recht unterhaltend. Sagen wir mal so, ich hab schon Bücher gelesen die besser waren, aber auch schon weitaus schlechtere.