Höhepunkt der Miniserie. Nicht nur als Einzelroman wertvoll, denn die Fäden laufen final zusammen. Las sich stellenweise wie ein Finale und ließ mir keine Ruhepausen. Für mich stimmte alles. Atmosphäre, Spannung und Dramatik satt. Toproman!
Der Roman hat mir - mit gewissen Abstrichen - gut gefallen.
In diesem Roman gefielen mir wieder die “Nebenfiguren” sehr gut. Die Handlung der Miniserie wird getragen von den Personen aus Band 1, die nach und nach zum Team zusammenwachsen. Hier muss von einer der Personen des Teams sogar Perry himself gerettet werden, weil er unter Einfluss des PEW Metalls größenwahnsinnig zu werden droht und nur durch Hinweis auf die “Dritte Ultimate Frage” (welch schöner Fanservice für so Altfans wie mich!) zur Besinnung gebracht werden kann. Johann Aspra ist eh gut und Junia und Kor möchte man inzwischen wirklich helfen, ihre Beziehung endlich zu retten. Marie Erikson hat ihre Stärken unter anderem in der Charakterisierung dieser Figuren und auch darin, dass nicht schwarz-weiß gemalt wird. Ein Beispiel dafür ist der neue Blick, mit dem Marlynn Kane plötzlich auf ihren Onkel schaut, als sie ihn auf dem Raumschiff erlebt. Trotzdem treibt sie ihren Onkel nachher in den Tod! Der Vorteil von Nebenfiguren in einer Endlosserie ist, dass sie sich - im Gegensatz zu den Hauptfiguren - entwickeln können.
Auf der anderen Seite nervt mich einiges: Das Konzept des Weiterlebens nach dem Tod im PEW Metall samt herumschwirrender Geister der Chennos gefällt mir gar nicht (ich weiss, der Kram ist PR-Kanon, trotzdem mag ich es in SF nicht). Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass in jedem Heft krampfhaft eine weitere Wendung und Verschärfung benötigt wird. Nagmum Kane soll uns anscheinend zeigen, wie gefährdet Demokratien sind, denn er schafft es im Alleingang fast an die Spitze und stellt eine große Gefährdung für den Staat dar. Ok, ich nehme das Mal an Warnung vor aktuellen Entwicklungen.
Ein routiniert geschriebener Roman der mir gut gefallen hat, insbesondere die Charakterisierungen der einzelnen Figuren sind sehr gut geschrieben, allerdings, und das ist nicht die Schuld der Autorin, gefällt mir der Zyklus immer weniger. Das betrifft nicht nur die sehr schlechte Einbettung dieser Miniserie in den Perry Rhodan Kanon (warum finden diese, epochemachende, Ereignisse keinen Nachhall in der Hauptserie ?) sondern auch die politische Konfigurationen (warum hört man von diesem Machtfakter der Förderation Normon nichts in der Hauptserie, auch die Ereignisse um Aurelia Bina und der diversen Roboter-Fraktionen finden keinen Nachhall) der Galaxis, wenige Jahre vor dem Versuch, die Fragmente von ES wieder zu vereinen? Ich finde, das wird sehr schlecht gemanagt in den beiden Exposé-Teams und besonders von der PR-Redaktion in Raststatt. Wenn man neue Leser für PR finden will, MUSS das besser werden, das ist meine unmaßgebliche Meinung...!
Perry Rhodan schafft es tatsächlich, den verschwundenen Mond der Chenno aufzuspüren. Er bringt eine große Menge des PEW-Metalls zurück nach Chentap, doch an der selbstgestellten Aufgabe, den Mond zurückzubringen, scheitert er. Das Team um Marlynn Kane wiederum führt den ursprünglichen Plan Aurelia Binas aus und entführt Nagmum Kane aus seinem Flaggschiff. Marlynn konfrontiert Nagmum damit, von seinem Virus-Plan zu wissen und gibt ihrerseits vor, Nagmum Kane mit genau diesem Virus infiziert zu haben. Schließlich soll er wie gefordert an die Molochiden übergeben werden - doch im letzten Moment zerbeißt er eine Giftkapsel und geht in heimlich mitgeführtes PEW-Metall ein.
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Macht, Verantwortung, Führung; Scheitern und Erfolg - diese Themen werden hier wunderbar durchdiskutiert. Auch Nagmum Kane darf seine guten Seiten zeigen - Marlynn Kane wiederum zeigt sich so kompromisslos und hart, dass es Kor Chapall abzuschrecken scheint, der sich zuvor immer noch nach ihr verzehrte. Es ist spannend, wie die Miniserie zeigt, dass es eben nicht nur Schwarz und Weiß gibt, sondern eine Menge dazwischen. Auch wenn ich finde, dass die Charaktere fast ein wenig zu sehr um sich und ihre eigenen Gedanken kreisen.
4/5
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Finde es toll, dass Auquun jetzt Hohepriester ist. Auch wenn die Umstände nicht so gut sind. Ich liebs, wie die Charaktere (vor allem die Crew) nach und nach wieder zu sich finden, nach allem, was im Laufe der bis jetzt 11 Romane alles passiert ist. Zum Beispiel, dass Junia langsam wieder ihre Anführerinnen-Persona bekommt. Mir gefällt auch, dass Marlynn damit kämpfen muss, ob sie ihren Onkel ausliefern soll oder nicht. So viel Spannung, bin so intrigued davon, wie es weitergeht. Ob sie Kane den Molochiden ausliefern oder nicht. Find auch die plot line mit der Seuche auf den Hunderten von Planeten klasse. So viel Spannungspotenzial.
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Das "Semi-Finale" der Miniserie und Marie Erikson wird langsam zu einer meiner Lieblingsautor*innen. Sie schildert die Zuspitzung der Ereignisse bis zum "Tod" von Nagmum Kane bis zur letzten Seite mit einem Fingerspitzengefühl, welches herausragend ist. Tolle Charaktere, Perry in einer Szene extrem ungewohnt, aber auch super gut. Dazu die Chenno und der Kanll um Aurelia Bina. Großes Kino.
Die erste Hälfte der Miniserie hat mich ja nicht wirklich abgeholt, aber die letzten Hefte waren tolle Unterhaltung, bei denen die aus der Feder von Marie Erikson noch ein wenig hervorstechen.
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Seeeeeeehr schwer. Ich weiss nicht ob ich Science Fiction gelesen habe oder ein coming-of-age für junge Mädchen. So extrem unrealistisch was auf einem Flaggschiff der Liga angehen soll, und dann die ewigen tränenrühren Szenen die gegen den drohenden Tod von Millionen und einem galaxisweiten Krieg die Oberhand gewinnen... Sorry, eine einzige Enttäuschung, die ich nur fertiggelesen bekommen habe weil die Story im Kurzzyklus es erfordert.