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Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe

Milena és a szerelem levelei: Kafka az élete, az írás a szenvedélye

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Prága, 1916. A fiatal Milena öntudatos és kalandvágyó. A legszívesebben kávéházakban tölti a napjait, a bohémek találkahelyén. Itt találkozik a titokzatos íróval, Franz Kafkával. Rögtön világossá válik, hogy kettőjüket több köti össze, mint pusztán az irodalom szeretete.

És ekkor apja kitagadja Milenát, aki feleségül megy Ernst Pollak irodalomkritikushoz, és Bécsbe költöznek. A házasság azonban tönkremegy, Milena pedig elszegényedik. Szükségében Franz Kafkához fordul, és felajánlja neki, hogy műveit lefordítja cseh nyelvre. Hamarosan páratlan szerelem szövődik köztük.

Stephanie Schuster regénye egy emancipált újságíró, műfordító, Milena Jesenská megindító története, aki szembeszegült korának minden nehézségével.

352 pages, Paperback

Published September 23, 2024

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Stephanie Schuster

18 books6 followers

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Community Reviews

5 stars
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3 (4%)
1 star
2 (2%)
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Nadine.
175 reviews11 followers
February 12, 2021
Als ich 2010 das erste Mal in Prag und damit auch im Kafka-Museum war, hat mich die gesamte Ausstellung total fasziniert. Aus diesem Grund musste ich unbedingt „Milena und die Briefe der Liebe“ von Stephanie Schuster lesen. Nun bin ich nicht nur fasziniert von Franz Kafka, sondern auch noch von Milena Jesenská.

Das Buch beginnt im Jahr 1916 als Milena ihren zukünftigen Ehemann Ernst Pollak, einen österreichischen Literaturkritiker und -agent im Staatstheater kennen lernt. Sie verlieben sich ineinander, dürfen aber nicht zusammen sein. Gleichzeitig lernt Milena Schriftsteller wie Max Brod oder eben jenen Franz Kafka kennen, als sie zusammen mit Ernst im Café Arco über Literatur sinniert. Nachdem Ernst sie, eher aus Vernuftsgründen als aus Liebe, heiratet, ziehen sie zusammen nach Wien. Dort beginnt auch die Brieffreundschaft zwischen Milena und Franz, die sich später zu einer seltsamen Art Liebe entwickelt.

Ich hatte keine Sekunde das Gefühl mit den Personen oder mit dem Buch zu fremdeln. Obwohl ich mich nicht wirklich mit Kafka oder den Leuten um ihn herum beschäftigt habe, fühlte ich mich direkt mitten drin und als würde ich sie alle beschriebenen Personen persönlich kennen. Kafkas Lebensgeschichte kennen die meisten Menschen zumindest ansatzweise, daher finde ich es umso besser, dass nun ein Buch als leicht zugängliche Geschichte geschrieben wurde, das Milena gerecht wird. Ich hätte sehr gerne ein ausführlicheres Buch über sie gelesen. Obwohl aus den Briefen von Kafka an Milena nur Bruchstücke im Buch enthalten sind, hat die Autorin es ausgezeichnet verstanden, Milenas Gefühle für Franz darzustellen. Nicht nur die schönen Gefühle, wie man meinen sollte, wenn man den Klappentext liest, auch das genervt sein, weil er mal wieder etwas verkomplizierte oder wenn er wegen etwas unentschlossen war.

Milena Jesenská war nicht nur Journalistin, sondern auch eine Kämpferin für Demokratie und für Menschenrechte. Sie starb im Jahr 1944 im KZ Ravensbrück. Nach ihrem Tod wurde ihr der Tomás-Garrigue-Masaryk-Orden verliehen. Sie ist außerdem diejenige, die es ermöglichte, dass Kafkas unveröffentlichte Geschichten und seine Tagebücher heute noch öffentlich bekannt sind, denn entgegen seinem letzten Willen unveröffentlichte Dinge zu vernichten, übergab sie alles Max Brod, der diese dann veröffentlichte.

„Milena und die Briefe der Liebe“ ist Teil 3 der Reihe „Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe“ vom Aufbau Verlag. Dies sind die Teile in der richtigen Reihenfolge:
1. George Sand und die Sprache der Liebe – Beate Rygiert (Frédéric Chopin)
2. Die Pianistin: Clara Schumann und die Musik der Liebe – Beate Rygiert (Robert Schumann)
3. Milena und die Briefe der Liebe – Stephanie Schuster (Franz Kafka)
4. Die Rebellin – Thérèse Lambert (Rainer Maria Rilke)
5. Die Bildhauerin – Pia Rosenberger (Auguste Rodin) – erscheint am 12. April 2021
6. Frau von Goethe – Beate Rygiert (Johann Wolfgang von Goethe) – erscheint am 16. August 2021
Profile Image for Lena.
116 reviews31 followers
December 5, 2020
Prag, 1916: Die junge Milena ist selbstbewusst und abenteuerlustig. Am liebsten verbringt sie ihre Tage in Kaffeehäusern. Dort begegnet sie dem geheimnisvollen Schriftsteller Franz Kafka. Doch sie verliebt sich in den Literaturkritiker Ernst Pollak, heiratet ihn und zieht mit ihm nach Wien. Die Ehe scheitert jedoch und Milena verarmt. In ihrer Not schreibt sie Franz Kafka, schlägt ihm vor, seine Texte ins Tschechische zu übersetzen. So entsteht eine Brieffreundschaft die beider Leben prägt.

Stephanie Schusters Buch erzählt die Geschichte einer emanzipierten, eigensinnigen und starken Frau die ihrer Zeit voraus war. 1896 in Prag geboren und aufgewachsen, verschlägt es sie zeitweilig nach Wien wo sie mit ihrem Mann Ernst Pollak lebt. Die Ehe ist jedoch ausgesprochen unglücklich und Milena fühlt sich in ihrer neuen Heimat nicht wohl. In ihrer Einsamkeit und durch eine seiner Erzählungen inspiriert schreibt sie Franz Kafka, den sie einst in Prag kennengelernt hat. So entsteht ein reger Briefwechsel und eine innige Freundschaft. Schließlich treffen sich die beiden für wenige Tage in Wien, geben ihrer Zuneigung füreinander nach. Doch ihre Beziehung hat über eine Freundschaft hinaus keine Zukunft. Zu verzwickt sind beider Situationen.
Die Autorin versteht es ganz wunderbar Milena Leben einzuhauchen und ihre Geschichte zu erzählen. Mir gefiel, dass der Fokus auch wirklich auf Milena selbst und nicht primär auf der Beziehung zu Kafka lag. Sie wird als die selbstständige Frau, die sie war, dargestellt. Auch der Schreibstil war ganz wunderbar. Man fliegt geradezu durch die Seiten und verfolgt gespannt Milenas ereignisreiches aber auch oftmals unglückliches Leben.

An der Geschichte habe ich absolut nichts zu bemängeln, finde jedoch leider, dass der Aufbau Verlag mit dem gewählten Untertitel und dem Klappentext weder Stephanie Schusters fabelhaft gelungener Geschichte, noch Milena Jesenská gerecht wird. Beide sind absolut irreführend hinsichtlich dem tatsächlichen Verlauf der Geschichte, schreiben Kafka in dieser Geschichte und Milenas Leben eine viel bedeutendere Rolle zu als ihm tatsächlich zukommt. Die beiden hegten zwar eine intensive, aber kurze, Brieffreundschaft, trafen sich in der Realität jedoch insgesamt nur etwa 5 Tage. Im Untertitel "Kafka ist ihr Leben" zu schreiben, scheint mir da doch sehr unpassend.

Abschließend kann ich dieses Buch jedem empfehlen der nicht zu einer trockenen Biographie greifen, aber mehr über das ereignisreiche Leben der Milena Jesenská erfahren möchte! Stephanie Schuster versteht es wirklich ganz wunderbar dieser eigensinnigen Frau Leben einzuhauchen und ihre Geschichte auf Papier zu bringen.

(Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!)
Profile Image for Statement Books.
36 reviews8 followers
August 17, 2021
„Jeder Mensch ist eine begrenzte Welt für sich. Doch manchmal, wie durch ein Wunder, trifft man den einen, der diese Grenze überschreitet, ohne sie zu verletzen, weil er die Gesetze des anderen respektiert.“

Ein wirklich tolles Buch, welches ich sehr gerne weiterempfehle. Milena hat mich als Charakter begeistert. Ihr erfrischender Esprit, die Wortgewandtheit, das Selbstbewusstsein, die Zielstrebigkeit und ab und an auch naive Art, war sehr unterhaltsam. Trotz mehrerer Rückschläge und allen Widerständen zum Trotz, schaffte sie es sich immer wieder geschickt und mit vollem Elan in das nächste Abendteuer zu stürzen und lebte ihr Leben nach ihrem Wertesystem. Ein feinfühliges und doch aufregendes Buch zugleich. Immer wenn man dachte, man weiß nun alles über Milena, kam wieder ein neuer Umstand dazu, welcher die Neugier auf den Rest des Buches bestärkte.

Milenas Engagement als Aktivistin, ihre Weltanschauung, Diversität, die Beziehung und Loyalität ihren Freundinnen gegenüber, die optimistische Art, mit welcher sie die Dinge anpackte, die Offenheit und der Mut, in der damaligen Zeit für sich und die Frauen einzustehen, sind bewundernswert.

Und Kafka.. ist eben Kafka. :) An manchen Stellen war ich etwas genervt von ihm, da er in meinen Augen nicht wirklich wusste, was er will. Und doch verkörperte Kafka für mich den Kontrast in diesem Buch, welcher die Spannung aufbaute. Seine verletzliche, sehr melancholische und teilweise düstere Weltanschauung - im Gegensatz dazu, die quirlige und lebensbejahende Milena. Gegensätze ziehen sich an, trifft es hier auf den Punkt.

Ein großes Lob an die Autorin. Auch historisch gesehen, ein sehr interessantes und informatives Buch. Ich möchte auf jeden Fall noch mehr von Stephanie Schuster lesen. Der Schreibstil war sehr flüssig und spannend gestaltet. Eine Lektüre, die ich sehr gemocht habe. Auch an den Verlag ein Lob für das tolle Cover.
Profile Image for Marisa Fernandes.
Author 2 books49 followers
January 5, 2022
Quando parti para a leitura de "Milena und die Briefe der Liebe" estava à espera de algo ligeiramente diferente do que acabei depois por encontrar e passo a explicar. Duas foram as razões principais que me levaram a querer ler este livro: a relação de Milena com Franz Kafka, autor de um dos meus livros preferidos, "O Processo"; e a paixão de Milena pela escrita, algo que temos em comum.

A verdade, porém, é que boa parte do livro foca-se essencialmente em Milena antes de Kafka. Só muito depois de lida mais de metade do livro é que assistimos à construção da relação entre ambos, iniciada com a troca de correspondência de Milena, que muito anseia traduzir os trabalhos do autor de alemão para checo. Isto aborreceu-me. Ainda que eu compreenda a lógica de enquadrar todo o percurso de Milena anterior a Kafka, considero que a autora se perde demasiado em detalhes de aspectos menores e o estilo de escrita usado para apresentar Milena no início soa-me um pouco ao piroso romantismo de cordel.

Quando começa a escrever ao escritor checo, Milena Jesenská, flha de um médico e na altura a viver em Viena, está casada com Ernst Pollak vivendo um casamento de fachada. Ela ama-o, ele parece totalmente desinteressado, o que a deixa frustrada e a dado momento a leva a procurar investir num trabalho que realmente aprecie... É, deste modo, que se inicia a sua carreira como jornalista. Também é através de Pollak que Milena conhece Kafka vários anos antes em Praga, mas tanto quanto se percebe esse primeiro contacto é mais um contacto de "vista" do que um contacto de facto. A frustração amorosa leva-a a procurar viver a sua paixão pela escrita... e, para além do jornalismo, procura encontrar satisfação na tradução. Lembra-se, então, de Kafka.

É a partir da entrada em cena de Kafka que, na minha perspectiva, "Milena und die Briefe der Liebe" adquire um novo interesse. Schuster apresenta-nos um romance de cartas, platónico, que não leva a lado nenhum, mas que dá a Milena uma nova perspectiva da vida amorosa e profissional. Como se Kafka acabasse por ser a "peça-chave" da sua vida... E, pelos vistos, foi de facto.

Mas... Eu não consegui adorar a forma de escrita de Schuster nem a figura de Milena (mistura de infantil com caprichosa com ingénua/sonhadora). Aliás, até a figura de Kafka me conseguiu, por vezes, irritar da forma como foi apresentada.

Por isso, dou-lhe apenas três estrelas. Acho que estava à espera de outra coisa, sendo que aquilo de que gostei sobretudo foi de conhecer todo o enquadramento histórico que rodeou a relação entre estas pessoas na realidade.
Profile Image for Sandra von Siebenthal.
99 reviews26 followers
September 29, 2021
Milena ist eine fortschrittliche, ehrgeizige und lebenslustige Frau. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium studiert sie Musik. Als sie den Literaturkritiker Ernst Pollak kennenlernt, führt der sie in die Literatenszene Prags ein, wo sie neben Max Brod auch Franz Kafka kennenlernt. Milenas Vater ist von der Beziehung seiner Tochter zu einem deutschsprachigen Juden wenig angetan. Von diesem verstoßen heiratet sie Pollak und geht nach Wien, wo sie wegen der Frauengeschichten ihres Mannes bald unglücklich ist. Die Ehe scheitert schließlich und in ihrer finanziellen Not schreibt Milena einen Brief an Franz Kafka mit dem Vorschlag, seine Bücher zu übersetzen. Es kommt nicht nur zu den Übersetzungen, es entsteht auch ein immer intensiver werdender Briefwechsel, der deutlich die wachsenden Gefühle der beiden aufzeigt.

Zum Buch
„Er war ein Mann des Augenblicks, das erkannte sie jetzt. Für ihn gab es kein Morgen. Also liebte sie ihn im Heute und dennoch fühlte sie sich bei jeder Berührung dem Abschied näher.“
Stephanie Schuster erzählt in diesem Buch die Geschichte einer fortschrittlichen (ein Studium war damals nicht üblich für eine Frau), mutigen Frau, die ihren Weg selbstbestimmt und mutig geht, trotz aller Widrigkeiten. Zuerst unter dem strengen Regime ihres Vaters quasi eingesperrt, schlittert sie in eine unglückliche Ehe. Als sie auf Franz Kafka trifft, glaubt sie, ihre Liebe gefunden zu haben. Franz Kafka ist kein Mann, der sich wirklich einlassen kann und will. Er ist zu sehr mit sich, seinen Befindlichkeiten und seinem Schreiben beschäftigt. Als Milena beginnt, von einer gemeinsamen Beziehung zu reden, geht er auf Distanz, beendet die Beziehung schließlich. Milena lässt sich nicht unterkriegen, sie nimmt ihr Leben einmal mehr in die Hand und schaut nach vorne.

Zwar erkennt man anhand des Buches, daß sich Stephanie Schuster durchaus in die Materie eingearbeitet hat und auch die historischen Hintergründe der von ihr erzählten Geschichte kennt, trotzdem ist es ihr nicht gelungen, ein wirklich stimmiges, plastisches Bild der Zeit und dieser Beziehung zu entwerfen. Die beiden Figuren bleiben eher blass, es fällt schwer, wirklich einen Zugang zu ihnen zu finden. Dies ist schade, da wir es mit zwei sehr spannenden Persönlichkeiten zu tun haben, welche jede für sich schon spannend war. In ihrer Unterschiedlichkeit hätten sie, plastischer gezeichnet, mehr hergegeben auch für die Beschreibung dieser Beziehung.

Die Sprache des Romans ist eher seicht und leicht, teilweise gar flapsig, was in meinen Augen zu beiden Protagonisten schlecht passt.


„Milena und die Briefe der Liebe“ wirkt insgesamt wie eine gut lesbar erzählte Liebesgeschichte, leider (dem Leben geschuldet) ohne Happy End. So gelesen, ohne zu große Erwartungen auf neue Erkenntnisse oder tiefgehende Entdeckungen, ist das Buch durchaus unterhaltsam.


Persönliche Einschätzung
Ich kam mit den Briefen Kafkas an Milena (ihre Briefe sind leider bis heute verschollen) im Zuge meines Studiums in Berührung. Besucht habe ich das Seminar mehr wegen des von mir sehr verehrten Professors als wegen der Materie, von der ich aber doch sehr angetan war. Die Analyse der Sprache, die Psychologie zwischen den Zeilen hat viel über den Schriftsteller Franz Kafka offenbart. Von Milena erfuhr man eher wenig, sie war kaum Thema damals, was wohl den fehlenden Briefen aber auch der eher auf Kafka (den Mann?) ausgerichteten Perspektive geschuldet war. Auf das Buch bezogen hätte ich gerade da, wo Milena als Protagonistin im Titel geführt wird, mehr über diese Frau erfahren wollen.

Es mag sein, dass ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, es ist durchaus flüssig lesbar, die lebensgeschichtlichen Hintergründe korrekt, hir und da (was durchaus legitim ist) mit einiger Fiktion vermischt, und bietet auch ansatzweise Einblicke in die Zeit in Prag und Wien zwischen 1916 und 1920. Insgesamt bietet das Buch aber auf allen Ebenen zu wenig: Zu wenig plastische Schauplätze, zu wenig authentische Figuren, zu wenig Einblicke in die Zusammenhänge innerhalb der damaligen Zeit – und nicht zuletzt: eine nicht der Materie entsprechende Sprache.

Fazit:
Ein Buch, das grosse Erwartungen weckte, diese aber leider nicht erfüllte wegen zu wenig plastischer Figuren, zu schwachen Schauplätzen und einem zu seichten Erzählstil, welcher aber durchaus flüssig und unterhaltsam lesbar ist.
Profile Image for Papier.fliegerin.
297 reviews6 followers
December 7, 2020
„Milena und die Briefe der Liebe“ von Stephanie Schuster
Darum geht es:
Prag, 1916: Die junge Milena ist selbstbewusst und abenteuerlustig. Am liebsten verbringt sie ihre Tage in Kaffeehäusern, den Treffpunkten der Bohème. Dort begegnet sie dem geheimnisvollen Schriftsteller Franz Kafka. Sofort ist klar, dass die beiden mehr verbindet als nur die Literatur. Da verbannt sie ihr Vater aus ihrer Heimat. Sie heiratet den Literaturkritiker Ernst Pollak und lebt mit ihm in Wien, doch die Ehe scheitert und Milena verarmt. In ihrer Not schreibt sie Franz Kafka, schlägt ihm vor, seine Texte ins Tschechische zu übersetzen. Schon bald entspinnt sich eine Liebe, die ihresgleichen sucht …

Die Geschichte einer emanzipierten Frau und Journalistin, die allen Widrigkeiten ihrer Zeit trotzte.
Milena Jesenka wurde 1896 in Prag geboren, studierte und verkehrte in der deutsch-jüdischen Gesellschaft. Sie war impuliv, eigenwillig, emanzipiert und ihrer Zeit voraus.
Sie heirate einen jüdischen Bohemien und Literaturkritiker, doch leider ist diese Ehe nicht glücklich.
Schnell lebt jeder sein eigenes Leben, und Milena verdingt sich als Kofferträgerin.
Sie beginnt mit einem geschäftlichen Briefwechsel, aus dem ein Austausch über Persönliches wird. Milena vertraut ihn all ihre Gedanken an.
Man merkt: beide empfinden sehr viel für einander, doch leider hat diese Lieben keine Zukunft.
Milena Jesneka ist eine starke Frau, die viele Steine aus dem Weg räumen musste, um sich ein eigenes Leben zu führen. Und das in einer Zeit, in der eine Frau abhängig war von ihrem Mann.
Das Buch „Milena und die Briefe der Lieben“ belebt die Geschichte dieser großartigen Frau – und ihr Leben wird ganz hervorragend von Stephanie Schuster in Szene gesetzt. Sie versteht es, Milena lebendig werden zu lassen.
Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen!

Das Buch bekommt von mir:

4 von 5 Sterne

*Unbezahlte Reklame*
Profile Image for Charlotte.
84 reviews
June 5, 2023
Eine wunderbar recherchierte Erzählung über eine Liebe. Die Verbindung der beiden und die geteilte Leidenschaft für das Schreiben, Literatur und Kultur spricht aus ihren Briefen, Begegnungen und Gesprächen auf Deutsch und Tschechisch. Dennoch hat sich die Geschichte, für meinen Geschmack, zu sehr an der Oberfläche bewegt- weder die politische Situation noch die Rolle der Medien werden zum großen Thema, was mir in diesem Kontext sehr gefallen hätte. Nichtsdestotrotz war dieser Roman ein wunderschöner Einblick in die Zeit der Milena Jesenská und ein menschliches Portrait des Mannes mit Rabenaugen und Tuberkulose, der sonst eher eine abstrakte historische Figur bleibt.
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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