Als Oberstudienrat Schirner ermordet und grausam verstümmelt aufgefunden wird, reagiert seine Umgebung zunächst fassungslos: Der Lehrer war überall beliebt und führte eine glückliche Ehe. Hauptkommissar Peter Brandt beginnt gründlicher in Schirners beruflichem Umfeld zu recherchieren, und entdeckt, dass an dem Gymnasium Dinge vorgingen, die offenbar nicht an die Öffentlichkeit dringen sollten. Doch Brandts Vorgesetzte, die coole Staatsanwältin Elvira Klein, wittert eine andere Fährte...
Andreas Franz (1954 - 2011) was a German author, best remembered for his numerous crime novels.
The son of two musicians from East Germany, he later moved west with his family, and worked in numerous jobs. In 1997, he gave up his last job as a translator to become a full-time writer, quickly becoming popular through his Julia Durant series of crime/mystery novels. Franz lived near Frankfurt with his wife and four children until his death from heart failure at the age of 57.
Leider sind Motiv und teilweise auch Täter im 1. Band der Peter-Brandt-Reihe schnell ausgemacht, sodass die Spannung doch sehr auf der Strecke bleibt. Auch der Ermittler war nicht unbedingt sympathisch, in manchen Szenen kommt er sehr brüsk und teilweise auch von seiner Art her recht primitiv daher. Trotzdem ist das Grundthema durchaus brisant, und ich wollte wissen, wie es letztendlich ausgeht. Mal sehen, ob Teil 2 demnächst mehr zu bieten hat!
"Tod eines Lehrers" ist ein sehr deutscher Krimi im Sinne von bundesdeutscher Vorstadspießigkeit und den darunter liegenden Abgründen. Wüsste ich nicht, dass das Buch 2004 erschienen ist, hätte ich es durchaus 25 Jahre früher verortet, so angestaubt erschien mir zumindest punktuell die Lebenwirklichkeit der handelnden Personen.
Der titelgebende Lehrer lebt in einer Vorstadt im Offenbacher/Frankfurter Raum und ist in seiner Nachbarschaft und dem örtlichen Gymnasium, in dem er unterrichtet hochangesehen, um nicht zu sagen verehrt. Beim abendlichen Gassiführen seines Hundes wird er mit zahlreichen Messerstichen getötet und in Folge verstümmelt. Die Polizei fängt an zu ermitteln und sehr schnell tun sich Risse in der hochglanzgebohnerten Fassade auf und lassen den Schmutz und die Verkommenheit dahinter erkennen.
Es handelt sich um einen prozeduralen Ermittlungroman, der chronologisch und geradlinig heruntererzählt wird. Die Sprache ist klar und verständlich, aber weit entfernt von jedwedem literarischen Anspruch.
Die Ermittler haben, wie üblich, so ihre Eigenheiten und privaten Problemchen, aber diese halten sich in überschaubarem Rahmen, was der Klarheit des Kriminalfalles gut tut.
Für einen geübten Krimileser bietet das Buch weder überaschende Wendungen noch andere bemerkenswerte Eigenheiten. Es ist wohl kein Spoiler, wenn ich hier sage, dass die Tötungsart klar darauf hinweist, dass der Lehrer kein zufällig ausgewähltes Opfer war und ich bin von Anfang an von einer Auflösung ausgegangen, wie sie dann auch erfolgt ist.
Zusammenfassend würde ich das Buch als solide, aber unauffällige Krimikost bezeichnen. Es ist leicht und flüssig lesbar, unterhält, aber man muss, glaube ich, keine Energie darauf verwenden, den Roman irgendwo zu ergattern, wenn er einem nicht zufällig in den Schoß fällt.
Peter Brandt steht vor dem wohl schwierigsten und Nerven aufreibenden Fall seiner bisherigen Karriere bei der Polizei: Herr Rudolf Schirner, seines Zeichens Lehrer am Büchner-Gymnasium wurde ermordet. Als Brandt seine Ermittlungen aufnimmt, scheint nichts die schöne Fassade, Schirner sei einer der besten Lehrer gewesen, zu trügen. Brandt dringt tiefer in den Alltag des Schullebens in dem Gymnasium und stößt auf Grauenhaftes…
Schreib-/Erzählstil:
Franz zeichnet seine Charaktere mit Vergangenheit, Gegenwart und einem Stück Zukunft aus, so dass der Leser Beweggründe, Verhaltensweisen und Eigenschaften an ihnen ausmachen kann. Der Verlauf der Ermittlungen ist klar strukturiert für den Leser dargestellt, nichts ist der Laune des Autors ausgesetzt, sondern bildhaft und nachvollziehbar geschrieben. Dieses Zusammenspiel ermöglicht ein gradliniges Lesevergnügen, das auch noch durch die gute Geschichte gewinnt.
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch nun nach dem Tod von Andreas Franz zur Hand genommen, da es noch bei mir lag und ich nun doch neugierig war, ob er so toll schrieb, wie es immer hieß. Und ich wurde mehr als positiv überrascht. Lange hatte ich schon dem Thriller-/Krimi-Genre abgeschworen, doch Franz macht dieses wieder lesens- und erlebenswert. Er kommt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf den Leser zu und drängt uns seine Meinung auf. Eher spielt er mit diversen Fragen betreffend Ethik, Moral, Sitte, Anstand, Verrat und Freundschaft. Ab wann begehe ich Verrat, wo befinde ich mich in guter Gesellschaft und kann bedingungslos Freunden vertrauen? Er spinnt eine Geschichte um Menschen, die zwar wissen, dass Mord ein hartes Mittel ist, begibt sich aber stets auf Spurensuche in den Beweggründen dieser. Der Leser ist am Ende ziemlich zwiegespalten, da sein Gewissen appelliert, sein Bauchgefühl mulmig ist und er einen moralischen Knacks erleidet. Dahingehend ist Brandt als Hauptprotagonist perfekt gewählt.
Fazit:
Ich werde mich auf jeden Fall mal darum kümmern, auch posthum von Franz noch einige Werke zu lesen, denn er hat mir mit Tod eines Lehrers sein exzellentes Können eindeutig bewiesen!
Der Plot an sich ist gut und der Gedanke eines Regionalkrimis interessant. Aber es gibt einfach zu viele Dinge, die mir den Lesegenuß an diesem Buch vereitelt haben. Zuerst sei die recht nachlässige Sprache genannt. Dann stechen eine ganze Anzahl von Fehlern hervor, die einem mit der Materie und der Arbeit in Justiz/Polizei vertrauten Leser sofort auffallen und sauer aufstoßen. Das Buch ist in diesen Bereichen nicht sauber recherchiert. Drittens: Das Ende des Buches bzw. der Ausgang des Falles mag dem Wunsch des Autors und manchem Leser/mancherLeserin entsprechen, ist aber vollkommen illusionär. Zwar gibt es für ähnlich gelagerte Fälle in denen ein Mord begangen wird, ohne dass der Täter ein Mörder ist, aber es ist sehr zweifelhaft, dass diese Gesetzesnorm hier angewendet worden wäre. Daher nur 1 Punkt.
Das war das erste mal seit einer Ewigkeit, dass ich ein Krimi zur Hand genommen hab und ich muss sagen, dass es an sich eine sehr spannende Geschichte war, der Alltag als Kripo wurde auch sehr gut vermittelt und der die Geschichte wurde nicht ins unendliche gezogen. Was ich seltsam fand waren die Charakterisierungen von den Figuren, noch bevor sie ein Wort von sich gaben- es gab genaue Beschreibungen zu den Figuren, ihren Ehemännern etc., und das war nicht wirklich nötig, da beispielsweise der Ehemann der Kollegin, mit dem sich der Hauptcharakter gut verstehe, kein einziges Mal auftrat 😭 sonst echt ein spannendes Buch!
Es handelt sich bei diesem Buch um den ersten Band der Peter Brandt Reihe. Folgebände spoilern zumindest einen Teil dieser Handlung, daher sollte dieser Band unbedingt zuerst gelesen werden. Eine Zusammenfassung der Handlung findet sich im Klappentext, mehr möchte ich auch gar nicht verraten und auch bei meiner Meinung auf keine Details eingehen - sonst zerstöre ich auch noch den letzten Rest an Spannung.
Meine Meinung: Ich habe bereits einige Bände der Julia - Durant Reihe gelesen, und fand diese Bücher spannender. Obwohl mir sowohl Peter Brandt als auch dessen Familie und Kollegen sehr sympathisch sind, haben sich nähere Beschreibungen der Familie und des Umfeldes in die Länge gezogen, so dass ich immer wieder Lesepausen gebraucht habe und andere Bücher des gleichen Autors nicht aus der Hand legen konnte. Der Fall ist gut strukturiert und nachvollziehbar, hier gibt es keine Logikfehler, allerdings war mir schon sehr früh klar, wie die Motivlage sein wird, und ich habe auf die Auflösung nur gewartet anstatt ihr entgegenzufiebern. Die größte Spannung kam für mich in der persönlichen Geschichte des Protagonisten auf, die Ermittlungsarbeit plätschert einfach so dahin.
Fazit: Kein schlechter Krimi, aber für mich auch kein Highlight.
Warum sollte ein Lehrer, der allseits beliebt ist und über den niemand etwas Böses sagen kann, umgebracht werden? Die ermittelnden polizisten sind daher erwartungsgemäß mißtrauisch gegenüber den Lobeshymnen, und mit der Zeit stellt sich heraus, daß sie damit wohl auch Recht haben. Die Geschichte gehört zum Typus "paradiesische Idylle versteckt Unsägliches, das nicht sein kann, weil's nicht sein darf". Man ahnt, daß die Fassade falsch ist, aber die Enthüllungen sind dann doch recht heftig. Ich würde es nicht als Meisterwerk ansehen, aber man kann es gut lesen (oder in meinem Fall hören).
I had the same problem with this book as with the last one I read from this author: Good, interesting story but completely unlikable characters - Pretty much every single one is unfriendly and unnecessarily bitchy a lot of the time, which often makes the dialogue annoying and tiresome to read. I'll probably read more from him despite that - there's always the hope that some day, he'll learn to write about non-bitchy characters...