Tessa erwacht. Es ist das Jahr 2100. Ihre Erinnerung ist verloren. Nur das Bild eines Jungen hat sich in ihrem Kopf eingebrannt. Als der junge Arzt Milo ihr helfen soll, ihre Amnesie zu überwinden, erfährt Tessa nach und nach mehr über die wahren Hintergründe ihrer vermeintlichen Krankheit. Das Bild des Jungen stammt aus der Vergangenheit, und Tessa war Teil des Projekts "Frozen Time" ...
Tessa ist 16 Jahre alt, als sie auf einer Intensivstation eines Krankenhauses erwacht. Sie kann sich an nichts erinnern. Was ist mit ihr passiert? Um ihre Amnesie zu überwinden, wird ihr der junge Medizinstudent Milo zur Seite gestellt. Er soll ihr helfen, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Doch ist das wirklich der wahre Grund?
Mein Leseeindruck:
Die Geschichte spielt in der Zukunft, so dass sich dem Leser eine völlig neue Welt eröffnet, in der die Wissenschaft und die Technik sehr weit fortgeschritten sind. Wie immer bei Dystopien benötige ich eine gewisse Einlesezeit, um mich in den neuen Welten zurechtzufinden. Bei diesem Buch ging es eigentlich recht schnell, denn die Geschichte liest sich sehr flüssig und schnell. Tessa als Hauptprotagonistin war mir sehr sympathisch, allerdings habe ich manchmal ein bisschen Tiefe bei den Figuren vermisst. Ein anderer Kritikpunkt ist die Geschichte an sich. Sie lief mir stellenweise einfach zu glatt. Es gab kaum Schwierigkeiten, und wenn doch, konnten diese fast mühelos überwunden werden. Trotzdem hat mir das Buch aber gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen.
Pageturner-Alarm! Die 16-jährige Tessa erwacht ohne Erinnerung an sich selbst oder ihre Vergangenheit. Das einzige Bild, das sie vor Augen hat, zeigt einen Jungen, mit dem sie sich tief verbunden fühlt. Irgendetwas scheint jedoch nicht zu stimmen. Eine Patientin, die ebenfalls ihr Gedächtnis verloren hatte, warnt sie in Panik, dass etwas nicht stimmt – und verschwindet kurz darauf. Die dystopische Geschichte (Endlich mal wieder eine „Stand-Alone-Dystopie!) spielt im Jahr 2100 und eeendlich mal wieder in Deutschland bzw. VEN (Vereinigte Europäische Nationen). Die Zukunftsvision ist spannend und interessant. Allerdings hatte ich oft den Eindruck, dass Andeutungen etwas grob und überdeutlich verstreut wurden. (Was nicht heißt, dass ich den Twist komplett durchblickt habe.) Aber man hatte immer das Gefühl, dass ein kleiner Hinweis noch sehr bedeutend werden würde. Der Stil kam mir oft etwas unbeholfen vor. Aaaaber... Die Geschichte wird von einer durchgehenden Spannung getragen und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Es gab einige Wendungen, die mich überrascht haben und das Tempo wird permanent hoch gehalten. Insgesamt vor allem für eine jüngere Leserschaft absolut lesenswert.
Die Handlung hat viel Potential. Obwohl ich am Ende etwas enttäuscht war von der Wendung der Geschichte. Dem Buch hätten auch mehr Seiten nicht geschadet, denn auf den letzten 50 Seiten kam mir alles seh gequetscht vor. Auch die Liebesgeschichte von Tessa und Milo hat mir nicht gefallen.
Das Buch hatte ich schon so lange auf meiner TBR-Liste, dass ich nicht einmal mehr wusste, warum es da hinaufkam. Und ich muss sagen, ich bin von dem Gelesenen etwas mehr als enttäuscht.
Die erste Hälfte fand ich schon mal spannend genug, um interessiert weiter zu lesen, aber meiner Meinung nach ging ab der zweiten Buchhälfte so einiges schief.
"Das Mädchen lächelt mich an, belustigt, fast verschwörerisch, aber ich lächle nicht zurück. Ich mag sie nicht!"
"Das Mädchen, das die Tür geöffnet hat, gesellt sich zu den anderen am Tisch, ohne uns eines weiteren Blickes zu würdigen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie leiden kann."
Die Protagonistin Tessa fand ich zu Beginn ganz okay, aber die dauernde unverständliche Abneigung gegen andere weibliche Charaktere, die sie sich noch nicht einmal selbst erklären konnte, fand ich unausstehlich. Was bitte soll diese Feindseligkeit zwischen Mädchen, die sich noch nicht mal kennen, geschweige denn mehr als ein paar Worte miteinander gewechselt haben??
Das Setting war eigentlich das interessanteste im ganzen Buch, aber bis zum Schluss gingen mir dann einige Erklärungen und Lösungen dann doch zu schnell und einfach über die Bühne. Von der "Liebesgeschichte" wollen wir lieber mal nicht reden. Das einzige was ich von Milo noch weiß ist, dass er sich etwa 100 Mal die widerspenstigen Haare aus dem Gesicht gestrichen hat!!! Echt jetzt. Ich wünschte jemand hätte ihm ne Schere gegeben.
Da das Buch insgesamt sehr kurz und leicht lesbar ist reichts halt "nur" für 2 Sterne.
Zitat: „Regel 1 Gesundheit, Glück und ein langes Leben sind die höchsten Güter unserer Gesellschaft. Sie zu verfolgen und zu schützen ist unser wichtigstes Ziel.“ (S. 9)
Inhalt: Das Jahr 2100. Nach der Pockenepidemie, die große Teile der Bevölkerung Europas getötet hat, ist die oberste Priorität der Vereinten Europäischen Nationen die Gesunderhaltung ihrer Bürger. Nahezu alle Krankheiten sind in den 10 Metropolen ausgerottet. Niedere Arbeiten werden von Robotern erledigt, jeder Bewohner trägt seinen Teil zum Wohl der Gesellschaft bei. Das System Familie wurde abgeschafft. Der Staat kümmert sich um die „Produktion“ von Kindern (unter Verwendung der besten Leihmütter, Eizellen- und Samenspenden), zieht sie auf, bildet sie aus und lehrt sie einen Beruf. Der Gesundheitszustand jedes einzelnen wird mit Hilfe des Insignals am Handgelenk überwacht. Jeder Bewohner kann so jederzeit und überall aufgefunden und kontrolliert werden. Als besonderer Dank für besondere Dienste an der Gesellschaft wurde das Cryo-Programm „Frozen Time“ ins Leben gerufen – um später eine Verlängerung des bislang durchschnittlichen 130-jährigen Lebens zu ermöglichen.
Tessa erwacht im Nebel ihrer verlorenen Erinnerungen. Alle medizinischen Versuche, sie nach einer „schwerwiegenden Krankheit“ wiederherzustellen, misslingen. Ihr medizinisches Fachwissen ist noch da. Ebenso wie sämtliches Wissen über die Vereinten Europäischen Nationen oder die Metropolen. Nur sind die Verknüpfungen mit ihrem eigenen Leben wie ausradiert.
Irgendwann kommen die Träume dieses gutaussehenden Jungen, zu dem sie zu gehören scheint. Aber warum gehen mit diesem so positiven Gefühl derartige Schuldgefühle einher?
Oder warum warnt sie eine andere Amnesie-Patientin auf so seltsame Art und Weise?
Meinung: „Frozen Time“ ist mir in der aktuellen Vorschau des Imprints „Bloomoon“ gleich positiv ins Auge gefallen. Auch wenn ich aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet hatte, konnte mich Katrin Lankers mit ihrem Entwurf des Jahres 2100 überzeugen.
Der Einstieg ging leicht von der Hand. Gemeinsam mit der Protagonistin Tessa erwachte ich auf einer Intensivstation. Da Tessa alle Erinnerungen an ihr eigenes Leben verloren hat, konnte ich mit ihr gemeinsam auf die Suche danach gehen. So führte sie mich langsam in die Welt im Jahre 2100 ein. Eine Welt, in der Gesundheit nicht länger theoretisch sondern gesetzlich das oberste Gut ist und absolute Priorität hat. Eine Welt, in der nahezu alles von Robotern erledigt wird, das Essen aus Foodprintern stammt und alles andere in NanoConvertern erzeugt wird.
Ich hatte von Anfang an einen guten Draht zu Tessa, die in Ich-Perspektive in Gegenwartsform erzählt. Tessa weiß von Anfang an, dass etwas nicht stimmt. Nicht nur aufgrund der besonderen Erinnerung an diesen Jungen, die mit solch unverständlichen Schuldgefühlen einhergeht. Eine innere Stimme warnt sie so oft, erteilt ihr Ratschläge und lange wussten weder Tessa noch ich, was es damit auf sich hat.
Ihr Memo-Trainer Milo, der mit Tessa an ihren Erinnerungen arbeiten soll, war mir im ersten Moment mehr als unsympathisch. Nur auf seine Karriere bedacht, sieht er Tessa als interessantes Studien-Objekt, dass ihm das verdiente Prestige bringen kann. Aber im Ernstfall konnte mich Milo überraschen.
Der Schreibstil von Frau Lankers ist einfach und prägnant. Sie konnte ihren Entwurf der Zukunft mit allen technischen Errungenschaften sehr gut präsentieren und nachvollziehbar machen. Emotionen dagegen konnte ich nicht immer mitempfinden, was aber meinen Lesespaß kaum beeinträchtigte.
Ich stürzte mich von Anfang an begierig auf die Science-Fiction-gleiche Welt von Frau Lankers. Tessas Schicksal gehörte zwar dazu, war irgendwie darin verwoben, der wahre Umfang wurde aber erst im Laufe der Seiten deutlicher. Wer den Klappentext (der beinahe schon zu viel erzählt) gelesen hat, weiß um Tessas vermeintlicher „Beziehung“ zum Projekt „Frozen Time“. Wie aber wirklich alles zusammenhängt, welch Überraschungen Tessa erlebt, wurde von der Autorin grandios arrangiert.
Ich wurde von dem Setting derart mitgerissen, dass ich den Charakteren erst wieder Beachtung schenkte, als diese aus dem Schatten der Sci-Fi-Welt traten. Bis dahin hatte ich vermutet, ich könne die Story absehen, doch die Autorin konnte mich überraschen. Eine neue Wendung folgte der nächsten und Informationen – insbesondere medizinischer Natur – flossen in großer Masse auf mich ein. Der Showdown (wie auch einige „komplizierte Situationen“ zuvor) lief etwas zu glatt. Dem folgten dann aber ein sehr gelungenes Ende und ein hoffnungsvoller Epilog. Übrig bleibt die Frage, wie viel die Gesundheit wert ist. Gesundheit, Glück und ein langes Leben… (Abschiedsformel der Bevölkerung)
Urteil: Mit „Frozen Time“ konnte mich Katrin Lankers überzeugen. Dieser Einzelband beinhaltet eine Science-Fiction-mäßiges Setting, das fundiert durchdacht ist, interessante Charaktere und einen rasanten Story mit einem visionären und sogleich schockierenden Verstehen von Gesundheit. Der durch den Klappentext erwartete Fokus auf die Beziehungsgeschichte blieb aus, dafür bekam ich eine utopische Welt, die sich erst sehr sehr spät als Dystopie entpuppt. „Frozen Time“ ist nur ganz knapp an der Höchstwertung vorbei geschrammt. Meinen außerordentlichen Lesegenuss belohne ich mit sehr guten 4 Büchern.
Ein Muss für Fans gut durchdachter zukünftiger Systeme, die auf überdetaillierte Darstellungen verzichten und kleine Unebenheiten verzeihen können. Ich warte nun ganz gespannt auf den Foodprinter und den NanoConverter und hoffe, dass ich die Pocken überleben werde.
Äußeres Erscheinungsbild: Also, das Buch fasst sich sehr gut an, sowohl der Schutzumschlag, als auch das Buch an sich. Ich habe es ja eigentlich auch nicht so mit pink, aber ich finde den Kontrast hier zwischen dem Pinken und dem Grau sehr gut. Das Cover finde ich eigentlich auch in Ordnung, nur das ganze Verschmierte in der Mitte (sowohl die Augen vom Mädel), als auch die Flecken über dem Mädchen nicht so toll. Zum Inhalt passt das gefrorene auch, aber das Mädchen sieht nicht im mindesten aus wie Tessa! Der Titel passt auch ganz wunderbar zum Inhalt.
Eigene Meinung: Unsterblichkeit und ewiges Leben sind ja schon recht lange ein sehr gefragtes Thema in Bücher, das auch immer abstruser umgesetzt wird. Umso besser fand ich die Idee dieses Thema in Form einer Dystopie umzusetzen und das Ganze auch noch glaubwürdig. Wenn ewiges Jungsein nicht so, wie dann? Tja, es ist nicht besonders schön und vor allem ist "Frozen Time" grausam, aber absolut greifbar für mich.
Die Handlung ist von der ersten Seite an fesselnd und absolut spannend. Die erschaffene Welt finde ich hochinteressant. Ich mag Dystopien, die sich auf die Gesellschaft beziehen und wo andere Sitten und Normen im Vordergrund stehen. Unerwartete Wendungen machten die Handlung fast perfekt. Was mich an der Handlung richtig gestört hat und was einen etwas bitteren Nachgeschmack hinterlässt ist das Ende (mehr dazu etwas weiter unten.)
Den Schreibstil finde ich ausergewöhnlich. Ich musste mich anfangs doch erstmal an die Sätze gewöhnen. Manche empfinde ich als sehr kurz und prägnant. Das ist nicht schlecht, aber wirklich erstmal Gewöhnung.
Die Protas mag ich sehr. Tessa wurde mir mit der Zeit immer sympathischer. Ist sie anfangs noch etwas blass, so zeigt sie später Kampfgeist und den Willen zu leben und mehr über sich zu erfahren. Dass sie sich so gut in der Medizin auskennt finde ich faszinierend und verwirrend gleichermaßend. Auch Milo gefiel mir immer besser. Er ist halt doch nicht nur der liebe, gehorsame Medi-Lehrling. Ich finde seine Hilsbereitschaft sehr süß.
Die Beziehung zwischen Tessa und Milo beginnt so sacht und süß, einfach herrlich. Umso mehr hat es mich fasziniert, wie die Autorin mit Tessas Gewissenskonflikt in Bezug auf Finn umgeht.
Ich bin über das Ende auf einer Seite glücklich, auf der anderen Seite konnte es mich nicht zufrieden stellen. Den Beziehungsstatus am Ende von Tessa finde ich sehr schön. Also auf emotionaler Basis kann ich sehr gut mit dem Ende leben. Tja, die Lösung des Problems "Frozen Time Project" kam mir jedoch zu kurz. Ich hätte gerne noch die Lösung des Problems miterlebt und dann nicht diesen dicken fetten Schnitt. Ich lese doch, um das Geschehen miterleben zu können?
Rezension: Eine unglaublich realistische Dystopie mit zwei wunderbaren starken und wissbegierigen Protagonisten. Thema und Idee könnten nicht besser sein. Endlich mal ein Einzelband ohne Dreiecksgeschichte, einfach erfrischend. Nur die Problemlösung hat mich nicht ganz befriedigt zurückgelassen.
Als die 16 Jährige Tessa auf einer Intensivstation des MediCenters erwacht, fehlt ihr jegliche Erinnerung an ihr bisheriges Leben. Selbst ihren Namen erfährt sie durch eine Medi und kann sich mit ihm nicht wirklich anfreunden. Als ihre körperliche Genesung erfolgreich fortschreitet wird ihr ein JuniorMedi namens Milo zur Seite gestellt, der ihr helfen soll, ihre Erinnerung wieder zu erlangen. Nach einer schrecklichen Begegnung mit einer Mitpatientin die sich zu erinnern scheint, droht ihre Welt noch mehr zu bröseln und diese lässt sie mit der Warnung zurück, sich niemandem anzuvertrauen. Doch wem soll sie nun ihre Träume von Finn mitteilen und was ist mit dem Jungen geschehen? Ist wirklich die Pockenepidemie am schrecklichen Wandel der Regierung schuld und was hat dies alles mit ihr zu tun?Nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile ihrer Erinnerung zusammen und Tessa bleibt nur eine Möglichkeit – sich selbst auf die Suche nach „ Sich“ und den Hintergründen zu dem Projekte Frozen Time zu machen. Doch umso mehr sie in die Tiefen der Vergangenheit eindringt, umso mehr kommt ihr eine böse Vorahnung, die sich nach und nach bestätigen wird....
Meine Meinung:
Die Handlung rund um „ Frozen Time“ regt sehr zum Nachdenken an. Wie wird unsere Regierung sich im 'Jahr 2100 entwickelt haben und ist die Thematik wirklich so weit hergeholt? Sehr gut verarbeitet die Autorin Katrin Lankers diese brisante Thematik in „ Frozen Time“, so konnte ich mich sehr gut in die Handlung hinein versetzten und bekam das Gefühl, alles live vor meinen eigenen Augen zu sehen.Von Anfang an wird eine Spannung aufgebaut, die sich durch die komplette Handlung hindurch zieht und so auch immer für Überraschungen sorgt.
Charaktere:
Dadurch, dass wir Tessa von Anbeginn ihres Erwachens bis hin zur Lösung ihrer Suche begleiten, kann man sehr gut eine Verbindung zu ihr aufbauen und sie wirkt sehr authentisch und auch realistisch. Sie erzählt ihre Sicht der Geschehnisse frei und ungeniert, dadurch bewirkt sie eine sehr angenehme Atmosphäre und ist sehr sympathisch. Auch ihre Begleiter wie z.Bsp. Milo sind sehr gut beschrieben und übernehmen ihren eigenen Part sehr gut.
Schreibstil:
Sehr detailliert und bildlich beschreibt Kathrin Lankers die einzelnen Schauplätze, die Tessa aufsucht und auch die Dinge die sie erlebt, dass ein angenehmer und lockere Lesefluß entsteht. Man bekommt durch den Schreibstil vermittelt selbst dazu zugehören und eine Rolle zu übernehmen.
Cover:
Passend zum Titel ist das Cover sehr kalt aber aussagekräftig gewählt. Hindurch durch eine eisige Hülle blickt uns die Hauptprotagonistin Tessa entgegen und man bekommt ein Gefühl von Leid und Furcht vermittelt. Nimmt man den Schutzumschlag aber ab, so erstrahlt das Buch in einem leuchtenden Pink.
Fazit:
Ein wirklich angenehmer und sehr lebensechter Jugendroman der ein gesundes Maß an Spannung mit sich bringt, aber auch zum Nachdenken anregt. Wie wird es uns ergehen, wenn wir das Jahr 2100 erreichen...?
Im Jahr 2100 erwacht ein junges Mädchen in einem hochmodernen MedCenter. Sie hat keine Erinnerung an die Zeit, bevor sie an einer Virusinfektion erkrankte. Ihr Ich scheint ausgelöscht, lediglich medizinische Fachkenntnisse sind wie selbstverständlich vorhanden. Die Pfleger nennen sie Tessa Morten und stellen ihr einen speziellen Memo-Trainer zur Seite. Mit Hilfe von Milo soll sich Tessa ihre Erinnerungen zurückerobern, die in den Tiefen ihres Gehirns vergraben sind. Bei der Rekonstruktion kommen jedoch unglaubliche Dinge ans Licht...
"Ich stelle mir mein Gehirn wie ein Labyrinth vor, wandere in Gedanken durch die leeren Gänge, ohne zu wissen, wohin sie mich führen."
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die Dystopie empfängt den Leser direkt in einer intelligenten Gesellschaftsstruktur. Roboter erledigen die körperlichen Arbeiten, jeder Schritt wird kontrolliert, Geburten finden nur mit perfektem Genmaterial statt und das Umfeld wird an persönliche Vorlieben angepasst. Ein perfektes Setting also, um eine spannende Handlung einzugliedern. Das schafft Katrin Lankers auch, doch ich hatte ein kleines Problem": Durch einige Hinweise im Text hatte ich sofort eine Spekulation verinnerlicht, die später auch tatsächlich zutraf. Das nahm natürlich etwas den Überraschungseffekt, aber ich habe trotzdem gern diese Jagd nach der Wahrheit verfolgt.
Der Schreibstil ist angenehm und begünstigt ein flüssiges Lesen. Auch den Hauptprotagonisten Tessa und Milo konnte ich sehr gut folgen. Das lag sicher auch mit daran, dass die Handlung aus Tessas Sicht beschrieben ist. Jeden kleinen Fortschritt hat man so direkt mitbekommen. Über die Nebencharaktere hätte ich manchmal gern mehr erfahren, wobei man darüber aber streiten könnte. Wichtig für die Story ist es sicher nicht, aber wenn ich mich wohlfühle, darf es gern auch etwas ausführlicher sein. Das würde ich der Autorin jedoch nicht ankreiden, es ist eher ein persönliches Empfinden.
Katrin Lankers bringt den Roman zu einem runden Ende und geht auch in der Danksagung nochmals auf ein paar Hintergründe ein. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass es sich um einen Einzelroman handelt. So erübrigen sich diese furchtbaren Wartezeiten bis zum Folgeband, wo man sich an kaum noch etwas erinnert und sich neu einfinden muss.
Fazit: Gelungene Jugenddystopie, manchmal jedoch etwas zu einfach in der Problemlösung.
Das Buch ist auch der Ich-Perspektive und im Präsens verfasst. Ein bisschen einfach wirkt der Stil dabei und ich finde den Tempus etwas unpassend, weil es am Ende einen Ausblick in Tessas Zukunft gibt, wodurch das vorangegangene weit in die Vergangenheit gesetzt wird. Auch wirkt manches zu distanziert, obwohl die Ich-Erzählerin ja genau das verhindern soll. Dadurch, dass Tessa zu Beginn so viel weiß wie der Leser (nämlich nichts), wird hier zwar nähe aufgebaut – intensiviert dadurch, dass sie ihre Erinnerungsschnipsel nur mit dem Leser teilt, mit sonst aber niemandem, doch sobald sie sich richtig erinnert, rückt sie etwas ab. Die Idee der Handlung finde ich dabei großartig, der Überraschungseffekt bleibt nicht aus, auch wenn daraus dann – meiner Meinung nach – zu wenig gemacht wird. Auch der Zukunftsausblick ist etwas unrealistisch für mich, denn nur weil ein Regierungsprojekt abgeschafft wird, muss das nicht für alle gelten und Tessa bewirkt ja keinen vollkommenen Umsturz, jedenfalls wird das nicht mehr gezeigt. Die dystopische Zukunftsversion finde ich dagegen sehr gut und glaubwürdig, gerade aus unserer Perspektive. Gerade, dass die wenigsten bemerken, wie sie manipuliert und kontrolliert werden, glaube ich sofort. Dass sie damit nicht zwangsläufig glücklich sind, wird in Milo wunderbar gezeigt, der nicht nur zynisch ist, sondern gerade gesunde Ernährung nicht so gerne hat – sich aber dennoch daran halten muss. Der medizinische Hintergrund des Romans ist dabei eindrucksvoll und detailliert. Vieles wird erklärt, aber nicht so, dass es langweilig wirkt, sondern beispielsweise, indem sich Tessa wundert, dass sie sich nicht an ihren Namen erinnern kann, aber an solche Fachbegriffe. Gerade dadurch ist die Sprache nicht zu einfach. Der Roman ist damit zwar für Jugendliche ausgelegt, aber vor allem für solche, die über ihre Nasenspitze hinaus denken. Alles in Allem war das Buch demnach interessant und gut zu lesen. In die Riege meiner Lieblingsroman kommt es allerdings nicht
-3.5- "Tessa erwacht. Es ist das Jahr 2100. Ihre Erinnerung ist verloren. Nur das Bild eines Jungen hat sich in ihrem Kopf eingebrannt."
Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen und das Thema 'Unsterblichkeit' wurde mal ganz anders aufgegriffen. Während des lesens konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Tessa und Milo sind beide sehr gelungene Protagonisten und einige Wendungen haben mich sehr überrascht. Dass einzigste was mir in dem Buch ein wenig komisch vorkam und auch ein wenig gezwungen, war die 'Liebe' zwischen den beiden, weswegen Tessa sich zwischen Milo und Finn (ihr ehemaliger Freund, jetzt ein Frozen) entscheiden musste. Ich fand das kam ziemlich plötzlich und hätte nicht unbedingt sein müssen, aber das ist nur meine Meinung. Aber dieses Buch ist auf jeden fall zu empfehlen! :)
Wir schreiben das Jahr 2100. Die 16-jährige Tessa erwacht im Krankenhaus ohne jegliche Erinnerung daran, wer sie ist, oder woher sie kommt. Die einzige Verbindung zu ihrer Vergangenheit ist dieser Junge, der immer wieder vor ihrem geistigen Auge auftaucht. Gemeinsam mit Milo, einem jungen Arzt, macht sich Tessa auf die Suche nach ihrer verlorenen Identität und deckt viel mehr auf, als ihr lieb ist…
„Frozen Time“ erzählt von einer vollkommen neu geordneten Gesellschaft, in der Gesundheit, Glück und ein langes Leben oberste Priorität haben. Ob die Mittel, die eingesetzt werden, um diese Ziele zu erreichen moralisch vertretbar sind, ist allerdings eine andere Frage.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen!
Das Buch hat mir ganz gut gefallen auch wenn sich die Handlung zwischenzeitlich etwas rasant entwickelt hat. Spannend und gut geschrieben ohne übertrieben unrealistisches Happy End aber trotzdem mit einem guten. Daumen hoch