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Rashomon: Erzählungen

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original cover for ISBN 3630620124

Das halbzerfallene Stadttor Rashomon in Kioto ist der gespenstische Schauplatz der Titelnovelle dieses 1917 erschienenen Bandes, die ein Vierteljahrhundert später auch zum Titel und zur Vorlage des berühmten Films von Akira Kurosawa wurde. Ryunosuke Akutagawa, ein Klassiker der modernen japanischen Literatur, war ein Meister der historischen Novelle; er hat etwa 150 Erzählungen geschrieben, mit denen er die japanische Literatur nachhaltig beeinflusst hat, die besten sind in diesem Band versammelt.

457 pages, Paperback

Published January 1, 2001

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About the author

Ryūnosuke Akutagawa

1,343 books2,146 followers
Akutagawa Ryūnosuke (芥川 龍之介) was one of the first prewar Japanese writers to achieve a wide foreign readership, partly because of his technical virtuosity, partly because his work seemed to represent imaginative fiction as opposed to the mundane accounts of the I-novelists of the time, partly because of his brilliant joining of traditional material to a modern sensibility, and partly because of film director Kurosawa Akira's masterful adaptation of two of his short stories for the screen.

Akutagawa was born in the Kyōbashi district Tokyo as the eldest son of a dairy operator named Shinbara Toshizō and his wife Fuku. He was named "Ryūnosuke" ("Dragon Offshoot") because he was born in the Year of the Dragon, in the Month of the Dragon, on the Day of the Dragon, and at the Hour of the Dragon (8 a.m.). Seven months after Akutagawa's birth, his mother went insane and he was adopted by her older brother, taking the Akutagawa family name. Despite the shadow this experience cast over Akutagawa's life, he benefited from the traditional literary atmosphere of his uncle's home, located in what had been the "downtown" section of Edo.

At school Akutagawa was an outstanding student, excelling in the Chinese classics. He entered the First High School in 1910, striking up relationships with such classmates as Kikuchi Kan, Kume Masao, Yamamoto Yūzō, and Tsuchiya Bunmei. Immersing himself in Western literature, he increasingly came to look for meaning in art rather than in life. In 1913, he entered Tokyo Imperial University, majoring in English literature. The next year, Akutagawa and his former high school friends revived the journal Shinshichō (New Currents of Thought), publishing translations of William Butler Yeats and Anatole France along with original works of their own. Akutagawa published the story Rashōmon in the magazine Teikoku bungaku (Imperial Literature) in 1915. The story, which went largely unnoticed, grew out of the egoism Akutagawa confronted after experiencing disappointment in love. The same year, Akutagawa started going to the meetings held every Thursday at the house of Natsume Sōseki, and thereafter considered himself Sōseki's disciple.

The lapsed Shinshichō was revived yet again in 1916, and Sōseki lavished praise on Akutagawa's story Hana (The Nose) when it appeared in the first issue of that magazine. After graduating from Tokyo University, Akutagawa earned a reputation as a highly skilled stylist whose stories reinterpreted classical works and historical incidents from a distinctly modern standpoint. His overriding themes became the ugliness of human egoism and the value of art, themes that received expression in a number of brilliant, tightly organized short stories conventionally categorized as Edo-mono (stories set in the Edo period), ōchō-mono (stories set in the Heian period), Kirishitan-mono (stories dealing with premodern Christians in Japan), and kaika-mono (stories of the early Meiji period). The Edo-mono include Gesaku zanmai (A Life Devoted to Gesaku, 1917) and Kareno-shō (Gleanings from a Withered Field, 1918); the ōchō-mono are perhaps best represented by Jigoku hen (Hell Screen, 1918); the Kirishitan-mono include Hokōnin no shi (The Death of a Christian, 1918), and kaika-mono include Butōkai(The Ball, 1920).

Akutagawa married Tsukamoto Fumiko in 1918 and the following year left his post as English instructor at the naval academy in Yokosuka, becoming an employee of the Mainichi Shinbun. This period was a productive one, as has already been noted, and the success of stories like Mikan (Mandarin Oranges, 1919) and Aki (Autumn, 1920) prompted him to turn his attention increasingly to modern materials. This, along with the introspection occasioned by growing health and nervous problems, resulted in a series of autobiographically-based stories known as Yasukichi-mono, after the name of the main character. Works such as Daidōji Shinsuke no hansei(The Early Life of

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Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Japan Connect (Fabienne).
98 reviews99 followers
April 12, 2022
Akutagawa zählt zu den Ikonen der japanischen Literatur und das zurecht.

In über einem Duzend seiner Erzählungen beweist er sein Können. Thematisch entführt uns Akutagawa in mythische Gefilde, ins japanische Mittelalter, die Meiji-Ära bis hin zu Kriegsfeldern und die Hölle unterhalb Buddhas Garten. In einer glasklaren Sprache eröffnet er uns über wenige Seiten die moralischen und ethischen Abgründe, die sich von einem Augenblick auf den nächsten vor uns aufklaffen können. Wie hätten wir entschieden - ist die unangenehme Frage, die sich uns aufdrängt.

Eine absolute Empfehlung für Liebhaber der japanischen Literatur.

Mehr zum Buch in meiner Video-Rezension:
https://youtu.be/D7nnsL87rgY
Profile Image for Ellinor.
772 reviews366 followers
March 16, 2022
Rashomon ist eine Zusammenstellung der bekanntesten Erzählungen des japanischen Schriftstellers Ryunosuke Aktuagawa, der diese Anfang des 20. Jahrhunderts verfasste. Mit Ausnahme der kurzen Erzählung Die Geschichte vom Bambussammler waren dies die ersten klassischeren japanischen Geschichten, die ich gelesen habe. Ich finde die Kultur dieses Landes sehr interessant, kenne aber eher die modernen Autoren.

Die titelgebende Erzählung Rashomon (der Name bezieht sich interessanterweise auf einen Torbogen und nicht auf eine Person, wie ich ursprünglich dachte) ist gut, aber meiner Meinung nach nicht die beste Geschichte der Sammlung sehr gut gefallen haben mir Kesa und Morito und ganz besonders Im Dickicht, eine geniale Erzählung. Wie in jeder Zusammenstellung von Kurzgeschichten gab es auch hier welche, zu denen ich gar keinen Zugang finden konnte. Den überwiegenden Teil der Geschichten jedoch mochte ich.

Ich denke, dass das Buch ein recht guter Einstieg in die japanische Literatur ist. Im Gegensatz zu anderen Klassikern wie dem Prinzen Genji ist kurz und knackig, hat gleichzeitig aber auch genügend Tiefgang. Auch wer nur einen Teil der Geschichten liest, bekommt einen guten Einblick in diese uns doch teilweise recht fremde Welt.
Profile Image for Sandra.
139 reviews64 followers
August 4, 2021
Gerade Akutagawas frühe Erzählungen haben einen düsteren Grundton, der ins Fantastische überleitet und mythologische Elemente besitzt – dahingegen sind die späteren Erzählungen realistischer und gesellschaftskritischer geformt. Dementsprechend geschieht ca. mittig im Erzählband ein Bruch, der verwirrend wirken kann.

Bemerkbare Veränderungen in seinem Stil und Inhalten gegen 1919 waren mit dem korrespondierenden Verfall seiner eigenen geistigen Gesundheit verbunden. Im Gegenspiel zum realistischen Grundton und zunehmenden Anlehnungen zu zeitgenössischen Ereignissen ließen die Erzählungen mehr inhaltliches offen, blieben des Öfteren fragmentarisch und beinhalten kausalische Unklarheiten, die im Leser eine Verwirrung auslösen können.

Verehrer der japanischen Kultur und Literatur werden in diesem Erzählband ein multifacettiertes Juwel vorfinden, in welches es sich mit Sicherheit lohnt, zu vertiefen. Doch kann „Rashomon“ nicht in einem Zug oder in einer Woche verschluckt werden – eine langatmigere Lektüre in mehreren Schritten lohnt sich eher.

Rezensionen zu Neuerscheinungen und Klassikern der Weltliteratur findest Du wöchentlich auf sandrafalke.com, ein Abo lohnt sich!
Profile Image for Susanne.
197 reviews26 followers
July 2, 2015
Das "Rashomon" ist ein Tor der Stadtbefestigung Kyotos des 9./10. Jahrhunderts, von dem heutzutage kein Stein mehr erhalten geblieben ist. In der Literatur spielt es allerdings immer noch eine große Rolle und versinnbildlicht einen unheimlich Ort. Genau wegen dieses vielversprechenden Titels habe ich zu dem Band gegriffen und wurde nicht enttäuscht.
Akutagawa liebt es, in die Abgründe der menschlichen Seele zu blicken und selbst auf den ersten Blick widersinniges menschliches Verhalten nachvollziehbar zu machen. Im Mittelpunkt dieser 26 Kurzgeschichten stehen immer wieder Künstler, aber auch Ehe- und Liebespaare, Räuber, Mörder und gegen Ende des Bandes der Autor selbst. Vor allem die Geschichten der ersten Jahre in ihrer Verbindung von historischem Sujet und psychologischer Studie fand ich spannend, manchmal verstörend, was die Charaktere angeht, immer fesselnd und absolut empfehlenswert!
Profile Image for Helmut.
1,056 reviews67 followers
November 14, 2013
Geistergeschichten ohne Geister
In jeder Rezension hier und sonstwo, im Klappentext, im Nachwort, überall: Der Hinweis auf den Film. Und gleich darauf die Anmerkung, dass die hier abgedruckte Geschichte und der Film völlig verschieden sind. Letztlich ist das wieder die Tragik des Erfolgs - viele Schriftsteller würden sich wohl die Finger lecken nach der Chance, eine Story von einem so großen Meister verfilmt zu sehen. Doch irgendwann kommt dann die Zeit, wie hier, in der man sich nur noch an den Film erinnern wird, und die Geschichte zur "Geschichte zum Film" verkommt, der man dann sogar noch implizit vorwirft, anders zu sein.

So richtig warm werden konnte ich mit den Kurzgeschichten Akutagawas unabhängig davon nicht. Er schreibt in diesem typischen Stil, der auch z.B. Inoue Yasushi auszeichnet: kühl, distanziert, analysierend. Jürgen Berndt beschreibt diesen Stil in seinem Nachwort sehr treffend:
Nicht mehr das angeblich objektive Abbilden der Realität (...) stand für sie im Vordergrund, sondern die bisweilen recht kühl anmutende intellektuelle Interpretation psychischer Vorgänge unter Bevorzugung historischer Sujets (...). (S.434)

Diese Distanz sorgt in einigen, inbesondere den frühen Geschichten für eine seltsame, geisterhafte, unwirkliche Atmosphäre, die mir durchaus zu gefallen weiß - doch ist diese zum Durchscheinen dünne Konsistenz der Geschichten auch gleichzeitig ein Schwachpunkt; es bleibt wenig hängen nach der Lektüre, sie leben vom Moment des Lesens.

Einige Erzählungen entfernen sich von diesem Muster - wie "Kappa", die auch die längste in dieser Anthologie ist, die mir eine Art Schlüsselerzählung zu sein scheint, zumindest aber eine Satire auf die japanische Gesellschaft, ähnlich "Der General".

Die faszinierendsten Erzählungen in diesem Band sind die, die eine Gegebenheit aus verschiedenen Perspektiven ausführen ("Im Dickicht" oder "Die Geschichte von der Vergeltung einer guten Tat"). Ohne Urteil, ohne Auflösung - wer sieht die Sache nun "richtig"? Interessante Gedankenspiele.

Meine vorliegende Luchterhand-Ausgabe weist einen Fehldruck auf, der die Geschichte "Mandarinen" zerstört, da eine Seite einer anderen Geschichte eine Seite der Mandarinen-Geschichte ersetzt. Ansonst wirkt die Veröffentlich recht edel: Gutes Papier, sehr schöner Satz, dezente Covergestaltung, Anmerkungen am Ende und ein etwas kurzes, inhaltsarmes Nachwort.
Profile Image for Toru.
73 reviews2 followers
September 19, 2019
Akutagawa gilt als der Begründer und Meister der japanischen Kurzgeschichte. Neben Natsume Sōseki nimmt er eine besondere Position in der modernen japanischen Literatur ein, denn im geschichtlichen Kontext waren es gerade diese beiden, die sich von dem allgemeinen Bestreben der Nachahmung westlicher Einflüsse im Zuge der Meiji-Regierung lösen und vielmehr eine japanische Eigeninterpretation in der Literatur versuchen wollten.

In der kurzen, 12-jährigen Schaffensperiode (1915-1927) schrieb Akutagawa eine Reihe von Kurzgeschichten, Novellen und Erzählungen, und unter dem Namen „Rashomon“ wurde die bis heute berühmteste Auswahl seiner Prosatexte veröffentlicht.

In dem Buch finden sich rund 25 Geschichten, die nur teilweise Gemeinsamkeiten aufweisen. Was die Handlungen und Orte der Erzählungen angeht, trifft man sowohl auf eine zeitlich unbestimmbare Erzählung von Buddha („Der Faden der Spinne“), auf den russisch-japanischen Krieg, auf eine größere Erzählung im Lande japanischer Fabelwesen („Kappa“), man trifft auf alltägliche Zugfahrten und wie jemand von einer schönen jungen Frau auf diesen Zugfahrten gefangen ist, auf einen größenwahnsinnigen Maler, der für ein Gemälde der Hölle nur solche leidenden Darstellungen malen kann, die er mit eigenen Augen gesehen hat und darüber schlussendlich seiner eigenen Tochter beim Verbrennen zusieht ("Hölle"), man trifft auf einen wartenden Liebenden, der vor lauter Warten ertrinkt und noch vieles, vieles mehr. Gemein haben diese Geschichten allenfalls eine gewisse Melancholie, diese stete Grundstimmung, die die ungerechten, grausamen Vorgänge in der Welt erkennt und sie mit einem leichten Hauch von Resignation hinnimmt.

Akutagawa hatte eine schwierige Vergangenheit, und trotz seiner bemerkenswerten Beobachtungsgabe für die Schönheiten des Lebens kam er scheinbar jedes Mal aufs Neue nicht umhin, am Ende ein tendenziell pessimistisches Fazit zu ziehen. Diese Anschauung zieht sich durch alle diese Erzählungen, und so ist es auch nicht sonderlich überraschend, dass er seinem Schaffen letztlich durch den Selbstmord ein Ende setzte. Aber das ist nicht einfach so abzutun – es ist durchaus die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass der junge Akutagawa mit seinen Beobachtungen die gesellschaftlichen Zwänge, Erfordernisse und Erwartungen in dieser Zeit des großen kulturellen Umsturzes in Japan – eben der Meiji-Periode – erfasste, und umso mehr, als sie insbesondere auch an ihn als jungen Literaten und damit als Vertreter der Intellektuellenbewegung gerichtet waren. In dieser Zeitspanne passierte wahrlich viel in der Kultur Japans, eine regelrechte Umwälzung war es, da nun, nach der Auflösung des Tokugawa-Shogunats (1868), in dem Japan über 200 Jahre lang ein von äußeren Einflüssen unberührtes, abgeschottetes Land geblieben war, da nun die Japaner also die geballte Menge an westlichen, weiterentwickelten Künsten zu imitieren versuchten, um wieder Anschluss und Selbstverwirklichung in einem nationalen Intellekt zu finden. Dass Akutagawa in diesem Rausch der Imitation und Kopie um ihn herum also danach strebte, eine eigene Interpretation der westlichen Ideen im japanischen Sinne zu finden, muss ihn offenbar sehr aufgewühlt und beansprucht haben.

Von ebensolcher Aufwühlung und emotionaler Kraft strotzen auch seine Texte. Sind die kürzeren eher pointiert und geradezu anekdotenhaft, so breitet er gleichsam in den längeren einzelne Panoramen typisch japanischer Persönlichkeiten zu seiner Zeit aus und konfrontiert sie mit den Konflikten, die seine Zeitgenossen zu bestreiten hatten. Oft schreibt er dabei sehr psychologisch, er steigt sehr genau in die Gedanken seiner Figuren ein und versteht es punktuell so zu schreiben, wie ich es unter anderem bei Stefan Zweig und Hermann Hesse so verehre: mit der kraftvollen Fähigkeit nämlich, starke emotionale Vorgänge auf dem schmalen Grat zwischen Genie und unlesbaren Kitsch zu beschreiben. Glücklicherweise rutscht Akutagawa in keinem Moment in diese gefährliche kitschige Richtung – seine Darstellungen fand ich nicht selten zum sprichwörtlichen Niederknien. Weil er die Geschichten mit diesem Geist seiner Zeit tränkte, mit den kulturellen Umwälzungen, die ihm selbst ja höchste Identifikation und Konflikte bescheren mussten – darin sehe ich den eigentlichen Grund für die hohe Qualität seiner Texte. Sie sind vor allem glaubwürdig, und dabei natürlich fesselnd und auf sprachlich hohem Niveau.

Die erste Hälfte des Buches gehört zum Besten, was ich seit langem gelesen habe; in der Mitte ließen die Geschichten für mich leicht nach, zogen gegen Ende hin dann aber wieder an. Es ist wirklich eine bemerkenswerte Sammlung kürzerer bis mittellanger Erzählungen, die ich wirklich ausnahmslos jedem empfehlen kann, selbst wenn kein Interesse an Japan besteht. Die Geschichten sind einfach wunderschön geschrieben, und oft musste ich selbst nach den kürzeren für den Tag das Lesen beenden, weil sie mir noch lange im Kopf herumgingen. Es sei allerdings nochmals darauf hingewiesen, dass man hier nicht mit einer „fröhlichen“ Lektüre zu rechnen hat. In der letzten, sehr autobiographisch geschriebenen Erzählung offenbart er ein spezielles Verhältnis zu seinem Schlaf, der oftmals gestört war. Besonders bezeichnend fand ich dabei den letzten Satz der letzten Erzählung des Buches: „Findet sich denn niemand, der mich im Schlaf sacht erdrosselt?“ Akutagawa verschied mit 35 Jahren durch eine Schlafmittel-Überdosis.

Davon sollte sich jedoch niemand abschrecken lassen. Ja, dieser Teil liest sich erschreckend selbstzerstörerisch – weil er das ja auch ist – aber so explizit finden sich nur wenige Stellen in den Texten. Vieles ist mehr in dem „feinen“, dezenten japanischen Stil gehalten, wenn auch nicht gar so ausgeprägt wie etwa bei Sōseki. Deutlich spürbar ist hier doch der Einfluss vor allem von Dostojewski, den Akutagawa auch des Öfteren zitiert, und seine sporadischen Darstellungen rauschähnlicher, fieberhafter Zustände haben mich sehr an die eines Raskolnikow erinnert (der ja auch später erwähnt wird). Kurzum: Mir jedenfalls hat das Buch ungemein viel Spaß gemacht. Ich habe es von vorn bis hinten genossen, und es hat mir viel davon gegeben, was ich für mich in der Literatur suche. Umso erfreulicher finde ich es dann, wenn sich neben den für mich bewährten Schriftstellern so unverhofft ein neues Gesicht hinzugesellen kann.
Profile Image for François Morgan.
48 reviews1 follower
June 3, 2023
Ich finde eine Bewertung hier relativ schwer, da mir manche Erzählungen sehr viel besser als andere gefallen haben. Einige haben sich sehr gezogen und waren eher langweilig, aber allgemein bin ich begeistert. Die Stimmung kann ich nur als bedrückend und teilweise melancholisch oder sogar gruselig beschreiben. Sie ist aber so gut geschrieben, dass es mir schwer fiel das Buch in einer Geschichte aus den Händen zu legen.
82 reviews
December 14, 2020
Wie so oft bei solchen Sammlungen von Erzählungen, reißt einen nicht jede Geschichte gleich heftig vom Hocker. Nichtsdestotrotz ist das Niveau hier sehr hoch und ein paar der Texte gehen einem dann doch ziemlich nahe.
Displaying 1 - 9 of 9 reviews

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