"Denn die Realität sah folgendermaßen aus: Arbeiten, Einkaufen, Fressen, Kotzen. Kleine Kotz-Pausen. Einkaufen, Fressen,Kotzen. Noch kleinere Kotz-Pausen. Arbeiten, Einkaufen, Fressen, Kotzen." Diana ist vierzehn, als ihr Martyrium beginnt: Nach einem festlichen Abendessen steckt sie sich erstmals den Finger in den Hals – und erlebt die verrückte Lust daran, sich zu übergeben. Mit harten Szenen, aber auch mit absurder Komik schildert Diana Fey die Macht einer Krankheit, die man nicht bekämpfen, jedoch besiegen kann.
das buch ist sehr humorvoll geschrieben, behält dabei aber trotzdem die ernsthaftigkeit der krankheit. wichtig zu bemerken ist jedoch, dass dies kein ratgeber ist. der heilungsprozess wird nur angeschnitten, im fokus liegt eher die entwicklung der bulimie. da es sich um eine lockere autobiographische erzählung handelt, ist das meiner meinung jedoch vollkommen in ordnung.
Autobiographien über Essstörungen sind immer besser als fiktionale Werke in denen nicht betroffene Autoren meistens vergeblich versuchen authentisch zu wirken. Inhaltlich hätte das Buch von mir auch drei (um gut 100 Seiten gekürzt auch 4) Sterne bekommen. Leider - und es tut mir sehr Leid, das zu sagen, da die Autorin das Schreiben auch als Selbsttherapie nutzt - zerstört der Schreibstil die Geschichte. Es liest sich nicht anders als 08/15-Selfpublisher-Werke, die nie einen Lektor gesehen haben. Spätestens nach 30 Seiten ist man versucht, aufgrund der andauernden und wirklich unlustigen Wortspiele rund um das Thema Übergeben, das Buch genervt in die Ecke zu werfen. Nur wer wirklich an dem Thema interessiert ist, wird dieses Buch zuende lesen.
Ich pers fand das Buch leider nicht ganz so gut, sodass ich einige Teile des Buches übersprang, aber das scheint wohl Geschmackssache zu sein. Es war jetzt auch nicht schlecht, konnte einige Situation sehr gut nachvollziehen, aber es war einfach nicht so meins, aber jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden.