Für die 19-jährige Camilla und ihre Freundin Theresa endet ein Museumsausflug mit einem Schock. Ein Mann stürzt sich vor ihren Füßen zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel. Steht der Suizid in Zusammenhang mit einem wahnsinnigen Mörder, der sein Unwesen in Berlin treibt? Bereits mehrere junge Frauen sind ihm zum Opfer gefallen. Die verstümmelten Leichen verbindet ein grausiges Merkmal: herausgeschnittene Augen.
Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung einer Psychotherapeutin und der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier. Von Panik getrieben gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt auf rätselhafte Menschen. Können der greise Amadeo oder der attraktive Chris sie vor ihrem fanatischen Verfolger retten? Mit dem Namen „Sandmann“ gibt Chris ihr einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Um seinen Attacken zu entkommen, muss sich Camilla nicht nur ihrem Peiniger stellen. Sie entdeckt eine übersinnliche Fähigkeit, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wäre …
Tanja Meurer, geboren 1973, in Wiesbaden, ist gelernte Bauzeichnerin aus dem Hochbau, arbeitet seit 2001 in bauverwandten Berufen. Nebenberuflich ist sie als Autor und Illustrator für verschiedene Verlage tätig. Bevorzugten Genre sind Mystery, Horror, Thriller, Krimi, Steampunk, Steamfantasy und Fantasy - vorwiegend im schwullesbischen Bereich. Bei DeadSoft erscheint die "9mm"-Reihe (Gay-Crime), zusammen oder im Wechsel mit Juliane Seidels Beiträgen. Incubus veröffentlicht im März der erste Band aus der Steamfantasy-Reihe "Die Stadt der Maschinenmagie. Das erste Buch, "Die Seelenlosen", ist der Auftakt der Gay-Fantasy-Kriminalromane. Für die Weltenschmiede gibt es bereits den ersten Steampunk-Krimi "Rauhnacht". In Kürze erscheint der zweite Roman um das Protagonistenpaar Madame Zaida und Anabelle Talleyrand. Homo Littera startet im Herbst die "Schattengrenzen"-Reihe (schwule Mystery und Horror-Thriller) mit der überarbeiteten Version von "Der Rebell" und einem Bonusroman (dem Originalbuch) neu.
Zum Buch: „Glasseelen – Schattengrenzen #1“ von Tanja Meurer ist ein Mystery-Thriller, der am 30.12.2012 im Bookshouse Verlag erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/o/ASIN/996372240...
Klappentext: Für die 19-jährige Camilla und ihre Freundin Theresa endet ein Museumsausflug mit einem Schock. Ein Mann stürzt sich vor ihren Füßen zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel. Steht der Suizid in Zusammenhang mit einem wahnsinnigen Mörder, der sein Unwesen in Berlin treibt? Bereits mehrere junge Frauen sind ihm zum Opfer gefallen. Die verstümmelten Leichen verbindet ein grausiges Merkmal: herausgeschnittene Augen. Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung einer Psychotherapeutin und der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier. Von Panik getrieben gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt auf rätselhafte Menschen. Können der greise Amadeo oder der attraktive Chris sie vor ihrem fanatischen Verfolger retten? Mit dem Namen „Sandmann“ gibt Chris ihr einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Um seinen Attacken zu entkommen, muss sich Camilla nicht nur ihrem Peiniger stellen. Sie entdeckt eine übersinnliche Fähigkeit, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wäre …
Die Story: Nachdem Camilla und Theresa Zeugen eines Selbstmordes geworden sind geraten sie in seltsame Geschehnisse. Jemand scheint sie zu bedrängen, Theresa verschwindet und Camilla gerät auf der Suche nach ihrer Freundin in einen tiefer werdenden Strudel aus unheimlichen Erlebnissen, der sie nahe an einen Serienmörder bringt. Sie entdeckt Fähigkeiten, von deren Existenz sie bisher nichts geahnt hat, und der Kampf gegen den Serientäter wird zu einem Kampf ums Überleben…
Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in 22 Kapitel unterteilt.
Covergestaltung: Das Cover zeigt das gezeichnete Gesicht einer Frau, aus deren linken Auge Blut läuft und deren Halsbereich sich aufzulösen scheint. Unter dem Gesicht der Frau stehen blau hinterlegt Autorenname und Titel des Buches. Am linken Rand ist ein rötlicher Streifen mit dem Verlagslogo und dem Genre-Hinweis „Mystery-Thriller“.
Zum Autor: Tanja Meurer wurde 1973 in Wiesbaden geboren. Sie ist gelernte Bauzeichnerin aus dem Hochbau, arbeitet allerdings seit 2001 nur noch in bauverwandten Berufen und ist seit 2004 bei einem französischen Großkonzern als Dokumentations-/Projektassistenz beschäftigt. In den für die Baukonjunktur besonders schlechten Jahren nahm sie Stellen als Kurier- und Behindertenbusfahrerin an. Nebenberuflich arbeitet sie seit 1997 bis heute als Autorin und freie Illustratorin für verschiedene Magazine, Internetseiten und Verlage. . Ihre Homepage: http://lysander1330.wordpress.com/ (Quelle: www.lovelybooks.de)
Meine Meinung: Dieser Mystery-Thriller hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen, die Spannung wird gleich auf den ersten Seiten erzeugt und zieht sich durch die gesamte Geschichte. Durch den flüssigen Schreibstil ist es mir sehr gut gelungen, mich in die Story hineinzuversetzen, und das Lesen ging gut voran. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten mit der Hauptfigur Camilla, und durch die vielen Wendungen innerhalb der Geschichte war ich bis zuletzt nicht sicher, was weiter geschehen würde, so dass die Spannung wirklich bis zur letzten Seite aufrechterhalten wurde. Eine sehr gute Lektüre für alle Fans von Mysterythrillern, dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne.
Inhalt: Die 19-jährige Camilla ist mit ihrer Freundin Theresa zu Besuch in Berlin. Auf der Museumsinsel stürzt sich ein Mann vor ihren Augen zu Tode. Sie erleiden einen Schock, landen im Krankenhaus und erfahren von der Polizei, dass ein Serienmörder, der die Augen seiner Opfer herausschneidet, in Berlin sein Unwesen treibt. Wenig später verschwindet Theresa und Camilla stößt bei ihrer Suche nach ihr auf eine Stadt unter der Stadt und findet Unterstützung bei ihrem neuen Ziel, dem "Sandmann" das Handwerk zu legen.
Cover: So ganz gefallen hat mir das Cover nicht. Ich kann mir einfach auf den ersten Blick nicht viel darunter vorstellen, worum es im Buch gehen könnte. Eine junge Frau weint Blut und sieht nicht besonders glücklich aus. Dieses Gefühl des Nichtwissens könnte allerdings auch dazu führen, dass man zum Buch greift und sich näher damit beschäftigt. Auf jeden Fall würde ich hinter dem Cover nicht unbedingt einen Mystery-Thriller vermuten.
Setting: Tanja Meurer nimmt sich sehr viel Zeit, die einzelnen Schauplätze zu beschreiben, so dass es dem Leser leicht fällt, sich in die von ihr erschaffene Welt zu versetzen. Ancienne Cologne mit seinem durcheinander an Baustilen, das Innere der Häuser und die beklemmenden Jagten durch die Dunkelheit sind sehr gelungen. Ein rundum gelungener Rahmen für die Geschichte.
Charaktere: Wir erleben durch Camilla die Geschichte. Ihre Entscheidungen sind realistisch. Die neuen Erfahrungen, die sie im Verlauf sammelt, passen zu dem Charakter. Ihre "Fähigkeit" wird schön langsam aufgebaut. Es bringt Spaß, mit ihr neue Erfahrungen zu sammeln, ob positiv oder negativ. Die Liebesgeschichte ist mir etwas weit ausgetreten. Als Leser kapiert man schnell, worum es geht und muss es nicht immer wieder vorgesetzt bekommen. Die anderen Charaktere sind alle so vielschichtig, dass es kaum zu übertreffen ist. Camille erfährt immer nur scheibchenweise Neues und so dauert es dann auch, bis sie und der Leser sich einen Überblick verschaffen können. Amadeo und der Sandmann sind sehr schön ausgearbeitete Charaktere und als Leser ist man lange verwirrt, wer nun was mit wem und wie und warum und weshalb denn überhaupt macht.
Geschichte: Eine einfach geniale Idee, die Tanja Meurer da umgesetzt hat. Man nehme ein Stück klassische Literatur, transportiere es in die Neuzeit und lässt dann der Geschichte seinen Lauf. Allerdings kommt man als Leser dann kaum drum herum, sich den Klassiker etwas genauer anzuschauen. Die Geschichte wird spannend, glaubhaft und mit vielen Überraschungselementen erzählt. Das Buch fesselt und man weiß bis zum Ende nicht, wie es ausgehen wird. Die anfänglichen Ungereimtheiten, die Camilla überhaupt zu ihrer Flucht bringen, erklären sich im Verlauf des Buches und man sollte sich nicht von ihnen abschrecken lassen.
Fazit: Tanja Meurer hat einen sehr schönen Mystery-Thriller geschrieben, der die historische Vorlage perfekt benutzt und den Leser in die faszinierende Unterwelt Berlins entführt. Allerdings hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle doch etwas mehr Tempo und weniger genaue Ausführungen gewünscht, so dass ich doch ab und an in Querlesegeschwindigkeit übergegangen bin. Doch diese Tatsache soll den geneigten Leser nicht abschrecken. Gerade wenn man in der Schule schon mal etwas von dem Sandmann gehört hat oder mehr über ihn erfahren will, lohnt es sich zuzugreifen. Auch Berlin Fans werden ihre Stadt von einer anderen Seite kennenlernen können. Also Mystery-Thriller Fans greift zu! Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Serie, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.
Für die 19-jährige Camilla und ihre Freundin Theresa endet ein Museumsausflug mit einem Schock. Ein Mann stürzt sich vor ihren Füßen zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel. Steht der Suizid in Zusammenhang mit einem wahnsinnigen Mörder, der sein Unwesen in Berlin treibt? Bereits mehrere junge Frauen sind ihm zum Opfer gefallen. Die verstümmelten Leichen verbindet ein grausiges Merkmal: herausgeschnittene Augen. Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung einer Psychotherapeutin und der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier. Von Panik getrieben gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt auf rätselhafte Menschen. Können der greise Amadeo oder der attraktive Chris sie vor ihrem fanatischen Verfolger retten? Mit dem Namen „Sandmann“ gibt Chris ihr einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Um seinen Attacken zu entkommen, muss sich Camilla nicht nur ihrem Peiniger stellen. Sie entdeckt eine übersinnliche Fähigkeit, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wäre …
"Glasseelen" ist der erste Band der "Schattengrenzen"- Reihe von Tanja Meurer und ein Mystery-Thriller bei dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion fließend sind; man taucht ein in eine Welt in der nichts ist, wie es scheint.
Ab der ersten Seite ist man direkt im Geschehen, da die Autorin sofort in die Materie einsteigt und Erklärungen nach und nach nachliefert. Bis zum Schluss ist die Spannungskurve konstant hoch angelegt und auch das Erzähltempo ist durchweg straff zu lesen.
Dabei ist die Handlung stets sehr atmosphärisch gehalten und durchzogen von Düsternis und Geheimnissen. Weiterhin ist "Glasseelen" stellenweise ziemlich gruselig und brutal, sodass es vielleicht nicht jedermanns Sache sein mag, aber für alle, die sich darauf einlassen können, ein überaus spannendes Lesevergnügen bietet.
Jedoch findet sich in diesem Auftakt auch eine angenehme Portion Romantik wieder, die sich gut in die Handlung miteingliedert ohne dabei zu aufdringlich zu erscheinen, da sie einfach authentisch mit der Haupthandlung verschmilzt.
Tanja Meurer hat mit ihrem ersten Band der "Schattengrenzen" viel Ideenreichtum, Phantasie und Kreativität bewiesen, so wie sie verschiedene Elemente zu einer extrem spannenden und auch gruselig- angehauchten Story kombiniert, die die Geschichte "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann als Grundlage nimmt.
Zum größten Teil ist "Glasseelen" in sich abgeschlossen, jedoch bietet das Ende einen ziemlichen Cliffhanger, der einen Ausblick auf den nächsten Band "Der Rebell" liefert und hoffentlich diesem ersten Teil in nichts nachstehen wird.
Tanja Meurer schreibt sehr bildhaft und atmosphärisch, wodurch ein tolles Gefühl beim Leser heraufbeschworen wird und die Dramatik perfekt transportiert. Weiterhin liest sich "Glasseelen" überaus flüssig und packend. Schon nach kürzester Zeit entwickelt sich dieses Buch zu einem perfekten Pageturner, bei dem alles perfekt zusammenpasst.
Glasseelen ist für mich ein sehr durchwachsenes Buch. Die Idee hinter diesem Buch ist ziemlich genial, wobei hier allerdings auch auf die Geschichte des Sandmanns von E. T. A. Hoffmann zurückgegriffen bzw. aufgebaut wurde und somit Grundmaterial schon vorhanden war.
Camilla gerät durch unglückliche Umstände in die Untergrundstadt Berlins - Acienne Cologne. Sie sah, wie sich die Augen eines vom Dach stürzenden Mannes in Staub auflösten und gerät immer weiter in die Mordserie des gefürchteten Sandmanns, der hübsche Frauen die Augen ausschneidet und sie mechanischen Puppen einsetzt um diesen ein Leben bzw. eine Seele zu geben. Die Geschichte verzweigt sich immer weiter und Camilla weiß irgendwann gar nicht mehr, wem sie überhaupt vertrauen soll, außer Chris, den jungen Mann, den sie unter Berlin kennen und lieben lernte.
Das ist so der Grundstein der Geschichte, wobei es noch viel, viel mehr zu erklären gäbe, aber das alles ziemlich verzweigt und kompliziert ist. Man tappte währen des Lesens auch sehr, sehr lange im Dunkeln, bekam immer nur Häppchen an Hinweisen und kaum Erklärungen. Oft hab ich Dinge auch nicht richtig verstanden, musste Passagen mehrmals lesen oder mal zurückblättern. Die Autorin hielt sich an vielen detaillierten Beschreibungen auf, die manchmal ziemlich eklig waren und eigentlich nicht so mein Fall sind. ;) Das Buch kam mir vor als habe es 800 Seiten statt 400. Die erste Hälfte war sehr, sehr schleppend und laaaangatmig. Ab der 2. Hälfte bzw. so 60, 70% wurde es dann etwas besser, ich hab auch mehr verstanden.
Die Atmosphäre im Buch war mir etwas zu düster und zu dunkel, wobei sich das mit der Zeit gebessert hatte bzw. ich mich wahrscheinlich dran gewöhnt hatte. Camilla hat mir als Protagonistin ziemlich gut gefallen. Sie ist mutig, wissbegierig und sehr für andere da, wobei sie den Tod ihrer Freundin irgendwie zu schnell weggesteckt hatte. Vor allem solche Bilder von ihrer verstümmelten Freundin. Ich hätte solche Albträume und panische Angst, doch sie nimmt es irgendwie einfach so hin. Chris hingegen war mir ein bisschen zu platt. Er ist lieb und fürsorglich, aber irgendwie fehlt ihm die gewisse Charakterstärke. Andere Nebencharaktere hingegen waren für ihr Verhältnis ziemlich gut beschrieben und besaßen etwas Besonderes.
Die Idee die Geschichte von E. T. A. Hoffmann weiterzuführen und ins 21. Jahrhundert in Berlin zu setzen ist etwas ganz Tolles. Es wurde Neues dazugedichtet und einiges verändert, wobei der Autor an sich ja auch noch selber in der Geschichte weiterlebt. Es waren einige Überraschungsmomente vorhanden, die meiner Meinung nach aber besser hätten verpackt werden können. Genauso wie die Spannung der Story.
Fazit
Ein durchwachsener, düsterer erster Teil mit einer zwar brillianten, außergewöhnlichen Idee, aber einer schwierigen Umsetzung. Ich bin sehr zwiegespalten, aber kann diesem Buch einfach nicht mehr als 2/5 Punkten geben.
Ich bin noch total geflasht. Glasseelen war mein erster Thriller, den ich gelesen habe.
Diese gekonnte Kombination die Tanja Meurer in diesem Buch vereint ist sensationell. Krimi, Thriller, Realität, Vergangenheit, Gegenwart, Mysterie … das sind die Elemente die uns in diesem Buch begegnen. Die von E.T.A. Hoffmann geschriebene Geschichte „Der Sandmann“ bekommt auf einmal eine ganz andere Bedeutung und man sieht diese aus einer ganz anderen Perspektive.
In dieser Story ist die Mischung aus Realität, Fiktion, Mysterie sensationell. Ich wusste stellenweise nicht mehr,ob nun wahr oder Fiktion!
Diese wirklich gekonnt beschriebene detailgetreue Genauigkeit ist phänomenal. Jedes kleinste Geräusch ( Krabbeln von Schaben, rennen oder laufen und huschen von Ratten) hört man beim Lesen.
Dieses Buch muss man unbedingt gelesen haben. Die Story, die Tanja Meurer in diesem Roman verarbeitet hat, ist einfach nur genial, auch der Handlungsort ist absolut passend gewählt.
Wer die U – Bahn in Berlin kennt und mal auf einen nicht so stark besuchten Bahnhof steht und am Ende oder auch am Anfang der Station steht und in die Dunkelheit den Bahngleisen hinterher schaut, wird sich bestimmt schon gefragt haben, geht es dort irgendwo hin? Gibt es dort noch etwas? Glasseelen bietet euch eine mögliche Erklärung.
Auf jeden Fall hinterlässt dieses Buch einen nachhaltigen Eindruck. Gänsehautfeeling ist auf jeden Fall Programm. Das Bild von den herausgetrennten Augen hat mich selbst noch heute morgen beim Arbeiten begleitet. Ich hatte den Scanner im Anschlag. Man weiß ja nie was in der Dunkelheit so alles auf einen wartet. Gruselfaktor inklusive!!! Jede Seite bietet Spannung und auch eine gewisse Stimmung. Mann kommt wirklich nicht zu Durchatmen.
Durch die absolut passend platzierten Einschübe, die den Beginn der Beziehung zwischen Camilla und Chris beschreibt, brauch man noch nicht mal auf Romantik in diesem doch stellenweise düsteren und grusligen Roman verzichten.
Selbst kurz vor Ende, als man denkt nun ist alles gut... Ja Pustekuchen, da wird die nächste Spannungsspitze nach oben gelegt. Die hoffentlich in Band 2 aufgeklärt werden.
Völlig ungeahnte Wendungen, Verstrickungen, Erlebnisse machen diese Geschichte so lesenswert. Zumal uns Tanja wirklich sympathische Hauptfiguren gegeben hat. Es macht einfach Spaß Camilla und Chris zu begleiten.
Fazit: Ein spannungsgeladener, nachdenklich stimmender, nervenaufreibender, wunderbarer Fantasy – Thriller. Bei dem man aber nicht zartbesaitet sein darf. Band 2 zieht auf jeden Fall bei mir ein!!!
Ich habe ein paar Tage gebraucht, bis ich das Buch verdaut habe. Anfangs war ich nicht sicher. Hat es gut unterhalten? War ich gefesselt genug? Nach einigen Tagen kann ich nun sagen: Ja, es hat mich gefesselt. Und zwar nachhaltig.
Weshalb ich nicht ganz sicher war? Es ist ein sehr merkwürdiger Grund: Die Sprache ist wahnsinnig genau, Stimmung wird fast auf jeder Seite vermittelt. Sei es, wenn Ratten oder Schaben Geräusche machen oder die Protagonistin gegen feuchte Wände kommt. Alles war bis aufs kleinste Detail sehr gut beschrieben. Fast schon zu gut. Es blieb kaum Interpretationsfreiraum und genau aus dem Grund musste ich erstmal ein paar Tage darüber nachdenken. Wird wohl kaum jemand nachvollziehen können, deshalb bitte selbst lesen, denn Glasseelen ist ein fantastisch, ausgearbeiteter Roman mit einer soliden Grundidee mit einer tollen Sprache und einer genialen Handlung. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
FAZIT: Unbedingt lesen und in den Untergrund Berlins abtauchen.