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Trilogie des Todes #2

Anatomy of a Night

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Amarâq, Eastern Greenland, the end of the world. A lonely, cold, hard place, yet one that’s filled with boundless joy and bewitching natural magic, Amarâq plays host to an annual tragedy: a spate of suicides races through the town each spring, a plague that leaves no family untouched. Anatomy of a Night details the events of one of these black nights, following the lives of eleven of Amarâq’s inhabitants—their loves and losses, their escapes from Amarâq and their inevitable returns, each victory and every defeat magnified by the unforgiving and unforgettably desolate landscape—and paints a portrait of a mysterious phenomenon that strikes a nearly-forgotten people, the Inuit of Greenland.

134 pages, ebook

First published September 10, 2012

2 people are currently reading
117 people want to read

About the author

Anna Kim

45 books7 followers
Anna Kim, born in 1977 in Daejeon, South Korea, has lived in Vienna since 1979, where she studied philosophy and theater studies. Her debut volume Die Bilderspur was published by Droschl in 2004, followed in 2008 by the novel Die frozen time. Afterwards she published invasions of the private in the essay series of the Droschl publishing house and the novel Anatomie einer Nacht (2012). In spring 2013 Kim started the art project »Rohbau der Zukunft_TM« with Anderwald-Grond.

In part for The Frozen Time, Anna Kim received the Heinrich Treichl Prize 2009, the Promotion Prize for Literature of the Republic of Austria (2009) and the Elias Canetti Scholarship (2009) and the European Union Prize for Literature (2012).

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for penneminreads.
84 reviews9 followers
April 18, 2020
Die Erzählstruktur erfordert sehr viel Aufmerksamkeit; die Charaktere wechseln mit jedem (sehr kurzen) Absatz. Das zieht sich durch das ganze erste Drittel des Buches und war für mich sehr ermüdend. Als endlich mehr Hintergrund zu den Figuren erzählt wurde, die Geschichte Fahrt aufnahm und langsam alles begann, Sinn zu ergeben, war es für mich schon zu spät, waren mir die Charaktere und ihr Schicksal schon lange egal. Durch die verwirrende Erzählweise am Anfang konnte ich zu den Charakteren nie eine Beziehung aufbauen, mich nicht einfühlen.
Der Grund für die Vorgänge in der Geschichte ist ebenso spannend wie gesellschaftskritisch und hätte deshalb viel prominenter platziert werden können.
Alles in allem: Ein Buch, dessen Handlung und Zusammenhänge man wahrscheinlich erst beim zweiten Lesen komplett versteht.
Profile Image for Krambambuli.
3 reviews
March 11, 2023
Anna Kims Roman "Anatomie einer Nacht" ist durchzogen von einer Erzählstimme, die dominiert und sich zugleich erstaunlich zurückhält. Wie der paratextuelle Verweis im Titel bereits nahelegen kann, legt der Text in seinem syntagmatischen Verlauf ein Sezierbesteck an. Schicht für Schicht werden die verworrenen (Ge)schichten der Figuren aufgedeckt, ihre Schmerzen, ihr Leid, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, usw. Passend zum Schweigen, dass wie der Nebel in Amarâq über dem Werk liegt, werden die Figuren szenisch eingeführt, ihre psychischen Befindlichkeiten werden nur selten explizit im "discours" reflektiert, vielmehr konstituieren sich konkretere Bilder erst im Verlauf der Handlung – und dem Tieferschneiden des Skalpells – wodurch nach und nach Zusammenhänge nachvollziehbar(er) werden. Hier macht es der Roman einer Rezipientin oder einem Rezipienten nicht leicht – es ist bei einer ersten Lektüre vermutlich nicht möglich einen Überblick zu behalten, ohne sich kleinere (Rand-)Notizen anzufertigen (bzw. ist meine Ausgabe jetzt vollgestopft mit Strichen, Pfeilen und Marginalien, sowie komplexen grafischen Darstellungen der Beziehungsgeflechte innen am Buchdeckel) – was sich auch an den Rezensionen in dieser Sektion erkennen lässt (ich möchte etwas schmunzelnd anmerken, dass Anna Kim zumindest nach Aristoteles "Poetik" alles richtig gemacht hat).
Als Fan einer "Eismeer-Ästhetik" (falls so etwas existiert) hat mich die feinfühlig, behutsam und motivisch stringent aufgebaute Atmosphäre des Werks in ihren Bann gezogen. Amarâq ist zugleich "Allort" und "Keinort", ein Grenzgebiet zwischen Anfang und Ende, Irdischem und Außerirdischem, Sein und Nichts. Wie Himmel, Wasser, Erde und Berge verschmelzen, gerinnen auch Leben und Tod der Menschen, die sich in dieser Atmosphäre des Konkret-Vagen bewegen. Anna Kim malt diese Bilder durch einen poetisch-aphoristischen Stil, der den "discours" über längere Passagen hinweg auszeichnet (z.B.: Fernweh ist, obwohl das Gegenteil von Heimweh dennoch sein Zwilling). Dankbar bin ich der Autorin bspw. auch für die Beschreibung des Regens als „Geruchslupe“.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass "Anatomie einer Nacht" syntagmatisch äußerst dicht aufgebaut ist – Stichwort: erzählte Zeit = 5 Stunden, und es werden elf Suizide beschrieben. Zur Struktur des Werks könnte eventuell der Begriff "entrelacement" (in etwa: verschlungen) bemüht werden. Die einzelnen Szenen sind konsekutiv schnell hinter- und ineinander geschalten, wodurch, trotz einiger möglicher Verwirrungen, Spannung entsteht. Ich persönlich habe die Lektüre sehr genossen.
Profile Image for Johann Guenther.
807 reviews28 followers
June 27, 2017
KIM, Anna: „Anatomie einer Nacht“, Berlin 2012
Kim entführt den Leser in eine andere Welt; nach Grönland. Sie zeigt die Natur und die Menschen und deren Wechselwirkung auf.
Herbst beginnt im August. Die Kälte dominiert. Im Winter ist es durchgehend dunkel. „Nachts wird Amaraq (so heißt das fiktive Dorf) von einer Schwärze übermalt, so dickflüssig wie unvermischte Farbe, dann existieren weder der Fjord noch die Berge, Täler, Seen oder der Fluss, es gibt bloß eine schwarze Masse, ein Nichts, das sich fleckenweise über der Landschaft verteilt, den Rest bedrängt, aber Lücken zulässt, die es mit abstrakten Elementen, Lichtspielen, Lichtwellen, einem Meer aus Licht, füllt.“ (Seite 24) Wunderbar wird der Kampf der Natur beschrieben; wie sich Eisberge Land erobern und trotzdem sterben müssen. Es sei – so Kim – eine Illusion an so einem Ort, der mit nur drei Farben auskommt – blau, braun und weiß – glücklich zu sein.
Die Menschen leben bescheiden. Bescheiden wie auch die Natur Vegetation hervorbringt. Viele – zumindest in diesem Roman – sind arm; leben von der Notstandshilfe oder vom Betteln. Die Behausungen sind einfache Hütten. Man lebt mit dem Minimum. Es „darf ausschließlich das existieren, was für das Überleben absolut notwendig ist: die Mindestanzahl an Einrichtungen und Menschen.“ (Seite 56) Das Überflüssige müsse verschwinden. Trostlos könnte man sagen. Das ist es auch, warum die Selbstmordrate hoch ist.
11 Menschen lässt die Autorin in einer Nacht sterben. Alle Selbstmord. Die letzte – Sarah – „war mit dem Wunsch geboren worden, sich zu töten, für sie war das die natürliche Art zu sterben, alles andere, Tod durch Krankheit, Tod im Alter, war für sie unnatürlich und sinnlos.“ (Seite 293)
Neben dem Tod spielt Liebe eine große Rolle in dem dünn besiedelten Land. Liebe ist „ein Zeitvertreib, dem jeder nachgeht, weil die Auswahl an Tätigkeiten, Hobbys, beschränkt ist und man meint, dass Liebe wiederholbar sei.“ (Seite 50)
Kim entführt nicht nur in eine für Europäer (obwohl Grönland ja auch Europa ist) andere Welt, auch die Namen der Einwohner sind für uns Festlandleser schwierig. Zu Beginn des Buchs ist eine Liste aller Namen abgedruckt. Das ist sehr hilfreich beim Lesen, um sich immer wieder zurecht zu finden.
Profile Image for Jenny.
106 reviews83 followers
April 24, 2013
In ihrem Roman „Anatomie des Todes“ hat Anna Kim der Einsamkeit eine Stadt geschenkt: Amarâq, ein fiktiver Ort in Grönland, in der die Einsamkeit sich zu einem alles einhüllenden Organismus auswächst und alle anderen Einwohner neben ihr als Gäste erscheinen. Anna Kim beschreibt sehr zurückhalten und doch eindringlich in schönen, teils verstörenden Bildern eine Nacht in der elf Menschen freiwillig den Tod suchen. Diese Auslöschungen vollziehen sich im Buch leise, undramatisch, manche von ihnen ließen sich beinahe überlesen.

Beim Lesen treibt man oft im Ungewissen, ahnungslos wessen Geschichte einem erzählt wird. Zu viele Namen die einem begegnen ohne dass man sie in Beziehung setzen kann, woran auch ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches nichts ändert, da es nur Alter und Beruf vermerkt, nicht aber die jeweilige Rolle im Roman. Die Geschichte wechselt Perspektive, manchmal von Absatz zu Absatz, und diese Verwirrung, diese Bindungslosigkeit, die sich erst im Verlauf des Buches löst wenn sie es überhaupt je tut, ist Programm. Fast alle Figuren im Roman befinden sich auf der Suche nach Müttern, Vätern, nach ihren Kindern - nach einer Form der Bindung und Herkunft die vielleicht bewirken würde das auch das Leben bindender erschiene, während sie isoliert im Dunkel der Stadt dahin- und aneinander vorbei treiben.

„Anatomie des Todes“ ist kein leicht zugängliches Buch. Fast möchte man am Ende des Buches noch einmal von vorn beginnen, diesmal mit einem Stift in der Hand um sich die Verknüpfungspunkte zu notieren und so das Dickicht Romans ein wenig zu lichten. Vielleicht wäre eine Novelle dem Thema und der Sprache Anna Kims gerechter geworden als ein Roman dies wird . Ein Rezensent der „Zeit“ soll beim Lesen verzweifelt „zu viel, zu viel!“ ausgerufen haben und vielleicht hat er recht. Und doch: ein sprödes Kunstwerk ist er geworden dieser Roman, getragen von einer Sprache die ebenso eigen wie poetisch ist.
Profile Image for Aaron (Typographical Era)  .
461 reviews70 followers
June 15, 2013
Located in Eastern Greenland, the poor, tiny Inuit village known as Amarâq is about to bear witness to the suicides of eleven of its inhabitants over the course of a single night. Are these events tragic? Are they senseless? Or are they shockingly considered part of the normal experience of living in this land of harsh, unforgiving conditions?

Anatomy of a Night is a novel told both in real time and through flashback sequences that highlight the interconnected stories of each of these suicidal individuals. Author Anna Kim has a devastating command over language, but not in the way in which you would immediately expect. Reading this novel one isn’t instantly filled with sorrow for the plight of these indigenous people. She doesn’t attempt to manipulate you into sympathizing with their daily struggles. Instead, Kim offers up a portrait of a society that chooses to see things a different way, one that readily embraces suicide as a reasonable first response when faced with crisis:

READ MORE:
http://www.typographicalera.com/anato...
Profile Image for M.
173 reviews25 followers
October 19, 2014
"...isn't it a fallacy to believe that an individual life only has meaning for itself? Just as an individual death makes little sense when isolated from the lives of others."

Love, isolation, natural beauty, and a suicide epidemic are all part of life in in a remote town in Greenland. How are eleven suicides in one night related to one another and to the larger society? While the deaths all take place in one village of 1,500 people, through flashbacks we see the larger picture of the Greenlanders connections (and dis-connections) with each other, with the village, and with Denmark.

Kim's words reveal the geographical landscape and also the internal landscape of the individuals. The village is "a place that swallows you up." For Sara suicide "... was a kind of shield of protection, the layer between her own skin and the skin of the world, one that would keep everything away from her."
Profile Image for David Jones.
Author 4 books4 followers
May 26, 2014
With an aching propensity for sorrow, Kim plunges her readers into mysterious Greenland and the never complete lives of several characters whose lives span the distance between the island and Denmark. These lives weave and intersect and divide. Kim's attention to the land and look of Greenland make this book intoxicating and a must read for the Greenlandic and those open-minded enough for the adventure. Kim masters the complexity of her vast cast like few others have. Her ultimate task, her ultimate achievement is painting a vivid, tantalizing face to a mysterious island.
Author 9 books3 followers
Read
March 8, 2015
An interesting, but very challenging read. The entire novel takes place over just 5 hours from 22:00 to 03:00. It draws heavily on imagery linked to the Greenland landscape and explores issues of national and cultural identity vis-a-vis Denmark. The main theme, however, is the high prevalence of suicide among the young and therefore this book will not be comfortable reading for everyone.
Profile Image for Agnieszka Kalus.
556 reviews241 followers
March 12, 2015
Jak to się ciężko czytało! Kazdy akapit o innej postaci. Dziwaczne imiona. Brak ciągłości akcji. Przeskoki w czasie. I strasznie smutne o samych nieszczęśliwych, skrzywdzonyh ludziach.
Displaying 1 - 11 of 11 reviews

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