Paul Maar is one of the most important modern German writers for children and young people. He is a novelist, playwright, translator and illustrator.
He was born on 13 December 1937 in Schweinfurt. After the early death of his mother he lived with his grandfather in the rural area of Theres in northern Bavaria. He went to school at the Gymnasium in Schweinfurt, and later studied at the State Academy of Arts in Stuttgart. He then worked as a stage designer and stage photographer for the Franconian castle theatre Massbach. After that he spent ten years as an art teacher. Since 1976 he has worked as a freelance writer. He lives in Bamberg with his wife and three children.
Vor über 14 Jahren habe ich "Der Buchstaben-Fresser" zuletzt gelesen. Damals war das Buch für mich ein absolutes Highlight. Auch heute empfinde ich es noch als sehr schönes Kinderbuch, welches man, glaube ich, auch gut in den Deutschunterricht einbringen kann, um den Kindern Buchstaben, Wörter und ihre Bedeutung näher zu bringen.
"Buchstaben-Fresser schlüpfen aus Eiern von zartblauer Grundfarbe. [...] Sie sind ziemlich gefräßig und fressen jeden Tag mindestens einen Buchstaben, den sie sich aus Wörtern ihrer Umgebung herausbeißen." S. 29
Das Kinderbuch "Der Buchstabenfresser" erzählt die Geschichte eines kleinen, ungewöhnlichen Wesens, das Buchstaben liebt – allerdings nicht zum Lesen, sondern zum Fressen. Nachdem ein Mädchen ein geheimnisvolles Ei findet, schlüpft daraus der Buchstabenfresser. Zunächst vertauscht er einzelne Buchstaben in Wörtern, sodass aus gewöhnlichen Gegenständen plötzlich ganz andere Dinge werden. Später frisst er sogar ganze Buchstaben auf und sorgt damit für immer mehr Verwirrung und Chaos. Besonders in der Familie des Mädchens führt das zu vielen lustigen und überraschenden Situationen. Die Geschichte entwickelt schnell Spannung und endet mit einer humorvollen Lösung, die sogar ein wenig Raum für eigene Fantasie lässt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Während der Lesewoche hatte meine Klasse freie Lesezeit, und dieses Buch stand in der schuleigenen Bibliothek zur Auswahl. Da ich selbst keine eigene Lektüre dabeihatte, begann ich darin zu lesen – und wurde positiv überrascht. Die Idee des Buchstabenfressers ist einfach niedlich und sehr kreativ. Immer wieder musste ich schmunzeln, wenn durch vertauschte oder fehlende Buchstaben neue Wörter und Situationen entstanden. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte kurzweilig ist und die Spannung schnell ansteigt, als das Chaos in der Familie immer größer wird. Am Ende wird alles auf eine lustige Weise aufgelöst. Allerdings hatte ich zu Beginn die Erwartung, dass die Eltern etwas stärker mit den Folgen ihres Verhaltens konfrontiert werden würden. Es wird mehrfach betont, dass sie wenig Zeit für ihre Tochter haben und ihr die Geschichte mit dem gefundenen Ei nicht glauben. Deshalb dachte ich zunächst, dass dieser Aspekt später noch eine größere Rolle spielen würde. Die Illustrationen fand ich ebenfalls sehr süß und passend zur Geschichte. Sie unterstützen die fantasievolle Handlung und machen das Buch noch ansprechender. Besonders gefällt mir, dass Kinder beim Lesen spielerisch erfahren, wie Wörter aufgebaut sind und wie schon kleine Veränderungen bei einzelnen Buchstaben eine ganz neue Bedeutung entstehen lassen können. Das Buch regt dazu an, selbst mit Sprache, Wörtern und Buchstaben zu experimentieren und fördert so auf unterhaltsame Weise die Freude am Lesen und an der Sprache. Insgesamt ist "Der Buchstabenfresser" eine spannende, kreative und humorvolle Geschichte, die besonders Kindern Freude bereitet. Durch die originelle Idee, die liebevollen Illustrationen und die vielen Wortspiele eignet sich das Buch hervorragend zum Vorlesen oder für junge Leserinnen und Leser, die Spaß an Sprache haben. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
Als ich klein war, mochte ich es noch nicht zu lesen, also hat die Mutter meiner besten Freundin damals uns ein Buch vorgelesen. Es war der Buchstabenfresser.
Vor einiger Zeit habe ich es in der Bücherei wiederentdeckt und habe es sofort ausgeliehen. Später habe ich es meinen kleinen Geschwistern vorgelesen und mich in die Geschichte wieder verliebt.
Ich will jetzt auch nicht zu viel erzählen und über den Inhalt philosophieren, ihr solltet es einfach lesen, auch wenn ihr keine Kinder mehr seid. Ich finde für Erwachsene und Jugendliche ist diese Geschichte genauso schön, wie für Kinder.