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Besser

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Antonia Pollak hat ein Leben, von dem viele träumen – ihr Mann Adam trägt sie und die beiden Kinder auf Händen, man leistet sich, worauf man Lust hat, hat Freunde mit interessanten Jobs, alles läuft in festen Bahnen. Doch Toni Pollak hat auch ein paar Geheimnisse, von denen ihr Liebhaber noch das kleinste ist. Zu ihrer Mutter hat sie jeden Kontakt abgebrochen, und als junge Frau kannte Toni die falschen Leute, was sie fast vergessen hat – bis eines Tages ein Mann von früher auftaucht. Während der ökohedonistische Alltag weiterläuft, wächst in Toni die Angst, die Vergangenheit könne sie einholen...

Doris Knecht schickt ihre Heldin, die immer das Gefühl hat, gar nicht in ihr schönes Leben zu passen, durch Feuerproben, in denen sie alles zu verlieren fürchtet und langsam ein paar Dinge zu begreifen beginnt. Und wie nebenher porträtiert Doris Knecht mit unbestechlichem Blick unsere Zeit, ihre Typen und Lebensentwürfe. Ein verteufelt ehrliches Buch über das Dasein und die wahrhaften Lügen, die es zusammenhalten – und ein ebenso schwarzer wie komischer Roman über das richtige Leben im falschen.

285 pages, Hardcover

First published March 8, 2013

5 people are currently reading
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About the author

Doris Knecht

25 books48 followers
Doris Knecht war stellvertretende Chefredakteurin des Wiener Stadtmagazins «Falter» und Kolumnistin des Schweizer «Tages-Anzeiger». Für den «Kurier» schreibt sie die tägliche Kolumne «Knecht», für den «Falter» wöchentlich eine Familienkolumne, in der Wiener «rhiz-bar» legt sie regelmäßig als Djane auf. «Gruber geht» (2011), ihr erster Roman, wurde ein Überraschungserfolg und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Doris Knecht lebt mit ihrer Familie in Wien und im Waldviertel.

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Community Reviews

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121 (41%)
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24 (8%)
1 star
4 (1%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Marion.
165 reviews58 followers
August 16, 2025
Antonia Pollak führt mit ihrem Mann Adam ein privilegiertes Leben und hat zwei gesunde Kinder. Sie leisten sich worauf sie Lust haben. Aber Toni hat auch eine Vergangenheit. Eine Vergangenheitt von der niemand, außer ihrer Schwester, weiß. Narben, Drogen und die falschen Leute. Eine Vergangenheit, die Toni am liebsten vergessen würde. Doch genau aus dieser Vergangenheit taucht jemand auf.

Mit trockenem Humor, rasant und mit präziser Wortwahl werden Alltagssorgen, Selbstzweifel und Beziehungsvielfalt der Protagonisten und Protagonistinnen beschrieben und diese werden eloquent auf den Punkt gebracht. D. Knecht gelingt es, gesellschaftliche Erwartungen an Karriere, Familie und Selbstverwirklichung kritisch, aber nie mit erhobenem Zeigefinger zu schildern.

Ich wurde, was die zerrissene Gefühlswelt von Antonio betraf, im ganz weitesten Sinne an "Malina" von Ingeborg Bergmann erinnert, jedoch sind die sprachlichen Ebenen, der beiden Romane, schon sehr verschieden.

Antonia steckt im falschen Leben, bis sie erkennt, dass sie im Richtigen ist.
Und genau das, ging mir am Ende zu schnell und auch, dass sich eigentlich Wichtiges plötzlich in Wohlgefallen auflöste. "Die Nachricht" war für mich die bessere Wahl.

Doris Knecht erzählt gut und interessant, der Stil ist klar und nüchtern.
Ein leichtes und zugleich tiefgründiges Buch, eine gute dialektischen Alltagsanalyse.
Ein gutes Buch für zwischendurch.

Für alle, die gerne pointierte Beobachtungen über das moderne Leben lesen - auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Profile Image for Tuti.
462 reviews47 followers
July 31, 2019
(read in german) intelligent and funny novel about life of (more or less active) artists in contemporary vienna. differentiated portrait of a woman who married for safety, a good man whom she loves as well and with whom she has two small children and a well working life - but from whom she also keeps secrets, her war-reporter lover being just the most recent one. loved again the fluent, smart and funny writing of doris knecht. ist schon toll.
Profile Image for Daniela.
468 reviews38 followers
April 9, 2013
Mit diesem schönen Roman beweist Doris Knecht erneut, dass sie nicht nur flotte Kolumnen verfassen, sondern auch ansprechend über längere Strecken erzählen kann. In gewohnt saloppem Ton erzählt sie hier, ähnlich wie im Romanerstling "Gruber geht", eine berührende Geschichte, die zu Herzen geht, ohne allzu kitschig zu werden.

"Besser" handelt vom Leben der zweifachen Mutter und Künstlerin Antonia Pollak, die es sich nach ihrer Heirat mit dem wohlhabenden Adam in ihrem neuen Bobo-Leben in Wien Ottakring behaglich eingerichtet hat. Bis eines Tages ihre Vergangenheit (Drogen, falsche Freunde, zerrüttete Familie,...) wieder Ängste in ihr aufleben lässt, die sie schon lange verdrängt zu haben meinte. In 47 eher kurzen Kapiteln, die in sich wiederum episodenhaft angelegt sind (die Vorliebe für die kurze Form kann Doris Knecht offenbar nicht verleugnen), zeichnet die Autorin ein breites Spektrum der Gefühlswelten ihrer Ich-Erzählerin: Da gehen ganz alltägliche Themen wie die Auswahl der passenden Volksschule, Schwierigkeiten bei der Kindererziehung (ich sage nur: Trotzphase!) oder Fragen der modernen Etikette (Darf man sich als liberaler, weltoffener Mensch daran stoßen, wenn Gäste ohne zu fragen den eigenen Babysitter mitbringen und dieser dann mit den Kindern essen muss?) Hand in Hand mit existenziellen Fragen (Kann ich meinem Mann von meiner früheren Drogenabhängigkeit erzählen? Wie werde ich fertig mit der eigenen Lebensgeschichte, wenn die sich nicht so leicht ad acta legen lässt?) und dem schlechten Gewissen, das Antonia unerbittlich verfolgt, weil sie sich ihrer Meinung nach ihr glückliches Familienleben erlogen hat. Am Ende wird erst ein wahrhaft tragisches Ereignis, das einem beim Lesen die Tränen in die Augen treibt, Antonia die Augen öffnen und sie zum Meister ihres Schicksals machen. Kritiker mögen das Ende klischeehaft und übermäßig gefühlsbetont finden, ich persönlich fand es schlicht berührend und einfühlsam.

Vieles von dem, was Knecht schreibt, geht einem direkt ins Herz ("Die Liebe zu den eigenen Kindern sollte unverhandelbar sein, die Liebe zu den eigenen Kindern muss unangreifbar sein für Trauer und Schmerz und Krankheiten und Süchte, unantastbar, immerwährend." S.264). Daneben lebt der Text von klugen, erfrischenden Lebensweisheiten und Reflexionen einer aufgeweckten, urbanen Frau und Mutter (beispielsweise über den ersten Kuss, S. 207ff.), was vermuten lässt, dass da viel Knecht'sche Lebensphilosophie in der Figur der Toni Pollak steckt. Nur vereinzelte Passagen wirken aufgesetzt und vermögen nicht zu überzeugen (das Sektglas des Grauens, S. 203ff.), was dem Lektüregenuss jedoch keinen Abbruch tut.

Weiter so, Frau Knecht! Vielleicht wird ja das nächste Buch sogar noch BESSER! :-)
Profile Image for Sternenstaubsucherin.
658 reviews2 followers
August 14, 2019
Endlich hab ich dieses schmale Büchlein gelesen und endlich kann ich es von meiner Liste und leider auch aus dem Regal streichen.
Völlig nichts sagende Geschichte. Die Protagonistin hört sich einfach nur gern selbst fabulieren.
Seitenlanges Auslassen über einen Gedanken, eine Person, ein Glas oder einen Kuss sind leider langweilig.
Kann sein, dass das als große Kunst für eine Kolumnistin zu bezeichnen sei, hier hat es mich einfach nur angeödet.
Und auch der Plot ist öde. Es passiert sehr wenig.
Und so richtig genau erfährt man auch nicht, was die Vergangenheit genau ist, die da anklopft.
Schade um die Lesezeit.
Profile Image for S.
74 reviews1 follower
August 2, 2013
wow! habe lange nicht so atemlos umgeblättert. eine wucht die geschichte, hautnah die hauptfigur und deren empfindungen. zeitgeist pur!
Profile Image for Katzi.
152 reviews
July 26, 2020
Meh. War okay, wollte es auch nicht abbrechen zwischendurch oder so. Ist schon gut zu lesen. Aber lustig war es nur stellenweise sehr kurz, hat mich ob der Wahrheit doch eher deprimiert..
Profile Image for Caecilia Saori.
67 reviews30 followers
November 6, 2018
Eigentlich habe ich Doris Knecht jahrelang gemieden weil ich dachte, das ist mir bestimmt zu "rotzig wienerisch modern" irgendwie. Und dann geb ich mir einen Stupser & bringe Besser mit heim von der Bibliothek. Beginne zu lesen. Allerheiligen in Kärnten, weiter gelesen ... Und weiter.

Plötzlich - hat sich Protagonistin Toni mit den Sorgen ihrer Außenwelt, den Kindern und ihrem Mann, noch viel mehr aber mit dem, was ihr Innerstes verbirgt, richtig tief in meinen Alltag eingewoben. Ihre Stimme erzählt so ehrlich, mitunter musste ich mich selbst daran erinnern, dass es ein Roman ist & keine Freundin, die mit Kaffeetasse vor mir sitzt.

Ich würde mir wünschen,
dass andere LeserInnen diesem Buch genauso offen begegnen & Toni sprechen lassen.
Dieser Roman hat bei mir viel Nachdenken ausgelöst, mich emotional mitleben lassen und ich hoffe, dass uns Doris Knecht noch zahlreiche ähnlich tollen Bücher schenkt.
Profile Image for Amelia.
369 reviews24 followers
August 22, 2020
Das ist die Art von Qualität, die ich von zeitgenössischer Literatur erwarte, die so interessant geschrieben ist, dass man stets wissen will, wie es weitergeht. Die Hauptfigur in diesem Roman ist sicher nicht immer sympathisch und voller Fehler, aber ich mochte das Dunkle in diesem Buch sehr und auch den zynischen Tonfall. Das Ende fand ich leider ein wenig zu gehetzt und nicht ganz ausgearbeitet, aber trotzdem ein tolles Buch. Ich werde sicher mehr von dieser Autorin lesen.
Profile Image for Johann Guenther.
806 reviews28 followers
October 2, 2023
KNECHT, Doris: „Besser“, Hamburg 2021
„Besser“ ist der Titel dieses Buches. Besser könnte man den Inhalt machen. Man kann diesen „Roman“ nicht unter Literatur einstufen. Es sind Alltagsgeschichten. Vielleicht für zukünftige Generationen wichtig, damit diese nachlesen können, wie ihre Eltern und Großeltern tickten. Besser als andere Schriftstellerinnen hat Doris Knecht das Marketing und die Werbung für ihr Buch gemacht. Aber viele Pressemeldungen ergeben noch keine sehr gute Literatur.
Die Hauptfigur ist eine junge Frau - Antonia Pollak -, die ein vorbildliches Familienleben führt. Sie hat einen erfolgreichen und sie liebenden Mann, zwei Kinder und ist als „Künstlerin“ tätig. Der reiche Mann kann ihr ein Atelier mieten, in dem sie ihre Freizeit verbringt. ABER: Antonia hat Geheimnisse. Sie verrät ihrem Mann nicht, woher sie kommt. Dass ihre Mutter eine Trinkerin ist. Dass sie selbst mit einfachen Jobs begann, bis sie eben diesen, ihren Mann kennenlernte. Sie versucht ihre Vergangenheit zu vergessen und auszublenden. Aber es bleibt ein Schatten. Ein Freund, den sie der Familie verheimlicht, mit dem sie sich verstohlen trifft. Sie hadert. Will Schluss machen. Es gelingt bis zur letzten Seite des Buches nicht.
Profile Image for Thomas.
122 reviews
August 5, 2018
"Sie heißt Felizitas. Felizitas von Dings zu Irgendwas, ich kann mir das nicht merken. Ich will es mir nicht merken., ich hoffe, dass sie schon bald wieder zu den Leuten gehört, deren Namen man zu Recht vergessen hat, über die man bei Einladungen Witze machen kann, weißt du noch, Svens Aristotrutscherl, wie hieß die noch gleich..."
Profile Image for Mel.
45 reviews6 followers
September 3, 2025
Nach zehn Jahren auf dem TBR hab ich das endlich auch gelesen, und leider weiß ich jetzt, warum's so lang gedauert hat. Eigentlich habe ich Gruber geht, geliebt, ich mag Knecht's Stil auch echt gerne, aber irgendwie war Besser dennoch recht langatmig, besonders für so ein kurzes Buch, zudem ist die Geschichte ein Zeuge ihrer Zeit und ich weiß nicht, wie gut das Ganze gealtert ist.
30 reviews
June 24, 2023
Insgesamt, empfand ich das Buch als etwas langatmig. Zum Ende gefiel es mir besser, ich mag den Schreibstil von Doris Knecht. Unterschwellig weiss man, dass etwas passiert und sich langsam darauf zubewegt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
311 reviews
November 6, 2014
Schauplatz: Wien, eine Dachgeschoßwohnung Nähe Yppenplatz, wo Antonia Pollak ihr beneidenswert schönes Leben mit wohlhabendem Mann, zwei kleinen Kindern und einem distinguierten Freundeskreis lebt. Aber mit jedem Kapitel fällt ein neues Streiflicht auf dunkle Bereiche in dieser scheinbar heilen Welt, in der Toni Pollak, aus einfachen Verhältnissen stammend und mit reichlich Vergangenheit im Gepäck, in Wirklichkeit niemals angekommen ist. Und es ist wie so oft – es muss erst schlimmer werden, damit es besser werden kann. Seelenstripteases, fast lyrische Passagen, beißender Sarkasmus – oft sind die Stimmungen der einzelnen Kapitel sehr unterschiedlich, und da alles aus der Ich-Perspektive erzählt wird, gibt es hin und wieder sogar Anklänge an den offenbar immer noch brauchbaren Bewusstseinsstrom-Stil von James Joyce. Daran liegt es wohl auch, dass der Roman als (Zitat Umschlagtext) "verteufelt ehrlich" empfunden wird. Jedenfalls ist er aber eines: wirklich gut geschrieben.
48 reviews7 followers
February 4, 2017
Antonia Pollak lebt in Wien. Sie ist gut verheiratet, hat zwei Kinder, ist Künstlerin, hat einen entsprechenden Freundeskreis. Aber sie fühlt sich fehl am Platz. Sie lässt weder den Traum vom Landleben noch den Traum von der multikulturellen Gesellschaft in der Stadt unangetastet.
Antonia ist gelangweilt und verbittert wegen ihrer Vergangenheit. Aber nicht nur.
Sie läßt uns auch an schönen Gedanken teilhaben, wie z.B. im „Ich mag Kapitel“ oder im Kapitel über den Brokeback-Mountain-Kuss – dem ersten Kuss.
Solche wunderbaren Wortfindungen sind über den ganzen Roman verteilt.
Besser ist ein Großstadt- und ein Entwicklungsroman. Sehr witzig, sehr sarkastisch, sehr ehrlich.
An vielen Stellen erkennt man, dass Doris Knecht sehr erfolgreich Kolumnen für verschiedene Zeitungen schreibt.
Profile Image for David Bachmann.
118 reviews7 followers
October 9, 2016
Sehr unterhaltsam. Momentaufnahmen werden teilweise mit vielen Adjektiven über eine ganze Seite erklärt, man lebt mit.
Fällt gegen Ende etwas ab, in Summer dennoch sehr gelungen.
1,368 reviews6 followers
April 22, 2017
wieder ein ganz tolles Buch, das man gut nachvollziehen kann, nur das Ende ist rätselhaft.
Displaying 1 - 18 of 18 reviews

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