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The Great Trade Routes: A History of Cargo and Commerce Over Land and Sea

The ancient world saw the expansion of Western Asian, Mediterranean and Polynesian civilizations as transport networks for trade were established. Later, imperial expansion reached far flung corners of the world. The Great Trade Routes examines the principal trade networks throughout history, encompassing coastal and trans-oceanic maritime trade, inland waterway traffic, and overland trade. Filled with fascinating historical detail, exotic locales, and a wealth of illustrations, the book analyzes the importance of trade to commercial and cultural exchange, focusing on great routes such as the Silk Road, the Grand Trunk, Via Maris, Hanseatic and Mediterranean sea-routes, tea and grain races and passages to the New World.

320 pages, Hardcover

First published October 1, 2012

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Philip Parker

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June 21, 2013
Gegliedert ist das 2,5kg schwere Informationspaket in die Epochen Altertum, Antike, Mittelalter, Entdecker, Kolonialismus und Moderne. Wie Handel, technischer und wissenschaftlicher Fortschritt, Gesellschaft und Politik einander beeinflussen, hat National Geographic für den historisch interessierten Laien mit üppigem Bildmaterial und kurz gefassten Textabschnitten zusammengetragen. Der Herausgeber Philip Parker, der selbst auf die Spätantike und das frühe Mittelalter spezialisiert ist, versammelt als Autoren dieses prächtig illustrierten Buchs ein Team aus neunzehn namhaften Wissenschaftlern britischer Universitäten aus den Bereichen Wirtschafts- und Marinegeschichte und Archäologie.

Das Thema Handel breitet sich wie ein fein gesponnenes Netz aus, sobald man sich einmal in Gedanken auf Reise begeben hat. Wer Waren transportieren, kaufen oder verkaufen wollte, brauchte schon im Altertum Transportgefäße, Tragetiere, Boote, Schreiber und Übersetzer, eine Währung, Land- und Seekarten, Lagerhäuser oder Handelsposten um unterwegs zu rasten. Der Wunsch nach staatlichem Schutz und Risikostreuung durch Anlegerkapital entsteht mit dem Anwachsen des Handelsvolumens ebenso wie die Begehrlichkeit von Staaten nach Zöllen oder staatlichen Monopolen. In kleinen Mengen kostbare Artikel wie Edelmetalle, Gewürze, Elfenbein, Perlen, Muscheln, Edelsteine, Salz oder seltene Farbstoffe boten sich frühen Händlern an. Häufig veranlasste die Suche nach knappen Gütern (Holz, Metalle, Getreide) für eine wachsende Bevölkerung die Menschen, Schiffe und Karawanen in ferne Länder zu entsenden. Arbeitskräfte, Pferde, sogar Elefanten gehörten schon früh zu den begehrten Handelswaren. Das Wissen über frühe Händler stammt aus archäologischen Funden, die die Verbreitung von Alltagsgegenständen dokumentieren, von Felsmalereien, Gemälden, Landkarten und Urkunden. Zugleich mit den Waren verbreiteten sich auf Handelsrouten landwirtschaftliche Methoden, Tier- und Pflanzenarten, Ideen, Wissen, Religionen, aber auch Krankheiten und Seuchen. Schon im Altertum war der Handel finanzielle Grundlage privaten und öffentlichen Lebens.

In weiteren Kapiteln lässt sich der Einfluss des Handels auf die Entdeckung von Seerouten, auf den Schiffbau, den Ausbau von Häfen und Kanälen wie den Suez- und den Panama-Kanal und den Bau der amerikanischen Eisenbahn verfolgen. Schon im 1. Jahrhundert nach Christus verfasste ein griechischer Kaufmann mit dem Handbuch seiner Erfahrungen im Handel mit Indien den Vorgänger des modernen Reiseführers. Handelsmessen, der Zwischenhandel, Vertreter, bargeldloser Zahlungsverkehr, Genossenschaften wie die Hanse sind ebenso Thema des großformatigen Buches wie die Bedeutung der persischen Sprache als gemeinsame Sprache des Handels im Mittelmeerraum und entlang der Seidenstraße. Das Netz des historischen Wissens wird ergänzt durch den Einfluss, den Seuchen oder die Skorbut an Bord der Handelsschiffe auf historische Entwicklungen hatten. So entsteht am Ende durch das Bild konkreter Wege, die Nutzpflanzen wie Maniok (aus der Karibik nach Westafrika) oder Kaffee (von Nordostafrika nach Kolumbien) genommen haben, eine plastische Vorstellung weltumspannender Ökosysteme. Mit Containerschiffen, Kreuzfahrtschiffen und der Gefahr durch Piraterie in Küstengewässern politisch instabiler Staaten werden Entwicklungen der Moderne abgedeckt. Mich haben bei der Lektüre klangvolle Namen wie Sansibar, das Wettrennen der Teeklipper und die Entstehung des See- und Völkerrechts im 16. Jahrhundert unter dem Einfluss von Hugo Grotius am stärksten beeindruckt.
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