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Die Suche nach der Vorherbestimmung

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Ein Ding, das von Gott bestimmt ist, etwas zu wirken, kann sich selbst nicht zu einem nicht bestimmten machen. Dieser Lehrsatz aus der Ethik Spinozas scheint auf geradezu unheimliche Weise das Schicksal des jungen Stanislaw Krasnogorow zu beherrschen. Bereits zwei Dutzend Mal ist er in seinem kurzen Leben um Haaresbreite dem sicheren Tod entronnen. Glück oder das Wirken höherer Gewalt? Stanislaw beschließt, einen autobiografischen Roman über seine Erlebnisse zu schreiben -- ein eher scherzhafter Versuch, sein “Theorem der Vorherbestimmung” zu beweisen.

Die Veröffentlichung des Romans scheitert letzlich am undurchdringlichen Dickicht der sowjetischen Zensurbehörden. Durch Zufall fällt das Werk jedoch in die Hände des KGB-Agenten Wenjamin Krasnogorski, der sich die Mühe macht, die im Roman geschilderten Ereignisse noch einmal zu überprüfen. Dabei stößt er auf eine unglaubliche Tatsache: Beinahe alle Menschen, die in der fiktiven Welt des Romans auftauchen, sind in der Wirklichkeit auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Zufall oder Schicksal? Für Stanislaw Krasnogorow erhält die Suche nach der Vorherbestimmung eine neue und folgenschwere Bedeutung.

Arkadi und Boris Strugatzki gehören zu den renommiertesten und erfolgreichsten Autoren der russischen Phantastik. Nach dem Tod seines Bruders Arkadi führt Boris Strugatzki nunmehr im Alleingang das beeindruckende Werk der beiden Schriftsteller fort. Im Original bereits 1995 erschienen, liegt Die Suche nach der Vorherbestimmung nun endlich auch in einer hervorragenden deutschen Übersetzung vor.

In dem stark autobiografisch geprägten Roman spannt Strugatzki einen Bogen vom zweiten Weltkrieg bis zu einem fiktiven Russland der nahen Zukunft, das jedoch deutliche Anklänge an das Russland unter Jelzin aufweist. Die phantastischen Elemente des Romans treiben als Katalysator die Handlung voran und werfen Fragen nach der Selbstbestimmtheit des Einzelnen, nach Herrschaft und Machtmissbrauch auf. Mit seiner eindrücklichen Schilderung der faschistischen Belagerung Leningrads, des sowjetischen Alltagslebens unter Stalin und Breshnew und den veränderten politischen und gesellschaftlichen Bedingungen nach der Perestroika wird der Roman zu einem bedeutenden Stück russischer Gegenwartsliteratur. --Sara Schade

437 pages, Hardcover

First published January 1, 1994

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About the author

S. Vititsky

4 books1 follower
S. Vititsky (Russian: С. Витицкий) was pseudonym of Boris Strugatsky under which he published "Search for Destiny or the Twenty Seventh Theorem of Ethics" (Russian: "Поиск предназначения, или Двадцать седьмая теорема этики") and "The Powerless that be" (Russian: "Бессильные мира сего").

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4 stars
65 (32%)
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12 (5%)
1 star
4 (1%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Mademoiselle.
119 reviews19 followers
August 27, 2023
Das Buch beginnt recht genial. Protagonist Stak fragt sich wie es möglich ist, dass er dem Tod bisher 23 Mal von der Schippe springen konnte. Er vermutet oder hofft, dass es einen höhen Zweck gibt. Eine Vorherbestimmung. Aber das Schicksal antwortet nicht.
Zeitgleich hat er sehr systemkritische Gedanken, die er in Lieder und Schriften fasst. Ebenso wie seine Freunde. Er fragt sich, wann er geschnappt wird und wegen irgendwas eingebuchtet. Als er eine Vorladung erhält, denkt er, dass es jetzt soweit ist.

Im zweiten Teil des Buches erfahren wir aber dann, dass die Vorladung von einer Behörde für "Übersinnliches" stammt, die ihn aus ganz anderen Gründen beobachtet hat. Sie haben wiederum festgestellt, dass in seinem Umfeld überraschend viele Leute auf abstruse Weise sterben. Meistens Leute, die dafür gesorgt hätten, dass er die Umgebung verlässt (bspw. wegen eines Jobangebots wegziehen würde). Bis hierhin hat mich begeistert wie sich das Buch nach Science-Fiction und/oder Fantasy anfühlt ohne die große Keule zu schwingen. Man weiß ja nicht mal, ob das nicht alles auch Zufall sein könnte.

Ich finde es aber schwer zu sondieren, was mir das Buch gegen Ende sagen will. Viele früher getätigte Aussagen werden wieder aufgehoben. Fabelwesen und ein (weiterer) Science-Fiction-Aspekt kommen dazu. Auch ist mir nicht klar wie Stak dann letzten Endes in die Politik gehen konnte. Was hat dazu geführt, dass er dort seine Vorherbestimmung sucht? Auch alles was dort passiert fühlt sich out of character an. Man weiß auch nie was für ein System das eigentlich ist, gegen das Stak antritt. Vielleicht ist der Aspekt auch bewusst nebulös gehalten, sonst wäre das Buch vielleicht nie erschienen.
Als ich glaubte, dass das Buch eigentlich neben der Suche nach der Vorherbestimmung v.A. auch von Männerfreundschaften handelt. Frauen kommen schließlich einigermaßen schlecht weg und zwei Personen sind die Säulen des Romans. Stak und sein Freund Vikont.

Danngab es wieder eine Wendung, die so wenig kommentiert wird, dass sie vollends verwirrt. Wegen des letzten Absatzes denke ich, dass Staks Freund Vikont derjenige war, der die ganze Zeit die Fähigkeit hatte "Köpfe zum Platzen" zu bringen und der sich Stak in seiner Umgebung halten wollte. Dass er also so gesehen die ganze Zeit Staks Widersacher war. Das ist aber pure Spekulation. Man kann nach dem letzten Absatzes sicherlich zu wahnsinnig vielen anderen Interpretationen kommen.

Vielleicht also doch kein Roman über Männerfreundschaft. Das wäre vielleicht auch viel zu einfach für einen Strugatzki. Nur - was nehme ich dann aus dem Roman mit? Dass die Suche nach Vorherbestimmung Schall und Rauch ist?
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Konstantin.
Author 41 books15 followers
February 28, 2018
No, on je to takový koktejl... Ne, možná spíš salát z kousků a plátků všeho, co bratři Strugačtí v předcházejících letech napsali. Některá sousta jsou doopravdy lahodná, ale je tam také nemálo těch, která zas až tak dobrá nejsou (nebo jsou alespoň obtížně stravitelná). Je to zkrátka všehochuť a dost tomu chybí nějaké to pojivo, nějaká ta příběhová majonéza, kterou by to celé drželo víc pohromadě. A také je to samozřejmě dost smutné čtení – jestliže je z Bezmocných tohoto světa, druhého Borisova románu, který napsal po bratrově smrti, cítit už spíš jen unavená rezignace, pak z tohoto přímo čiší zklamání životem a světem, hraničící snad až se zoufalstvím. A nelze se tomu vlastně divit, protože tato kniha je do značné (a tím myslím opravdu značné) míry autobiografická... Uvažoval jsem, že dám tři hvězdičky, ale nakonec dávám čtyři, protože mám bratry Strugacké a jejich dílo doopravdy rád. Ale člověk, kterému A+B nelezou na mozek tak jako mně a nepřečetl si toho tolik o jejich životě a době, v níž žili, může mít bohužel docela problém se textem prokousat... Ale to je, obávám se, problém u všech knížek pozdních Strugackých.
Profile Image for Jodi.
2,406 reviews43 followers
July 7, 2019
Ein Buch, von dem ich einfach nicht weiss, was ich davon halten soll. Bei dem ich nicht genau sondieren kann, was mir der Autor eigentlich mitteilen möchte. Immer wieder filterte ich Themen, Aussagen heraus, nur damit diese dann wieder über den Haufen geworfen werden.

Boris Strugatzki lässt mich absolut ratlos zurück. Wie man der Bewertung ansieht, muss das nichts Schlechtes sein. Das Buch hat sich in meinem Kopf festgesaugt und wird dort wohl noch eine Weile herumgeistern. Ob mich das der Aufklärung näher bringen wird? Ich wage es zu bezweifeln.
Profile Image for Electric.
648 reviews1 follower
May 2, 2018
Mit Vergnügen diese sprachlich interessante Übersetzung gelesen, die wohl Strugatzkis Bearbeitung des Todes seines Bruders und den endgültigen Kollaps der Sowjetunion behandelt. Bis zum letzten Drittel ein satirischer Schelmenroman, im letzten Drittel bricht dann viel zu gerafft und mit zuwenig Zusammenhang ein Sci-Fi Szenario über die Leser_innen herein mit dem ich nur sehr bedingt etwas anfangen konnte, zu nebulös war mir die Entwicklung, zu zusammenhangslos im Vergleich zu Teil 1 und 2.
Profile Image for Mikhail Ignatev.
254 reviews12 followers
September 12, 2019
В какой-то момент ты думаешь, что все уже про эту книжку понятно, но это ошибка) очень нравится переход в другой регистр в середине повествования. Конец не вполне ясен, но тоже ничего. В целом рекомендую!
Profile Image for Anna Sircova.
80 reviews2 followers
April 7, 2015
читается легко, увлеклась сюжетом, инетересно, как меняется фокус в книге - узнаем о герое то с его точки зрения, то с точки зрения наблюдателя. это, конечно, больше философия, чем фантастика.. наталкивает на различные размышления. некоторые вещи остались подвешены в воздухе, на подумать, так сказать..
Profile Image for Anastasiia Zhurba Zilman.
21 reviews
September 15, 2023
Лучшая часть книги – детские воспоминания героя (а на деле, конечно, автора) о жизни в блокадном Ленинграде: хотя бы ради этой части стоило прочесть
37 reviews1 follower
June 30, 2019
Первая - мало фантастическая, почти даже не - часть романа понравилась, вторая - с элементами фантастики - показалась неестественной, даже для фантастики.
Profile Image for Andy Boroditsky.
331 reviews1 follower
September 18, 2023
Re-read this again. As usual, pure pleasure: the language, the style, the plot and it’s pace, the philosophy: all on the highest level.

Profile Image for Asaria.
978 reviews71 followers
March 2, 2026
Kraj: Rosja

Kiedy buszowałam na targach książki w Katowicach i zobaczyłam nazwisko Strugackiego, wiedziałam, że muszę tę pozycję mieć. Zawsze lubiłam klasyczne science fiction, jest w nich coś specjalnego, co brakuje we współczesnych pozycjach. Sami Strugaccy przyzwyczaili mnie również do pewnego poziomu, poniżej którego nie schodzą. Zagwozdką był brak Arkadija. Jak Borys poradzi sobie bez wsparcia brata?

Po przeczytaniu dochodzę do wniosku, że autor najlepiej pisał w duecie. Książka potrzebuje dużo czasu, żeby się rozkręcić, i wciągnęła mnie tylko w środkowej części - w momencie, gdy zaczyna się gra w kotka i myszkę ze służbami. Notabene, autor zdecydował się podzielić powieść na nieco luźno ze sobą połączone 3 części, co nie sprawdziło się.
Profile Image for Dmitry Demidov.
491 reviews14 followers
March 4, 2015
Неплохо. В начале не очень понравилось - странное повествование и местами почему-то неприятное. Потом разошлось немного, в конце опять много непонятного. Точнее не то, чтобы непонятного... Через силу уже читал.
Повторюсь - в целом неплохо, но это не НФ.
Profile Image for Plamen.
11 reviews1 follower
January 15, 2013
тъжна, но хубава книга - в какво са се превърнали Прогресорите...
Displaying 1 - 14 of 14 reviews