Seit Monty Python Ende der 60er Jahre das erste Mal auf dem Bildschirm erschienen sind, ist Michael Palin ein fester Bestandteil des britischen Fernsehens. Jeremy Novicks Biografie ist aus zahlreichen Interviews entstanden, die der Autor mit Michael Palin und den Menschen geführt hat, die ihn seit Beginn seiner Karriere begleitet haben.
Gleich am Anfang stellt Jeremy Novick fest dass es eine schwere Aufgabe ist, die Biografie von Michael Palin zu schreiben. Er ist so nett, dass es schon fast langweilig ist: " A nice guy, living a nice life and doing a nice job". Um es vorweg zu nehmen: er hat die schwierige Aufgabe gut gemeistert.
Michael Palin ist jemand, der sich selbst nicht allzu wichtig nimmt. Von Anfang an hat er nur Dinge gemacht, die sich für ihn richtig angefühlt haben. Dadurch hat er einige lukrative Angebote ausgeschlagen, was er aber nicht bedauert hat. Palin sieht die Schauspielerei als seinen Job an, mehr nicht. Dementsprechend macht er keine Werbung und geht kaum zu Verleihungen. Premieren oder Galas. Wenn er das tut, dann meistens um einen bestimmten Zweck zu erreichen, wie Spenden zu sammeln oder für eine Organisation zu werben, die ihm am Herzen liegt.
Vieles, was ich in Jeremy Novicks Biografie gelesen habe, kannte ich schon aus seinen Tagebüchern, die er vor einigen Jahren veröffentlicht hat. Aber der Blickwinkel war ein anderer und so wurde auch Bekanntes nicht langweilig. Und ich habe tatsächlich die dunkle Seite des Michael Palin gefunden: er kann nicht verlieren, nicht einmal beim kleinsten Spiel.
Eine schöne Ergänzung, wenn man den Schauspieler ein wenig kennt. Als alleinstehende Biografie ist es ein bisschen wenig. Lohnenswert ist das Buch allemal, schon wegen der Bilder, die oft Privates zeigen.