Das Buch umfasst zwei bekannte Werke Büchners, Woyzeck und Leonce und Lena.
Woyzeck ist ein unvollendetes Dramenfragment und handelt vom Soldaten Franz Woyzeck. Dieser nimmt neben seiner Berufsausübung als Soldat noch an Experimenten eines Arztes teil, um Geld für sich, seine Freundin Marie und deren Kind zu verdienen. Nach einiger Zeit erkennt er jedoch, dass sie ihn betrügt. Erbost über den Verrat und psychisch angeschlagen durch die Experimente des Arztes besorgt er sich ein Messer und ersticht Marie.
Leonce ist der Prinz von Popo und geprägt von absoluter Langeweile am Leben. Das einzige, was ihn noch begeistern kann, ist der Tod, der in seinen Augen einen letzten Reiz bereithält. Nachdem sein Vater ihm und dem ganzen Volk eröffnet, dass er Lena, die Prinzessin von Pipi, heiraten soll, beschließt er zu fliehen. Auch Lena flieht vor der anberaumten Hochzeit, da sie sich nicht vorstellen kann, jemanden zu heiraten, den sie nicht kennt und schon gar nicht liebt. Unter Verdeckung ihrer Identität begegnen sich beide in einer Gaststätte und verlieben sich ineinander. Sie verkleiden sich und lassen sich an Stelle des königlichen Paares vermählen, nur um anschließend herauszufinden, dass sie sich zuvor versprochen waren.
Büchners Bücher wirken überwiegend sehr konfus, abstrakt und wirr. Die Charaktere drücken sich zwar sehr gewählt aus und fast jeder Satz ist geprägt von Wortspielereien, wo sich ein Wort in verschiedenen Bedeutungen wiederholt. Dennoch ist es schwer, ihren tatsächlichen Beweggründen zu folgen und ihre Handlungen zu durchdringen.
Insbesondere in Leonce und Lena scheint sich kein Charakter selbst ernst zu nehmen (Valerio, der anordnet, jeder der sich krank arbeite, sei kriminalistisch strafbar; der König, der nach seiner Amtszeit endlich die Zeit zum Denken habe; der Prinz, der das Nichtstun als stressige Beschäftigung empfindet). Insgesamt erscheint das Werk als satirische, komödiantische Gesellschaftskritik.
Woyzeck hingegen befasst sich auch mit gesellschaftskritischen Themen, zumal er vom Arzt auch wie ein dressierter Affe behandelt wird, hat insgesamt aber eine düstere, bedrückende Stimmung, durch die der (Wort-)Witz nicht so durchkommt.