Im Unterschied zu den meisten AutorInnen im postrevolutionären Portugal schreibt Clara Pinto Correia weniger zu historischen und politischen Themen, sondern ist stark an den emotionalen und psychologischen Fassetten ihrer Figuren interessiert. In Das Alphabet der Frauen werden die Lebensgeschichten und Gefühlszustände sehr unterschiedlicher Frauen beschrieben und schließlich miteinander verwoben. Wie beim Handarbeiten viele kleine Fäden und Stiche zu einem großen Motiv gestickt werden, fügt die Autorin ihre Frauenfiguren zu einem einzigen weiblichen Abbild des Lebens in Portugal zusammen. Jede zählt enger oder entfernter zum Freundinnen- und Bekanntenkreis der Ich-Erzählerin, die nach dem Ende ihrer Beziehung in eine schwere Lebenskrise gerät. Auf der Suche nach Trost und emotionaler Unterstützung sucht sie ihre Freundinnen auf. Jede ist ihr auf ihre spezielle Weise verbunden, unabhängig vom Alter oder von sozialen Schranken. Die Bande zwischen den Frauen beruhen auf der Tatsache ihres Frauseins, die Kommunikation auf einem tiefen gegenseitigen Verständnis.
Clara Pinto Correia erzählt in Das Alphabet der Frauen, "dass die Liebe unter Frauen unser Leben erstrahlen lassen kann und dass es wie ein Gewitter über uns hereinbrechen kann, wenn es uns an Erfahrung und Übung fehlt". Das Buch ist eine Liebeserklärung an die Freundschaft und Loyalität unter Frauen und zeichnet ganz nebenbei den portugiesischen Alltag in schillernden Farben. Correias Erzählstil ist ausladend und wuchernd, die Bilder, die sie zeichnet sind farbenfroh und ideenreich. Leider ist die Zahl der Namen und Lebensgeschichten so groß und ihre Erzählweise so wenig stringent, dass die unbedarfte Leserin schon einmal den Faden verlieren kann. Aber dieses Verwirrspiel hat System. Wie sich viele, kleine Stiche zu einem einzigen Motiv fügen, bilden viele, kleine Geschichten am Ende einen einzigen Roman. Die Originalität von Das Alphabet der Frauen ist jedenfalls bestechend.
CLARA PINTO CORREIA nasceu em Lisboa, a 30 de Janeiro de 1960. Licenciada em Biologia pela Faculdade de Ciências da Universidade de Lisboa e doutorada em Biologia do Desenvolvimento pela Universidade de Buffalo (EUA). Foi jornalista no semanário O Jornal e coordenadora da secção de ciência do JL. Estreou-se com Agrião! (1983), seguindo-se entre outras Adeus, Princesa (1985), O Sapo Francisquinho (Prémio “O Ambiente na Literatura Infantil”, 1986), Anda Uma Mãe a Criar Filhos para Isto e Não Podemos Obrigá-los a Amarem-se, E Se Me Tivesse a Bondade de Dizer Porquê? (1986), crónicas de parceria com Mário de Carvalho, Campos de Morangos para sempre (1987), Portugal Animal (1991), Ponto Pé de Flor (Prémio Máxima de Literatura, 1990), Domingo de Ramos (1994), Mais Marés Que Marinheiros (1996), Mais que Perfeito (1997), Mensageiros Secundários (2000), A Arma dos Juízes (2002), A Primeira Luz da Madrugada (2006) e Não Podemos Ver o Vento (2011). Morreu a 9 de Dezembro de 2025, em Estremoz.
Ich verstehe absolut nichts, hat dieses Buch einen Inhalt? Die Erzählung ist so wirr und unzusammenhängend, springt ständig zwischen den Personen und der Zeit hin und her, ohne dass das irgendwie kenntlich gemacht wird. Oft wusste ich weder, um wenn es gerade geht, weil selten konkret der Name der Person genannt wird, sondern es immer nur "sie" heißt. "Sie" ist aber nicht nur die namenlose Ich-Erzählerin, sondern alle möglichen anderen Frauen, Freundinnen, Großmütter, Großmütter der Freundinnen, Tanten etc. Und als dann noch die Zeitebene urplötzlich von einem Satz zum nächsten springt, war bei mir die Konfusion komplett. Meine Lebens- und Lesezeit ist einfach zu kurz für so ein abstruses Buch.
Escrita super feminina, sensível e bonita mas difícil de acompanhar. Primeiro livro que descreve amizades femininas exatamente como eu as sinto. Quero muito ler mais desta autora
“Durante todo este tempo, Joana, eu sabia. Sabia que se me deixasse ficar muito quieta no meu canto, se não tivesse pressa, se jogasse ao solitário diante da janela e visse rolar as estações umas atrás das outras, eu tinha a certeza. Se esperasse muito por ti, um dia os meus sonhos haviam de te trazer até ao portão”