Geri Weibel, Stammgast in der angesagten Schampbar, hat sich – nachdem er in so ziemlich alle Fettnäpfchen getreten ist – zu einer Art Trendseismograph in Fragen des derzeitigen Lifestyle herangebildet. Von A wie Alkohol, B wie Begrüßungsküsschen, F wie Fitness, I wie In-Quartier, K wie Kult, P wie Personality, S wie Szenelokal bis W wie Wohnung oder Weihnachtsrummel – Geri hat sie alle durchbuchstabiert und sich seine Gedanken dazu gemacht.
Martin Suter is a Swiss author. He became known for his weekly column Business Class in the Weltwoche newspaper (1992–2004), now appearing in the Tages-Anzeiger, and another column appearing in "NZZ Folio". Suter has published seven novels, for which he received various awards. He is married and lives in Spain and Guatemala.
Nachdem ich anfänglich an der Qualität des Buches etwas zweifelte, war ich am Ende fast ein bisschen traurig, meine neuen Freunde der Schampbar verloren zu haben. Je länger das Lesen geht, desto mehr freut man sich auf das nächste Treffen mit ihnen . Dem Buch steht eine lustige Idee zu Grunde, welche dann durch konsequentes schriftstellerisches Handwerk, so richtig zum Leben kommt und einem auch einen Einblick auf jenes Leben erlaubt, welches man vielleicht gelebt hätte, wäre man nicht in die Ferne gezogen. Eine freudige Sache!
Super underrated dieses Buch! Ur lustig. Hab es zwei Monate lang gelesen, da ich und Beni (könnt jetzt ihr entscheiden wer das ist) uns immer beim schlafen gehen einzelne Kapitel vorgelesen haben. Für all jene, die gesellschaftliche Trends hinterfragen und satirische Bücher und kurze Kapitel lieben.
Ich habe zwar nicht alle, aber auch nicht wenige Suter Romane gelesen und bleibe der Meinung, dass Geri Weibel - abseits der Allmen Reihe als Gesamtwerk - sein bester ist. Hier gelingt ihm ein schöner Mix aus Humor, Stil und Melancholie. Es gibt von mir zwar ein Stern weniger bei der zweiten Lesung, aber nur weil die Pointen nicht mehr so ziehen wie beim ersten Mal - die Kolumnen-Form wird auf Dauer ausgelutscht. Aber dann endet das Buch mit den letzten 10-15 Seiten so gut, dass man die vorigen Schwächen eigentlich schon wieder vergessen kann.
waehrend seine Romane allesamt enttaeuschend sind, sind die Kurzgeschichtensammlungen von Martin Suter echte Schatztruhen .... hier kann er aus dem vollen schoepfen, da ist kein Wort zuviel und (fast) jede Pointe sitzt ... und im Gegensatz zu seinen Romanfiguren gewinnt der anpassungswillige loser-Typ Geri fast so etwas wie Konturen ....
Zu Beginn unheimlich witzig... bis man sich selbst in Geri wiedererkennt. Es ist ein endgültiger Weckruf, dass wenn man sich zu sehr in der Meinung anderer verliert, das eigene Leben nicht mehr richtig stattfinden kann. Werde es wieder auspacken, wenn ich mich um das Urteil anderer sorge.
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Klassische Suter Ansammlung seiner Zeitungskolumnen. Hier dreht sich alles um Geri Weibel, einen hoffnungslosen Trendfolger. Mit unglaublich miesem Timing.