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Engelsaga #1

Schloss der Engel

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Verliebt in einen Racheengel Lynn wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt und verirrt sich in eine Schule für angehende Schutzengel. Hier begegnet sie Christopher, einem Racheengel. Nach anfänglichen Reibereien verliebt sich die sechzehnjährige Internatsschülerin in den zunächst anmaßenden und allzu selbstgefälligen Mister Perfect, der ihr die kalte Schulter zeigt. Doch Lynns Erscheinen in Christophers Welt weckt nicht nur sein, sondern auch das Interesse der anderen, der gefährlichen Seite des Universums der Engel. Zwei mächtige Wesen, die Totenwächterin und ein dunkler Wächterengel, verstricken sie bei ihrem diabolischen Kampf um Einfluss und Macht in ihr unheilbringendes Spiel. Und Christophers Entscheidung, Lynn vor beiden zu schützen, verlangt mehr von ihm, als er bereit ist zu geben. Ebenso spannend wie poetisch - die Geschichte eines jungen Mädchens und ihrer überirdischen Liebe.

400 pages, Paperback

First published July 13, 2012

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7 (11%)
1 star
11 (17%)
Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for Franzi Bücherseelen.
91 reviews357 followers
July 23, 2016
2.5 Sterne von mir. Die Geschichte konnte mich nicht überzeugend und die Protagonistin kam mir einfach nur dumm vor und ging mir meistens auf die Nerven :/
Profile Image for Sarah.
240 reviews5 followers
September 3, 2012
"Schloss der Engel" ist der Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie für Jugendliche, geschrieben von dem Mutter-Tochter-Autorenduo Jessica und Diana Itterheim. Mich hat es zum einen durch die schöne Covergestaltung angesprochen und zum anderen auch dadurch, dass ich viel aus dem Bereich Contemporary/Urban-Fantasy mit Liebesgeschichte, auch aus dem Jugendbuchbereich, lese und ich die Beschreibung sowie die Wahl der Engel als fantastische Wesen durchaus viel versprechend fand. Im Nachhinein kann ich aber nur noch sagen, dass dieses Buch nicht nur eine große Enttäuschung war, sondern auch das Schlechteste, was ich seit langem gelesen habe.

Inhalt: Die 16jährige Linde, genannt Lynn, lebt mit ihrer Familie eigentlich seit ein paar Jahren in Italien, doch jetzt soll sie auf einem Internat in Deutschland ihr Abitur machen. Dort angekommen sieht sie zum ersten Mal den geheimnisvollen, gutaussehenden Mann, der jedoch plötzlich wieder verschwunden ist. Einen Tag später sieht sie in wieder und er stellt sich als ihr Tutor Christopher vor - sofort ist Lynn verliebt, auch als sie erfährt, dass Christopher ein Engel - ein Racheengel - ist und sie auf keiner normalen Schule mehr ist, sondern im Schloss der Engel. Während die Liebe zwischen den beiden erwacht, gerät Lynn mitten hinein in einen gefährlichen Kampf...

Eigentlich könnte ich diese Rezension jetzt mit einem einzigen Satz beenden: Es war einfach alles schlecht. Da ich das aber gerne ein wenig genauer ausführen würde, widme ich mich zunächst einmal den Charakteren. Es ist der klassische Aufbau, der mittlerweile aus vielen ähnlichen Büchern bekannt sein sollte. Normales, unsicheres Mädchen verliebt sich in absolut perfekten Jungen mit übernatürlichen Fähigkeiten, der sie zwar auch liebt, sie aber zunächst abweist, weil er für sie auch eine Gefahr darstellt.
Zu diesem 08/15-Muster kommt aber noch hinzu, dass weder Lynn noch Christopher einen besonders glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Ich könnte die Charaktere jetzt oberflächlich nennen, aber selbst das wäre noch zu positiv. Lynn könnte ebenso gut aus fünf verschiedenen Figuren bestehen, die zwar äußerlich alle gleich, charakterlich aber so grundsätzlich verschieden sind, dass sie sich nicht zu einem schlüssigen Gesamtbild vereinen lassen. Sie ist nicht nur naiv und unerträglich dumm, sie ist auch mal ein ständig wimmerndes Häufchen Selbstmitleid, dann ein hilfloses Häschen, das gerettet werden muss - und zwar andauernd - und dann wieder eine frustrierende Super-Zicke, mit der man sich nicht einmal im selben Raum aufhalten möchte. Christopher dagegen ist so perfekt wie langweilig. Wie nach Drehbuch gibt er zwischendurch mal kurz den bösen Jungen, um dann wieder seine - warum auch immer - geliebte Super-Zicke zu retten und auf Händen zu tragen. Alle anderen Charaktere sind so blass, dass sie nicht einmal eine Erwähnung wert sind.

Der Verlauf der Handlung und die Entwicklung der Liebesgeschichte sind ebenso wenig gelungen. Ersteres hat noch ein, zwei kurze Lichtblicke, die wahrscheinlich meinen Optimismus (verflucht sei er) beflügelt haben und mich das Buch zu Ende lesen ließen, aber die Liebesgeschichte war - selbst im Vergleich zu dem gewöhnlichen Kitsch-Maß solcher Bücher - einfach nur grotesk. Lynn ist fast sofort unsterblich verliebt in Christopher und jammert unentwegt herum, dass er sie nicht auch so sehr lieben würde wie sie ihn...während ich mehrmals zurückgeblättert habe, um herauszufinden, wann diese "große Liebe" passiert ist. Das konnte ich doch nicht einfach verpasst haben? Nein, hatte ich auch nicht, denn es gibt absolut nichts, rein gar nichts, in den wenigen Begegnungen der beiden, was die Gefühlsausbrüche der Ich-Erzählerin erklären könnte. Christopher ist am Anfang nicht einmal besonders freundlich zu ihr, er sieht einfach nur perfekt aus. Das reicht offenbar mittlerweile schon für die große Liebesgeschichte. Absolut unglaubwürdig und in jedem Element unerträglich kitschig!

Bei der restlichen Handlung fällt besonders Lynns Naivität und durchgehende Dummheit ins Gewicht, ohne die nichts an diesem Buch funktionieren würde. Madame Ohne-Hirn läuft in die Gefahr hinein, muss gerettet werden, bricht in Tränen und Liebesbekundungen aus und spult das ganze gleich wieder von vorn ab. Eigentlich beginnt ihre Dummheit allerdings schon bei ihrer Ankunft im "Schloss der Engel", das sie zunächst noch für ihr ganz normales Internat hält. Zwar sollte jedem Mädchen mit halbwegs intakten grauen Zellen sofort auffallen, dass man sich ausschließlich mit Fächern wie Bogenschießen, Chorgesang und Mentaltraining wohl kaum auf dem Weg zum deutschen Abitur befinden kann, aber wozu sich darüber wundern, geschweige denn mal nachfragen, wenn man auch einfach nicht zuhören und uninformiert durch die Gegend stolzieren kann?

Zu guter Letzt zum Schreibstil der Autorinnen. Freundlich ausgedrückt ist er unauffällig, also sprachlich weder herausragend noch komplett unleserlich und insgesamt für die empfohlene Altersgruppe angemessen. Was aber leider dann doch auffällt, ist die Geschwindigkeit, mit der erzählt wird. Die Figuren bekommen keine Hintergrundgeschichten, die Ich-Erzählerin läuft von einem Ereignis zum nächsten, ohne einmal innezuhalten und zu reflektieren, und was dabei vor allem zu kurz kommt, sind die Details und die Beschreibungen, welche die Atmosphäre eines Buches ausmachen. Es hat mich alles so sehr kalt gelassen, dass ich mich bei der kitschigen Liebesgeschichte nicht einmal fremdgeschämt habe - und, wenn sich bei mir auch manchmal bei zu viel Kitsch keine Schmetterlinge im Bauch regen wollen, Fremdschämen kann ich eigentlich immer. Aber hier: nichts. Ich konnte nicht in die Geschichte oder die Figuren eintauchen - trotz Ich-Erzählerin. Ich blieb der distanzierte Leser und war mir dessen auch die ganze Zeit über bewusst, was das Buch vor allem emotional vollkommen langweilig machte.

Fazit: Für mich die Enttäuschung des Jahres. Der Plot hat keinen Reiz, die Charaktere sind unausgereift und die Liebesgeschichte einfach an den Haaren herbeigezogen. Ich bereue es, dieses Buch überhaupt in die Hand genommen zu haben und noch mehr bereue ich, dass meine optimistische Ader nicht aufhören wollte auf eine gute Wendung zu hoffen, sodass ich das Buch nicht einmal vorzeitig abgebrochen, sondern es mir bis zum vor Kitsch triefenden Ende angetan habe. Ich werde die Reihe bestimmt nicht weiterverfolgen und kann dieses Buch auch nicht weiterempfehlen. 1 Stern (weil es keine 0 Sterne gibt).
Profile Image for Michael Schmid.
Author 8 books96 followers
May 12, 2014
Also mich hat die Geschichte wirklich durchgehend (bis auf ganz kleine Stellen) gefallen. Es ist zwar kein 5 Sterne Deluxe Roman, der mich übelst umgehauen oder mitgenommen hat, aber ich hab mich dennoch sehr gut unterhalten gefühlt und freu mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzungen. Deswegen kann und will ich hier auch gar keine Abstriche machen und bleibe gespannt.
Profile Image for Tintenhain.
346 reviews24 followers
May 27, 2013
Ich habe mich mit dem Buch ziemlich schwer getan. Schon der Einstieg, bei dem Lynn jeden und immer wieder darauf hinweist, dass sie nicht Linde genannt werden möchte, hat mich so genervt, dass ich mich fragte, warum die Autorinnen sie nicht gleich einfach Lynn genannt haben. Der Übergang vom normalen Internat in das Schloss der Engel ist fließend und Lynn bekommt davon nichts mit. Sie wundert sich auch nicht, warum die bisherigen Mitschüler nicht mehr da sind und statt dessen vollkommen andere Schüler auftauchen. Auch Unterrichtsfächer wie "Mentaltraining", "Lanzentraining" oder "Kräuterkunde" lassen sie nicht innehalten oder einfach nur mal nachfragen.

Ihr Verstand scheint vom Anblick des überirdisch schönen Christopher vernebelt zu sein, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Natürlich verliebt er sich auch in sie, merkt nicht, dass sie ein Mensch und kein Engel ist. Nachdem Lynn endlich mitbekommt, dass sie in einem Internat für Engel gelandet ist und sie deshalb tot sein muss, erholt sie sich innerhalb von zwei Sätzen vollkommen von dieser Nachricht und wendet ihre Gedanken wieder Christopher zu.

Lynn als Ich-Erzählerin kommt mir unglaublich oberflächlich, naiv und selbstsüchtig vor. Sie handelt impulsiv, stets unter dem Deckmantel ihrer unsterblichen Liebe, die dafür jedoch erstaunlich blass bleibt. Außer dem wiederholt beschriebenen Duft nach Sommergewitter, den Christopher verströmt und seinen sich in allen Grünschattierungen verändernden Augen, wenn sich sein Blick nicht gerade mal wieder verhärtet, ist nicht viel hängen geblieben. Warum Christopher sich nun in Lynn verliebt, ist mir genauso schleierhaft wie ihr. Die beiden haben sich kaum mal unterhalten, abgesehen von Christophers Erzählung über seine dramatischen, prägenden Erlebnisse als Mensch und den Liebesbeteuerungen bzw. seinen Versicherungen, er wäre nicht der Richtige für sie.

Die Nebencharaktere in der Realwelt wie in der Welt der Engel sind komplett austauschbar, unterscheiden konnte ich sie nur am Namen, mal abgesehen von der fiesen Hannah. Eine wirkliche Beziehung baut Lynn nicht zu ihnen auf, vielmehr versteht sie es, ihre Freunde immer wieder vor den Kopf zu stoßen.

Spannender wird die Geschichte ab der Hälfte des Buches dann aber doch noch. Auch wenn Lynn oft unvermittelt von Szene zu Szene springt und ich oft noch mal zurückgeblättert habe, weil ich dachte, ich müsse versehentlich eine Seite überblättert haben, vermag die endlich in Schwung kommende Handlung doch noch zu fesseln.

"Schloss der Engel" hat mich leider ziemlich enttäuscht. Eine tolle Idee, der es jedoch an einer gelungenen Umsetzung mangelt. Ich gehe nicht davon aus, dass ich den bereits erschienen zweiten Band "Tanz der Engel" noch lesen werde.

© Tintenelfe
www.tintenhain.de
Profile Image for Cupcake Princess.
1 review
February 14, 2013
Schloss der Engel von Jessica & Diana Itterheim hat mir, um ehrlich zu sein, einige Kopfschmerzen bereitet. Aber ich beginne mit etwas sehr positivem: Das Cover! Das Titelbild mit dem Mädchen in einem roten Kleid , dass auf einem Vorsprung mitten im Meer steht, finde ich unglaublich schön. Nur deshalb bin ich im Buchladen auf das Buch aufmerksam geworden. Der Kontrast zwischen ihrem roten Kleid und der sonst grauen Umgebung ist ein richtiger Eyecatcher, dazu der in geschwungener Schrift geschriebene Titel, das weckt Aufmerksamkeit und wirkt, als würde man gleich in ein wunderbares modernes Märchen eintauchen.
Die Freude ward jedoch nur kurz. Ich muss zugeben, dass sich dieses Buch bereits seit über einem halben Jahr in meinem Besitz befindet, und ich bereits direkt nachdem ich es gekauft habe, begonnen habe, es zu lesen. Allerdings habe ich kaum 4 Kapitel durchgehalten, bevor ich es frustriert bei Seite gelegt habe und erst vor gut 3 Tagen dem Buch eine zweite Chance gegeben habe. Wieso?
Die Chance hat es sich verdient, weil mich die Geschichte sehr anspricht, die Inhaltszusammenfassung auf der Rückseite klingt sehr gut und ich dachte, dass es so schlimm schon nicht werden kann. Falsch gedacht!
Denn ich hatte das Buch vor einem halben Jahr aus gutem Grund bei Seite gelegt. Aber dieses Mal dachte ich, dass ich es bis zum Ende durchhalten werde. Und um ehrlich zu sein, wurde ich sogar überrascht!
Aber ganz von vorn:
Linde, oder auch Lynn genannt, ist ein ziemlich schwieriger Charakter. Ich kann bis zum Ende ihre Entscheidungen und vor allem auch Äußerungen nur halbherzig nachvollziehen. Sie ist von Anfang bis Ende sprunghaft, denkt wirklich NIEMALS nach und stellt alles vollkommen auf den Kopf. Sie ist zwar erst 16, aber dennoch werden ihre Handlungen vollständig von ihren Hormonen gesteuert, die ein Typ entfacht hat, den sie erst ein paar Tage kennt und in den sie sich verliebt, ohne wirklich mit ihm gesprochen zu haben. Um genau zu sein, himmelt sie ihn bereits nach ihrer ersten Begegnung unglaublich an, da er einfach umwerfend aussieht. Verständlich, ja. Aber nicht auf die Art und Weise, wie Lynn es tut. Wieso genau sie sich verliebt, kann ich bis heute nicht nachvollziehen, auch ihre wirren Gedankengänge helfen da nicht nach, sondern lassen einen eher nur mit einer Frage zurück: HÄ? Überhaupt habe ich mir diese Frage während des Buches sehr oft gestellt. In einem Moment ist Lynn unsicher, versucht ihre Gedanken zu ordnen, im nächsten schon brüllt sie jemanden an und man versteht einfach nicht, wieso sie jetzt so reagiert, oder wieso sie jetzt schon wieder weggelaufen ist und sich von irgendjemandem retten lassen muss – ja, dass passiert SEEEEEEHR oft.
In ihrem Kopf gibt es nur Platz für Christopher und das ist bereits nach wenigen Seiten einfach nur nervig. Es gibt eine wunderbare Stelle, die ich mir fett markiert habe:

„Lynn, du bist im Schloss der Engel.“
….
„Dann bin ich…ich bin tot?“
„Es scheint so.“
„Und ich bin auf einer Schule gelandet, in der es Engel gibt?“
„Jepp! Es hätte schlimmer kommen können.“
„Aaron, wo ist Christopher? Warum geht er mir aus dem Weg?“
….

Genauso ist dieses überaus wichtige Gespräch verlaufen. (Den kurzen 10-zeiligen Absatz in dem Lynn kurz ihren Gedanken nachhängt, habe ich einfach mal wegreduziert.) Meiner Meinung nach spricht das so unglaublich für Lynn und ihren naiven Teenagerhormonüberschuss, wie nichts anderes. Ist ja auch total normal, dass man einfach stirbt und im Schloss der Engel landet… Manchmal wollte ich sie einfach nur schütteln und sagen: Ich verstehe dich nicht, Lynn!!!!!
Soviel dazu. Lynn war mir von Anfang bis Ende einfach nur unsympathisch und mir viel zu verknallt, als dass es für diese Situation angebracht gewesen wäre. Klar, dass dies vordergründig eine Liebesgeschichte ist, aber bitte! Manche Dinge sollte man dennoch ein wenig genauer und detaillierter erklären.

Christopher, der äußerst schöne Racheengel, in den Lynn sich verliebt, war zwar auch ein mir äußerst unsympathische Charakter, aber er war für mich im Endeffekt eher nachvollziehbar, als Lynn. Auch wenn ich um ehrlich zu sein nicht verstehen kann, wie man sich mit über 300 Jahren in einen hormongesteuerten, überschwänglichen, impulsiven Teenager verlieben kann. Aber jedem das seine. Christopher ist zu Beginn Lynns Tutor, gibt diese Aufgabe jedoch sehr schnell an Aaron ab, da er sich dieser Aufgabe in Lynns Gegenwart nicht gewachsen fühlt. Denn – Überraschung – auch er verliebt sich recht schnell in Lynn. Manchmal fand ich Christopher sogar recht niedlich, auch wenn es etwas verwunderlich ist, dass er wirklich IMMER in Lynns Nähe ist, wenn die sich mal wieder in Gefahr begeben hat. Klar, er ist ein Engel und will auf sie aufpassen, aber manchmal habe ich mich dann doch gefragt, ob er denn eigentlich als Tutor gar keine Pflichten hat?!

Aaron ist nach kurzer Zeit Lynns neuer Tutor und übernimmt die Aufgabe Lynn im Schloss der Engel herumzuführen und teilweise zu unterrichten. Über diesen Charakter bin ich mir noch nicht ganz schlüssig, da seine Motive und Handlungen noch etwas schwammig sind. Zwar behauptet Lynn recht felsenfest, dass Aaron ihr eindeutig etwas Böses wollte und die ganze Zeit versuchte sie mit ihrem Schatzi auseinander zu bringen, aber ich denke – oder hoffe – dass da vielleicht doch etwas anderes dahinter steckt. Er ist ein enger Vertrauter von Christopher, aber gleichzeitig Lynns größter Gegner. Da muss eindeutig noch etwas kommen!

Der letzte wichtige Charakter – neben Phillipe, Marise und unzähligen anderen Nebencharakteren! Mal ehrlich, ich hatte ein totales Namenschaos in der Mitte der Geschichte! Die ganzen Nebencharaktere werde nur kurz, und nicht bündig angeschnitten! – ist Susan, die mir um ehrlich zu sein der einzige Sympathische Charakter war! Ja, auch das gab es in diesem Buch! Sie ist so was wie Lynns beste Freundin auf dem Schloss der Engel. Ihre Stimmung ist etwas gedrückt während des ganzen Buches, da sie ihre Umstände nicht ganz verkraften kann, aber genau das macht sie auf eine gewisse Art und Weise – in Ermangelung besserer Adjektive – ruhig und entspannt und das ist in diesem Buch zur Abwechslung mal sehr erfrischend!

Die Geschichte an sich finde ich – rückblickend – im Großen und Ganzen in Ordnung. Lynn kommt auf das Internat, verliebt sich, gerät in die ein oder andere Gefahrensituation und muss um ihre Liebe bis zum Schluss kämpfen. Soweit meine persönliche kurze Zusammenfassung, und von oben betrachtet und ohne die genaueren Details ist die Geschichte in Ordnung.
Nur eben die Details machen sehr viel kaputt.
Sie ist von Anfang bis Ende unglaublich kitschig, was aber nach Lesen der Inhaltszusammenfassung zu erwarten war. Es gibt sehr viele Internatsklischees, die böse Mitbewohnerin, oder auch das Handyverbot und das Verbot nachts ja nicht alleine in den Wald zu gehen. Lynn findet sich recht schnell damit ab und versucht in den merkwürdigen Unterrichtsfächern mitzukommen. Komisch nur, dass sie niemals jemanden fragt, wieso an diesem Internat Lanzentraining und Mentaltraining hat, wo sie doch ihr Abitur machen soll. Hat schon mal jemand einen Job bekommen wegen 15 Punkten in Mentaltraining? Lynn aber lässt sich daran nicht stören und nimmt alles hin, denn sie ist schon viel zu sehr damit beschäftigt ihren Chrissi anzuhimmeln. Blöd, denn sonst wäre sie vielleicht mal eher darauf gekommen, dass hier etwas nicht ganz normal sein könnte. Äußerst merkwürdig ist es auch, dass sie in den ersten Tagen in denen sie am Internat ist, mit keinem Engel direkt konfrontiert wurde, denn im weiteren Verlauf der Geschichte sind die geflügelten Menschlein mit ihren Fähigkeiten doch recht präsent.
Etwas nervig ist auch, dass zu oft Dinge angeschnitten werden, die äußerst Geheimnisvoll sind. Nein, man erfährt sie nicht unterschwellig, sondern man wird regelrecht mit dem Zaun verprügelt, damit man sich auch ja fragt „Ah, was da wohl wieder passiert ist?“. Aber irgendwie kann trotzdem keine wirkliche Neugierde geweckt werden. Es gibt einfach zu viele Dinge, die sehr schnell nerven, zum Beispiel Lynns Stundenplan. Wieso gibt ihr nicht endlich mal jemand dieses verdammte Ding?! Darauf wird zu Beginn verdammt viel draufrumgehackt. Es ist auch äußerst interessant, wie viele Schwächeanfälle ein Mensch haben kann. Nach Beenden des Buches habe ich das Gefühl, dass Lynn mehr Zeit im Bett verbracht hat, als irgendwo anders.
Der Geschichte mangelt es sehr oft einfach nur an Logik.
Aber das ist noch eine Kleinigkeit im Gegensatz zu meinem größten Problem mit dem Buch. Es geschieht einfach zu viel! Zu viele Elemente werden eingeschoben, aber alles nur sehr kurz und knapp beschrieben – ZU kurz! Oft kommt man gar nicht so schnell mit, wieso das jetzt gerade geschehen ist und deshalb fällt es auch mehr als schwer sich in bestimmte Situationen hinein zu fühlen. Wenn man dann einmal drinnen ist und denkt, dass es jetzt spannend oder dramatisch wird, dann ist es auch schon wieder vorbei.
Ich muss gestehen, dass das das erste Buch ist, dass von zwei Autoren geschrieben wurde, daher habe ich keinen Vergleich, aber oft hatte ich das Gefühl, dass vielleicht genau das der Grund war für dieses Chaos. Es fühlt sich so an, als ob eine von beiden etwas geschrieben hat und die andere einfach etwas eingefügt hat, dass manchmal etwas zusammenhangslos ist, oder einfach nur unpassend. Oder wichtige Szenen wurden auf ein Minimum gekürzt, vielleicht weil sie einfach UNBEDINGT drin sein musste. Ich weiß es um ehrlich zu sein nicht.
Zu oft ist es mir passiert, dass ich auf einmal mitten in einer Szene drinnen war und nicht genau wusste, wie ich dahin gekommen bin. Aber gut, dass ich nur einen Absatz nach oben linsen musste, denn die Erklärung war ja niemals weit weg.
Das Buch liest sich größtenteils wie eine ausführliche Inhaltsangabe eines Buches das mindestens dreimal so dick ist – oder sein sollte! Denn so richtig ins Detail wird hier so gut wie nie gegangen und das ist meiner Meinung nach mehr als schade,
DENN…

Auf den letzten ca. 150 Seiten ändert sich das! Ich war sehr überrascht, dass ich im letzten Drittel kein einziges Das-ist-ja-mal-bescheuert-Post-it brauchte! Denn dort wurde begonnen die Dinge ausführlicher zu erklären, und Lynns naive Gedankensprünge sind auf ein Minimum beschränkt. Hier kommt man endlich im Lesen einigermaßen mit! Zum Ende hin hat mich das Buch dann doch noch so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich es unbedingt auslesen wollte, bevor ich ins Bett konnte. Die Geschichte war zwar hier noch immer von sehr vielen Details geprägt, die recht kurz und knapp erklärt wurden, aber ausreichend genug, damit man wirklich versteht was geschieht.
Die Geschichte erhielt nochmal eine drastische Wendung, die sie mit einem Schlag regelrecht interessant gemacht hat. Ich war wirklich überrascht!
Ich hoffe, dass dieser Stil für Band zwei beibehalten wird, denn so war das Buch tatsächlich recht angenehm zu lesen und man konnte sogar über die äußerst nervige Protagonistin hinwegsehen.

Nichtsdestotrotz kann ich diesem Buch einfach keine gute Bewertung geben, da es einfach zu viele Störende Elemente gab. Oder überhaupt zu viele Elemente.
Hätte das Buch nicht gegen Ende eine eingermaßen Positive Wendung genommen, hätte ich ihm nicht mehr als ein Cupcake gegeben, doch unter den Umständen hat es sich nun gerade so noch drei Küchlein verdient.
8 reviews1 follower
November 4, 2019
Ein Stern nur weil 0 unmöglich ist. Die Protagonistin war furchtbar strunzdoof hatte jedoch das Glück damit nicht alleine zu sein, denn alle anderen Charaktere standen ihr dabei in nichts nach. Hätte sie sich auch nur 1 Mal mit ihrem "vielleicht" Freund unterhalten hätte sich mehr als die Hälfte des Konfliktes in Rauch aufgelöst. Stattdessen ging sämtliche Logik flöten und charakterliche Entwicklung gab es auch keine. Hätte Linde wenigstens Prioritäten setzen können und wäre nicht so blind und blauäugig durch die Weltgeschichte gestolpert wäre das Buch vielleicht wenigstens ein klein wenig unterhaltsam gewesen. Das Konzept hat man auch schon 1000 Mal gesehen und in 1000 Mal besserer Ausführung und in diesem Fall gibt es leider auch keine spannenden Charaktere oder neue Ideen die einen davon ablenken würden.
Profile Image for Maura.
199 reviews59 followers
September 6, 2014
Inhalt:

Lynn wird von ihren Eltern auf ein Internat nach Deutschland geschickt, damit sie dort ihr Abitur machen kann. Dort verliebt sie sich allerdings in ihren Mentor, der ein gefährliches Geheimnis bürgt. Er ist ein Racheengel. Sobald sie ihm ihre Liebe gesteht, gerät sie in große Gefahr. Und überhaupt: Ist ein Racheengel, der von Gefühlen wie Hass geprägt wird, überhaupt fähig Liebe zu empfinden?

Erster Satz:

Die Macht des Feuers, die unfassbare Qual und das Wissen, es nicht mehr verhindern zu können, schwächten Christopher.

Zitate:

Zuerst beobachten, dann analysieren und auswerten. Gingen so nicht Wissenschaftler vor, wenn sie sich die Welt nicht erklären konnten? - S.102

Und in diesem Augenblick war ich fest davon überzeugt, dass es nichts auf dieser Welt geben konnte, das so mächtig war, meine Liebe zu ihm zu zerstören. Ich war naiv genug zu glauben, sie wäre stark genug für uns beide. - S. 122

Kopfschmerzen waren übel, aber Nervenzellen, die einen Tobsuchtsanfall erlitten? - Höllisch! - S. 228

Emotion:

Eine Achterbahn der Gefühle – im positiven wie im negativen Sinne –, die erst am Ende ihre Loopings herausholt.

Aufbau, Schreibstil und Perspektiven:

Der Schreibstil lässt sich großteils gut und flüssig lesen. Dieser hilf einem auch über den verwirrenden und ermüdenden Anfang hinweg.
Die Geschichte ist aus der Perspektive von Lynn in der Ich-Form erzählt.
Die Kapitel sind leider immer etwas zu lang gewesen.

Meine Meinung:

Der Anfang des Buches macht einem das Weiterlesen wirklich nicht einfach.
Man konnte Lynns Gefühle nicht wirklich verstehen. Sie wechselten so abrupt, dass ich des öfteren nicht einmal hinterher kam. Teilweise nahmen sie viel zu schnell extreme Formen an, wo ich mich dann doch fragte, wie stark die Gefühlsschwankungen denn bei einem Menschen noch sein konnten. Dies legte sich dann glücklicherweise nach ca. 80 Seiten. Der Leser konnte Lynns Gefühle nun besser nachvollziehen und sie waren auch nicht mehr ganz so sprunghaft.
Zu diesem Zeitpunk konnte mich die Geschichte zum ersten Mal richtig fesseln. Plötzlich war sie nämlich spannend und interessant und nicht mehr langweilig und ermüdend.
Am Anfang kam die Handlung Schlag auf Schlag – viel zu schnell also. Man hat das Gefühl, also ob die beiden Autoren endlich mit der richtigen Handlung hätten beginnen wollen. Doch an dieser Stelle habe ich mir doch ein paar Seiten mehr und ein gemäßigteres Tempo gewünscht. Ein Beispiel dafür ist der Wandel des Internats von „normal“ zu „übernatürlich“. Ich konnte ihn zunächst überhaupt nicht richtig nachvollziehen. Wenn es am ersten Tag noch um Lynns Abitur ging, war das schon kurze Zeit später völlig in den Hintergrund getreten. Stattdessen fand man Unterrichtsfächer wie „Gefahrenkunde“ und „Flugunterricht“. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich mich aber immer mehr an das „übernatürliche“ Internat gewöhnen und dieses Problem trat somit in den Hintergrund. Nun konnte man alles besser verstehen und das Lesen machte wieder mehr Spaß.
Aber die Liebe, die Lynn für Christopher empfindet, kommt viel zu schnell. Es scheint, als hätte jemand mit dem Finger geschnippt und plötzlich ist Lynn in ihn verliebt. Das hat mich anfangs doch sehr gestört. Nie hat man einen wirklichen Grund bekommen, warum sie in Christopher verliebt ist. Doch irgendwann konnte man dieses Problem glücklicherweise ausblenden.
Die Spannung war auf den ersten ca. 80 Seiten überhaupt nicht wirklich vorhanden. Doch danach kam sie und fesselte mich bis zum Schluss an die Geschichte.
Lynn war mir leider nicht von Anfang an sympathisch. Doch nachdem ihre Gefühle nicht mehr so sprunghaft waren, lernte ich sie besser kenne und verstehen. So konnte ich schlussendlich doch mit ihr zusammen die Geschichte erleben.
Die anderen Personen wurden alle realistisch dargestellt. Mit dem einen konnte ich mich mehr mit dem anderen weniger identifizieren und verstehen. Das hing stark von der Rolle ab, die sie spielte und wie groß diese war. Aber wenn ihr jetzt denkt, dass nur die „guten“ Personen mir gefallen haben, liegt ihr falsch. Besonders gereizt bei Schloss der Engel haben mich nämlich die „bösen“ Gestalten. Sie waren es nämlich, die am überzeugendsten herübergekommen sind, auch dadurch, dass sie nie irgendwelchen Stimmungsschwankungen unterlegen waren.

Mein Fazit:

Ich stehe dem Buch sehr zwiespältig gegenüber. Einerseits konnte ich nicht verstehen, warum Lynn sich in Christopher verliebt hat. Auch war der Anfang sehr verwirrend und überhaupt nicht spannend oder interessant. Andererseits konnte mich die Geschichte nach ca. 80 Seiten wirklich fesseln. Sie nahm an Spannung zu und auch die Handlung wurde mir plötzlich klar. Das Lesen hat mir wieder viel Spaß gemacht. Ich werde definitiv auch die Fortsetzung lesen. Denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Lynn und Christopher weiter geht.

Die Autorinnen:

Jessica Itterheim, Jahrgang 1995, und ihre Mutter Diana haben sich gemeinsam diesem Romanprojekt verschrieben. Sie leben nach Jahren in Portugal nun in Waren an der Müritz. Jessica besucht ein Internat in Torgelow.
Profile Image for katia.
513 reviews27 followers
January 6, 2013
Linde, genannt Lynn, ist alles andere als begeistert davon, dass sie Italien verlassen und in Deutschland auf ein Internat gehen soll. Wieder die Neue sein und sich behaupten zu müssen, um nicht unterzugehen.
Da hilft es auch nicht wirklich, dass die neue Schule eher einem Schloss gleicht. Einem wunderschönen weißen Schloss mit vielen Geheimnissen.

Ein Geheimnis davon lernt Lynn schneller kennen als ihr vielleicht lieb ist. Denn das Internat ist "Das Schloss der Engel". Hier werden Engel ausgebildet und Lynn ist mitten unter ihnen.
Dort trifft sie auf Christopher, ihren Tutor. Christopher, den geheimnisvollen und arrogant wirkenden Racheengel, der Lynn nicht mehr klar denken lässt und schon bald verliebt sie sich ihn in.
Doch hat ihre Liebe wirklich eine Chance? Und kann Lynn als Engel bestehen? Was passiert, wenn nicht?

Ich bin durch das wirklich wunder-, wunderschöne und traumhafte Cover auf das Buch aufmerksam geworden und der Klappentext hat mein Interesse nur noch mehr entfacht.
Internat, Schloss der Engel und ein gefährlicher Racheengel? Das kann ja nur brisant und gut werden - leider nicht ganz.

Der Prolog hat mich wirklich begeistert und war mehr als vielversprechend. Die Atmosphäre, die dort erzeugt wurde, hat förmlich geknistert und man hat sich als Leser sofort gefragt, was es mit Christopher und Sanctifer auf sich hat.

Tja, und dann kam Lynn. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, aber ich wurde zu Anfang nicht wirklich warm mit ihr. Ihre Art, ihre Denkweise hatte für mich etwas unsympathisches, etwas zu sehr gewolltes. Es besserte sich dann im Verlauf der Geschichte, als man sie besser kennen lernte. Jedoch blieb stets etwas widersprüchliches an ihr.

Ihre Denk- und Handlungsweise war oft einfach nur verwirrend und nicht wirklich nachvollziehbar. Ihre ständigen Selbstzweifel waren manchmal richtig nervenaufreibend und stellenweise auch leicht übertrieben. Die Figur Lynn konnte mich persönlich nicht überzeugen. Sie blieb stets nur eine Figur, die die Autorin mit Leben und Farben versucht hat zu füllen und am Ende, meiner Meinung nach, einfach zu überfüllt hat.

Was bei Lynn zu viel des Guten war, war bei Christopher zu wenig. Ein Jahrhundert alter Racheengel, der hier untergeht und einfach nur verblast. Als Racheengel war er für mich nicht überzeugend. Er wurde meiner Meinung nach viel zu oberflächlich gehalten. Blieb nur schemenhaft und konnte keine Kontur annehmen. Auch war seine Denk- und Handlungsweise ebenfalls stellenweise nicht nachvollziehbar.

Auch andere Figuren sind für mich zu oberflächlich und zu blass gewesen. Es war wie ein großes Kuddelmuddel, dass an einzelnen Stellen ein wenig gelichtet worden ist, wo aber noch zu vieles im Dunkeln geblieben ist. Ich hätte mir einfach mehr Tiefe gewünscht und dafür vielleicht das ein oder andere gestrichen. Denn die Welt und die darin vorkommenden Personen, die Jessica & Diana Itterheim hier erschaffen haben, haben definitiv Potenzial. Leider wurde es hier nicht wirklich genutzt.

Es gab viele gute Ansätze, die manchmal jedoch zu einfach gelöst worden sind. In der Geschichte um Lynn und Christopher steckt noch so vieles mehr. Denn der Spannungsbogen der Geschichte, war stets greifbar und hat sich zum Ende hin gesteigert. Die Geschichte war gut, keine Frage, aber sie hätte so vieles mehr als "nur" gut sein können. Was vielleicht auch der Grund ist, warum ich ein klein wenig enttäuscht bin.

Die Idee hinter dem Buch ist nichts Neues und es ist schwer aus etwas hervor zu stechen, was mehr oder weniger schon bekannt ist. Dennoch und trotz der "Mängel", die dieses Buch für mich hat, hat es das Buch geschafft hervor zu stechen. Das Potenzial dieses Buch ist wirklich sehr groß und ich hoffe ganz doll, dass es sich ihm nächsten Band voll und ganz entfalten wird und mich aus den Socken hauen wird.

Fazit:

Ich war leider ein wenig enttäuscht, da mir vieles zu blass und zu oberflächlich war. Dennoch hat die Reihe sehr großes Potenzial und ich werde mit Sicherheit den Folgeband, der wahrscheinlich im März 2013 erscheinen wird, lesen und hoffe, dass mich dieser dann voll und ganz überzeugen wird.

Aber ich kann mir vorstellen, dass das Buch sehr viele Leser von Vornherein komplett begeistern wird.
Profile Image for LeseMaus.
63 reviews
August 13, 2012
Das Äußere: Zunächst einmal hat das Buch ein traumhaft schönes Cover. Ja, schon klar, das Äußere ist nicht alles, aber dieses Cover mit der Frau im roten Kleid, die die Haare hochgesteckt trägt und nur einen kleinen Schritt davon entfernt ist, in die Fluten zu stürzen - das ist einfach toll. Außerdem ein Lob für die Bindung des Buches - nach einmaligem Lesen sind keinerlei Leserillen zu sehen.

Das Innere: Es geht um die 16-jährige Lynn, die von Italien aus nach Deutschland auf ein Internat geschickt wird. Dieses Internat ist jedoch keine gewöhnliche Schule, denn hier werden Engel ausgebildet. So trifft Lynn auch auf Christopher, einen faszinierenden jungen Mann, der die aufkeimende Liebe Lynn gegenüber erwidert. Christopher umgibt jedoch eine Aura des Geheimnisvollen, denn er ist ein Racheengel. Als Christopher sich zurückzieht, bricht für Lynn eine Welt zusammen. Wird sie Christopher je wiedersehen?

Das Wesentliche: Ich wusste überhaupt nicht, was bei diesem Roman auf mich zukommt, da ich noch nie vorher einen Roman über bzw. mit Engeln gelesen habe. Der Einstieg in die Geschichte war auf jeden Fall schon einmal toll. Lynns erstes Kennenlernen des ungewöhnlichen Internats und ihr erstes Zusammentreffen mit den Engeln haben mir gefallen. Ich hatte das Schloss der Engel, das mit dem privaten Internatsgymnasium Schloss Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern ein echtes Vorbild in der realen Welt hat, durch die Beschreibungen immer gut vor Augen.

Lange Zeit bleibt übrigens die Frage unbeantwortet, wie Lynn überhaupt auf das Schloss gelangt ist, denn ihr Ziel war ja eigentlich ein ganz gewöhnliches Internat. Ein Engel kann sie natürlich nur sein, wenn sie in der wirklichen Welt verstorben ist. Lynns Rückblenden erscheinen jedoch so real und nah, dass man sich die ganze Zeit fragt, wie sie denn wohl zu Tode gekommen ist. Spannend gemacht!

Lynn, die eigentlich Linde heißt, ist ziemlich unselbständig. Leider entwickelt sie sich im Laufe des Buches auch nur marginal zu einer selbstbewussten jungen Frau weiter. Bis dahin ist es für den Leser manches Mal schwierig, mit ihr klar zu kommen. Ständig muss sich Lynn von den Mitschülern bemuttern lassen, ständig wird sie ins Bett geschickt weil wieder irgendetwas Aufregendes passiert ist, von dem sich Lynn erholen muss oder soll.

Erwartet habe ich auf jeden Fall auch eine schwülstige Liebesgeschichte - die bekam der Leser auch prompt geliefert. Mir persönlich war es fast ein wenig zu viel, zumal mir nicht klar war, wieso und warum Christopher Lynns Liebe erwidert. Ich hatte es überhaupt schwer mit Christopher - ich habe seine Motivation und Beweggründe überhaupt nicht nachvollziehen können. Dass er richtig toll aussieht, hätte ich den Autorinnen auch ohne die vielen Wiederholungen geglaubt ;-)

Glücklicherweise hat die interessante Handlung meine kleinen Schwierigkeiten mit den Protagonisten wieder wett gemacht. Lynn hat als Neuling an der Schule zunächst auch viel zu lernen. Da ist von Gefahrenkunde bis Flugunterricht alles dabei. Darüber hinaus muss Lynn etliche außerschulische Prüfungen bestehen, besonders, als die sogenannte Totenwächterin auf sie aufmerksam wird und sie in ihr Reich holen will. Schade, dass einige Handlungsfäden noch offen blieben - hier bleibt wohl nichts anderes übrig, als auf Teil 2 zu warten.

Alles in allem haben Jessica und Diana Itterheim einen spannenden Debutroman verfasst, der mit dem zweiten Teil der Trilogie, "Tanz der Engel" im März 2013 fortgesetzt wird. Besonders bemerkenswert: Jessica Itterheim ist selbst erst 16 Jahre alt. Wer mag, kann sich auf der Website der Autorinnen umsehen, um auf dem Laufenden zu bleiben: http://www.itterheim.com.

Das Fazit: Eine tolle Story mit zahlreichen spannenden Elementen - allem voran einigen Cliffhangern, die es schwer machen, mit dem Lesen aufzuhören. Die Hauptprotagonistin ist jedoch mit ihrer unselbständigen Art auf Dauer recht schwierig, und auch mit Christopher konnte ich nicht ganz so warm werden. Deswegen gibt es von mir drei von fünf möglichen Sternen.

Die Bewertung: Drei von fünf Sternen
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June 19, 2023
Ich wollte dieses Buch noch einmal lesen, weil ich die gesamte Reihe in meiner Jugend gelesen habe, und mir die Geschichte immer noch in grober (und guter) Erinnerung geblieben ist.
Hier nun also die Rezension aus Sicht meines erwachsenen, definitiv nicht mehr 15(?)-jährigen, Ichs.

Handlung: Viel zu hastig, alle Situationen sind sehr lose und in raschem Tempo aneinander gereiht. Der eigentliche Inhalt hätte, wenn er vernünftig ausgearbeitet gewesen wäre, mindestens zwei Bücher füllen können. Es passiert einfach zu viel, ohne dass die einzelnen Geschehnisse logisch miteinander verbunden sind. Der einzige Grund für meine Bewertung von 2 Sternen, ist das durchaus kreative Potenzial der Handlung, die mich trotz ihrer Holprigkeit und unsauberen Ausführung die meiste Zeit doch interessiert hat.

Die eigentliche Liebesgeschichte ist übereilt in die Geschichte hereingeschustert worden, so spricht die Protagonistin schon etwa ab Seite 70 von Verliebtsein und nur 20 Seiten später von „Liebe, die stark genug für beide ist“. Mal abgesehen davon, dass all dem auch eine gehörige Portion Finesse fehlt und dadurch kindisch, klischeehaft und kitschig klingt, ist diese Liebe in keinster Weise fundiert. Lynn und Christopher haben bisher kaum Zeit miteinander verbracht und kennen sich nicht einmal wirklich. Vorschnelle und auch übertriebene Verliebtheit auf Lynns Seite könnte ich noch als jugendliche Einfältigkeit tolerieren, aber sowohl Christopher als auch sein Freundeskreis scheinen diese so "schicksalshafte und große Liebe" ohne Weiteres zu akzeptieren, obwohl sie einfach nur lächerlich wirkt.

Ein großes Problem habe ich auch mit der Tatsache, dass Lynn für eine absurd lange Zeit nicht einmal auffällt, dass sie sich in einer Art Parallelwelt befindet – obwohl auf einmal die wenigen Menschen, die sie bereits kennengelernt hat, nicht mehr da sind und der gesamte Schulalltag anders struktiert ist, als er das in der Menschenwelt gewesen ist. Fast die gesamte erste Hälfte des Buches ist damit inhaltlich von der Tatsache abhängig, dass die Protagonistin zu blöd und selbstbezogen ist, um sich ausreichend mit ihrem Umfeld zu beschäftigen und die richtigen Fragen zu stellen.
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Figuren: Lynn hat null Voraussicht oder gesunden Menschenverstand und stolpert blindlings von einer lächerlichen Situation in die nächste, aus der sie wiederholt gerettet werden muss. Dazu gesellen sich ein unverdient hohes Selbswertgefühl und wenig Selbstkritik, abgerundet durch anstrengende Engstirnigkeit, Unschlüssigkeit und Unausgeglichenheit. Kurz gesagt, sie ist eine unsympathische Dramaqueen, die nichts alleine auf die Reihe bekommt und im wahren Leben wohl keine Freunde hätte.

Die Nebenfiguren sind alle durch Lynns Augen charakterisiert, weshalb sie relativ wenig Tiefe haben und ihre Beweggründe überwiegend im Dunkeln bleiben. Da Lynn nach wenigen Kapiteln nur noch an Christopher denkt, beschäftigt sie sich geistig und emotional kaum noch mit anderen Menschen und steht ihnen wenig Besonderheiten zu. Im Grunde sind damit die meisten Figuren – vor allem ihre Freunde – relativ austauschbar.
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Schreibstil: Unterdurchschnittlich, besonders genervt haben mich die ständigen Ausrufezeichen und die uneleganten Dialoge und Gedankengänge. Die meiste Zeit über ist das Sprachbild außerordentlich unpoetisch und banal, wird dadurch aber andererseits wiederum der unbeeindruckenden Protagonistin gerecht.
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Fazit: Entgegen meiner vagen Erinnerung, dass mich diese Reihe nachhaltig beeindruckt hat, bin ich doch vor allem enttäuscht. Ich kann schon verstehen, dass mir die grundlegende Geschichte schon beim ersten Lesen gefallen hat, aber entweder war ich mit 15 (?) sehr viel weniger kritisch oder ich habe all das oben angeführte Negative in der Zwischenzeit wieder vergessen. Mein größtes Problem ist wahrscheinlich, wie unglaubwürdig es sich anfühlt, dass eine so unsympathische und unfähige Protagonistin tatsächlich solch eine Geschichte erlebt.
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September 30, 2012
Harte Fakten:
Autor: Jessica und Diana Itterheim
Titel: Schloss der Engel
Verlag: Aufbau Verlag : Berlin
Jahr: 2012
Seiten: 430
ISBN: 978-3-7466-2855-4

Klappentext:
Lynn wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt und verirrt sich in eine Schule für angehende Schutzengel. Hier begegnet sie Christopher, einem Racheengel. Nach anfänglichen Reibereien verliebt sich die sechzehnjährige Internatsschülerin in den zunächst anmaßenden und allzu selbstgefälligen Mister Perfect, der ihr die kalte Schulter zeigt. Doch Lynns Erscheinen in Christophers Welt weckt nicht nur sein, sondern auch das Interesse der anderen, der gefährlichen Seite des Universums der Engel.
Zwei mächtige Wesen, die Totenwächterin und ein dunkler Wächterengel, verstricken sie bei ihrem diabolischen Kampf um Einfluss und Macht in ihr unheilbringendes Spiel. Und Christophers Entscheidung, Lynn vor beiden zu schützen, verlangt mehr von ihm, als er bereit ist zu geben.

Über die Autorinnen:
Jessica Itterheim, Jahrgang 1995, und ihre Mutter Diana haben sich gemeinsam diesem Romanprojekt verschrieben. Sie leben nach Jahren in Portugal nun in Waren an der Müritz. Jessica besucht ein Internat in Torgelow. Diana Itterheim
Wurde 1965 in Süddeutschland geboren, studierte in Stuttgart und arbeitete mehrere Jahre als Architektin und Immobilienmaklerin. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter, ihren beiden Söhnen und einem kleinen Hund lebt sie heute, nach vier Jahren Portugal, in Norddeutschland. Zum Schreiben hat sie ihre Tochter Jessica gebracht.

Meinung:
Ich war auf dieses Buch sehr gespannt. Der Klappentext hat mich sehr interessiert und ich bin ja großer Fan von Engel-Geschichten. Ich war vollkommen aus dem Häuschen, als der Aufbau Verlag mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, aber im Endeffekt wurde das Lesen wirklich zur Arbeit. Zu allererst! Mutter und Tochter Itterheim haben einen sehr liebevollen Schreibstil, sie malen die Bilder der Umgebung mit Worten, das man sich alles sehr bildhaft vorstellen kann. Sie haben für diese Geschichte ein sehr schönes Setting gewählt, gerade die Welt der Engel passt in die Art von Abgeschiedenheit und verbreitet einen tolle Stimmung.
Aber die Story ist mir persönlich einfach zuvorhersehbar. Bestimmt haben einige viel Spaß mit dem Buch und gerade jüngere Mädchen, die auch die eigentliche Zielgruppe sind, finden das Buch bestimmt toll… aber für mich war es gar nichts. Ich fange jetzt mal an aufzuzählen was ich ganz schlimm fand. Die Hauptfigur Lynn ist wirklich eine dumme Pute. Sie rennt ständig weg, schließt sich ein und tut ständig dumme Sachen. Sie hat Probleme und redet mit niemand drüber, natürlich zu beginn der Geschichte ist Lynn neu in einem Internat. Aber Leute, wenn ich n neues Handy will frage ich doch das nette Mädchen, das mir so lieb hilft wie ich am schnellsten zum nächsten Ort komme und ob ich dort ohne Probleme ein Handy kaufen kann und watschele nicht einfach durch den Wald!
Aber das ist wohl das Problem von allen Darstellern der Geschichte, sie sind als Kind auf den Kopf gefallen und denken langsamer, so dass für mich jegliche Überraschungen des Storyverlaufs allein durch das Verhalten der Charaktere sehr offensichtlich wurden. Handlungsverläufe werden unnötig in die Länge gezogen, weil die Charaktere so begriffsstutzig sind. Anfangs war die Geschichte noch sehr interessant, obwohl ich sie schon da sehr vorhersehbar fand, aber das Ende war langweilig, verwirrend und langatmig.

Fazit:
Im Endeffekt fand ich die Handlung relativ nichtssagend und vorhersehbar. Ich gebe der Story ein C und eigentlich kriegt nur der Schreibstil von Familie Itterheim, da sie mir wenigstens damit Freude gemacht haben.
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July 4, 2013
Lynn ist nicht wirklich begeistert von ihen Eltern auf ein Internat geschickt zu werden. Sie und würde viel lieber bei ihre Freunden in Italien bleiben. Im Internet entdeckt sie einen versteckten Zugang zum Schloss der Engel, doch sie merkt nicht, dass sie sich nicht mehr in ihrer Welt befindet, sondern in der der Engel. Dort verliebt sie sich in den für sie schönsten Jungen weit und breit, Christopher.
Ein wunderschönes Cover ist wirklich der Eyecatcher des Buches. Es regt zum Träumen an und man fragt sich, wer die Frau in dem roten Kleid wohl sein mag. Dieses rote Kleid sticht einem sofort ins Auge, und sorgt dafür das seine Trägerin in den Vordergrund rückt. Sie wirkt nachdenklich und hin und hergerissen zwischen ihren Entscheidungen und Gedanken. Einer der wichtigsten Schauplätze des Buches, der See, ist auf dem Cover zu sehen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte, und der schwarze Rahmen wirkt ein wenig bedrohlich, ist aber trotz dieser Wirkung schön verschnörkelt und verspielt.

Man erwartet eine spannende Geschichte um Lynn und den Engel Christopher, doch leider zieht sich zuerst einmal lang und breit die teilweise sehr kitschige Liebesgeschichte durch den ersten Teil des Buches. Vor allem bleibt es dabei leider etwas unklar, wieso sich Lynn ausgerechnet in Christopher verliebt, denn nur seine körperlichen Attribute werden von ihr immer wieder hervorgehoben und beschrieben. Dies läßt sie ein wenig oberflächlich auf einen wirken. Lynn ist ein Charakter bei dem man sich nicht sicher ist, was man von ihr halten soll, denn mal ist sie einem sehr sympatisch, doch dann ist sie auch wieder das komplett Gegenteil; eigensinnig, starrsinnig, egositisch, naiv, pessimistisch, eifersüchtig und völlig Ich-bezogen. Ihre ständige Eifersucht wird nach einiger Zeit ziemlich nervig und ihre Emotionen sind schwer nachvollziehbar. Lynn ist wieder für mich ein Charakter, den ich sehr oft gerne am Kragen gepackt und geschüttelt hätte, damit sie mal aufwacht und wieder ihre anfängliche charakterliche Stärke, sowie auch ihre Wut zeigt, die sie angetrieben hat.

Doch schließlich macht die Geschichte eine völlige 180° Wendung und man kann das Buch ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen. Endlich tauchen die erwartete Spannung und Action auf. Neue Charaktere erscheinen an den Schauplätzen, Ereignisse passieren, die alles verändern. Zuviel möchte ich hierzu nicht verraten, doch dass dann der See und seine Unterwasserwelt eine interessante Rolle dabei spielen, soviel verrate ich Euch. Außer einem wirklich tollem Schreibstil bietet das Buch dann ab der zweitenHälfte alles, was man sich wünscht und erwartet. Es gibt unerwartete Wendungen, Rätsel und Fragen, die man als Leser dann ständig im Kopf hattte und die endlich gelöst werden. Man erfährt mehr über den Alltag der Engel und lernt einige Nebencharaktere näher kennen. Auch die Geschehnisse des Prologes werden augeklärt und aufgelöst.

Ein gemeiner Cliffhanger ist der Ende des Buches und man muß dann wirklich wissen, ob man den zweiten Teil unbedingt lesen will, oder nicht. Solange dieser genauso spannend anfängt, wie der Erste endet, wird dieser sicher großartig werden! Wer keine Angst hat sich durch eine zuerst durch eine kitschige Liebesstory bis zum spannenden Teil durchzulesen sollte wirklich einen Blick in das Buch werfen. Ich für meinen Teil habe den zweiten Teil angefangen, da ich ihn als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe, und wollte zuvor natürlich die Geschichte aus dem ersten Teil kennen.
859 reviews7 followers
August 3, 2012
Lynn wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt und verirrt sich in eine Schule für angehende Schutzengel. Hier begegnet sie Christopher, einem Racheengel. Nach anfänglichen Reibereien verliebt sich die sechzehnjährige Internatsschülerin in den zunächst anmaßenden und allzu selbstgefälligen Mister Perfect, der ihr die kalte Schulter zeigt. Doch Lynns Erscheinen in Christophers Welt weckt nicht nur sein, sondern auch das Interesse der anderen, der gefährlichen Seite des Universums der Engel. Zwei mächtige Wesen, die Totenwächterin und ein dunkler Wächterengel, verstricken sie bei ihrem diabolischen Kampf um Einfluss und Macht in ihr unheilbringendes Spiel. Und Christophers Entscheidung, Lynn vor beiden zu schützen, verlangt mehr von ihm, als er bereit ist zu geben.

"Schloss der Engel" ist der erste Band einer Trilogie von Jessica und Diana Itterheim.
Die Grundidee zu dieser Geschichte ist mal etwas Anderes und hatte meine Neugier geweckt, jedoch treten in der Umsetzung kleinere Mängel auf, die die wahre Größe dieser Story ein wenig behindern und mich nicht ganz in die Geschichte um Lynn eintauchen ließen.
"Schloss der Engel" besitzt eine durchwachsene Portion Spannung, denn das eine oder andere Element war durchaus vorhersehbar. Der Fokus liegt in diesem Buch auf dem Engelthema und der Liebesgeschichte.
In der ersten Hälfte der Handlung werden etliche Fragen aufgeworfen, die oftmals sehr verwirrend erscheinen, jedoch werden diese größtenteils in der zweiten Hälfte nach und nach aufgelöst; die übrigen werden hoffentlich in den Folgebänden zufriedenstellend geklärt.
Die eine oder andere überraschende Wendung hat der Handlung noch einmal Spannung eingebracht und den Verlauf in andere Bahnen gelenkt.
Das Ende ist einigermaßen zufriedenstellend und anders, als ich es erwartet habe. Ich hoffe, dass es in den nächsten zwei Bänden irgendwann wieder in das Schloss der Engel zurückgeht, da mir die Atmosphäre in den Beschreibungen der Engelwelt sehr gut gefallen haben und es mein Lieblingssetting in diesem Buch war.

Mit Lynn als Protagonistin bin ich ein wenig zwiegespalten. Sie wirkt mir einfach zu unreif und hilflos; sie steht nie zu ihrer Entscheidung und muss diese mehrfach revidieren, dadurch erschien sie mir zu wankelmütig für eine starke Protagonistin. Auch stellt sie nie die richtigen Fragen. Wenn ich erfahren würde, dass ich tot und auf einer Engelsschule bin, dann würden mir genug Fragen einfallen, die Erklärungen diesbezüglich einforderten, auch wenn der Typ neben mir ein attraktiver Bursche ist.
Dennoch entwickelt sich Lynn im Laufe der Handlung und ist auch bereit alles für ihre Liebe zu Christopher zu tun und zeigt Kämpferherz. In diesen Szenen wirkte sie mir deutlich sympathischer und ich hoffe daher, dass ihr Charakter noch um einiges gefestigt wird.
Die Nebencharaktere waren für mich am überzeugendsten und haben ein tolles Gesamtpaket für die Menschenwelt bzw. die Engelwelt ergeben und diese jeweils um tolle Facetten bereichert.

Der Schreibstil des Autorenduos ist immer auf den Punkt gebracht. Sie verlieren sich nicht in Beschreibungen, auch wenn diese an der ein oder anderen Stellen verstärkt hätten werden können. Trotzdem lässt sich "Schloss der Engel" flüssig und poetisch lesen und macht Lust auf weitere Bände, in denen die hier auftretenden Mängel hoffentlich ausgemerzt werden, denn diese Reihe besitzt Potential, das darauf wartet genutzt zu werden.
Profile Image for Katharina.
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June 26, 2015
''Ein himmlisches Wesen und ich?! Niemals! Nicht in tausend Millionen von Jahren.'' (S.95)


Inhalt:

Die 16-jährige Lynn muss ihr zuhause in Italien verlassen, da sie ihre Eltern auf ein Internat in Deutschland schicken.Darüber ist Lynn wenig begeistert und tut sich schwer, sich dort einzuleben. Durch Zufall findet sie dann aber den Zugang zu dem Schloss der Engel. Dies ist ein Internat für diejenigen, die dazu bestimmt sind Engel zu sein und in der Schule ihre Fähigkeiten erlernen/entwickeln sollen. Lynn begegnet dort Christopher und die beiden verlieben sich ineinander. Doch gehört Lynn wirklich in die Welt der Engel? Und kann der Racheengel Christopher sie tatsächlich lieben?Lynn verstrickt sich tief in die Welt der Engel und ihre Seele wird zum Ziel verschiedener Mächte....




Eigene Meinung:

Das Buch hat mich die meiste Zeit so genervt, dass ich es am liebsten an die Wand geklatscht hätte, aber glücklicherweise
enthält die Geschichte einige spannende Stellen, weswegen ich es schließlich doch beendet HABE.


Das Schwächste an der Geschichte sind eindeutig die Charaktere. Lynn ist eine schreckliche Hauptfigur.
Sie ist oberflächlich, selbstsüchtig, kindisch und naiv. Sie handelt immer ohne zu denken, weswegen sie auch ständig
in Gefahr gerät, aus der sie dann befreit werden muss. Ich konnte mich in keinem Moment mit ihr identifizieren.
Für mich sehr fragwürdig war besonders ihre Liebe zu Christopher. Bereits am Anfang des Buches verliebt sie sich unsterblich
in ihn, allerdings basiert diese Liebe auf nichts außer seinem Äußeren. Mindestens zehn Mal im Buch betont sie die
Schönheit und den tollen DUFT von Christopher, aber sonst scheint es nichts an ihm zu geben, was sie wirklich liebt.
Aber dennoch konzentrieren sich all ihre Gedanken von nun an nur noch auf ihn.
Die Liebe von Christophers Seite aus konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Wieso er sich, scheinbar auch auf Anhieb,
in diese gedankenlose Göre verliebt, ist unverständlich und wird im Laufe der Handlung nicht klarer.
Sie macht ihm eigentlich nur Probleme und die beiden kennen sich kaum. Es gibt im Buch nämlich keine wirkliche
Kennen lern- Phase, bei dem sich die Liebe langsam stärker entwickeln würde. Darum verstand ich nicht, was die beiden nun
aneinander lieben. Davon abgesehen ist Christopher noch der interessanteste Charakter im Buch, man weiß nicht wirklich was
für Motive er für sein Handeln hat. Doch auch hier bleibt alles sehr oberflächlich,man erfährt kaum noch tieferes über ihn, was
mich im Laufe der Geschichte doch störte.




Leider überhaupt kein Buch für mich!
Profile Image for Meli  .
1,316 reviews244 followers
October 20, 2013
Inhalt:
Linde, die lieber Lynn genannt wird, wechselt auf ein Internat, dass alles andere als eine gewöhnliche Schule ist. Allein der Unterricht - Schwertschwingen, Mentaltraining, Wetterkunde - aber auch die Schüler benehmen sich seltsam. Wie zum Beispiel ihr Tutor Christopher, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Er benimmt sich seltsam, arrogant und selbstgefällig, aber nach seinem Kuss kann Lynn an nichts anderes mehr denken.
Und als sie ihm ihre Liebe gesteht, beginnt sie langsam zu erfahren, was da vor sich geht. Denn Christopher ist ein Engel - und angeblich ist Lynn auch einer.

Meinung:
Das Cover fand ich von weitem hübscher, denn als ich genauer hingesehen habe, fand ich das Kleid nich mehr so schön. die Frisur ist auch seltsam. Aber ansonsten finde ich es farblich gesehen ziemlich gut.
Die meisten, die das Buch gelesen haben fanden Lynn ja echt nervig, aber eigentlich fand ich sie ganz in Ordnung. Allerdings ist sie wirklich naiv. Sie gesteht einem Kerl, den sie kaum kennt, ihre Liebe und würde echt alles für ihn opfern. In der Hoffnung, für immer mit ihm zusammen zu sein, vertraut sie immer den falschen Personen und macht echt dumme Sachen. Riskiert ihr Leben und ihre Zukunft und dann muss Christopher immer kommen und sie retten und setzt dafür sein eigenes Leben aufs Spiel.
Christopher mochte ich ein wenig. Er war am Anfang undurchschaubar, aber nach und nach erfuhr man mehr über ihn. Wäre ich an seiner Stelle, würde ich es nicht lange mit Lynn aushalten, sie begibt sich ständig in Gefahr, aber Christopher hat wohl nichts besseres zu tun, als sie ständig zu retten.
Es geht hauptsächlich darum, dass Lynn mit ihm zusammen sein will, es aber keinen Ort gibt, wo sie gemeinsam leben können. Ich finde Bücher, wo es nur darum geht, einen Weg zum Zusammensein zu finden, ein wenig langweilig. Es sollte immer noch etwas anderes geben, z. B. große familiäre Probleme oder gute Kämpfe (wo die Hauptfigur nicht ständig gerettet werden muss).
Zwischendurch habe ich nicht ganz verstanden was passiert ist, oder warum Lynn etwas denkt oder tut, aber vielleicht war das absichtlich so?

Fazit:
Ich fand das Buch eigentlich ganz nett und werde auch die Fortsetzungen lesen, wobei ich hoffe, das in den nächsten beiden Büchern etwas Neues dazu kommt, damit Liebe nicht das Hauptthema ist. Denn so hat es mir ein bisschen an Spannung gefehlt.
Profile Image for Becky.
197 reviews6 followers
September 2, 2012
Der Anfang hat mir durch den leichten Einstieg in die Welt der (Schutz-)engel sehr gut gefallen. Mir ist positiv aufgefallen, dass die Autorinnen nicht gleich zu Beginn alle Informationen über die Protagonisten verraten haben, sondern das diese nur nach und nach ans Tageslicht gebracht wurden. Überrascht hat mich dieses Buch, indem ich bis zu einem gewollten Zeitpunkt nicht erkennen konnte, wer nun auf der “Guten” und wer auf der “Bösen” Seite steht. Das finde ich sehr gut, denn meistens ist so etwas in Büchern eher vorhersehbar.

Der Schreibstil der Autorinnen ist locker und jugendlich. Meine Erwartungen in den Reaktionen von Lynn wurden erfüllt, denn sie sind genau so, wie ich es mir bei 16-jährigen verliebten Teenagern vorstelle, nämlich temperamentvoll und emotional.

Mir gefiel leider gar nicht, dass alle Geschehnisse nicht so ausgiebig erzählt wurden, wie ich es mir gewünscht hätte. Es war in den meisten Fällen ein fliegender Wechsel der Szenen, bei dem mir die Umstellung sehr schwer gefallen ist.
Ich glaube, dass man viel mehr aus diesem Buch hätte machen können, wenn man einfach ein wenig mehr ins Detail gegangen wäre.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass auf dem Buchrücken zwar erwähnt wird, dass Lynn sich in die Welt der Engel “verirrt”, jedoch nicht, dass diese Verirrung mit dem Tod von Lynn verbunden ist. Ich habe allerdings keine Seite entdeckt, in der ihr Tod erklärt wird, denn für mich war sie von Anfang an in der Welt der Engel.

Dieses Buch wird alle LeserInnen ansprechen, die mit meinen oben genannten Kritikpunkten keine Probleme haben, denn in der Summe ist das Buch zwar durchwachsen aber lesenswert.

Copyright © 2012 by Rebecca Humpert
Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
March 6, 2013
Dies ist ein gelungener Auftakt für eine Fantasy-Saga. Im ersten Teil muss Lynn auf ein Internat in ihren alten Heimat Deutschland. Zuerst habe ich nicht verstanden, warum ihre Eltern so handeln. Ich könnte meine Tochter nicht so einfach weggeben.
Nach der Kellerszene hat sich irgendetwas verändert... Zimmer, Wetter, andere Leute, ungewöhnliche Fächer. Lynn hinterfragt gar nichts, was ich sehr komisch finde.

Ist Lynn tot, oder in einer Zwischenwelt gefangen? Bin mal gespannt, wie es sich noch entwickelt.
Lynn lernt Christopher, der etwas magisches an sich hat, kennen und auch lieben. Sie fühlt sich manchmal zu ihm hingezogen und manchmal auch abgestoßen.
Bei einem Ausflug offenbart er sich ihr und zeigt ihre seine Engelsgestalt...

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist flüssig und sehr anschaulich. Den Personen ist richtiges Leben eingehaucht worden, die Landschaften sind wunderschön beschrieben worden.
Lynn ist mir nicht immer sympathisch, ihre Sturheit geht am Anfang echt auf die Nerven, später handelt sie dann schon besonnener und denkt auch mal nach. Aber es ist schön, dass sie kein Durchschnittstyp ist. Sie rebellisch und hat ihren eigenen Willen.
Christopher ist sehr undurchsichtig und mysteriös. Aaron gefällt mir sehr gut und auch die anderen sind sehr gut durchdacht und haben ihren eigenen Charakter.
Profile Image for Sibel.
173 reviews13 followers
August 26, 2012
Dieses Buch hat mich zutiefst enttäuscht. Klang der Klapptext spannend und ereignisreich, so war der Roman das Gegenteil davon. Langweilige Charaktere und eine Handlung die so undurchdacht ist, dass das meiste überhaupt keinen Sinn macht und dadurch lächerlich wirkt, machen dieses Buch zu einem wirklich schwachen Werk. Desweiteren hat mir hier der Tiefgang gefehlt, der Konflikt, ja sogar das Drama. Die Autorinnen scheinen sich nur auf Christopher fokussiert zu haben, sodass der Rest einfach langweilig und unüberlegt wirkt. Man verliert leicht den Überblick, da sehr oft von einem Thema zum nächsten gesprungen wird.
Profile Image for Frieda.
9 reviews
April 9, 2016
An sich, fing das Buch wirklich gut an, denn man erlebt so richtig gut, wie verwirrt Lynn ist. Man erlebt die Geschichte zeitgleich mit ihr. Aber mir fehlt irgendwie teilweise das gewisse Extra, der mich gefesselt hätte. So war es nett zu lesen, aber nicht der hammer.
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