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Masken - Unter magischer Herrschaft

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Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.

608 pages, Paperback

First published March 1, 2012

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About the author

Mara Lang

17 books20 followers
Mara Lang begann in ihrer Jugend zu schreiben, als ihr der Lesestoff ausging. Die Geschichten von C. S. Lewis und Michael Ende begründeten ihr Faible für Phantastik. Hin- und hergerissen zwischen Buch und Film wollte sie ursprünglich Filmregisseurin werden, um ihrer Phantasie Leben einzuhauchen, wählte dann aber das Studium zur Diplompädagogin und schreibt heute Kopfkino für ihre Leser. Mara Lang lebt und arbeitet in Wien.

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34 (40%)
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23 (27%)
2 stars
5 (5%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
426 reviews22 followers
March 18, 2012
Bewertung: 3.5 / 5.0

Meinung:

Ich weiß gar nicht genau, was mich an „Masken – Unter magischer Herrschaft“ so neugierig machte. Denn schon beim Lesen des Klappentexts ist es klar, dass es sich hierbei um High Fantasy handelt – nur die wenigsten Bücher aus diesem Genre können meine Aufmerksamkeit erregen und Begeisterung auslösen. Dennoch fand ich die Idee mit den Masken äußerst interessant.
Schon die ersten Seiten konnten mich in ihren Sog ziehen – mit dem Mädchen Ferin erlebt man die Maskierungszeremonie. Ein Ereignis, auf das sie seit Jahre gewartet hat, schließlich ermöglicht es ihr, in der Gesellschaft aufgenommen zu werden und nicht länger ihr Dasein im Schatten fristen zu müssen. Doch nach ihrer Maskierung ereignen sich seltsamste Vorfälle in der Maskenhalle, deren Zeugin sie wird. Wenige Tage später wird klar, dass die Maske sich von Ferins Gesicht ablöst – etwas, das alles andere als gewöhnlich ist. Weil sie in ihrem Alter nicht mehr unmaskiert sein darf, soll sie mit einem Gefangenentransport aus der Stadt gebracht werden.
Natürlich stellen sich dem Leser – und Ferin – schon ab diesem Zeitpunkt viele Fragen: Was sind die Masken? Warum existieren sie überhaupt? Mir gefiel es sehr gut, wie Mara Lang in ihrem Roman allmählich Spannung aufbaut. Obgleich Ferin mir zu Anfang mit ihrer anerzogenen, sehr zurücknehmenden Art etwas unsympathisch war, interessierte mich ihr Schicksal sehr. Und auch die Überlegungen, die sie sich zu ihrer Situation, den Masken und deren Rolle macht, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Insgesamt gefiel mir jene Nachdenklichkeit des Hauptcharakters – denn so wird in „Masken“ nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch das Heranwachsen eines jungen Mädchens und ihr Weg zu sich selbst. Manchmal empfand ich diesen zwar als etwas übertrieben dargestellt, doch insgesamt war die Entwicklung sehr gut nachvollziehbar und spannend zu beobachten.
Doch auch andere Charaktere kamen nicht zu kurz. Die Palette an Figuren, die Mara Lang hier erschaffen hat, macht „Masken“ zu einem sehr abwechslungsreichen Roman. Es gibt so viele verschiedene Charaktertypen, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Manch einer dieser Charaktere konnte mich zwar nicht für sich begeistern, dafür gab es jedoch andere, die den Sprung in mein Herz schnell geschafft hatten.
Viele Charaktere waren wichtig für das Voranschreiten der Handlung, die es übrigens auch in sich hatte. Es ließ sich natürlich erahnen, worauf die Figuren hinarbeiten, dennoch kann man die Geschichte nicht als vorhersehbar bezeichnen. Bis auf diese Tendenzen hatte ich stellenweise keinen blassen Schimmer, in welche Richtung sich dieses Buch als nächstes bewegen würde. Und das obwohl das Buch viele ruhige Passagen beinhaltet, die es dem Leser ermöglichen, Luft zu holen und die Charaktere besser kennen zu lernen oder an ihren Gedanken teilzuhaben. Oftmals nahm sich die Autorin auch Zeit, um die Umgebung etwas besser zu beschreiben. Die Orte in diesem Buch finde ich übrigens sehr gut gewählt. So reist man zu allerhand exotischen Schauorten: In die Wüste; die Savanne; das heiße, trockene Bergland und in den Dschungel.
Durch Mara Langs atmosphärischen Schreibstil fiel es mir sehr leicht, diese Landschaften in meinem Kopf zu konstruieren. Daneben kommen aber auch Ferins Gefühle nicht zu kurz. Knapp gesagt: Eine sehr gute Mischung. Zumal der Stil sehr flüssig ist und mit schönen Formulierungen aufwarten kann.
Oft waren mir die präzisen Beschreibungen aber etwas zu viel – an so einigen Stellen waren einfach keine Details mehr nötig. Sowieso hätte etwas mehr Subtilität diesem Roman sicherlich nicht schlecht getan. Bestimmte Landschaften kannte man schon, über bestimmte Eigenschaften der Charaktere wusste man Bescheid und auch Gedanken des Hauptcharakters waren zuvor schon erläutert worden, sodass eine Wiederholung unnötig war.
Abgesehen davon konnte mich das Buch aber – trotz meiner Skepsis gegenüber des Genres – überzeugen.


Fazit:
Mit „Masken – Unter magischer Herrschaft“ ist Mara Lang ein Debüt gelungen, das sich blicken lassen kann. Ganz ohne Schwächen ist es zwar nicht, dennoch vereint das Buch ein interessantes Setting, eine spannungsreiche Handlung, vielfältige Charaktere und einen flüssiger Stil und ist deshalb absolut lesenswert.
150 reviews13 followers
September 24, 2012
So langsam mutiere ich wahrscheinlich zu einem Fantasy Fan. Eigentlich konnte ich lange Zeit dem Genre nichts so richtig abgewinnen, aber in letzter Zeit lese ich immer mehr richtig gute Fantasy Bücher. Tja, sie belehren mich eines besseren. Und Masken bildet dabei keine Ausnahme. Obwohl man dem Buch seine 600 Seiten nicht ansieht, liest es sich richtig gut. Mara Lang schafft ein wunderschönes Werk, was entgegen dem Buchreihen-Trend für sich allein steht. Auch das ist für mich ein Pluspunkt.

Die Gestaltung und das Cover sind einfach hinreißend. Ganz fasziniert habe ich immer wieder über das Cover gestrichen, weil sich so matt anfühlte. Außerdem hat es eine leichte 3D-Wirkung auf mich , aber vielleicht schaue ich auch nur schief, wer weiß das schon. Durch den Einband wirkt es hochwertig und stabil, beim Lesen kommen so leicht keine Leserillen zustande, was immer ein Plus ist. Aber ging es nur mir so, oder ähnelt die Frau auf dem Cover Nina Dobrev (aka Elena aus The Vampire Diaries)? Ich finde, sie sieht ihr ziemlich ähnlich.

Da ich ja noch nicht so der Fantasy-Kenner bin, fiel mir der Einstieg doch etwas schwer. Auf den ersten hundert Seiten musste ich schon ein bisschen kämpfen um in die Handlung herein zu kommen. Mir stellten sich zu viele Fragen um die Welt der Pheytaner und Merdhuger, welche einfach etwas im Unklaren blieben. Dann hat sich wahrscheinlich der Schalter um gelegt und der Rest las sich wie von ganz allein. Ich wurde förmlich in den Bann gezogen von Ferin und ihren Schicksal. Dies liegt auch an den großartigen Schreibstil von Mara Lang. Bei einigen Sätzen sitzt man einfach da und denkt sich “Wow”. In den Gesprächen zwischen Sobenio, dem alten Magier der Rebellen, und Ferin ergeben sich häufig diese Momente. Diese Tiefgründigkeit zieht sich eigentlich durch das gesamte Buch, denn im Grunde ist das Thema der Maskierung eine Frage der Freiheit und der Selbstfindung.

Neben der tiefgründigen Philosophie der Geschichte überzeugen auch die Charaktere. Anfangs hatte ich kleinere Probleme mit Ferin und ihrer Phase der Selbstfindung, aber dann ist sie mir ans Herz gewachsen. Besonders angetan bin ich von Rhys, welcher wohl mein Favorit im Buch ist. Jeder Charakter, auch wenn es recht viele sind, ist sehr komplex gestaltet und bietet eine Menge Potential für die Geschichte. Zu Beginn war es auch nicht ganz abzusehen, worauf es eigentlich hinauslaufen soll, das machte alles etwas verwirrend. Das Ende war sehr spannend und hatte mich wieder mal in seinen Bann gezogen. Aber das i-Tüpfelchen fehlte mir, das allerletzte Kapitel ist meiner Meinung etwas mehr ausbaufähig. Mir ging dann alles etwas zu schnell. Oder ich wollte einfach nicht, das die Geschichte endet.

Mara Lang schafft einen wunderschönen Debütroman und ich hoffe, von ihr bald mehr lesen zu können. Wortgewaltig, lässt sie den Leser in ein andere Welt eintauchen. Man stellt sich selbst die Frage, wie würde es mir mit der Maskierung ergehen, würde ich sie dulden oder würde ich versuchen, der Maske zu entkommen? Was bedeutet Freiheit für mich?
Profile Image for Janine Zachariae.
Author 43 books22 followers
November 17, 2022
Kurze Rezi:
Leider hat diese Geschichte nicht ganz meinen Erwartungen erfüllt. Die Protagonistin Ferin war mir ein wenig zu anstrengend mit all dem, was sie gemacht oder eben nicht gemacht hat.
Dabei hatte ich mich echt auf diese Geschichte gefreut.
3.5 Sterne, weil ich die Idee und das ganze Drumherum ziemlich gut fand - aufgerundet auf 4, da ich weiß, dass die Autorin das Buch überarbeitet hat und ich die alte Version gelesen habe. Aber die Prota mochte ich dennoch nicht.
Profile Image for Dana.
299 reviews26 followers
August 25, 2019
Inhalt:

Endlich ist der Tag gekommen, an dem die siebzehnjährige Ferin ihre Maske erhält, die die hässlichen Male ihres Volkes bedeckt. Jetzt muss sie sich nicht länger verstecken, sondern ist Teil der Gesellschaft. Aber von welcher Wirkung der Maske reden ihre Eltern, wieso sind sie so bestürzt, dass Ferin mehr über die Herkunft ihres Volkes und die Hintergründe der Masken wissen will?
Zu ihrer größten Verzweiflung zerfällt ihre Maske zwei Tage später zu Staub - und Ferin wird verhaftet und soll in ein Arbeitslager gebracht werden. Doch sie wird von Rebellen befreit und lernt die Wahrheit über ihr Volk und die Masken kennen ...

Meine Meinung:

Obwohl die Gesellschaft fast dystopisch anmutet, handelt es sich um einen High Fantasy-Roman. Auch wenn die Völker der Merdhuger und der Pheytaner im Mittelpunkt stehen, wird die Existenz anderer Völker kurz angerissen. Somit ist die Welt insgesamt zwar auf wenige Schauplätze beschränkt, ihre Geschichte wird aber angeschnitten, sodass sie lebendig wirkt.
Die Idee mit den Masken finde ich ziemlich faszinierend, will hier aber nichts vorweg nehmen.

Ganz angenehm ist auch, dass es sich mal um einen Einzelband handelt. Dadurch kann die Welt gar nicht so komplex werden, dennoch verläuft die Handlung nicht zu hastig, alles entwickelt sich und dem Leser wird genügend Zeit gegeben, sich zurechtzufinden.
Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil fesselnd und die Handlung oft sehr spannend, anfangs vor allem dadurch, dass man als Leser wissen will, was es mit den Masken auf sich hat, aber auch durch Ferins Verhaftung. Auch wenn das Buch nicht direkt überraschend war, war es auch nicht wirklich vorhersehbar.

Die größte Entwicklung durchläuft Ferin. Anfangs ist sie ein ängstliches, unsicheres und unwissendes Mädchen ohne Selbstvertrauen, deren Traum von Schönheit und Zugehörigkeit mit der Maske zu Staub zerfällt, doch sie findet im Verlauf der Handlung Stärke, entdeckt neue Seiten an sich und entwickelt sich stark weiter. Und obwohl mich ihr Verhalten anfangs manchmal schon zu Seufzern veranlasst hat, war es nicht direkt nervig, sondern bot nur die Grundlage für diese beeindruckende Entwicklung.
Aber auch die anderen Charaktere entpuppen sich als vielschichtig. Sie haben alle Gründe für ihr Verhalten, das somit nachvollziehbar wird, und viele sind mehr als sympathisch.

Hauptsächlich erzählt Ferin aus der dritten Person Singular, aber zwischendurch erhalten auch der Statthalter und ein Hauptmann kurze Passagen, die Spannung wecken, obwohl ich persönlich auch auf sie hätte verzichten können. Andererseits bieten sie auch Einblicke in die Persönlichkeit dieser Charaktere und verleiht ihnen so Tiefe.
Auch die Gegenspieler haben Gründe für ihr Verhalten, sodass die Welt nicht direkt Schwarz-Weiß wirkt.

Fazit: Faszinierende Idee, vielschichtige Charaktere, die Gründe für ihr Verhalten haben und eine Protagonistin, die eine riesige Entwicklung durchmacht
Profile Image for Bücherfresserin.
342 reviews90 followers
April 26, 2012
"Magischer High Fantasy Kampf um die wahre Freiheit!"

Inhalt:
Ferin wächst in einer Welt auf, indem sie als Pheytanerin nicht viel zu sage hat. Erst mit siebzehn verändert sich ihr Leben, mit dem Tag der Maskierung. Endlich verdeckt die Maske ihre hässliche Male im Gesicht und sein kann ein richtiges Mitglieder ihrer Familie und der Gesellschaft werden. Doch Ferins Traum hält nicht lange, als eines Morgens ihre Maske zu Staub zerfällt und sie in die Tiefen des Dschungels flüchtet. Plötzlich ist sie eine Gesetzlose und erfährt von den Pheytaner Rebellen die wahre Bedeutung der Masken. Ferin lernt nicht nur ihr wahres Ich kennen, sondern auch den attraktiven Martu. Doch dann werden die Rebellen angegriffen …


Meinung:
"Masken, Unter magischer Herrschaft" ist ein zarter und zugleich spannender High Fantasy Roman aus der Feder von Mara Lang. Die Idee rund um die Masken ist erfrischend anders, sodass sich "Masken" als eine exotische High Fantasy Geschichte lesen lässt.

Bei der weiblichen Protagonistin handelt es sich um Ferin. Sie wächst in einer Stadt der Merdhuger auf, was für sie, eine Pheytanerin alles andere als schön ist. Er mit siebzehn geht endlich ihr lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Sie bekommt eine Maske der Merdhuger aufgelegt, wodurch sie endlich ein offizieller Teil der Gesellschaft wird. Unterdrückung und Unterwerfung haben ein Ende. Ferin wird durch die Maske wieder ein richtiger Teil in ihrer Familie. Doch ihr langersehnter Wunsch ist nur von kurzer Dauer, denn die Maske, die Ferins Male auf ihrem Gesicht verdecken, zerfällt plötzlich zu Staub. Von einem Tag auf den anderen ist Ferin eine Gesetzlose und wird weggebracht.
Allerdings gelingt Ferin die Flucht und erst die Pheytaner Rebellen sagen ihr endlich die Wahrheit über ihr Volk und die Masken.

"Masken" spielt in einer High Fantasy Welt, in der es verschiedener Völker gibt. Man erfährt nur am Rande von anderen Völkern, denn die Hauptrolle spielen die Merdhuger und die Pheytaner, die sie lange Zeit bekriegt haben. Nachdem die Merdhuger die Macht an sich genommen hatten, wurde eine Konvention für den Schutz der Pheytaner ins Leben gerufen, die jeden Pheytaner durch die Maskierung mit den Merdhugern beinahe gleichberechtigt macht. Doch mit der Zeit wurde diese Konvention ausgenutzt und missbraucht, wodurch immer mehr Pheytaner unterdrückt und versklavt werden.

Das Setting in "Masken" ist sehr exotisch. Es gibt zwei sehr unterschiedliche Völker, viel Magie und phantastische Elemente. Den Hauptpart übernimmt hier vor allem Ferin, die zu den Pheytaner Rebellen flüchten muss. Dort begreift sie zum ersten Mal, wie magisch ihr Volk wirklich ist und dass ihre bläulichen Färbungen und Male im Gesicht alles andere als hässlich sind. Die Pheytaner die man im Verlauf der Geschichte kennen lernt, sind zudem allesamt sympathische Charaktere. Als Leser stellt man sich ziemlich schnell auf die Seite der Pheytaner und genießt nicht nur die Umgebung des Dschungels, sondern auch die mächtigen Tiger, die sich immer wieder zu den Pheytanern gesellen.

Im Gegensatz dazu stehen die Merdhuger, die durch perfektes Äußeres und einer Gesellschaft herausstechen, die vor allem auf Schönheit achtet.

Im weiteren Verlauf der Geschichte trifft Ferin dann auch auf Martu, einen attraktiven jungen Mann. Auch er stammt von einem anderen Volk ab und besticht durch seltsame Merkmale. Allerdings machen ihn gerade diese Details ziemlich interessant. "Masken" ist wirklich voller magischer Elemente. Zwischen Ferin und Martu entwickeln sich dann auch starke Gefühle und beide können im Grunde gar nicht mehr ohne den anderen sein. Allerdings sollte man als Leser wissen, dass die Liebesgeschichte extrem zart und sanft ist. Außerdem spielt sie keinesfalls die Hauptrolle des Romans, sondern entwickelt sich schleichend innerhalb der Geschichte.
Ich fand die Beziehung zwischen Martu und Ferin sehr authentisch, jedoch wurde mir die Beziehung ab und an leider zu zart und sanft.

Ferin ist in jedem Fall überzeugend als weibliche Protagonistin. Sie verändert sich innerhalb der Geschichte. Ihre anfängliche Schwäche wandelt sich zu Stärke um und sie hat eine ziemlich brauchbare Gabe, von der viele der Pheytaner proftieren ;-) Zudem merkt man als Leser mehr und mehr, wie Ferins Herz für Martu zu schlagen beginnt und diese ersten Gefühle sind für Ferin alles andere als einfach.

Die Geschichte besticht außerdem nicht nur durch viel Magie und exotischer High Fantasy, sondern auch durch jede Menge Action. Bei "Masken" handelt es sich keineswegs nur um eine Fantasy Liebesgeschichte. Im Vordergrund steht Ferins Kampf um Freiheit, Freiheit für ihr Volk, die Pheytaner. Durch die Rebellen und die machthungrigen Merdhuger kommt es somit zu der ein oder anderen Auseinandersetzung, die spannend sind und durch Kampfszenen gut beschrieben werden. Die Geschichte wird nicht langweilig, denn der Spannungsbogen hat noch so einiges mehr zu bieten!

Allerdings muss ich an dieser Stelle auch einen Kritikpunkt äußern, denn der Anfang von "Masken" zieht sich. Ich habe beim Lesen gewartete und gewartet, dass es endlich richtig los geht, so wie der Klappentext verspricht. An den sollte man sich im übrigen lieber nicht richten, denn es dauert einfach etwas, bis die Geschichte ins Rollen kommt. Die wirkliche Spannung beginnt dann erst richtig, als Martu auftaucht und Ferins Welt ins Wanken gerät. Ansonsten finde ich "Masken" recht stimmig, wobei es leider auch hier der Fall ist, dass nach meinem Geschmack einfach zu viele Fragen offen bleiben. Martus Welt bleibt im Hintergrund. Er geht mal eben nach Hause, um Rache zu üben, um zu töten. Martu an sich ist sympathisch, aber seine Geschichte über sein Volk und seine Handlungen waren mir immer etwas zu leichtfertig. Alles geht sehr einfach von Statten. Man hat bei "Masken" sicherlich nicht dieses High Fantasy Gefühl, wie es bei anderen großen Schmökern der Fall ist, aber dafür liegt der Schwerpunkt nun einmal auf den Charakteren wie Ferin, Martu und den anderen Rebellen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ferin überwiegend erzählt. An manchen Stellen erhält man auch einen Einblick in Ferins Träume/Visionen über Martu. Dazu wechselt ab und an die Perspektive zu einem Merdhuger, sodass man auch von dem "Feind" mehr erfährt.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich "Masken" zwar super gut lesen konnte, mich der Stil aber nicht vom Hocker gehauen hat. Für sanfte Fantasykost bleibt der Roman auch im Punkto Schreibstil sacht. Es fehlt einfach ein wenig an der richtigen Mischung zwischen Beschreibungen und Dialogen, denn die ganze Geschichte ist extrem dialoglastig. Es wird beinahe jede Information über lange Dialoge vermittelt, was ich ziemlich anstrengend fand beim Lesen. Zwar wird die Umgebung dem Leser gut vermittelt, aber diese Abschnitte befinden sich eher zwischen den Dialogen. Mich hat hier ein wenig das Verhältnis gestört, aber ich lese auch nicht unbedingt gerne Geschichte, die vor allem aus langen Dialogen bestehen.

Das Cover finde ich richtig treffend, wie auch den Titel. Auch wenn man sich bei der Frau auf dem Cover noch um einiges zurück gehalten hat, finde ich das Gesamtwerk gelungen. Auch das Format von Knaur. finde ich prima, denn diese größere Taschenbuchvariante lässt sich wirklich sehr gut lesen und in der Handtasche transportieren.

Fazit:
"Masken, Unter magischer Herrschaft" ist ein etwas anderer High Fantasy Roman, in dem es vor allem um den Kampf nach Freiheit geht. Dazwischen entwickelt sich eine zarte und authentische Liebesgeschichte, die "Masken" zu einem schönen High Fantasy Schmaus für angenehme Lesestunde macht. 3,5 Sterne für eine gute Geschichte, die allerdings auch noch den ein oder anderen Makel hat.
Profile Image for Sarah.
15 reviews31 followers
April 3, 2012
Inhalt
Als Pheytanerin sind Ferins Gesichtszüge mit blauen Malen bedeckt. Ihre blauen Lippen und der charakteristische Riss auf der Nase machen sie in Merdhug zu einer Außenseiterin ohne Rechte. Deshalb erwartet sie den Tag der Maskierung voller Vorfreude. Das hauchdünne Gewebe wird ihre Herkunft verschleiern und sie zu einer echten Merdhugerin machen. Ihr Freiheit und Rechte schenken.

Doch als sie die Maske endlich erhält, ist Ferins Wissensdurst nicht gestillt. Sie möchte mehr über die Konventionen erfahren, die ihrem Folk seit zweihundert Jahren die Freiheit vor der Maskierung verwehren. Anders als ihre Schwester interessiert sie sich nicht für hübsche Kleider und gesellschaftliche Veranstaltungen, sondern für Geschichte und Bücher. Und dann passiert das Undenkbare: ihre Maske zerfällt, blättert ab und lässt sie als eine gesetzlose Pheytanerin zurück. Bevor sie in ein Straflager gebracht werden kann, flüchtet sie durch die Wüste und landet bei einer Gruppe anderer Gesetzloser im Dschungel. Unter diesen Pheytanern erfährt sie endlich mehr über die Konventionen und ist geschockt, als sie erkennen muss, dass die Masken keine Freiheit schenken, sondern ihrem Volk die magischen Fähigkeiten rauben und es unterdrücken. Mühsam muss sie sich nun ihre Fähigkeit vertraut machen und lernt ein vollkommen neues Leben voller Magie kennen.
Aber die Ruhe währt nicht lange, denn die Merdhuger verfolgen die Gesetzlosen und setzen alles daran, Pheytaner ohne Maske zu vernichten. Das Dorf der Rebellen wird angegriffen und als der Kampf vorbei ist, beschließen Ferin und die Verbliebenen, dass sie zurück nach Merdhug müssen. Zurück um die Masken zu zerstören und die Unterdrückung ihres Volkes zu beenden.


Bewertung
Mara Lang schrieb mit „Masken“ High Fantasy, die in eine fremde Welt entführt und dennoch greifbare Probleme behandelt.

Ferin ist siebzehn Jahre alt, als die Maskierung bevorsteht. Schon zu Anfang wird deutlich, dass sie sich von ihren Eltern und ihrer Schwester deutlich unterscheidet – insbesondere durch ihren Wissensdurst. Ihre Fragen nach dem Ursprung der Konventionen werden nicht gerne gesehen und obwohl sie etwas naiv an das Problem herangeht, ist es ab der ersten Seite spannend ihre Suche nach Antworten – und sich selbst – zu verfolgen. Schwierig wird es mit der Sympathie nur zwischendurch, als sie sehr dickköpfig und eigensinnig auf die Enttäuschung des Verlustes der Maske reagiert. Zwar sind ihre Gefühle nachvollziehbar, da sie doch ihr ganzes Leben auf die Maskierung und die Freiheit hin gefiebert hat, doch wirkt ihr Handeln daraufhin sehr extrem und melodramatisch.

Nichtsdestotrotz finde man in Ferin eine Protagonistin, die wunderbar durch das Buch geleitet. Ängste, Zweifel und mühsame Selbstfindung machen aus ihr schließlich eine starke und gutherzige Heldin, die zu begeistern weiß.
Auch ihr Mentor Sobenio, der Magier der Rebellen, ist dem Leser nicht sofort sympathisch. Immer wieder durchlebt er Stimmungsschwankungen, die man nicht nachvollziehen kann und die dem Mann eine angsteinflößende Aura geben. Anders als viele Mentoren in bekannten High Fantasy Romanen ist er keinesfalls der gutmütige, bärtige, alte Mann sondern selber ein vom Leben gezeichneter Einsiedler.

Insgesamt ist es erstaunlich, wie Mara Lang eine Fülle von Charakteren schafft, die allesamt auf ihre eigene Art überzeugen. Wirken sie auch auf den ersten Blick etwas stereotyp, so überraschen sie im Verlauf der Handlung und machen die Gruppe er Rebellen zu einem lebendigen und liebenswerten Haufen.

Die Umgebung, welche die Autorin für ihre Geschichte wählt, ist nicht minder erstaunlich. Man wandert mit Ferin durch eine Stadt voll weißer Häuser und roter Dächer, die in rotem Fels zu versinken scheint, durch heißen Wüstensand, tiefsten Dschungel und sogar die Ruine einer vergessenen Stadt. Während des Lesens erstehen so Schauplätze vor den Augen des Lesers, die an eine Mischung aus „Tausend und einer Nacht“ und dem „Dschungelbuch“ erinnern.
Mitten darin wundert einen auch die Magie kein bisschen mehr, mit der die Pheytaner gesegnet sind. Sogar Tiger, die das Dorf der Rebellen immer wieder aufsuchen, geben der Geschichte einen ganz eigenen Zauber.

Wer allerdings auf den 600 Seiten einen durchgehenden Spannungsbogen erwartet, der wird enttäuscht werden. Weite Strecken der Geschichte „funktionieren“ nur, weil man als Leser mehr über die so sympathische Protagonistin erfahren möchte und ihr deshalb breitwillig dabei folgt, wie sie langsam zu sich selber findet und viel Zeit mit Lernen verbringt. Erst sehr spät wird der dann doch fulminante Showdown eingeleitet und bis dahin muss man auf eine ruhige Erzählung gefasst sein.

Doch mich hat beim Lesen nichts gehetzt, ich hatte nie das Gefühl mich zu langweilen. Die exotischen Hintergründe der Geschichte locken ebenso, wie das niemals alt werdende Thema von Unterdrückung, Freiheit und Erwachsenwerden. Für Fans von Liebesgeschichten gibt es natürlich auch in dem Bereich etwas in „Masken“ zu entdecken – wenn auch leider sehr geradlinig und konventionell.

Insgesamt bietet das Buch eine sehr schöne Lektüre für begeisterte Fantasyleser, die zur Abwechslung von der „Urban Fantasy“ und den Vampiren, Geistern oder Werwölfen entfliehen möchten. Mara Lang schafft auf jeden Fall eine Atmosphäre, die vor Magie sprüht und gekonnt in eine andere Welt entführt, die mit ihren Problemen nicht unbedingt weit von den unseren entfernt liegt.
Profile Image for Feder.
27 reviews
January 4, 2013
( 3,5 )
_______________


Ferin schöpft Hoffnung aus der Konvention: Zwar stimmt es, dass sie wie alle unmaskierten Pheytaner unter den strikten Regeln der Konvention zu leiden hat, doch bald, bald ist sie siebzehn und sie wird ihre Maske bekommen. Die Maske, die ihr nach den Worten der Konvention die Freiheit schenken wird. Freiheit, nach der sie sich schon ihr ganzes Leben sehnt: makellose Schönheit, die ihre hässlichen blauen Male und somit auch ihre Herkunft verbergen wird. Doch ihr Traum ist nur von kurzer Dauer, denn bereits kurz nach der Maskierung zerbricht ihre Maske und löst sich in Staub auf. Von nun an ist sie eine Gesetzlose, eine Rebellin, eine Ausgestoßene. Doch dieser scheinbare Schicksalsschlag ist es, der ihr die Augen öffnet. Denn fernab vom Einfluss der Maske und der Konvention, umgeben von Gleichgesinnten erkennt sie die Wahrheit hinter der ganzen Farce. Die Maske ist eine Waffe, um die Pheytaner mit ihren Fähigkeiten gefügig zu machen und zu verhindern, dass ihr Volk wieder zu der Größe zurückfindet, die es einst besessen hat. Doch nicht nur die Aussicht auf Freiheit gibt Ferin neuen Mut. Mit dem Eintreffen des attraktiven Martu beginnt auch ihr Herz einen nie geahnten Höhenflug. Doch beides findet ein jähes Ende, als die Merdhuger sie in ihrem Versteck aufspüren, und schnell wird klar, dass sie kämpfen muss, um das zu schützen, was ihr wichtig ist. Doch wird es ihr gelingen, sowohl die Freiheit ihres Volkes als auch ihre Liebe vor dem Untergang zu bewahren?


Das erste Drittel des Buches lässt eigentlich kaum Wünsche offen. Die Autorin versteht es hier hervorragend, den Leser auf das zukünftige Geschehen einzustimmen und vor allem legt sie schon hier den Grundstein für die Kernprobleme, die sich durch das ganze Geschehen ziehen. Dabei finde ich vor allem den Konflikt rund um gesellschaftlichen Stand und das Aussehen als „Statussymbol“ sehr schön dargelegt und glaubhaft erzählt. Das Schicksal der jungen Ferin geht einem als Leser auch schon vom ersten Moment an ziemlich nahe und man leidet mit ihr, als ihr sehnlichster Traum regelrecht zerbröckelt. Alles Wichtige wird hier auf den ersten Seiten in ansprechender und vor allem mitreißender Weise geschildert und es macht richtig Freude, den Geschehnissen zu folgen. Leider muss ich aber sagen, dass dies dann vor allem zur Mitte des Romans hin etwas nachlässt, was hauptsächlich an den vielen, teilweise subtilen, aber doch erkennbaren Ungereimtheiten liegt, die bei aufmerksamem Lesen doch deutlich auffallen: treue Gefährten, die in brenzligen Schlachten, die in unmittelbarer Nähe stattfinden, nicht auftauchen, dann aber die halbe Wüste durchqueren, um ihren Freunden beizustehen; ein Pheytaner, der die Fähigkeit besitzt, die Gemüter zu beeinflussen und Gefühle zu verändern, dies aber scheinbar nicht gegen seine Feinde einsetzen kann und/oder will. Diese Dinge fallen leider etwas negativ ins Gewicht und drücken, wie ich finde, unnötig die Spannung nach unten.
Denn trotz dieser kleinen Mängel ist das Buch im Großen und Ganzen durchaus lesenswert, sofern man sich davon nicht stören lässt.

Auch die Charaktere weisen einige ziemlich interessante Ansätze auf, welche die Autorin auch überwiegend sehr gut umgesetzt hat. Am schönsten kann man die Fähigkeiten der Autorin, einen vielschichten Charakter zu konzipieren, an der Protagonistin Ferin beobachten. Ihr Charakter macht im Verlauf der Geschichte quasi eine 180°-Wende durch. Dabei wirkt jeder Schritt, den sie bis dahin macht, nachvollziehbar und authentisch. Auf ihre Art ist sie, trotz ihrer manchmal ziemlich nervenden Selbstzweifel, sympathisch und liebenswert. Besonders gut hat mir gefallen, dass, obwohl alle Pheytaner magische Fähigkeiten besitzen, keiner von ihnen wie ein Übermensch aufgetreten ist. Die harmonische Abstimmung von Stärken und Schwächen ist der Autorin eigentlich bei allen Figuren im Buch sehr gut gelungen.
Das macht auch wirklich die meisten kleinen Ungereimtheiten wieder wett und sorgt dafür, dass das Buch trotzdem spannend ist und bis zur letzten Seite bleibt.

Viele Ideen, die die Autorin in die Geschichte eingebracht hat, haben mir aber, wie erwähnt, sehr gut gefallen. Sie haben „Masken“ eine frische, neue Seite gegeben, die die Geschichte durchaus von anderen Fantasy-Geschichten abzuheben vermag. Auch dass die Autorin mit ihrer Geschichte rund um die Konvention und die Maskierung der Pheytaner ein durchaus sozialkritisches Thema anschneidet, finde ich wirklich sehr erfrischend.
Und auch das Ende kam dann mit einigen doch überraschenden Erkenntnissen daher, von denen ich einige nicht einmal ansatzweise in der Gestalt vermutet hätte. Ein sehr schöner und auch äußert gelungener Abschluss.

Unterm Strich ist der Debütroman „Masken: Unter magischer Herrschaft“ von Mara Lang trotz seiner kleinen Schwächen und der einen oder anderen etwas widersprüchlichen Stelle dennoch ein solider und gelungener Fantasy-Roman. Die Autorin wartet mit einigen interessanten Ideen auf, die die Geschichte fesselnd machen, sodass ich das Buch vor allem Fans des Genres mit gutem Gewissen ans Herz legen kann.
Profile Image for Bealesen.
52 reviews13 followers
February 24, 2013
Masken-Unter magischer Herrschaft von Mara Lang
Inhalt:
Ferin leidet schon lange unter ihrem Aussehen und freut sich unglaublich auf ihre Maskierung, den Tag, an dem sie endlich aussehen wird, wie alle andere, nach dem sie sich endlich frei bewegen kann, weil dann ihre für ihre Rasse typischen Gesichtsmale überdeckt werden. Doch schon nach einem Tag wird ihre neue Freiheit zerstört, ihre Maske zerfällt ohne ersichtlichen Grund. Und sie flieht mit einer Rebellin und lernt in einem Dorf mitten im Dschungel, was die Masken wirklich bedeuteten und wie weit es so gekommen ist.

Ich denke über das Buch:
Masken ist so ein Buch, von dem ich vorher nicht viel wusste, also ich hatte keine Massen von Rezensionen gelesen, ich wusste nur, dass es gut ist und dass es mich anspricht. So konnte ich also nicht widerstehen, als ich als ME in einer Buchhandlung sah. Und ich kann sagen ich habe es nicht bereut.

Das war wieder so ein Buch was ich angefangen habe und nicht mehr aufhören konnte, bis ich es beendet habe. Farins Geschichte hatte mich von Anfang an im Griff und hat bis zum Schluss nicht losgelassen. Es geht ums Akzeptieren von sich selbst, so wie man ist, dass man so richtig ist.
Durch den einfachen, aber aussagekräftigen Schreibstil beschreibt Mara Lang die Verwandlung Ferins aus der ‚Sie‘-Perspektive mit ihren Gedanken und Gefühlen.

Man wird nicht ganz langsam an das Geschehen herangeführt, an die Gesellschaft, denn es fängt mit dem Tag der Maske, dem Tag dem Farin ihre Maske bekommt an. Diese Übergabe ist der Kern der Gesellschaft und erklärt sich erst nach einer Zeit. Doch alles wird nach und nach erklärt, durch Rückblicke Farins oder Geschichten und Erfahrungen der Rebellen. So bekommt man auch nach und nach einen besseren Überblick.

Auch wenn man Ferin von außen betrachtet, so ist man in ihr drin und erlebt die dinge, so wie sie es tut und man bekommt ihre Gedanken und Gefühle mit, was der Geschichte Persönlichkeit verleiht. Auch kann man sich durch die Ausführung ihrer Probleme, ihres Seins, mit ihr mitfühlen, sich mit ihr verbinden. Mit ihr lernt man dann auch, die anderen Charaktere zu lieben, man bemerkt aber auch mehr als sie, weil man immer noch außen ist und sich besser an Einzelheiten erinnern kann und nicht ausblendet.

Es gibt nicht nur eine Person die einen Partner findet, sondern gleich mehrere, wobei es kein großes Drama drum herum gibt, sondern es passiert langsam und muss auch erst wie alles angenommen und akzeptiert werden. Das macht es schön zu lesen, man wird nicht einfach reingeschmissen und muss es akzeptieren, sondern man wird dem angenähert und merkt erst im Nachhinein, was passiert ist.

Ich habe gerade immer eine Vermischung von Breathe und Masken im Kopf, zwei Geschichten, wobei die eine in einer Fantasiewelt mit fantastischen Elementen spielt, die sich ein wenig ähneln, die ich nah nacheinander gelesen habe. Im einen gibt es den Sauerstoff und hier muss jeder einen Schönheitsstandard erfüllen, wobei es sich um zwei Rassen handelt, welche sich vor allem durch das Aussehen unterscheiden. Doch kommt in beiden Geschichten ein Mädchen, nicht ganz freiwillig zu den Rebellen und geht von da aus auch wieder zurück. Doch gibt es in Masken mehr Inhalt, mehr was passiert, mehr Veränderung und Fortschritt.

Fazit:
Eins der Bücher, wo man nicht aufhören kann, mit wunderbaren Charakteren einem schönen Rahmen, z.B. im Dschungel. Auch wenn die Rebellen selbst noch kein wirkliches Ziel haben, bemerkt man etwas in Ferin, was sie erreichen will, wodurch man ein Ziel, eine Entwicklung hat, die man gerne verfolgt. Das Ende ist zwar ein wenig überstürzt, doch bekommt Masken von mir wohl verdiente 5 von 5 P wie Punkten.
Profile Image for Anorielt.
464 reviews49 followers
April 3, 2012
Erster Satz: Ein Spiegel aus glänzendem Fell.

Ich muss ganz ehrlich zugeben, als ich die Kurzbeschreibung des Buches zum ersten Mal las, dachte ich es handelt sich hierbei um eine Dystopie. Sehr schnell wurde mir aber klar das es sich hier um ein High Fantasy Buch handelt und damit waren meine Zweifel auch schon geweckt. Völlig unbegründet wie sich herausgestellt hat.

Masken - Unter magischer Herrschaft fesselte mich von der ersten Seite an. Man erlebt die Vorbereitungen und schließlich die Maskierung der Protoganistin Ferin mit und auch ihren Kampf mit dem neuen Leben. Die Maske bedeutete für sie Freiheit, Gleichberechtigung und Schönheit. Endlich nicht mehr mit gesenkten Kopf durch die Straßen laufen, endlich kein Schweigeverbot mehr, endlich keine dunklen Gassen, anstatt die hellen belebten. Die Regeln der Konvention sind streng und degradieren unmaskierte Peytana zur zweiten Klasse. Doch all das sieht Ferin zu dieser Zeit noch nicht. Sie hat keine Ahnung von ihrem Volk, der Vergangenheit und dem eigentlichen Zweck der Masken.

Auch als Leser tappt man, was diese Fragen angeht, lange im Dunkeln. Erst als Ferin die Rebellen kennenlernt, werden einige dieser Fragen beantwortet und man kommt am Hauptschauplatz der Geschichte an: Dem Dschungel von Peytan. Ein Dschungel und Tiger die eine wichtige Rolle spielen, spätestens nachdem ich die Tiger-Saga gelesen habe sind das Kombonenten denen ich nicht widerstehen kann. Das Leben der Rebellen im Dschungel unterschiedet sich sehr von dem was man in Laigdan, der Hauptstadt von Merdhug, kennengelernt hat. Hier sind die Peytaner frei und ihre magischen Fähigkeiten können sich frei entwickeln. Auch Ferin verfügt über eine Gabe, noch dazu über eine sehr starke.

Jedoch dauert es sehr lange bis sie zu diesem Punkt kommt. Das absterben ihrer Maske und das dadurch verlorene Leben verfolgen die junge Frau und lassen sie nicht los, so das sie schließlich nur noch den Tod als einen Ausweg und vor allem einen Weg sieht um das Leben wenigstens in kurzer Zeit zu spüren. Doch die Rebellen lassen sie nicht sterben und zeigen ihr schließlich einen Weg aus der Dunkelheit heraus. Ferin entwickelt sich im Laufe des Buches stück für stück weiter. Ist sie am Anfang noch ein junges Mädchen das meint nichts zu können und unwichtig zu sein, entwickelt sie sich langsam zu einer selbstbewussten und starken Frau die keine Angst davor hat in den Kampf zu ziehen um ihr Volk endlich zu befreien. Mir gefiel diese Entwicklung wirklich sehr gut, vor allem da sie langsam und in kleinen Schritten vonstatten ging.

Auch fügt sich die Liebesgeschichte zwischen Ferin und Martu sehr gut in das Geschehen ein und steht keinesfalls im Vordergrund. Das macht sie jedoch nicht weniger schön, sondern hebt sie sogar noch hervor. Man sollte sich jedoch im klaren sein das es sich hier nicht um ein Friede-Freude-Eierkuchen Buch handelt, sondern das auch liebgewonnene Charaktere sterben.

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Fazit
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Mir hat Masken - Unter magischer Herrschaft unglaublich gut gefallen. Es hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich habe die Charaktere lieb gewonnen und mit ihnen gezittert als es darum ging für ihr unterdrücktes Volk zu kämpfen.
Profile Image for Jacquy.
435 reviews
June 14, 2012
Inhalt: Ferin wartet schon ihr ganzes Leben auf diesen einen Tag – endlich bekommt sie ihre Maske. Mit der Maske sind Freiheit und Gleichberechtigung verbunden und sie ist total aufgeregt, als es endlich so weit ist. Ihr Traum zerplatzt aber schon wenige Stunden später, denn die Maske löst sich einfach von ihrem Gesicht. In Merdhug wird das als Straftat angesehen und sie soll in ein Straflager gebracht werden. Doch Ferin hat Glück und wird auf dem Weg dorthin befreit und lebt von da an mit den Rebellen im Dschungel.
Sie erfährt, dass alle Pheytaner von Natur aus magische Kräfte haben, welche aber von der Maske unterdrückt werden und sie beschließt, dass den ein Ende gemacht und die Masken zerstört werden müssen.


Meinung:
Dafür, dass das Buch so viele Seiten hat, passiert eigentlich relativ wenig. Nachdem ich etwa 90 Seiten gelesen hatte wurde mir klar, dass man das bisherige Geschehen in 2-3 Sätzen zusammenfassen kann. Trotzdem hat die Autorin es geschafft, dass es dabei keine Sekunde langweilig wurde.

Von Anfang an fand ich das Buch spannend und wollte nicht aufhören zu lesen.
Dass die Maske die Magie der Menschen unterdrückt und nur sehr wenige überhaupt davon wissen, fand ich interessant und war gespannt, wie es weiter geht, nachdem Ferin ihre Maske verloren hat.

Die Geschichte wird in der Er/Sie-Perspektive erzählt, aber meistens geht es um Ferin, sodass man auch ihre Gedanken kennt und nicht nur das, was von außen erkennbar ist. Zwischendurch gibt es mal kurze Passagen, wo es um die Regierung von Merdhug geht, diese sind aber immer nur wenige Seiten lang.
Ich konnte mich fast das ganze Buch über sehr gut in Ferin hineinversetzen und alles was sie tat nachvollziehen.

Beim Schreiben dieser Rezension habe ich nach negativen Aspekten gesucht, konnte aber nichts finden, was eine Erwähnung wert wäre. :)


Allerdings hätte ich gerne gewusst, in welcher Zeit das Buch spielt. Man erfährt nur, dass es 200 Jahre zuvor einen Krieg gegeben hat, nach dem die Konvention beschlossen wurde.
Es gibt weder Autos, noch Strom, was darauf schließen lässt, dass sich die Geschichte in der Vergangenheit abspielt, sicher sein kann man allerdings nicht, da ich auch schon Bücher gelesen habe, die zwar in der Zukunft spielen, die Menschheit sich aber eher zurückentwickelt hat.

Charaktere:
Ferin macht im Lauf der Geschichte eine große Veränderung durch.
Anfangs scheint sie irgendwie keinen richtigen Charakter zu haben. Ihr ganzes Leben hat sich nur um die Maske gedreht. Von klein auf hat sie nur auf den Tag der Maskierung gewartet und nichts anderes getan. Da sie außerhalb des Hauses nicht sprechen darf (so verlangt es die Konvention, an die sich alle unmaskierten Pheytaner halten müssen), hatte sie nie Freunde oder andere gleichaltrige, mit denen sie reden konnte.
Sobald sie im Dschungel lebt, verändert sie sich. Sie lernt, in sich selbst und ihre Fähigkeiten zu vertrauen und wird selbstbewusst und charakterstark.

Was ich etwas komisch fand war, dass Martu, der aus einem fernen Land im Dschungel bei den Rebellen landet, bei seiner Ankunft nur wenige Wörter der Sprache spricht, sie wenige Tage später aber perfekt beherrscht und keinen einzigen Fehler macht.
Ich glaube aber, dass das Lesen ziemlich anstrengend gewesen wäre, wäre das nicht so gewesen. ;-)

Fazit:
(Meines Wissens nach) neu, spannend und interessant. Ich habe absolut nichts zu bemängeln. :)
Profile Image for Christina.
208 reviews
March 25, 2016
Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.

Ich gebe zu, dass das Buch von Anfang an einen schlechten Stand hatte. Ich hatte gerade ein neues Buch bekommen, auf das ich (immer noch) total heiß war. Der Anfang des Buches war entsprechend beschwerlich.
Die Geschichte ist dem High Fantasy zuzuordnen. Sie spielt in ihrer eigener Welt. Die Autorin führt viele neue Begriffe ein, die sie aber leider nicht erklärt. Ferin, unsere Protagonistin, ist eine Pheytana. Aha. Was ist denn das? Und sie wird von zwei Merdhugerinnen gewaschen. Das sind weibliche Wesen. Aber wzT sind denn jetzt schon wieder Merdhuger? Zu Beginn habe ich gedacht, dass Pheytana und Merdhugerin eine Art Berufsbezeichnungen sind. Merdhuger sind die Diener im Palast und Pheytana vielleicht Bauern? Nein, es ist ganz anders. Leider wird das erst nach etwa 200 Seiten erklärt.
Dann bin ich endlich froh, zu wissen, was überhaupt passiert und den Anfang nachträglich noch verstanden zu haben, da taucht ein Novjengo auf. Der Novjengo hat eine Nita und Feine. Ähm, ok??? Ich habe gerade den Unterschied zwischen Merdhugern und Pheytanern verstanden, wieso kommt denn jetzt wieder was Neues?
Immer wieder werden Traumsequenzen eingefügt, die irgendwie gar nichts mit der Geschichte zu tun haben und erst nach fast 400 Seiten aufgeklärt werden. Da dann aber auch in zwei knappen Sätzen.
Es gibt eine Liebesgeschichte ohne Emotionen. Eine Dreiecksgeschichte ohne Spannung. Mit einem achso für alle perfekten Ende.
Dann gibt es noch den Kampf zwischen Gut und Böse. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass ich nicht mag, wenn finale Kämpfe so übertrieben kurz ausfallen. Ich mein, niemand will Kämpfe über 100 Seiten lesen, aber mal im Ernst, liebe Frau Lang: Zweihundert Jahre der Unterdrückung gegen einen Kampf? 29 gegen den Rest der Welt?
Das Cover passt irgendwie auch nicht. Man sieht ein sehr hübsches Mädchen mit glatter Haut, roten Lippen und Augenmakeup. Unsere Protagonistin hat blaue Male, blaue Lippen und einen Riss auf der Nase. Will uns das Buch nicht weismachen, dass man auch „hässlich“ etwas wert ist. Man muss nicht schön sein, um jemand zu sein. Auch Hässliche wollen geliebt werden? Wieso dann dieses Model auf dem Cover?
Und es gibt einen (?) Tippfehler: Der Gán heißt erst Aqirus und dann Aquirus. Und dann wieder Aqirus. Ja wie denn nun?

Das schönste am Buch war das mehr als geschlossene Ende. Keinen zweiten Teil. Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen :(
Profile Image for Elwen.
709 reviews65 followers
March 28, 2012
Wunderbare Geschichte über ein junges Mädchen, dass einem unterdrückten Volk angehört und nicht nur dessen Geschichte sondern vor allem auch sich selbst entdeckt... verpackt in eine Fantasygeschichte voller ungewöhnlicher Ideen. Das Geheimnis um die Masken bleibt spannend bis zum Schluss und gipfelt im grossen Showdown, aber eigentlich sind es die kleinen leisen Töne, die diese Geschichte zu etwas besonderem machen. Die Liebesgeschichte im Mittelteil kommt zwar etwas aus den Wolken gefallen (buchstäblich! haha, nein keine Engel^^) aber am Ende fügt sich alles zusammen.

PS: Ich empfehle den Klappentext nicht zu lesen und die Welt mit Ferin zu entdecken ohne schon vorab mehr zu wissen!
Profile Image for Katharina.
31 reviews11 followers
September 5, 2012
[...] Ich kann es nur wiederholen: „Masken“ ist ein hervorragend gelungenes Debüt! Nicht nur, dass es sich um einen Fantasy-Einzelband und somit um eine Rarität handelt – vielmehr haben mich die niveauvolle Sprache, die einzigartigen Charaktere, die kreative Idee (ich sag nur: Dschungel, Tiger …) und die Liebesgeschichte restlos überzeugt. Unbedingt lesen!

Die vollständige Rezension findet ihr hier: http://bookaddicted.de/?p=1923
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