In den "xx me!" Mangas erforscht Yukina nach wie vor noch das Gefühl des Verliebt seins. Die Unbeholfenheit der Protagonistin hat mich immer auf eine gewisse Art begeistert, denn man wusste nie, was sie als nächstes tun würde. Weil sie einen Liebesroman schreibt, muss sie natürlich auch wissen worüber sie schreibt. Männliche, unfreiwillige Hilfe bekommt sie von ihrem Klassenkameraden Shigure, dem sie Missions aufträgt, die er mit ihr machen soll. Umarmen oder bestimmte Aussagen, oder, oder, oder. Ihre gewonnenen Erkenntnisse waren bisher recht schräg, aber manchmal auch ganz lustig und ein kleines bisschen zum fremdschämen.
Ihr Cousin Akira ist sehr um sie bemüht und auch Shigure hat ein Mädchen, dass er schon ewig kennt und für die er sich verantwortlich fühlt.
Die Paarkonstellationen könnten unterschiedlicher nicht sein und so manches Mal habe ich gedacht, wenn Shigure diese und diese Entscheidung treffen könnte, wäre die Geschichte vorbei. Aber natürlich bauscht man das ganz noch ein wenig auf und Ema Toyama hat schon so manche plötzliche Handlung für sich sprechen lassen.
Was sie ihren Lesern im siebten Band präsentiert, war für mich als relativ normal fühlenden Menschen, richtig unglaublich. Ich verstehe die Geschichte und ich verstehe, dass die Charaktere einfach null Ahnung haben, aber hier wird so extrem mit den Gefühlen rumgespielt, dass ich mich echt zwingen musste weiter zu lesen.
Für die Story selbst geht es auf, weil es zu dem bisherigen Chaos und bestimmenden Ton passt, aber für mich persönlich war das recht übertrieben und sehr überspitzt.
Und gerade wenn ich denke Yukina ist die komplizierteste Person, setzt Shigure einen drauf! Ich glaube die bräuchten alle mal eine kalte Vernunftsdusche ;)
Nach sechs bisherigen xx me! Mangas kenne ich den Zeichenstil der Mangaka ja ein wenig, aber trotzdem war ich wieder überrascht, wie riesig einzelnde Szenen gezeichnet waren und wie groß die Schrift war. Zu manchen Szenen passte es, wenn die Charaktere gebrüllt haben oder etwas deutlicher werden sollte. In diesem siebten Manga fand ich es aber klein wenig zu viel des Guten...
Für diesen Band habe ich definitiv ein größeres Nervenkostüm gebraucht, aber trotzdem bleibt es spannend, kurios und ich denke ein paar angedeutete Handlungen können in den Folgebänden noch für so manche Erschütterung sorgen. Ich werde die Reihe auch weiter lesen und hoffe, dass dieser Band in Punkto Schwierigkeit ein Aurutscher war ...