During my undergraduate I was constantly told that most of the modern narrative techniques from Europe were products either belonging to the "english or the french genius". Joyce, Woolf, Sartre, Camus, etc. served more than often as examples for what seemed to be a superior, never-failing, exclusive source of great ideas and creations. Also during my undergraduate I came to reaiize too that many of this literary resources that defined the course of its history were initially German or Austrian and that most of them were later refused its proper value in the development of world literature, especially because of the stigmata laid upon all German or Austrian after WWII and of the lots of clichés and stereotypes about their culture and their language which the rest Europe had never known very well to cope with before the Fall of the Berlin Wall in the first place. Arno Holz's and Johannes Schlaf's Papa Hamlet belong to this group of curiosities in which it's sought to form a more or less consistent stream out of narrative action and its material circumstance. Holz tried to achieve this by means of the so-called Sekundenstil, a technique through which all aspects of reality should be represented as second-by-second frames. The results are sometimes astounding, especially in the title story. "Ein Tod", the other story included in the Reclam volume, is allright, but not that form-obsessed nor that revolutionary. The discovery is worth he strain resulting from the relative complex text structure.
Schrecklich. Man soll keinen Overview erhalten, ist schon klar. Aber diese Gesprächsfetzen, die völlig auseinandergerissen werden, waren vielleicht vor 150 Jahren ein Hit, heute empfinde ich es als unlesbar. Klassiker hin oder her. Die Sprache wird völlig zerrissen, bis hin zu einzelnen Buchstaben (e.....e......e) Im Prinzip hagelt es Hamletzitate von einem dauerbetrunkenen ExSchausspieler, dann kurz ein Sekundenbild von der schwindsüchtigen Frau die in der Ecke hängt, dann wirre Buchstaben, dann schreit ein Kind usw.
Das ist die modernistische Ästhetik. Nein Danke. Das Buch wird vergraben.
Einerseits ist das Erzählexperiment von Holz und Schlaf total interessant, die Handlung und das Spiel mit Shakespeare Zitaten und Stilmitteln spannend, andererseits ist der Stil teilweise so, dass man über einige Seiten gar nicht weiß was passiert und nur fragend weiterliest. Dank dem Nachwort weiß ich, dass es nicht nur mir so geht. An sich sind das Erzählungen, denen man sehr viel Zeit widmen sollte und müsste, wenn man alle Seiten selbstständig verstehen will. Ich verlasse diese Erzählungen jetzt aber mit gemischten Gefühlen.
2,5 musste nur Papa Hamlet für die Schule lesen. Ich weiss, dass dieses Buch aus dem Naturalismus stammt, als die Menschen anfingen Dinge in Büchern und Bildern nicht mehr zu beschönigen und 'gesprochene Sprache' schrieben. Trotzdem finde ich das Buch ziemlich depressiv und traurig und habe einen Riesigen Scheiss hass gegenüber Nils aber auch Amalie. Ich weiss nicht wie die Menschen damals solche Bücher lesen konnten und nur dachten 'zum Glück bin ich Adelig' Das ist so sick und traurig. Seltsames Buch und ich habe es gar nicht genossen und diese beiden Autoren sollten mal einen Grammatikkurs besuchen denn das kann man so doch gar nicht lesen! Und wieso sollte man das Kind umbringen wtf
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