Ein Roman, der hinter die Kulissen der FIFA führt - visionär und brandaktuell!
Mit dem Sechseläuten treibt man in Zürich den Winter aus. Bei diesem offiziellen Anlass wird eine Mitarbeiterin der FIFA niedergestochen - nur unweit von Kommissar Eschenbach. Neben der Leiche steht zitternd ein kleiner Junge. Hat er etwas gesehen? Was für Eschenbach als spontaner Einsatz beginnt, wird zu einer erschütternden Reise in die Vergangenheit.
Michael J. Theurillat (born 1961) is a Swiss writer of crime fiction. Born in Basel, he studied business administration, art history and history. In 2000, he quit his job as an executive with the Swiss bank UBS so as to be able to write full-time.
Theurillat's novels follow the investigations of Kommissar Eschenbach, an investigator with the Zurich police. They have been commercially successful; his third novel, Sechseläuten, was at the head of Swiss bestseller lists following its publication. The Basler Zeitung called him one of Switzerland's most successful crime writers.
Gelungener Krimi mit viel Zürcher Lokalkolorit. Es geht um das Sechseläuten (offensichtlich), Fussball (der Roman spielt vor der Euro 08 und die FIFA hat ihren Hauptsitz in Zürich) und vorallem einer dunklen Seite der Schweizer Geschichte (die Verbrechen an der Jenischen Bevölkerung). Die Teile des Buches sind Fussball gerecht von Erster Halbzeit bis Elfmeterschiessen (hier darf auch ein Zitat von Peter Handkes "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" nicht fehlen) aufgeteilt.
“Sechseläuten” von Michael Theurillat ist nicht nur mein drittes Buch des Autors, sondern auch mein persönlicher Favorit bisher. Die ersten beiden Bände waren bereits äusserst spannend, doch Band 3 übertrifft sie durch seine Komplexität und die Vielzahl an faszinierenden Protagonisten:innen wie zum Beispiel Lenz, Jagometti und Mazzoleni. Ihre Beziehungen zu Kommissar Eschenbach werden geschickt dargestellt, was eine zusätzliche Ebene der Spannung und Tiefe in die Geschichte bringt.
Die Spannung in “Sechseläuten” ist meisterhaft aufgebaut. Theurillat versteht es, den Leser kontinuierlich in Atem zu halten, ohne dabei unnötig in die Länge zu ziehen. Die Handlung bleibt straff und fesselnd, wobei die Dynamik zwischen den Charakteren für zusätzliche Unterhaltung sorgt.
Allerdings muss ich sagen, dass der rasche Schluss und die schnelle Auflösung des Falls meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt haben. Nach der intensiven Spannungsbildung hätte ich mir gewünscht, dass die aufgebaute Energie über die 300 Seiten in den letzten 30 Seiten nicht so abrupt endet. Ein wenig mehr Action und zusätzliche Handlung hätten dem Schluss gutgetan, um die Leser mit einem noch grösseren Knall zu überraschen.
Dennoch überwiegen die positiven Aspekte von “Sechseläuten”. Die beeindruckende Charakterentwicklung, die realistische Darstellung der Züricher Umgebung und die gelungene Verwebung von Tradition und Kriminalität machen das Buch zu einem herausragenden Leseerlebnis. Für Fans von spannenden Kriminalromanen mit lokalem Flair ist “Sechseläuten” definitiv eine Empfehlung wert. Es ist ein packendes Werk, das trotz kleinerer Schwächen im Schluss eine beeindruckende Leistung des Autors darstellt und Lust auf weitere Werke von Michael Theurillat macht.
So ein richtig guter Krimi ist schon was Feines! Das hat wirklich richtig viel Spaß gemacht, hat absolut zum Mitfiebern, Mitbangen und Mitraten eingeladen. Die Charaktere sind toll dargestellt, der Kommissar ist erfrischend normal und folgt nicht dem Trend des grummeligen, manchmal sogar unerträglichen Einzelkämpfers, den eigentlich keiner mag. Sehr, sehr spannendes, gutes Buch!
Es ist ein klassischer Kriminalroman, sehr spannend geschrieben, ein paar Dinge, die der Logik widersprechen aus meiner Sicht, aber immer so, dass man motiviert ist, weiterzulesen und das Ende zu erfahren. Gute Lektüre, aber nicht sensationell.
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Der Sechseläuten-Fall führt Kommissar Eschenbach zum Weltfußballverband FIFA. Die Tote arbeitete dort im Sekretariat, doch niemand scheint daran interessiert, den Mörder zu finden. Und auch der Junge schweigt, den man an der Seite der Frau fand. Als er endlich zu sprechen beginnt, wird Eschenbach hellhörig, es ist "Rotwelsch", die Sprache der Jenischen. In den Akten des Hilfswerks Pro Juventute findet der Kommissar eine Liste, die höchster Geheimhaltung unterliegt. Darauf die Namen der jenischen Kinder, die bis 1972 aus ihren Familien "entfernt" wurden. Was ist aus diesen Menschen geworden? Nur so viel steht fest: Alle, die mit der Liste vertraut waren, sind unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Und nicht nur eine Spur führt zur FIFA. In Sechseläuten erzählt Michael Theurillat von den tiefen Rissen in der bürgerlichen Fassade der Schweiz.
It's fairly boring, with a wild topic range not adding to the underlying mystery plot. Anyhow, I mainly read it to gain a bit of local colour for a possible upcoming trip to Zurich - and for that purpose it really isn't bad.
Brilliant read. Unpredictable and unusual plot with partially historical background. Twist and turns throughout the chapters with well developed fictional characters. Fun to read about your hometown and recognise the places and habits. Kept me on my toes until the very end!