In der heutigen Gesellschaft genießt die Monogamie als Beziehungsmodell eine wenig hinterfragte Monopolstellung. Doch schon lange hat sich das romantische Ideal „ewiger Liebe“ als unrealistisch erwiesen und ist einer eher ernüchternden Praxis der seriellen Monogamie gewichen. Ohne die Illusion, es könne nur eine einzige wahre Liebe geben, wird der Sinn von „Treue“ aber fragwürdig. Warum muss eine alte Liebe enden, wenn eine neue beginnt?
Im Buch wird der Umgang mit Liebe und Sexualität neu überdacht. Der Autor zeigt, dass sich Gefühl und Verstand, Verbindlichkeit und Freiheit nicht entgegenstehen müssen. Das monogame Liebesmodell beruht auf Vorurteilen und beinhaltet Zumutungen, die aus hedonistischen ebenso wie aus ethischen Gründen zweifelhaft sind. Auch Alternativen wie „Don’t ask, don’t tell“-Vereinbarungen, Swinger-Beziehungen und Polyamorie werden einer kritischen Diskussion unterzogen.
Für mich persönlich ein Schlüsselbuch. Obwohl ich mich mit der Thematik bereits viel auseinandergesetzt habe, hat das Buch auf seinen wenigen Seiten viele neue Erkenntnisse mitgebracht. Ich empfehle es gerne Freunden, ganz egal in welcher Beziehungsdynamik. Ein fortschrittliches, transformatives Werk über intentionale und authentische Menschenbegegnungen.
Es geht nicht um Beziehungsöffnung per se. Sondern um Offenheit, Ehrlichkeit, Vernunft, Vertrauen, Hinterfragen und Reflektion in JEDER Dynamik.
This is a short, small book that tries to make a case for non-exclusivity in romantic relationships. Schott looks at some common attitudes or assumptions about love that are used to uphold monogamy as the only valid relationship model, and presents logical arguments to challenge this claim. It's a nice little book to have as reference, for those who like to examine and think about the fundamental assumptions behind how we conduct relationships.