"Mü Ein Tierbuch" von Hermann Löns. Veröffentlicht von Good Press. Good Press ist Herausgeber einer breiten Büchervielfalt mit Titeln jeden Genres. Von bekannten Klassikern, Belletristik und Sachbüchern bis hin zu in Vergessenheit geratenen bzw. noch unentdeckten Werken der grenzüberschreitenden Literatur, bringen wir Bücher heraus, die man gelesen haben muss. Jede eBook-Ausgabe von Good Press wurde sorgfältig bearbeitet und formatiert, um das Leseerlebnis für alle eReader und Geräte zu verbessern. Unser Ziel ist es, benutzerfreundliche eBooks auf den Markt zu bringen, die für jeden in hochwertigem digitalem Format zugänglich sind.
Ein nettes Buch mit verschiedenen Tiergeschichten. Hier merkt man, warum Löns als "der Heidedichter" bekannt ist. Er beschreibt mit sehr viel Einfühlungsvermögen die Landschaft und Eigenarten der Tiere, die er beobachtet. Natürlich gibt es auch hier traurige Momente, aber die gehören zum Leben dazu und Löns beschönigt nichts.
Diese Tiergeschichten sind vor allem Jagdgeschichten: die Beobachtungen eines Jägers, der sich für weit mehr als nur für das Großwild interessiert. Das gibt ihnen ihre besondere Eigenart.
Jeder der Tiergeschichten schreibt hat eine harte Aufgabe, seine Figuren zu persönlichen. Selten versucht man, sie ganz natürgemäß zu schildern; ein mehr oder minder ausgeprägter Anthropomorphismus bringt sie dem Leser näher. Aber ein Naturschreiber wie Hermann Löns (im Gegenteil zu einem Fabelschreiber) darf auch keine Menschen in Tierhaut schaffen. Ich (und bin nicht die Einzige) finde daß je mehr Tierbenehmen, Tierwesen da ist, umso interessanter.
Diese Aufgabe erfüllt Löns meistens ganz gut, besonders in die Geschichten wo die Tiere nicht sprechen. Insoweit er ihnen menschliche Züge gibt, beruht es oft auf Stereotypen — er kann ja nicht zu einzelnen Menschen als Vorbilder greifen. In diesen Stereotypen existiert ein starker Anteil an Sexismus. Aber auch Tierbeobachtungen sind reichlich da.
Verschönert hat Löns das Leben nicht, viele seiner Figuren sterben, von Menschenhand und sonst. Auch bevorzügt er weder Raubtiere noch Pflanzenfresser, die beiden sind liebevoll geschildert. Es gibt eine gute Vielfalt an Themen.