Der Kunsthistoriker Gorch Pieken machte sich daran, die Hintergründe dieses mysteriösen Gemäldes zu recherchieren, und fand heraus, dass es den uniformierten Schwarzen tatsächlich gegeben hat. Sein Name: Gustav Sabac el Cher. Der Vater, August Albrecht Sabac el Cher, war 1843 als siebenjähriger Knabe dem preußischen Prinzen Albrecht zum Geschenk gemacht worden – vom ägyptischen Vizekönig Mehmed Ali. Der Prinz nahm den Jungen mit nach Berlin und ließ ihn zum preußischen Offizier ausbilden. Seitdem lebt die Familie in Deutschland, mehrere Generationen dienten im kaiserlichen Heer, in Hitlers Wehrmacht und in der Bundeswehr. Selbst den Rassismus der Nazis überlebten die Sabac el Chers. Zwar wurde das von ihnen geführte Gartenlokal boykottiert und musste schließen, aber ein Sohn der Familie kämpfte für »Volk und Vaterland« in Russland. Gorch Pieken und Cornelia Kruse erzählen die verblüffende Geschichte dieser Familie von den Anfängen bis heute. Das faszinierende Quellen- und Bildmaterial, das sie zutage gefördert haben, eröffnet den Blick auf ein unbekanntes Kapitel preußisch-deutscher Geschichte, das uns auf geheimnisvolle Weise berührt und in den Bann zieht.
1) Deutsche Rezension Ein wichtiges Buch da es ein bisher wenig beachtetes Kapitel aus der Geschichte der deutschsprachigen Länder behandelt. Dieses Buch ist leicht und schnell zu lesen, die privaten und öffentlichen Dokumente (wie Poster zur Werbung für Gustavs weit bekanntes Orchester) helfen dem Buch und purer Zufall, ich wohne in der gleichen Straße wo er und seine Familie einst wohnten. Da diese Familie damit die Blütezeit und Niedergang des Deutschen Reiches, die Weimarer Republik und die Nazizeit miterlebte, verleiht dem Buch nur noch mehr Würze. Ich bin mir aber nicht sicher ob die Autorin alle Informationen richtig hat und das Ende kam auch recht plötzlich.
2) English Review An important book as it deals with a hitherto little considered chapter from the history of the German-speaking countries. This book is easy and fast to read, the private and public documents (like posters to the public for Gustavs widely known orchestra) help the book and by pure coincidence, I live in the same street where he and his family once lived. That this family witnessed the prosperity and decline of the German Reich, the Weimar Republic, and the Nazi era, the book gives only more spice to the book. But I'm not sure if the author has all the information right and the end came quite suddenly.