Typpischer Schneider. Der Mann ist Sprachkritiker und zu gern würde man ihm irgendwo eine sprachliche Schwäche vorwerfen dürfen. Geht aber nicht. Außer der einen, dass das Ganze den Bogen etwas zu weit spannt. Und am Ende doch etwas langweilig wird. Aber sein Ansatz Sprache (i.e. “Wörter”) aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, ist äußerst informativ und auch unterhaltend. (Aber eben auch ziemlich redundant.) Er zitiert mehrfach Wittgenstein wohlgefällig. (Und zurecht Savigny abfällig.) Sympathischerweise erfreut er sich an ungewöhnlichen Etymologien. So wie Porzellan. 7/10
Endlich geschafft, ein Superbuch! Jeder Wortarbeiter täte gut daran, sich durch dieses poetische Stück Schulbuchprosa durchzukämpfen. Der Sprachpapst Schneider ist auch der König der Ketzer. Er hat recht, solange ihm niemand widerspricht.