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Zur Rede gestellt, beginnt Dolkars Mutter widerstrebend zu erzählen. Staunend erfährt die junge Frau, dass ihr Urgroßvater in Tibet ein geachteter Medizingelehrter gewesen ist und seine Tochter, Dolkars Großmutter Longsela, in Lhasa einen erfolgreichen Edelsteinhandel betrieben hat. Dolkars Mutter wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf, doch nach der Besetzung Tibets durch die Chinesen änderten sich die Lebensverhältnisse der Familie dramatisch. Dolkars Mutter und ihre Geschwister wurden von ihren Eltern getrennt und in ein Umerziehungslager verschleppt, und erst nach bitteren Jahren konnte sie mithilfe eines Nomaden über Indien in die Schweiz fliehen. Dolkar ist schockiert und will mehr wissen, doch zu einigen Fragen schweigt die Mutter beharrlich. So reist Dolkar selbst nach Tibet, um nach den Überresten ihrer Heimat und den Bruchstücken ihrer Familiengeschichte zu suchen. Und was sie findet, verändert ihr eigenes Leben für immer…
Das Haus der Tibeterin ist ein typischer De-Cesco-Roman: In einfacher und doch eindringlicher Sprache erzählt die Autorin die bewegte und bewegende Geschichte einer Familie über vier Generationen nach, wobei wie fast immer starke Frauenfiguren im Mittelpunkt stehen; zugleich lässt sie die leidvolle Geschichte des faszinierenden Tibet lebendig werden. Ein berührendes Buch, das von einem tiefen Verständnis für das tibetische Volk geprägt ist. - Christoph Nettersheim
Hardcover
First published January 1, 2009