Die lang erwartete Fortsetzung: Vitus, der Wanderchirurg, in neuer Mission!
England, anno 1588. Vitus, der von Elisabeth I. zum Earl of Worthing ernannt wurde, ereilt der Ruf, die englische Flotte im Kampf gegen die spanische Armada zu unterstützen. Er gerät in einen fast aussichtslosen Konflikt, denn Nina, seine geliebte Frau, will ihn nicht ziehen lassen, und sein bester Freund, der Magister García, schlägt sich auf die Seite des Feindes. Doch die größte Gefahr geht von Isabella aus, einer bildschönen, verruchten Spanierin …
Die Liebe des Wanderchirurgen ist der vierte und letzte Teil der Wanderchirurgen-Reihe.
Erneut treffen wir auf alte Bekannte aus den vorangegangenen Teilen und auch auf Geschehenes wird rückblickend Bezug genommen.
Während die Schilderung der chirurgischen Eingriffe, welche den Charme der Reihe ausmachen, dieses Mal zu kurz kommt, wird das Augenmerk eher auf die Beziehung zwischen Vitus und Isabella gelegt, was dem Buchtitel gerecht wird.
Während ich über den recht kindischen Streit zwischen dem Magister und Vitus und auch die Intrige von Hartford hinwegsehen kann, finde ich den Charakter Isabella dermaßen unstet und die Beziehung als nicht nachvollziehbar. Wenn einer Dame das, was Isabella zugestoßen ist, passiert, dann setzt diese ganz bestimmt nicht mehrmals ihre Reize ein, um das zu bekommen, was sie will. Ihr Stolz wäre gebrochen und würde nicht immer wieder in dieser Stärke hervor treten. Serno kann eigentlich auch unliebsame Charaktere und auch deren Beweggründe gut darstellen. Dennoch ist ihm Isabella so gar nicht gelungen. Auch dieses Auf und Ab mit Vitus und dessen Gefühlen sind eher eine Qual als spannend.
Die Handlung wirkt an manchen Stellen auch etwas zu gestellt, damit sie voran kommt.
Folglich ist dies kein würdiger Abschluss der ansonsten gut gelungenen Buchreihe.
Fazit: Nur zu empfehlen für Leser, welche Frenemy- Beziehungen spannend finden und über einen wechselhaften Chatakter hinwegsehen können.