Die Gefühlswelten der Die Historikerin Ute Frevert erzählt eine ganz andere Geschichte des 20. Jahrhunderts.Gefühle machen Geschichte. Sie prägen und steuern nicht nur einzelne Menschen, sondern ganze Gesellschaften. Politiker nutzen sie, können aber auch darüber stolpern. Ute Frevert erzählt von machtvollen Gefühlen und was sie im Kaiserreich, der Weimarer Republik, dem NS-Staat, der DDR und der alten und neuen Bundesrepublik. Sie stellt Liebe und Hass, Scham und Stolz, Empörung und Trauer in ihren wechselnden Ausprägungen und Bedeutungen vor.So war Hass ein Motor des Nationalsozialismus, doch in einer Demokratie ist er fehl am Platz. Mit der Liebe verbanden Menschen um 1900 andere Sehnsüchte als heute. Ute Frevert zeigt, warum sich Deutsche 1914 für den Krieg begeisterten und 2006 auf die Fußballnationalmannschaft stolz waren, und geht dem Neid ebenso nach wie dem Vertrauen.Das Buch schließt an die Ausstellung »Die Macht der Gefühle. Deutschland 19/19« an, die Ute Frevert mit ihrer Tochter Bettina Frevert konzipiert und mit Texten versehen hat. Sie wurde über 2500-mal in ganz Deutschland gezeigt.Ute Frevert gelingt ein ganz besonderer Blick auf die Geschichte der Deutschen, die in den sechs unterschiedlichen Staaten der letzten 120 Jahre äußerst wechselhafte Gefühle durchlebten.
German historian. She is a specialist in modern and contemporary German history, as well as social and gender history. In January 2008, she was appointed managing director of the Max Planck Institute for Human Development and director of the Institute's Center for History of Emotions in Berlin.
Frevert worked at several research institutions. She held research fellowships at Berlin Institute for Advanced Study from 1989–1990 and 2004–2005 and at Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences (CASBS) at Stanford University from 2000–2001. She was professor for modern history at Free University of Berlin in 1991–1992 and at the University of Konstanz from 1992–1997. After being appointed professor for general history at the University of Bielefeld, she proceeded to hold a professorship for German history at Yale University. Since the winter semester 2008/2009 she is an honorary professor at the Friedrich-Meinecke-Institut at Free University of Berlin.
Frevert was a visiting professor at Hebrew University of Jerusalem in 1997, at Dartmouth College in New Hampshire in 2002 at the Institute for Human Sciences in 2003 as well as the Fondation Maison des Sciences de l’Homme.
Her research has focused on social and cultural history, evaluating gender relations, and the impact of policies, like military conscription and customs like dueling have impacted the human experience.
Ein solides und notwendiges Nachschlagewerk über die Geschichte der Gefühle von 1900 bis heute.
In der Einleitung zu dem jeweiligen Gefühl vermisse ich die Integration einiger grundlegender neurowissenschaftlicher Erkenntnisse. Das hätte Einsichten in Inhalt und geschichtlichen Wandel verständlicher gemacht.